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Bild zur Petition mit dem Thema: Keine Verunglimpfung von Rettungsfachpersonal durch ärztliche Verbände und Organisationen Keine Verunglimpfung von Rettungsfachpersonal durch ärztliche Verbände und Organisationen
  • Von: Nicht öffentlich
  • An: Bundesministerium für Gesundheit
  • Region: Deutschland mehr
    Kategorie: Gesundheit mehr
  • Status: Die Petition wurde vom Petenten zurückgezogen bzw. wird nicht weiter verfolgt
    Sprache: Deutsch
  • Gescheitert
  • 523 Unterstützende
    Sammlung abgeschlossen

Keine Verunglimpfung von Rettungsfachpersonal durch ärztliche Verbände und Organisationen

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Das unterzeichnende Rettungsfachpersonal (Rettungssanitäter, Rettungsassistenten) macht das Bundesministerium für Gesundheit darauf aufmerksam, dass es eine weitere Verunglimpfung der Arbeit des Rettungsfachpersonals durch ärztliche Verbände oder Organisationen nicht länger hinnehmen wird. Bundesweit übernimmt qualifiziertes Rettungsfachpersonal tagtäglich oft die erste, eigenständige notfallmedizinische Versorgung von Patienten mit Verletzungen oder Erkrankungen und versorgt diese Patienten auf einem hohen Niveau. Durch die derzeit im Rahmen der Novellierung des Rettungsassistentengesetzes durch das BMG geplante Ausbildung zum Notfallsanitäter wird künftig die notfallmedizinische Versorgung durch das Rettungsfachpersonal weiter verbessert. Die Darstellung des eigenverantwortlichen Einsatzes von künftigen Notfallsanitätern im Notfalleinsatz als Gefährdung der Patientensicherheit durch ärztliche Verbände und Organisationen ist nicht akzeptabel und muss als Affront gegenüber dem nichtärztlichen Fachpersonal im Rettungsdienst gesehen werden.

Begründung:

In Stellungnahmen zum Referentenentwurf des Notfallsanitätergesetztes (NotSanG) sprechen sich ärztliche Organisationen und Verbände gegen Teile des Ausbildungszieles der künftigen Notfallsanitäter aus. Sie begründen dies damit, dass durch die vorgesehenen, zu vermittelnden Kompetenzen eine Abkehr vom hierzulande praktizierten Notarztsystem zu befürchten ist und es dadurch (und die teils eigenständige Versorgung von Notfallpatienten durch Notfallsanitäter) zu einer Gefährdung der Patienten und einer Verschlechterung des Systems insgesamt kommen wird. Dabei wird auch auf die im Vergleich zu einem Medizinstudium nur 3-jährige Ausbildungsdauer und die geringere Zugangsvoraussetzung "Realschulabschluss" verwiesen. Einen Nachweis, dass es durch diese Voraussetzungen tatsächlich zu einer schlechteren Versorgung von Notfallpatienten kommen wird, kann dabei nicht erbracht werden; die Aussagen bewegen sich einzig auf dem Feld der Spekulation. Daher ist diese Darstellung der künftigen, notfallmedizinischen Versorgung durch Notfallsanitäter als Gefahr für die Patienten und damit für die Allgemeinheit nicht hinnehmbar und schadet dem Bild des Rettungsfachpersonals in der Öffentlichkeit und den deutschen Rettungsdiensten insgesamt.

Im Namen aller Unterzeichner/innen.

Oberhausen-Rheinhausen, 06.07.2012 (aktiv bis 08.07.2012)


Neuigkeiten

Liebe Kolleginnen und Kollegen, vielen Dank für eure Unterstützung der Stellungnahme zur Darstellung der Versorgung durch Rettungsfachpersonal in einigen Stellungnahmen diverser Ärzteverbände. Keine zwei Tage nach der Online-Stellung hat die Stellungnahme ...

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Debatte zur Petition

PRO: Selbst die Bundesregierung spricht davon, dass wir auf einen Ärztemangel zusteuern, der meiner Meinung nach schon in einigen Nachbar-Rettungsdienstbereichen sehr zu spühren ist. Denn dort sind nicht selten NEF's abgemeldet, weil einfach keine Notärzte ...

PRO: A) In vielen Ländern gibt es qualitativ keine schlechtere Versorgung obwohl es dort keine Notärzte gibt. B) Jeder Arzt ist weisungsbefugt und darf Maßnahmen ergreifen, die er nicht erlernt hat. Beispiel: Zugang legen. Sollte die lieber ein Rettungsassistent ...

CONTRA: Ich persönlich sehe die freie Formulierung der geplanten Kompetenz sehr kritisch. Zum Schutz des nichtärztlichen Personals, ist es dringend Notwendig, konkrete Maßnahmen zu definieren und diese auch entsprechend auszubilden. Ausserdem müssen bisherige ...

CONTRA: Den Ärztemangel durch Kompetenzerweiterungen des Hilfspersonals zu kompensieren ist nichts anderes als Augenwischerei. Wir würden uns damit mit einer Verschlechterung des Systems zufrieden geben! Ich sehe das Problem an dem mangelden Studienplätzen. Es ...

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