Im Zuge der Umgestaltung der Wallanlagen sollen in Greifswald über 50 teilweise große und alte Bäume gefällt werden, darunter Roteichen, Bergahorne und Hainbuchen. Hintergrund sind Sanierungsmaßnahmen im gesamten Bereich des Garten- und Parkdenkmals. Ziel soll die Herausarbeitung der historischen Struktur der Wallanlage sein. Der NABU Greifswald sieht die damit verbundenen Rodungsmaßnahmen sehr kritisch und stellt die Frage, ob Alternativen zur Fällung der Bäume und Gehölze hinreichend geprüft wurden. So wäre es doch durchaus denkbar, das Geld für konservative Baumpflegemaßnahmen oder die Anbringung von Nistkästen aufzuwenden. Um den Protest gegen die Fällungen öffentlich sichtbar zu machen, hat der NABU bereits an den betroffenen Bäumen in den Bereichen Müntergrund und Goethegrund Hinweisschilder angebracht. Allerdings haben die Baumaßnahmen schon in dieser Woche begonnen, viel früher als geplant und in einem Zeitraum, der durch das Bundesnaturschutzgesetz mit einem generellen Fällverbot (§39) für Gehölze belegt ist. Machen auch Sie mit ihrer Unterschrift deutlich, wie wichtig Ihnen der Erhalt der üppigen Vegetation im Herzen Greifswalds ist!

Begründung

Die Rodungsarbeiten dienen hauptsächlich zur Herausarbeitung der historischen und dekorativen Struktur des Stadtwalls zu Beginn des 19. Jahrhunderts. Vernachlässigt wird hierbei jedoch, dass die Bäume heutzutage einen viel höheren ökologischen Stellenwert einnehmen als in der damaligen Zeit. Gerade ältere Bäume fungieren als Klimaregulatoren in einer Welt, in der der menschengemachte Klimawandel immer weiter fortschreitet. Bäume binden im hohen Maße CO2, produzieren dabei Sauerstoff, filtern Staub, erhöhen die Luftfeuchtigkeit, schlucken den Straßenlärm und bieten nicht zuletzt Lebensraum für eine Vielzahl von Tierarten. Aufgrund des Schwundes von Naturraum durch Bebauung bestehen ganz andere, stark veränderte Gegebenheiten für Flora und Fauna, deshalb sagen wir „pflegen anstatt roden!". Weiterhin sind durch die Reduzierung und Zerschneidung der Landschaft heute viel mehr Vogelarten als früher auf die Bäume der Innenstädte als Lebensraum angewiesen. Und nicht nur die Vogelwelt profitiert von den Bäumen und Sträuchern, auch andere Lebewesen wie Säuger und Insekten, aber auch Pilze, Flechten und Moose finden hier Ersatzhabitate. Greifswald kann es sich nicht leisten seine "grüne Lunge" zu zerschneiden.

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Die Sanierungs- und Umbauarbeiten am Wall sind zwingend notwendig um diese Oase überhaupt erhalten zu können. Wird hier nicht jetzt gehandelt, wird es in kurzer Zeit zu teuer um überhaupt zuhandeln. Also legt hier bitte keine unnötigen Steine in den Weg, die auch die restlichen Arbeiten (zB. Neugestaltung des Wegs von der Europakreuzung zum Mühlentor/ Parkanlage und rekultivierung vor der alten Mensa) gefährden würden! PS.: Zu den gefällten Bäumen werden im Gegenzug auch genügend neue Bäume gesetzt!