Keine Kürzung der Kinderkrankentage!

Petition richtet sich an:
Bundesgesundheitsminister Carsten Linnemann & Deutscher Bundestag Petitionsausschuss

52.467 Unterschriften

100 %
51.369 von 30.000 für Quorum in Deutschland Deutschland

52.467 Unterschriften

100 %
51.369 von 30.000 für Quorum in Deutschland Deutschland
  1. Gestartet 24.09.2026
  2. Sammlung noch > 5 Monate
  3. Einreichung
  4. Dialog mit Empfänger
  5. Entscheidung
Persönliche Daten
 

Ich bin einverstanden, dass meine Daten gespeichert werden. Diese Einwilligung kann ich jederzeit widerrufen.

Petition richtet sich an: Bundesgesundheitsminister Carsten Linnemann & Deutscher Bundestag Petitionsausschuss

Der Deutsche Bundestag möge beschließen, den Anspruch auf Kinderkrankengeld dauerhaft bei 15 Arbeitstagen je gesetzlich versichertem Kind und Elternteil zu belassen (Alleinerziehende: 30 Tage), die Höchstgrenzen bei mehreren Kindern (35 bzw. 70 Tage) beizubehalten und die Auswirkungen regelmäßig zu evaluieren.

Bundesgesundheitsminister Carsten Linnemann plant die Maximalzahl der Kinderkrankentage wieder zu senken. Damit würden ab Januar 2027 pro Elternteil und Kind statt 15 Kinderkranktage nur noch 10 Tage zur Verfügung stehen.

Begründung

1) Ein krankes Kind lässt sich nicht planen. Wenn es nicht in Kita oder Schule gehen kann, braucht es sofort eine vertraute Person, meist ein Elternteil. Genau dafür gibt es das Kinderkrankengeld nach § 45 SGB V.

2) Für 2026 gelten 15 Arbeitstage je Kind und Elternteil (Alleinerziehende: 30). Diese Regelung endet am 31. Dezember 2026. Ohne neues Gesetz fallen wir ab 2027 auf zehn Tage zurück. Das Argument, es habe sich um eine Corona-Sonderregel gehandelt, greift zu kurz: Kinder werden auch ohne Pandemie krank. Gerade in Kita und Grundschule folgt im Winter oft ein Infekt auf den nächsten.

3) Hinzu kommt der Gesundheitsschutz: Nach Fieber, Erbrechen oder Durchfall müssen Kinder häufig mindestens 24 Stunden symptomfrei sein, bevor Kita oder Schule sie wieder aufnehmen. Der Betreuungsbedarf ist also länger als die akute Krankheit. Fehlen die Tage, steigt der Druck, Kinder zu früh zurückzuschicken. Das gefährdet ihre Genesung, andere Kinder und das Betreuungs- und Lehrpersonal. Jedes Kind hat ein Recht auf Gesundheit. Ausreichende Kinderkrankentage schützen alle Beteiligten vor vermeidbaren Infektionen.

Wer den Anspruch aufgebraucht hat, muss Urlaub nehmen, unbezahlt zu Hause bleiben, Arbeitszeit kürzen oder private Notlösungen organisieren. Homeoffice ist keine Antwort: Ein krankes Kleinkind braucht Pflege, und viele Beschäftigte in Produktion, Pflege, Handwerk, Handel oder Gastronomie können ohnehin nicht von zu Hause arbeiten. Kinderkrankengeld ersetzt zudem in der Regel nur 90 % des Nettoentgelts. Es ist kein zusätzlicher Urlaub.

Diese Petition richtet sich nicht gegen Arbeitgeber. Eine klare Regel schafft Planbarkeit; ohne sie wird die Abwesenheit nur anders organisiert, etwa über Urlaub, Krankmeldungen oder Teilzeit. Deutschland ist auf die Erwerbstätigkeit von Eltern angewiesen. Kurzfristige Betreuungsprobleme dürfen nicht zum dauerhaften Ausstieg führen. Und weil die Betreuung kranker Kinder in der Praxis oft ungleich verteilt ist, erleichtern ausreichende, einzeln nutzbare Tage auch die partnerschaftliche Aufteilung.

