Environment

Kein Kahlgrund-Highway zwischen Niedersteinbach und Michelbach - BI St2305

Petition is directed to
Landrat Alexander Legler
2.291 Supporters 1.815 in Aschaffenburg
100% from 1.700 for quorum
  1. Launched February 2021
  2. Time remaining > 6 months
  3. Submission
  4. Dialog with recipient
  5. Decision
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Der geplante Neubau der Staatsstraße St2305 zwischen Niedersteinbach und Michelbach ist ein massiver Eingriff in den Kahlgrund.

Die Baumaßnahme wird mit der Erhöhung der Verkehrssicherheit beworben, dient von ihrem Umfang her aber vor allem der Erhöhung der Leistungsfähigkeit der Staatsstraße.

Als Bündnis aus Anwohner*innen, Landwirt*innen und Naturfreund*innen haben wir die Bürgerinitative St2305 - Mit Sicherheit keine Rennstrecke gegründet.

Unser Ziel ist es den Neubau der Trasse auf einem Damm quer durch landwirtschaftlich und ökologisch ausgesprochen wertvolle Flächen zu verhindern.

Um den bestmöglichen Kompromiss aus der Bewahrung unserer einzigartigen Kahlgründer Kulturlandschaft, der Begrenzung von Baukosten und der Verbesserung der Verkehrssicherheit für Pendler*innen zu erzielen, fordern wir eine geänderte Planung, die sich am punktuellen Ausbau der Bestandsstraße orientiert.

Diese Online-Petition gibt den Kahlgründer*innen die Möglichkeit zu zeigen, dass der geplante Neubau nicht in ihrem Sinne ist, und von den entscheidenden Gremien zu verlangen das zu berücksichtigen.

Die offiziell verfügbaren Informationen sind auf der Seite des für die Maßnahme zuständigen Staatlichen Straßenbauamtes in Aschaffenburg einsehbar:

https://www.stbaab.bayern.de/strassenbau/projekte/B61S.ALSA0008.00.html

Reason

  1. Transparenz - Wir fordern, dass sich die Kahlgründer*innen ein eigenes Bild vom geplanten Neubau machen können. Die Planung muss so veröffentlicht werden, dass eine fundierte Meinungsbildung und echte Bürger*innenbeteiligung möglich ist.
  2. Naturschutz - Das Gebiet des geplanten Neubaus ist ein ausgesprochen wertvoller Lebensraum für viele Tierarten, wie z. B. den geschützten Wiesenknopf-Ameisenbläuling. Bevor mit dem Bau der Staatsstraße begonnen werden kann, muss die Ameisenbläulingspopulation umgesiedelt werden. Dass die Population die Umsiedlung übersteht kann nicht gewährleistet werden.
  3. Landwirtschaft - Die Ackerflächen werden von örtlichen Betrieben mit großem Verantwortungsbewusstsein bewirtschaftet und sind Ursprung zahlreicher regional vermarkteter Produkte. Durch die begradigte Linienführung und die dammartige Ausführung der neuen Staatsstraße ist der Verlust der sonnigen und damit ertragreichen Ackerflächen verbunden. Die Baumaßnahme bedroht die Existenz der Landwirte.
  4. Falsche Verkehrsförderung - Der Ausbau der Straße, ohne dass Rad-, Bus- und Bahnverkehr im Vorfeld verbessert wurden, bringt eine falsche Lenkungswirkung mit sich und wird den PKW als bevorzugtes Verkehrsmittel fördern.
  5. Keine echte Leistungssteigerung - der Neubau der St2305 endet am Ortseingang von Niedersteinbach. Die Ortsdurchfahrt Niedersteinbach ist nur für ein begrenztes Verkehrsaufkommen ausgelegt, da durch die historisch bedingte Bebauung erforderliche Straßenbreiten nicht möglich sind. Die Rückstaugefahr innerorts erhöht sich durch den verstärkten Verkehrszufluss massiv.
  6. Veschlechterung der Verkehrssicherheit - Gerade die Gehwegsituation in Niedersteinbach ist für Schulkinder katastrophal und bei Gehwegbreiten unter einem Meter ein massives Sicherheitsrisiko. Mehr Durchgangsverkehr heißt weniger Sicherheit für Fußgänger*innen.
  7. Ortsumgehung Niedersteinbach als nächstes? - Denkt man den Neubau der St2305 konsequent weiter, wäre eine Ortsumgehung parallel zur Bahntrasse zwischen Bahnhof Niedersteinbach und Feuerwehr Mömbris die logische Folge.
  8. Mehr Verkehrslärm - Höhere Fahrgeschwindigkeiten - geplant sind 90 km/h - bringen höhere Lärmbelastungen für Natur und Anwohner*innen mit sich.
  9. Mehr (LKW-)Ausweichverkehr - Eine besser ausgebaute Staatsstraße begünstigt den (LKW-)Ausweichverkehr zwischen den Bundesautobahnen A3 und A45 via Schimborn-Mömbris-Niedersteinbach-Michelbach.
  10. Hochwasser 1 - Die asphaltierte und versiegelte Fläche wird zunehmen. Dadurch wird die Regenwasser-Versickerung vor Ort, die Grundwasserneubildung und die Bindung von Oberflächenwasser in der Humusschicht abnehmen. Ob die geplanten Kompensationsmaßnahmen wie Retentionsgräben zunehmend extreme Wetterlagen ausreichend ausgleichen können wird sich zeigen müssen.
  11. Hochwasser 2 - Im Bereich der Kläranlage muss zur Verbreiterung der Straße die Kahl verlegt werden. Auch wenn die Kahl an dieser Stelle zukünftig renaturiert werden soll, wird dadurch der engste Talquerschnitt zwischen der neuen St2305 und den Gleisen weiter verengt werden, was einen Rückstau Richtung Mömbris begünstigt.
  12. Umleitung - Die Verbindung Mömbris-Alzenau wird während der Bauzeit vollständig gesperrt sein. Der Verkehr muss dann über die Hohler Chaussee, Dörnsteinbach usw. umgeleitet werden.
Thank you for your support, Frank Groß from Mömbris
Question to the initiator

