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Bild zur Petition mit dem Thema: Lebensmittelproduktion weltweit ökologisch & fair! Lebensmittelproduktion weltweit ökologisch & fair!
  • Von: Nicht öffentlich
  • An: Bundesregierung ab Herbst 2013
  • Region: Deutschland mehr
    Kategorie: Soziales mehr
  • Status: Die Petition wurde vom Petenten zurückgezogen bzw. wird nicht weiter verfolgt
    Sprache: Deutsch
  • Gescheitert
  • 2.230 Unterstützende
    Sammlung abgeschlossen

Lebensmittelproduktion weltweit ökologisch & fair!

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Wir fordern die neue Bundesregierung auf, sich in der Legislaturperiode ab Oktober 2013 auf nationaler und internationaler Ebene für eine umweltverträgliche, klima- und standortangepasste kleinbäuerliche Landwirtschaft sowie für die weltweite Verbreitung der Prinzipien des Öko-Landbaus und des Fairen Handels einzusetzen.

  1. Rechte von Kleinbäuerinnen und Kleinbauern stärken Wir fordern eine deutsche und europäische Handels- und Agrarpolitik, die den Aufbau lokaler Märkte und regionaler Wertschöpfungsketten in Entwicklungsländern ermöglicht. Dazu gehören: gerechte Welthandelsregeln, das Unterbinden von großflächigen Landnahmen und Nahrungsmittelspekulationen, der Verzicht auf weitere Marktöffnungen in Entwicklungsländern und die Abschaffung der Agrarexportförderung in Europa.

  2. Kleinbäuerliche Wirtschaftsweisen fördern statt Agrarindustrie Wir fordern mehr Investitionen in eine agrarökologisch ausgerichtete Beratung, in die Weiterbildung von Kleinbäuerinnen und mehr Mittel für Kleinkreditprogramme.

  3. Umwelt- und klimafreundliche Lebensmittelproduktion weltweit fördern Wir fordern mehr Forschungsgelder für ökologischen Landbau, auch in Trockengebieten und tropischen Klimazonen. Kleinbäuerinnen müssen zudem bei den notwendigen Anpassungsstrategien an den Klimawandel finanziell, fachlich und technisch unterstützt werden.

Die Kampagne "Öko + Fair ernährt mehr!" von Weltladen-Dachverband und Naturland wird die gesammelten Unterschriften im Herbst 2013 an eineN VertreterIn der neuen Bundesregierung überreichen. Weitere Informationen zur Kampagne gibt es unter www.oekoplusfair.de.

Begründung:

Als langjährige Akteure des Öko-Landbaus und des Fairen Handels setzen sich Naturland und der Weltladen-Dachverband für agrarökologische Wirtschaftsweisen und faire Handelsbedingungen ein. Wir fordern eine globale Agrarwende, wie sie auch der Weltagrarbericht (www.weltagrarbericht.de) fordert.

Das derzeitige globale Agrarmodell überansprucht die natürlichen Ressourcen, führt zu weltweiten Umweltproblemen, Armut und Hunger. Die Dramatik der Ernährungskrise liegt insbesondere darin, dass die weltweite Lebensmittelproduktion eigentlich ausreicht, um alle Menschen zu ernähren. 2011 wurden weltweit über zwei Milliarden Tonnen Getreide geerntet, mehr als je zuvor. Doch nur 46% dieser Ernte wurden für die Ernährung genutzt, der Rest wurde zu Tierfutter, Sprit und Industrierohstoffen verarbeitet (FAO 2011).

Aktuell hungern weltweit 870 Millionen Menschen. Davon leben etwa zwei Drittel in ländlichen Regionen, etwa die Hälfte von ihnen sind Kleinbäuerinnen und -bauern. Hunger ist damit vor allem ein ländliches Problem. Obwohl die Menschen in der Produktion von Agrargütern beschäftigt sind, reicht ihr Einkommen nicht aus, um sich und ihre Familien mit ausreichend Nahrungsmitteln zu versorgen. Weltweit leben 2,6 Milliarden Menschen und damit knapp 40% der Weltbevölkerung hauptsächlich von der Landwirtschaft. 85% der weltweit 525 Millionen Bauernhöfe sind kleiner als zwei Hektar groß. Diese Betriebe produzieren den größten Teil aller Lebensmittel und bewirtschaften etwa 60% der weltweiten Anbaufläche, dabei häufig die schlechteren und weniger gut bewässerten Böden (www.weltagrarbericht.de).

  1. Damit Kleinbäuerinnen souverän ihre Existenz sichern können, brauchen sie ausreichende Rechtssicherheit sowie bessere Verhandlungspositionen bei der Vermarktung, zum Beispiel durch Zusammenschlüsse, wie es bereits erfolgreich im Fairen Handel umgesetzt wird. Zudem benötigen sie Möglichkeiten, sich gegen Billigimporte aus Drittländern zu schützen.

  2. Industrielle Landwirtschaft ist kosten- und energieintensiv und beschäftigt wenige Arbeitskräfte. Kleinbäuerinnen können mehr: Verbesserte, lokal angepasste, kleinflächigere Anbaumethoden, meist einfache Technologien, geeignetes, gentechnikfreies Saatgut und eine Vielzahl von ökologischen Strategien bergen ein gewaltiges Produktivitätspotential. Kleinbäuerinnen sind zudem oft Antriebskraft für ländliche Entwicklung. Durch faire Teilhabe an den internationalen Wertschöpfungsketten folgen neben dem existenzsichernden Einkommen soziale und gesellschaftliche Errungenschaften wie Schulbildung, Gesundheitsversorgung, verbesserte technische Ausstattung und Infrastruktur.

  3. Um Ernährung zukunftsfähig zu sichern, ist eine grundlegende ökologische Umgestaltung der landwirtschaftlichen Produktion mit einhergehendem geringeren Ressourcenverbrauch und weniger Umweltschäden nötig - etwa um Biodiversität und Bodenfruchtbarkeit zu erhalten.

Im Namen aller Unterzeichner/innen.

Mainz, 07.05.2013 (aktiv bis 06.11.2013)


Neuigkeiten

Liebe Unterstützer/innen, wir hatten die Unterschriften (online + offline) bereits im Februar 2014 an das BMZ überreicht und beenden nun hier die Petition. Es sind insgesamt 45.000 Unterschriften zusammen gekommen. Wir hatten ja damals schon berichtet. Wer ...

>>> Zu den Neuigkeiten


Debatte zur Petition

PRO: Zu lange ist die Bedeutung und Rolle, die kleine Agrarproduzenten für die regionale und nationale Entwicklung haben ignoriert und ausgeblendet worden. Es häufen sich Anzeichen, daß trotz ausreichender Agrarproduktion Ernährungssicherheit für einen großen ...

PRO: Lebensmittelproduktion weltweit ökologisch & fair! aus kleinbäuerlichen Betrieben !! SCHÜTZT BODEN ; WASSER ; LUFT ; SCHAFFT GESUNDE LEBENSMITTEL;ARBEITSPLÄTZE UND HAT EINFACH ZUKUNFT !!! CONTRA: AGRO-INDUSTRIE IST NICHTS WEITER ALS EIN PROFITGIERIGES ...

CONTRA: Hunger

CONTRA: Völlig unrealistisch. Wir leben nunmal in einer globalisierten Welt und daher ist auch der Handel und die Landwirtschaft global, also im großen Maßstab, angelegt und nicht bei den Kleinbauern (warum ist in der Petition nur die weibliche Form benutzt worden?). ...

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