Das internationale Studentenwohnheim „Johanneskolleg“ in München-Schwabing steht nach Übernahme durch die Erzdiözese vor der Schließung. Wir erinnern die Erzdiözese an ihre moralische und seelsorgerische Verantwortung und fordern:

Die Sanierung oder den Neubau des Johanneskollegs

Begründung

In den letzten 50 Jahren wurde das Internationale Studentenwohnheim zu einem Ort, an dem Menschen aus 98 Nationen friedlich und familiär zusammen leben. In Zeiten von Pegida und Hetze gegen Ausländer fordert vor allem die Diözese München-Freising Solidarität. Jetzt möchte die Diözese den Ort schließen, an dem nicht nur gefordert wird, sondern Integration aus reiner Selbstverständlichkeit gelebt und verwirklicht wird.

Die Diözese behauptet, dass das Johanneskolleg stark baufällig sei. Dies jedoch entspricht nicht der Wahrheit. Es sind nur Sanierungsarbeiten notwendig.

Weitere Informationen finden Sie unter: www.johanneskolleg.de www.facebook.com/johanneskolleg www.sueddeutsche.de/muenchen/studentenwohnheim-vor-schliessung-rettet-das-joko-1.2471207

Vielen Dank für Ihre Unterstützung

Neuigkeiten

  • Sehr geehrte Damen und Herren,
    vielen Dank für Ihre Unterstützung der Petition.
    Wir haben über 7343 Unterschriften gesammelt und wollen diese am Mittwoch Kardinal Marx übergeben. Dieser hatte uns bisher nur einen Termin mit einem Stellvertreter angeboten. Um den Auftrag zu erfüllen, den uns die Unterzeichner gegeben haben, wollen wir die Petition im Rahmen einer Demonstration am 22.7. übergeben. Kardinal Marx ist über den Termin informiert.
    Wir treffen uns um 18 Uhr am Odeonsplatz und laufen danach gemeinsam zum Palais Holnstein (Amtssitz und Wohnort von Herrn Marx) in der Kardinal-Faulhaber-Straße.

    Die Erzdiözese versucht, am Johanneskolleg eine Entscheidung durchzudrücken, die offenbar auf Grund unvollständiger Informationen getroffen wurde. Die Erzdiözese war zum Zeitpunkt des Kaufes unvollständig über den Bauzustand und das Konzept des Johanneskollegs informiert. Informationen, wie eine Stellungnahme des Architektenbüros Muck Petzet, die einen jahrelangen Weiterbetrieb des Wohnheims bei Investitionen für 500.000 Euro für möglich hält, werden ignoriert. Das besondere Konzept des Kollegs soll auch weiterhin nicht Teil der Entscheidungsgrundlage sein.

    Die Erzdiözese zerstört damit ein Projekt für Integration, Internationalität und Interreligiosität, welches sie auf Jahre hin nicht wieder errichten werden kann. Dieses besteht im Johanneskolleg nicht nur aus einer Quote für Ausländer, sondern aus gelebter Integration in familiären Strukturen, gemeinschaftlichen Aktivitäten, dem Leben in Doppelzimmern, einer intensiven Betreuung und vielem mehr.

    Stark gelitten hat mittlerweile das Vertrauen der Studierenden in die Erzdiözese. Diese hatte die BewohnerInnen mehrmals unzureichend informiert. So fällt es den Studierenden schwer, die Ankündigung der Diözese zu glauben, wonach andere Wohnheime ausgebaut werden sollen. Konkrete Pläne, inklusive Zeitfenster, wurden bislang nicht vorgelegt. Für das Johanneskolleg wurde bis heute keine Abrissgenehmigung beantragt. Dennoch sollen die BewohnerInnen zum 30. September ausziehen.

    Wir hoffen auf ein zahlreiches Kommen Eurerseits.

    Mit freundlichen Grüßen
    Die Bewohner des Johanneskollegs

Pro

Ich bin von dem Uhreinwohnern Jokos 1964-1967 gewesen. Es war wahrlich eine Insel der Freundlich- und Herzlichkeit gewesen. Ein Abriss wäre eine undenkbare Schande!!!

Contra

Mir ist die Darstellung des Themas sehr verkürzt und einseitig: - das Haus scheint mindestens 50 Jahre alt: wie gut ist die Bausubstanz noch? - wurde das Haus regelmäßig renoviert? - ist es vielleicht schon total baufällig? - oder gibt es inzwischen Gesetzesvorschriften die das Haus eigentlich unbewohnbar machen würden? Das sind eigentlich keine wirklichen Argumente gegen das Johanneskolleg, die Informationen sind halt extrem einseitig, daher lehne ich die Petition ab.