• Von: (Bürgerinitiative GEGEN-WIND Lindenhardt) ... mehr
  • An: Bayerischer Landtag
  • Region: Bayern mehr
    Kategorie: Energie mehr
  • Status: Die Petition ist bereit zur Übergabe
  • Zeichnung beendet
  • 1.307 Unterstützer
     Sammelziel erreicht

Keine Windparks in Bayern - Schutz der bayerischen Natur und touristisch erschlossenen Gebieten

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Die Bürgerinitiative GEGEN-WIND Lindenhardt möchte den Wald sowie die vielfältige Landschaft Bayerns - im speziellen Oberfrankes - vor ökologisch nsinnigen Windkraftparks schützen.

Die Bürgerinitiative wurde gegründet, da im Lindenhardter Forst (Landkreis Bayreuth, Gemeinde Creußen) ein Waldwindpark mit 15 Windkraftanlagen gebaut werden soll.

Es wird ein Schutzwald zur A9, ein Naherholungsgebiet mit vielen Wanderwegen - hier entspringt der Rote Main - sehr stark beeinträchtigt und gerodet. Hierbei handelt es sich um ein "Naturerlebnis", welches vor einigen Jahren durch EU-Gelder gefördert wurden.

Im ersten Schritt wurden bereits 738 Unterschriften gesammelt und dem Bürgermeister von Creußen übergeben. Nun sollen noch weitere Unterschriften gesammelt werden.

In Oberfranken gibt es viele Bürgerinitiativen, jede kämpft für sich.
Wir wollen gemeinsam für Bayern kämpfen, da auch in anderen Regionen Bayerns Vorranggebiete ausgewiesen werden (bekannt sind z.Z. Oberfranken, Oberpfalz, Unterfranken).

Die Bürgerinitiative GEGEN-WIND Lindenhardt fordert von der Bayerischen Staatsregierung sowie die regionalen Planungsverbänden:

• Keine Ausweisung von Flächen für Windkraftnutzung in Schutz- und Erholungswäldern.

• Keine Ausweisung von Flächen für Windkraftnutzung in vom Vogelzug betroffenen Gebieten

• Keine Ausweisung von Flächen für Windkraftnutzung in touristisch bedeutenden und erschlossenen Gebieten sowie in Naherholungsgebieten.

• Entfernung der Windkraftanlagen von kulturhistorischen Objekten von mindestens 10 km, wobei im Einzelfall zu prüfen ist, ob diese bei entsprechenden Blickbeziehungen sogar noch erhöht werden muss. Dies hat bei den Genehmigungsverfahren explizit zu erfolgen.

• Einhaltung des von der WHO empfohlene Mindestabstand von 2000 m zu Einzelhäusern und, wie in England bereits Gesetz, 3000 m Abstand zur Wohnbebauung

• Einhaltung der Gesetze zum Schutz der Natur - Art. 20 a GG, § 1 Naturschutzgesetz, § 1 Bundeswaldgesetz

• Gerechte und sozial verträgliche Aufteilung der Anzahl der Windkraftanlagen in Bayern auf die einzelnen Regierungsbezirke, d.h. entsprechend der Fläche der Regierungsbezirke!


Die Bürgerinitiative GEGEN-WIND hat bereits bei der bayerischen Staatsregierung sowie dem regionalen Planungsverband ausführliche Stellungnahmen zukommen lassen. Diese werden überarbeiten und mit der Unterschiftensammlung nochmals zugeschickt.

Für Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung:
Sonja.Scharl@gmx.de


Weitere Informationen finden Sie unter:

www.facebook.com/home.php#!/groups/484908854902792/

Begründung:

Die bayerische Staatsregierung will bis zum Jahr 2021 rund 6 - 10 % des Energiebedarfes durch Windkraft erzeugen, es waren rund 1.000 - 1.500 Windkraftanlagen im Gespräch.

Um eine Verspargelung zu vermeiden, wurden durch die regionalen Planungsverbände sogenannte Vorranggebiete ausgewiesen, somit sind nun bis zu 4.000 Windkraftanlagen möglich. Die genaue Anzahl sowie Standorte werden durch Planer und Bauherren bestimmt.

Der Ausbau der Windkraft in Bayern erfolgt zu schnell und konzentriert auf wenige Flächen! Durch das EEG ist eine Einspeisevergütung garantiert, im Wahljahr 2013 ist eine Überarbeitung des EEG geplant. Deshalb sind gerade jetzt eine verstärkte Aktiviät von Planungen zu beobachten.

Windkraftanlagen sind in Bayern nicht wirtschaftlich zu betreiben, da der Wind in den letzten 10 Jahren stark abgenommen hat. Die Leitungen sind in Bayern nicht ausreichend, um den produzierten Strom einzuspeisen, deshalb werden zusätzlich Umspannwerke gebaut. Weiterhin ist geplant, dass Energieversorger die Windkraftanlagen bewusst abschalten, wenn eine Überkapazität am Markt vorhanden ist.

Zudem muss eine vom Steuerzahler finanzierte Zweitversorgung mit konventionellen Anlagen zur Grundlastsicherung betrieben werden. Es kann somit kein konventionelles Kraftwerk durch Windkraftanlagen ersetzt werden.

Damit treten die Auswirkungen der Windkraftanlagen (WKA) auf Mensch und Natur in den Vordergrund.

- Gesundheitliche Auswirkungen auf die Gesundheit - hierzu gibt es ausreichend Studien der WHO

- Zerstörung von Landschaftsbildern durch bis z 200 m hohe WKA´s und großräumige Rodungen in Waldgebieten

- wirtschaftliche Folgen im Bereich Tourismus und Naherholung sind zu erwarten

- Gefährdung des Lebensraums für heimische Tierarten und besondere Pflanzen

Damit ist vorrangig ein berechtigtes öffentliches Interesse zum Schutz unserer Gesundheit, der Natur und der Landschaft gegeben, das den Bauvorhaben zur Errichtung von Windkraftanlagen entgegensteht.

Im Namen aller Unterzeichner/innen.

Creußen, 17.03.2013 (aktiv bis 16.09.2013)


Neuigkeiten

Die Petition wurde abgelehnt, da ja nun die 10-H-Regelung in Bayern greifen soll und der Naturschutz schon immer berücksichtigt wurde. Die Ablehnung war für uns nicht nachzuvollziehen.

>>> Zu den Neuigkeiten


Debatte zur Petition

PRO: In Baden-Württemberg geht der gleiche Irrsinn los: In unseren schönsten Landschaften werrden Türme mit 140m Höhe stehen, an denen Windflügel mit 60m Radius ein Areal abgrasen von 1,1 ha, mit 300m/sec Spitzengeschwindigkeit, alles Leben auslöschen, das ...

PRO: Ein Windrad benötigt einen Solarpark und ein Pumpspeicherkraftwerk und nochmals Generatoren. Und dies alles in der gleichen Leistung wie das Windrad, um die Stromversorgung an allen Tagen zu sichern. Dazu kommen noch die Leitungen und Steuerzentralen. ...

CONTRA: Wer kein Windrad haben will kriegt keinen Strom, dafür aber Natur und schöne Aussicht. Und dann schauen wir mal was wichtiger ist....

CONTRA: Würde gerne Petition unterschreiben, aber der letzte Punkt ist kontraproduktiv für Bayern: es sollte um die generelle Einschränkung von ineffektiven, subventionierten WKA (ob einzeln oder Parks) und anderen EEG Konsequenzen gehen, nicht um die Verteilung ...

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Petitionsverlauf

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