Wir fordern:

  • 15 Kinderkrankentage je Kind und Elternteil dauerhaft gesetzlich festzuschreiben.
  • 30 Tage für Alleinerziehende und die Höchstgrenzen bei mehreren Kindern beizubehalten.
  • Inanspruchnahme, Kosten und Folgen für Familien, Arbeitgeber und Erwerbsbeteiligung regelmäßig und transparent zu evaluieren.

Es geht nicht um mehr Urlaub, sondern um eine einfache Realität: Kinder werden krank. Wer sein Kind auskurieren kann, kehrt stabil zurück, statt erneut auszufallen. Das entlastet Betriebe und Kitas. Wer Familien schützt, stärkt Wirtschaft und Vertrauen in die Politik.

Ich bin Vater und Arbeitnehmer und weiß, was kurzfristige Ausfälle für Betriebe bedeuten. Deshalb richtet sich diese Petition nicht gegen Arbeitgeber. Mir geht es um beides: eine gute Wirtschaftsleistung und das Recht meines Kindes und aller anderen Kinder auf Gesundheit.

Quellen:

  • Ab 2027 soll der Anspruch um fünf Tage sinken. Das sei eine Ankündigung, kein beschlossenes Gesetz. Die aktuelle Regelung gilt bis Jahresende. Wird sie nicht verlängert, gilt ab 2027 grundsätzlich wieder der frühere Anspruch von zehn Arbeitstagen, für Alleinerziehende 20.
  • Linnemann hat sich in der Regierungsbefragung gegen eine Verlängerung ausgesprochen und die Regel als Corona-Sonderregel eingeordnet. (ZDFheute)ZDFheute, 23.09.2026
  • Wer Kinderkrankengeld bezieht, hat gegenüber dem Arbeitgeber Anspruch auf unbezahlte Freistellung. (Gesetze-im-Internet)
  • Absatz 2 (Regelfall): Ohne die Sonderregel gelten 10 Arbeitstage je Kind, für Alleinerziehende 20. Bei mehreren Kindern sind es höchstens 25 bzw. 50. (Sozialgesetzbuch)
  • Absatz 2a: Im Kalenderjahr 2026 besteht der Anspruch für jedes Kind längstens 15 Arbeitstage, für Alleinerziehende 30 Arbeitstage. Insgesamt sind es höchstens 35 Arbeitstage, für Alleinerziehende 70. (Gesetze-im-Internet)
  • § 45 SGB V (amtliche Quelle)
Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Florian Völler, Geretsried
Frage an den Initiator

Angaben zur Petition

Petition gestartet: 24.09.2026
Sammlung endet: 23.03.2027
Region: Deutschland
Kategorie: Familie

Übersetzen Sie jetzt diese Petition

Neue Sprachversion

Neuigkeiten

  • Liebe Unterstützende, 

    Du und rund 50.000 weitere Menschen haben schon unterschrieben! Damit noch mehr Menschen von der Petition erfahren, haben wir von openPetition einen Post dazu in den Sozialen Netzwerken veröffentlicht - einfach auf die blauen Verlinkungen klicken & teilen, teilen, teilen:

    Instagram
    YouTube
    TikTok
    Facebook
    LinkedIn
    Mastodon
    Bluesky

    Vor allem wenn die Beiträge geteilt werden, erfahren noch mehr Menschen von der Petition.

