Die Menschen, die im Einzugsbereich von Seen- und Flusslandschaften mit ausgedehnten Überschwemmungsflächen leben, leiden unter Stechmückenplagen. Auch die Bürger in den bayrischen Donauanliegergemeinden und den angrenzenden Gebieten müssen auf Grund der nahezu unerträglichen Stechmückenplage, Einbußen der Lebensqualität hinnehmen. Ein Aufenthalt im Freien (z.B. in Park- und Gartenanlagen) ist in stechmückenreichen Jahren in den betroffenen Gebieten, nahezu unmöglich, wobei das Ausmaß der Plage die Grenzen des Erträglichen oft weit übersteigt. Aus Gründen zur Herstellung von gleichwertigen Lebensbedingungen des Wohles der Allgemeinheit und für die betroffenen Menschen ist eine Bekämpfung in den betroffen Gebieten unumgänglich. Wir fordern den Einsatz von geeigneten Mittel, um die Plage auf ein erträgliches Maß zu reduzieren!

Begründung

In den Tropen und Subtropen sind Stechmücken Überträger (Vektoren) gefährlicher Krankheiten, wie Malaria, Dengue- und Gelbfieber, lypmphatischer Filariosen (Wurmerkrankung) und Encephalitis. Als Krankheitsüberträger spielen die Stechmücken, Deutschland bisher keine oder eine nur untergeordnete Rolle. Eine Übertragung von Krankheiten wie Tahyna-Viren kann nicht ausgeschlossen werden und ist sogar wahrscheinlich. Das Tahyna-Virus wurde wiederholt in Aedes-Arten (u.a. in Aedes vexans) nachgewiesen. Auch Krankheiten für Tiere können durch Stechmücken übertragen werden.. Gelegentlich kann es durch das Aufkratzen der Stichen zu Sekundärinfektionen kommen, teilweise können gar allergische Reaktionen auftreten.

Die positiven Reaktionen der Bürger der KABS-Mitgliedsgemeinden zeigen, dass durch die ökologische Stechmückenbekämpfung die Lebensqualität am Oberrhein im Vergleich zu früheren Zeiten stark zugenommen hat. Am besten lässt sich der Bekämpfungserfolg durch den Vergleich der Fangergebnisse belegen, die zu mehr oder weniger gleichen Zeiten in ausreichend entfernten unbehandelten (z.B. nördliches Kühkopf-Gebiet) und behandelten Gebieten erzielt wurden. Über die Jahre hinweg wird durch die biologische Stechmückenbekämpfung mit Bti (Bacillus thuringiensis israelensis)eine durchschnittliche Reduktion der Rheinschnakenpopulation von 95% erreicht.

So wurden nach den großen Hochwasserereignissen im Frühjahr 2015 in einer Falle im unbehandelten Gebiet im nördlichen Kühkopf-Gebiet (Hessen) 27.250 Stechmückenweibchen in einer Nacht gefangen. Unter gleichen Vorraussetzungen wurden innerhalb eines behandelten Gebietes in Ketsch (Baden-Württemberg) lediglich 1.125 Stechmückenweibchen gefangen, was einer Reduktion gegenüber dem unbehandelten Bereich von 96% entspricht.

Bei Stechaktivitätsmessungen in den entsprechenden Bereichen, würden im umbekämpften Gebiet mehrere Hundert Stechmückenweibchen eine Testperson pro zwei Minuten im Auenwald in den Abendstunden anfliegen . In dem behandelten Bereich wäre hingegen mit weniger als zehn Anflügen zu rechnen. Quellen Kabs e.V.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Michael Simon aus 86643
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Anti-Mückenmittel zum auf die Haut sprühen sind Nervengift, dem man sich keinesfalls täglich aussetzen sollte-Schwangere und Kleinkinder gar nicht. Gibt es da Studien über Nebenwirkungen auch bezogen auf Langzeit-Exposition? Auch wegen der Gefahr des Einatmens beim Aufsprühen. Solche Mittel sind manchmal nur das kleinere Übel...

Contra

Schützen Sie die Artenvielfalt, statt Insektizide einzusetzen! Schützen Sie die Vögel, denn die fressen Mücken! Zum Schutz der Vögel sind ein paar Massnahmen hilfreich: Sorgen Sie dafür, dass in der Brutzeit endlich wieder Ruhe herrscht! Verbot von Heckenschnitt, Laubbläsern, andauerndem Rasenmähen. Lassen Sie Bereiche der Grünflächen naturnah als Wiesen stehen, damit dort zahlreiche verschiedene Arten wieder Lebensräume finden. Pflanzen Sie Hecken statt Zäune zu errichten, in denen Vögel nicht brüten können. Unterbinden Sie die Lärmbelastung durch den Autoverkehr. Bauen Sie Strassen zurück!