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Es gäbe sinnvollere Projekte, wie die Verbesserung des ÖPNVs. Ein gutes Beispiel ist die Petition zur Verlängerung der Kahlgrundbahn bis nach Frankfurt. Dies würde die Straßen im Kahlgrund entlasten und einen Ausbau der Straßen überflüssig machen.

No CONTRA argument yet.

Why people sign

  • Not public Mömbris

    18 hours ago

    Übermäßiger Flächenverbrauch. Überdimensioniert und mangelnder Hochwasserschutz.

  • Not public Mömbris

    7 days ago

    Ich will keine Rennstrecke.

  • Not public Karlstein

    8 days ago

    Unfallgefahr!!!

  • on 19 Jul 2021

    Rettung der Kahlauen und Geldverschwendung

  • on 19 Jul 2021

    Weil der Kahlgrund in seiner Urform erhalten bleiben sollte. Schöne kurvige Straßen die sich durch die Landschaft an der Kahl und den Weinbergen entlang schlängeln. Das macht doch eine ländliche Gegend in schöner Natur aus. Alles andere wäre eine Verschandelung und es ginge viel Flair verloren. Die Straße zwischen Niedersteinbach und Michelbach befindet sich in einem sehr guten Zustand, keine Spurrillen, keine Schlaglöcher und eine Sanierung wäre völlig überflüssig. Diese Gelder können sinnvoller genutzt werden. Wenn überhaupt sanieren in einigen Jahren, dann sollte die Straße nicht in Form und Verlauf verändert werden. Wem die Straße zu schmal wird, der soll nochmal in die Fahrschule gehen und eine nachschulung machen, oder aber ( die, die immer zu schnell unterwegs sind ) ein Fahrsicherheitstraining beim ADAC um sein Fahrzeug im Grenzbereich beherrschen zu können und die Menschen sollten umdenken... kein Panzer ( SUV ) kaufen, sondern ein Auto in normaler Größe oder Kleinwagen, dann herscht auch genügend Platz auf der Straße. Früher waren die Leute mit einem VW Käfer zufrieden...heute meint jeder einen Panzer fahren zu müssen. Letztendlich solletn die Autofahrer ihre geschwindigkeit besser anpassen, den Kopf einschalten, dann gäbe es auch weniger oder keine Unfälle mehr. Es kann nicht sein, dass eine Straße begradigt werden muß, nur weil der heutige Autofahrer zu dumm ist, unfallfrei um Kurven zu fahren. Der LKW Verkehr sollte reduziert werden.

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