    Wer nicht in den Sozialen Netzwerken aktiv ist, kann Freunde, Bekannte und Familie per Whatsapp oder E-Mail auf die Petition hinweisen 📧:

    🔗 Kurzlink zur Petition: www.openpetition.org/kinderkrankentage 

    Vielen Dank für dein Engagement!
    Dein openPetition-Team

  • Liebe Unterstützerin, lieber Unterstützer,

    wir haben das Quorum überschritten: über 30.000 Menschen stehen hinter dem Erhalt der 15 Kinderkrankentage. In nicht einmal vier Wochen 💪🏼

    Das ist kein Etappenziel, das ist ein Statement.Und es kommt genau zur richtigen Zeit. In der Koalition ist ein offener Streit entbrannt:

    Während Gesundheitsminister Linnemann an seinem Plan festhält, die Tage ab 2027 auf zehn zu kürzen, stellt sich die SPD öffentlich dagegen. Die familienpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion nennt die Kürzung eine „falsche Logik". Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig sagt unmissverständlich: „Das geht gar nicht."

    Mehrere SPD-Landespolitiker schließen sich an.Das heißt: Die Entscheidung ist noch offen. Nichts ist beschlossen. Und genau deshalb zählt jede einzelne Stimme jetzt noch mehr als vorher.Ich weiß, wie sich dieser Streit für uns als Eltern anfühlt, wie ein Verhandlungsgegenstand zwischen Koalitionspartnern, während wir nachts tatsächlich am Bett unserer fiebernden Kinder sitzen.

    Diese Petition gibt dem, was gerade hinter verschlossenen Türen verhandelt wird, ein Gesicht: 30.000 Familien, die sagen, dass das keine Verhandlungsmasse ist.

    Was jetzt hilft:Teile die Petition noch einmal. Wir haben die erste Hürde genommen, aber je mehr Unterschriften, desto schwerer wird es, das Thema zu ignorieren.Schreib dazu, warum es dich betrifft.

    Persönliche Worte erreichen Menschen, die an einem reinen Link vorbeiscrollen.

    Wenn du in Mecklenburg-Vorpommern oder Rheinland-Pfalz lebst, dort haben SPD-Politiker sich bereits klar positioniert.

    Das ist ein guter Moment, ihnen dafür öffentlich zu danken und sie zu bestärken.30.000 Stimmen sind laut. Lasst uns dafür sorgen, dass sie noch lauter werden, solange die Entscheidung noch nicht gefallen ist.

    Danke, dass ihr dabei seid.

    Schönen Sonntag

    Euer

    Flo Völler

  • Liebe Unterstützerin, lieber Unterstützer,

    wir haben einen echten Meilenstein erreicht: 3.048 Menschen haben innerhalb weniger Tage unterschrieben.

    Das sind zehn Prozent des Quorums, erreicht nicht in Monaten, sondern in Tagen.

    Ich weiß, warum. Jeder von uns kennt diese Nächte: ein fieberndes Kind, kein Schlaf, und morgens die Frage, wer jetzt bei der Arbeit fehlt. Genau dieses Recht, bei unseren Kindern bleiben zu können, ohne Job oder Einkommen aufs Spiel zu setzen, steht jetzt zur Debatte.

    Es gibt auch kritische Stimmen:

    Das sei ein Luxusproblem, andere europäische Länder hätten weniger Krankentage, früher sei es ja auch gegangen, man jammere auf Kosten der Solidargemeinschaft. Dem halte ich entgegen:

    Die Belastung von Eltern wächst gerade jetzt, mit höheren Zuschlägen für Kinderlose, steigenden Krankenkassenbeiträgen und einem Fachkräftemangel, der Vollzeit statt Teilzeit erzwingt, auch durch Entscheidungen dieser Bundesregierung.

    Wer diese Last erhöht, kann sie nicht gleichzeitig bei der Kinderbetreuung kürzen.

    Erst gestern hat das Bundeskabinett eine Pflegereform beschlossen, die vor allem sparen soll, unter anderem durch einen höheren Beitrag für Kinderlose ab 2027. Ein anderes Gesetz, derselbe Minister, dasselbe Muster:

    An der Stelle sparen, an der Familien Verantwortung für andere Menschen übernehmen, für kranke Kinder genauso wie für pflegebedürftige Eltern.

