In dem kleinen Fischerort Hohwacht soll nach dem Willen profitorientierter Investoren in einem Stil gebaut werden, der in keinster Weise in das Orts- und Landschaftsbild passt. Schützenhilfe bekommen die Investoren von Bürgermeister und Ämtern, die kein Interesse daran zeigen, sich für eine dem Ortsbild angemessene Bebauung einzusetzen. Mit dem Gelingen der ersten Baumaßnahme würde ein Präzedenzfall geschaffen werden, der weitere, ortsfremde Bebauung im großen Stil möglich. Um diesen Vorgängen zu begegnen, brauchen wir einen Bebauungsplan, der klar definiert, dass sich neue Bauvorhaben in die Umgebung einfügen müssen und den Ortscharakter nicht zerstören dürfen. Beraubt man Hohwacht seiner Idylle und seiner Ursprünglichkeit durch 08/15-Touristenbauten, so beraubt man den Ort um das, was ihn von den vielen anderen, verunstalteten Ostseebädern unterscheidet. Nehmen Sie teil an dieser Petition, um Hohwacht in seiner Einzigartigkeit zu erhalten. Machen Sie Hohwacht zukunftssicher, indem Sie dessen Alleinstellungsmerkmal erhalten.

Begründung

Hohwacht - ein vergessener kleiner Ort an der Ostseeküste, in dem die Zeit ein wenig langsamer zu laufen scheint. Wenn man sich mit einem Buch ins Gras des kleinen Hafens setzt, kann man mit viel Geduld die Heimkehr der wenigen noch verblieben Fischer beobachten. Der eine oder andere gibt dann auch gerne etwas von seinem Fang ab, meistens mehr, als man zum Mittagessen braucht, aber immer viel günstiger als im Geschäft. Hier, am Strand, in den Dünen, oder im Wald, auf dem Wasser oder wo auch immer, findet man endlich die Ruhe und Gelassenheit, die wir in unserer heutigen Welt so selten erleben, aber so dringend benötigen. Diese kostbare Idylle, eine der letzten ihrer Art, ist in ernsthafter Gefahr, seit neu gewählte Gemeindevertreter den Anschluss an die brodelnde Welt da draußen suchen. Mit Macht ebnen sie großen Investoren den Weg für eine flächendeckende, nachverdichtende, massive Bebauung. Die Anstrengungen der Gemeindevertreter und profitorientierter Investoren gleichen einer feindlichen Übernahme des gesamten Ortes. Die Anwohner sind dieser Entwicklung hilflos ausgeliefert. Wehren können sie sich dagegen nicht. Dazu fehlt ein verbindlicher Bebauungsplan. Bebauungspläne stellen verbindliche Regeln für alle zukünftigen Bauvorhaben auf. Willkür ist damit kaum möglich. Nur ein Bebauungsplan gibt den Anwohnern das Recht und die Möglichkeit, gegen solche Fehlentwicklungen rechtlich vorzugehen. Wir, die Bewohner Hohwachts sowie die Kenner und Freunde des Ortes, fordern daher einen flächendeckenden Bebauungsplan für Hohwacht.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Anna Gutmann aus Hohwacht
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Pro

Ich habe meine Unterschrift gerne gegeben, weil ich glaube dass wir über einen Bebauungsplan viel Positives bewirken können. Pro-Argumente unter dem Contra die das ?Du? verwenden, in einer Form geschrieben sind als würde der Verfasser im Vollrausch schreiben, helfen uns nicht weiter. Als engagierter Bürger bitte ich darum, solch Argumente zumindest mit dem nötigen Respekt zu verfassen und auf Passagen mit Tschernobyl, Krebsgeschwüren usw. gänzlich zu verzichten. Nur so haben wir die Möglichkeit ernst genommen zu werden. Für Extremisten ist unser Hohwacht zu klein.

Contra

Ich weiß gar nicht, warum protestiert wird. Die Firma Domus hat in einer freien Marktwirtschaft das Recht Gewinne zu erzielen. Zum anderen ist die Bauruine am Reiherstieg 12 nun wirklich nicht mehr schön anzusehen. Also wird darauf ein neues und schönes Anwesen geschaffen, was sich meiner Ansicht nach gut in die Landschaft einfügt. Es ist nun einmal so, dass im Leben nicht alles so bleibt, wie es einmal war. Horst Rindfleisch