An der nördlichen Grenze des Höhendorfes Witzhelden (Stadt Leichlingen/Rhld.) plant die ARGE BERGWIND (Solingen) die Errichtung von zwei industriellen Windkraftanlagen (WKA). Die Windräder haben eine Nabenhöhe von 150 Metern und eine Rotorblattlänge von 50 Metern, in der Spitze eine Gesamthöhe von 200 Metern – der Kölner Dom ist „nur“ 157,38 Meter hoch. Die riesigen WKA sollen in einem Abstand von nur etwa 600 Metern zur vorhandenen Wohnbebauung errichtet werden. Die Windräder sind an dieser Stelle mit ihrem Lärm und ihrem Erscheinungsbild in der bergischen Naherholungslandschaft eine unzumutbare Beeinträchtigung der Wohn-und Lebensqualität der Menschen in Witzhelden. Wenn Sie für den Erhalt des bergischen Landschaftsbildes, ein weiterhin ruhiges Naherholungsgebiet und für den Schutz der Wohn- und Lebensqualität in Witzhelden sind, unterzeichnen Sie bitte hier die an die ARGE BERGWIND gerichtete Petition:

"Die Unterzeichner/innen bitten die Verantwortlichen der ARGE BERGWIND, keine Windkraftanlagen im Norden Witzheldens im Bereich der Sengbachtalsperre zu errichten."

Begründung

Wir begrüßen im Grundsatz die Nutzung erneuerbarer Energie. Sie kann durch diverse Energiequellen an verschiedenen Orten gewonnen werden. Auch Windkraftanlagen sind eine gute Möglichkeit, klimaschonend Strom zu produzieren. Sie sollten in schwach besiedelten Gebieten ohne touristische Bedeutung in Form von Parks errichtet werden. Hierfür gibt es bereits eine Vielzahl positiver Beispiele, etwa in der Nordsee oder im Emsland. Eine „Verspargelung“ der Landschaft lehnen wir jedoch ab. Die geplanten Anlagen am nördlichen Ortsrand von Witzhelden sind ein typisches Beispiel für eine solche „Verspargelung“. Folgende wesentliche und objektive Gründe sprechen gegen die Errichtung von industriellen Windkraftanlagen im Siedlungs- und Naherholungsgebiet Witzhelden/Sengbachtalsperre: - Es handelt sich um ein Naherholungsgebiet von überörtlicher Bedeutung, das wesentlich geschwächt werden würde mit negativen Folgen für die vorhandene Siedlungsstruktur und den Tourismus. - Es ist beabsichtigt, die Anlagen im Grenzbereich des rechtlich Möglichen an Siedlungen heranzubauen. Hierdurch sind in Witzhelden alle Bewohner nördlich der L 294 betroffen, insbesondere aber die Ortschaften Brachhausen und Flamerscheid. Dort wird die Lärmbelästigung nicht akzeptabel sein. Die Wohn- und Lebensqualität sinkt und damit einhergehend auch die Immobilienpreise.

Die ARGE BERGWIND hat sich im Oktober 2011 auf Initiative der Stadtwerke Solingen gegründet. Sie ist ein Zusammenschluss von bergischen Stadtwerken, nämlich Solingen, Langenfeld, Burscheid, Remscheid, Leichlingen, der Energieversorgung Leverkusen, MEGA Monheim sowie dem Wupperverband. Mehr auf www.bergwind-solingen.de

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Hermann Terjung + Sibille Hanenberg aus Leichlingen
Frage an den Initiator

Übersetzen Sie jetzt diese Petition

Neue Sprachversion

Neuigkeiten

  • Liebe Unterstützende,
    der Petent oder die Petentin hat innerhalb der letzten 12 Monate nach Ende der Unterschriftensammlung keine Neuigkeiten erstellt und den Status nicht geändert. openPetition geht davon aus, dass die Petition nicht eingereicht oder übergeben wurde.

    Wir bedanken uns herzlich für Ihr Engagement und die Unterstützung,
    Ihr openPetition-Team

  • Sehr geehrte Unterzeichner der Petition „Keine Windräder in Witzhelden“!
    Herzlichen Dank für Ihr Engagement. Zusammen mit Ihnen haben fast 500 Personen die Petition unterstützt. Das Ergebnis wurde in den örtlichen Medien publiziert. An den Entscheidungsträgern in Politik und Verwaltung ist Ihr Votum nicht spurlos vorüber gegangen. In seiner Sitzung am 18.09.2014 hat zum Beispiel der Rat der Stadt Leichlingen mit großer Mehrheit entschieden, dass er von seinem Weisungsrecht gem. § 108 Abs. 5 Ziffer 2 GO NW Gebrauch macht und die Mitglieder des Aufsichtsrates und der Gesellschafterversammlung der Stadtwerke Leichlingen GmbH auffordert, die ARGE Bergwind zu veranlassen, dass geplante Projekt fallen zu lassen.
    Die Stadt Leichlingen hat sich der Stadt Solingen gegenüber im Rahmen des rechtlich vorgesehenen nachbarschaftlichen Anhörungsverfahrens strikt gegen die Errichtung der Windkraftanlagen ausgesprochen.
    Um die geplanten Windräder auf Solinger Stadtgebiet, unmittelbar an der Grenze zu Leichlingen-Witzhelden, errichten zu können, bedarf es einer Änderung des Flächennutzungsplans der Stadt Solingen. Diese Änderung ist noch mitten im Entwicklungsprozess. Zurzeit werden Gutachten, insbesondere hinsichtlich der Umweltverträglichkeit, beigezogen. Das Ergebnis der Petition werden wir an der rechtlich passenden Stelle als offizielle Eingabe von Bürgerinnen und Bürgern in diesen verwaltungsrechtlichen Prozess einbringen. Das wird voraussichtlich im Laufe des Jahres 2015 der Fall sein.
    Mit freundlichen Grüßen
    Hermann Terjung

Pro

Die Energiewende fordert auch Opfer in der Tierwelt. So holen die schnell drehenden Rotoren von Windkraftanlagen Vögel vom Himmel. Besonders oft treffen sie Greifvögel wie den seltenen Rotmilan. Davon gibt es mehrere Päärchen an der Sengbachtalsperre und Umgebung.

Contra

Ich muß zugeben, Windräder müssen nicht jedem gefallen. Aber sie gefallen mir besser als verstrahlter Salat, Kohlendreckschleudern und anderes dieser Art. Vielleicht könnte man es auch so sehen: Viele Tausend Menschen in den Industriestädten mit den großen Dreckschleudern, die das seit Jahrzehnten ertragen, wären uns für dieses optische Opfer sicher sehr dankbar. Dazu käme die Unabhängigkeit von großen Stromriesen oder von anderen Energiekrisen. Ich bin auch ein Witzheldener Sturkopp, doch werde ich mich auch, an den Anblick von ein paar Windrädern gewöhnen können.