Environment

Rettet den Wald am Lämmchesberg! Keine Rodung unserer Waldfläche

Petition is directed to
Oberbürgermeister Dr. Klaus Weichel
3.146 Supporters 2.237 in Kaiserslautern
Collection finished
  1. Launched August 2019
  2. Collection finished
  3. Submitted
  4. Dialog with recipient
  5. Decision

Liebe Mitmenschen!

Im Zuge eines notwendigen Chemieneubaus der Universität KL sollen 100.000 m² stadtnahe Waldfläche zur weiteren Nutzung im Laufe der nächsten Jahre freigegeben und somit auch gerodet werden.

Zum Vergleich: Die Fläche des geplanten Neubaus beträgt lediglich 11.500 m². Die Freigabe einer 100.000 m² großen Fläche ist zum jetzigen Zeitpunkt folglich überhaupt nicht von Nöten. Als Antwort auf die drohende Rodung dieser stadtnahen Waldfläche hat sich die Bürgerinitiative Uni/Stadt/Wald - Schutz gegründet.

Wir möchten bei Weitem keinem Chemieneubau im Weg stehen. Vielmehr fordern wir die Verantwortlichen auf die Planung des neuen Chemiegebäudes nach dem bereits vorhandenen Flächenpotential auf dem Campus zu richten.

Eine Nachverdichtung auf dem Campusgelände ist der Rodung des Waldes eindeutig vorzuziehen. Des Weiteren fordern wir eine Begrenzung des geplanten Flächennutzungsplans auf die für den Chemieneubau benötigte Fläche und nicht darüber hinaus gehend! Eine transparente, langfristige und umfassende Kostenaufschlüsselung ist unserer Meinung nach zudem unabdingbar.

Reason

10 ha Wald binden 100 t CO². Angesichts der Entwicklung unseres Klimas sollte allein dieser Punkt ausreichend sein, um das Ausschöpfen jeglicher walderhaltenden Alternativen zu befürworten und die Rodung der besagten Waldfläche zu verhindern.

Des Weiteren mildert unser Wald Extremwettersituationen (Starkregen, Stürme, Hitze) und dient somit einem jeden Anwohner als Schutz und als Frischluftzufuhr. Zusätzlich ist ein solch direkter, stadt- und wohngebietsnaher Eingang in den Wald, wie er nun auf dem Spiel steht, als einmalig und schützenswert zu betrachten. Er bietet für Schulen und Kitas die Möglichkeit, Naturerfahrungen einfach und direkt in den Alltag zu integrieren und ist auch sonst für Groß und Klein als "Naherholungsgebiet" zu sehen.

Letztlich ist doch gerade dieser Wald "direkt vor der Haustür" ein Grund, weshalb wir so gut und gerne in unserem Wohngebiet leben. Dieses Stück Identität gilt es möglichst gemeinsam zu erhalten.

Wir bitten alle Anwohner, "Lämmchesberger", Ur -und Wahl - Lautrer: Helft uns mit eurer Unterschrift dabei auf unser Anliegen aufmerksam zu machen - denn es ist es Wert gehört zu werden!

Fragen gerne an: Info@bi-unistadtwaldschutz.de

Weitere Informationen zur städtebaulichen Untersuchung und Begründung: ris.kaiserslautern.de/buergerinfo/to0040.php?__ksinr=1250

Klimaanpassungskonzept der Stadt Kaiserslautern: www.kaiserslautern.de/sozial_leben_wohnen/umwelt/klimaanpassung/index.html.de

Thank you for your support, Kai Theisinger from Kaiserslautern
Question to the initiator

News

  • Liebe Freundinnen und Freunde,
    am 11.11. hat unser Sprecher, Kai Theisinger unsere/ eure Unterschriften – die innerhalb von 3 Monate gesammelt wurden und sich auf insgesamt 3146 Unterschriften, davon 2237 aus dem Stadtgebiet Kaiserslautern summieren, dem Oberbürgermeister der Stadt Kaiserslautern öffentlich übergeben.
    Diese Unterschriften zeigen, wie wichtig den Bürgern ihr Wald ist und wie sehr er ihnen am Herzen liegt. Deshalb haben wir mit der Unterschriftenübergabe noch einmal darauf hingewiesen, dass es unverzichtbar ist, die Bürger miteinzubeziehen, Transparenz zu zeigen, zu informieren und Diskussionen zuzulassen. Wir fordern jetzt endlich den zugesagten Anhörungs- und Bürgerversammlungstermin!
    Die BI wendet sich nicht gegen eine Modernisierung... further

  • Liebe Unterstützende, unsere Unterschriftensammlung ist nach 9 Wochen beendet worden. Über 3.100 Bürger, davon 2.237 aus Kaiserslautern, dokumentieren damit ihre Unterstützung zu unserem Anliegen, den Wald am Lämmchesberg und seinen Zugang so zu erhalten wie er ist. Vielen Dank an euch und Sie alle für diese Unterstützung.

    Zusätzlich haben 14 Stadtratsmitglieder nach Erreichen des Quorums Ende August eine schriftliche Stellungnahme abgegeben, darunter mit einer Ausnahme ausschließlich unterstützende Kommentare.

    Damit unsere Petition politisch weiter behandelt werden kann, möchten wir sie nun offiziell und unter Beteiligung der Presse einreichen und Herrn Oberbürgermeister Dr. Weichel persönlich übergeben.

    Wir haben daher beim Oberbürgermeister... further

  • openPetition hat heute eine Erinnerung an die gewählten Vertreter im Parlament Stadtrat geschickt, die noch keine persönliche Stellungnahme abgegeben haben.

    Bisher haben 11 Parlamentarier eine Stellungnahme abgegeben.

    Die Stellungnahmen veröffentlichen wir hier:
    www.openpetition.de/petition/stellungnahme/rettet-den-wald-am-laemmchesberg-keine-rodung-unserer-waldflaeche

Als Geograph erlaube ich mir auf das Klimagutachten der Stadt aus dem Jahr 2012 hinzuweisen. Man erkennt deutlich die gute Versurgung des gesamten Lämmchesberg mit Kaltluft exakt aus dem Erweiterungsbereich! Dies fließt auch den tiefer gelegenen Stadtteilen zu. Mit einer weiteren Bebauung wird die Aufheizung am Tag verstärkt, es kann zur Bildung von Hitzeriegeln kommen. Wie deutlich die Unterschiede sind, sieht amn bereits im Gelände der Uni selbst. So verständlich der Campusgedanke ist, ein Ausweichquartier auf einer möglichen Brachfläche muss als Alternative geprüft werden.

Warum zwingend eine Rodung? Univ.-Präs. Schmidt: "Ich stelle mir eine punktuelle Erweiterung vor. Man hat ein Gebäude, dann kommen einige hundert Meter Wald. Und dann kommt das nächste Gebäude, vielleicht in Holzbauarchitektur. [...] Wir brauchen eine Wachstumsperspektive, allerdings mit einer ganz anderen Qualität als früher. Wer heute zwischen dem Tennisclub Rot-Weiß und der Uni im Wald spazieren geht, wird das auch künftig tun können. Dann geht er eben in einem parkähnlichen Gelände spazieren, auf dem die Tier- und Pflanzenwelt nicht verschwunden ist."

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