    Umso wichtiger ist es, dass wir bei den Kinderkrankentagen jetzt laut werden, bevor auch hier ohne neues Gesetz ab 2027 nur noch zehn statt 15 Tage gelten.Die ersten zehn Prozent waren oft die, die am leichtesten zu erreichen sind, das eigene Umfeld.

    Die nächsten neunzig Prozent brauchen mehr Reichweite, und dafür brauche ich euch:

    teilt die Petition noch einmal, auch wenn ihr es schon einmal getan habt.Schreibt ein oder zwei Sätze dazu, warum euch das Thema persönlich wichtig ist.

    Sprecht Kolleginnen, Kollegen und euren Betriebsrat an.3.048 sind ein starker Anfang. Lasst uns zeigen, dass noch viel mehr Menschen kranke Kinder nicht alleine zwischen Arbeitsplatz und Pflegebett lassen wollen.

    Danke, dass ihr dabei seid.

    Euer

    Flo

Eindämmung von Infektionsketten Schnellere Genesung und Prävention Sicherung der elterlichen Arbeitskraft Vereinbarkeit von Familie und Beruf Erhöhung der Erwerbsbeteiligung Entlastung von Kitas und Schulen Entlastung der Notaufnahmen

Mich irritiert weniger diese Petition als manche Reaktion darauf. Warum wird das Auslaufen einer Sonderregelung „asozial“ bezeichnen. Eine Ausnahme wird nicht automatisch zum unveräußerlichen Besitzstand, nur weil man sich an sie gewöhnt hat. Wer jede Kürzung moralisch diskreditiert, darf sich nicht wundern, wenn Reformen nicht mehr möglich sind, wir zunehmend an Wettbewerbsfähigkeit verlieren und irgendwann feststellen, dass ein Sozialstaat nur verteilen kann, was zuvor erwirtschaftet wurde.

Warum Menschen unterschreiben

Zum einen bin ich alleinerziehend und kenne den Spagat, wenn die Kinder krank sein nd. Zum anderen muss ein Staat mit einem Sozialdemokratischen System Familien en unterstützen- denn das ist die Grundlage für die Zukunft.

Da ich selber ein Kind habe

Was bleibt den Eltern sonst anderes übrig, als die Kids mit Fiebersenker in die Kita zu schicken? Dort geht es Ihnen furchtbar und sie stecken andere Kinder und das Personal an

Es kann nicht sein, dass uns Eltern - und die die es werden wollen - nur Steine in den Weg gelegt werden. Kind darf weniger krank werden, bzw. muss noch krank wieder in die Kita / Schule zurück und steckt andere dann auch noch an. Elternzeit bzw. Elterngeld soll gekürzt werden, Anspruch auf Kitaplatz aber erst ab einem Jahr. Mal abgesehen vom rein menschlichen ist das eh schon eine Frechheit, aber soll der Mann dann das Stillen übernehmen oder wie soll’s funktionieren. Macht sich da oben wirklich niemand mehr Gedanken und hat Menschlichkeit im Sinn? Es gibt so viele bessere Möglichkeiten Geld zu sparen. Darum scheint es ja schließlich bei alldem und immer zu gehen.

Wir haben selbst zwei kleine Kinder und wollen im Krankheitsfall für sie da sein.

Werkzeuge für die Verbreitung der Petition.

Sie haben eine eigene Webseite, einen Blog oder ein ganzes Webportal? Werden Sie zum Fürsprecher und Multiplikator für diese Petition. Wir haben die Banner, Widgets und API (Schnittstelle) zum Einbinden auf Ihren Seiten. Zu den Werkzeugen

Übersetzen Sie jetzt diese Petition

Neue Sprachversion

Helfen Sie mit, Bürgerbeteiligung zu stärken. Wir wollen Ihren Anliegen Gehör verschaffen und dabei weiterhin unabhängig bleiben.

Jetzt fördern