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Bild zur Petition mit dem Thema: Sachsen-Anhalt: Stoppt Grundschul-Schließungen! - Fördert Landschulen ! Sachsen-Anhalt: Stoppt Grundschul-Schließungen! - Fördert Landschulen !
  • Von: Nicht öffentlich
  • An: Regierung und Landtag Sachsen-Anhalt
  • Region: Sachsen-Anhalt mehr
    Kategorie: Bildung mehr
  • Status: Petitionsempfänger hat nicht reagiert.
    Sprache: Deutsch
  • Gescheitert
  • 16.191 Unterstützende
    Sammlung abgeschlossen

Sachsen-Anhalt: Stoppt Grundschul-Schließungen! - Fördert Landschulen !

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Wir Unterzeichner fordern den Landtag des Landes Sachsen-Anhalt sowie die zuständigen Ministerien auf, zum Thema Grundschulen im ländlichen Bereich unverzüglich eine Neubeurteilung vorzunehmen. Wir schlagen vor, dass die Rahmenbedingungen für Schulen im ländlichen Raum wie folgt angepasst werden.

  1. Die Mindestschülerzahl für eine Dorfschule im ländlichen Raume beträgt 15 Schüler.

  2. Altersübergreifendes Lernen (z.B. 1.-4. Klasse in einem Schulzimmer oder 1./2. Klasse, 3./4.Klasse als zwei Klassenzüge) wird ermöglicht und gefördert. Altersübergreifender Unterricht in jahrgangsübergreifenden Klassen ist gleichberechtigt neben den Jahrgangsklassen. Er kann auch als Schulverbund zwischen unterschiedlichen Standorten organisiert werden. Ausnahmegenehmigungen werden im Dreijahrestakt überprüft.

  3. Das Konzept der Landschule wird dem derzeitig geltenden Schulsystem gegenübergestellt und eine umfassende Kosten-Nutzen Analyse erstellt, die nicht nur reine Schulkosten erfasst. Berücksichtigt und berechnet werden muss dabei insbesondere der Aspekt “Verhindern von Wegzug” und “Standortattraktivität für Zuzügler” aus andern Bundesländern (finanzielle und demographische Auswirkungen für die Gemeinden und das Land Sachsen-Anhalt).

  4. So lange diese Studie und ein endgültiger Entscheid nicht vorliegen, ist von weiteren Schulschließungen und Vorentscheiden bis Sommer 2014 abzusehen, da ansonsten unumkehrbare Tatsachen geschaffen werden.

Im Namen aller Unterzeichner

Begründung:

a) Allgemein: Die derzeitige Umstrukturierung der Grundschulen mit Anhebung der Mindestschülerzahlen auf 60 und später 80 Kinder führt dazu, dass immer mehr ländliche Schulen den Anforderungen dieser verordneten Einheitsschule nicht mehr genügen und geschlossen werden. Somit entsteht eine nicht hinnehmbare Ausdünnung des Grundschulangebotes in den ländlichen Regionen. Das alles geschieht derzeit mit ungeheurem Zeitdruck für die Schulträger und alle weiteren Betroffenen, weil die finanziellen Rahmenbedingungen auf Landesebene massiv in die kommunale Selbstverwaltung eingreifen. Für junge Familien sind jedoch ortsnahe Betreuung und Schulung der Kinder zentrale Entscheidungskriterien für oder gegen den Verbleib bzw. die Wohnsitznahme am Ort.

b) zu 1 + 2 Wenn man davon ausgeht, dass sich Schule den regionalen Entwicklungen anpassen muss und nicht umgekehrt, drängt sich das Landschulmodell auf. Es handelt sich um keine Neuerfindung. Seit Jahrzehnten wird es von unseren Nachbarstaaten, vereinzelt auch in andern Bundesländern mit großem Erfolg praktiziert. Dabei hat sich gezeigt, dass diese Dorfschulen in Bezug auf das Erreichen von Lernzielen den klassischen Grundschulen in nichts nachstehen. Außerdem erfüllen sie in den meisten Dörfern auch wichtige kulturelle und soziale Aufgaben. Auf Grund der positiven Erfahrungen werden beispielsweise in der Schweiz inzwischen immer öfter auch in Städten altersübergreifende Klassen geführt. ((Literaturhinweis als Anmerkung unter dem Text oder im Text))

Mit diesem Modell ist es in den Nachbarländern gelungen, die Einwohnerzahlen in den ländlichen Regionen weit gehend zu stabilisieren. Dorfschulen sind ein zentraler Bestandteil dörflicher Infrastruktur. Es ist nicht nachvollziehbar, weshalb diese Form des Grundschulunterrichts im ländlichen Bereich unseres Landes 23 Jahre nach der Wende nicht existiert. Ein weiterer Hinweis aus dem immer wieder zitierten Erfolgsmodell Finnland: ”Ein Viertel unserer Schulen haben weniger als 50 Schüler. Unser System muss in Dorfschulen funktionieren, wo nur zwei Lehrer unterrichten, aber auch in Helsinki, wo es mehr und mehr Einwanderer gibt.( Interview mit der Bildungsministerin) www.sueddeutsche.de/karriere/finnland-und-pisa-man-kann-eine-schule-nicht-einfach-verpflanzen-1.1040373

Die weitere Begründung zu den Punkten 3 und 4 können Sie hier nachlesen: pro-dorfschulen-sachsenanhalt.phpbb8.de/post153.html#p153

Aus diesen Gründen fordern wir einen sofortigen Stopp der Schulschließungen und zwar so lange, bis die Anliegen 1 und 2 geklärt sind. Passiert dies nicht, werden mit jeder Schulschließung unumkehrbare Tatsachen geschaffen. Damit wiederum würde dann später die Ablehnung eines Volksbegehrens begründet. Immerhin geht es in den kommenden Jahren um die Schließung von rund 120 Schulen.

Wir möchten Landtag, Kabinett und Ministerien hiermit auffordern, keine kostbare Zeit verstreichen zu lassen, unverzüglich und aus Eigeninitiative tätig zu werden.

Weitere Infos pro-dorfschulen-sachsenanhalt.phpbb8.de/portal www.facebook.com/groups/490349781031783/

Im Namen aller Unterzeichner/innen.

Arnstein, 22.05.2013 (aktiv bis 21.08.2013)


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PRO: ?Abwicklung? des ländlichen Raums Das ist der einzige Schluss, den man aus dieser Verordnung ziehen kann. Gemeinden und Ortsteile werden es doppelt schwer haben, ihre Bevölkerung zu halten, Neuzuzügler zu kriegen. Somit geraten unweigerlich auch die KITAS ...

CONTRA: Gegen Dorfschulen spricht neben der viel bemühten Sparzwänge das gegenwärtige Landes-Schulgesetz. Es schreibt vor, dass Schulen in Jahrgangsklassen mit mindestens 60, später 80 Schülern zu führen sind. So lange dieses Gesetz bestehen bleibt, werden Dorfschulen ...

CONTRA: Fraglich bleibt dennoch, ob eine stabile Bevölkerungsprognose bis 2022 ausreicht, um eine derartige Investition rechtfertigen zu können. Ferner ist eine Schule wahrlich nicht dazu geeignet einen demografischen Wandel aufzuhalten, denn eine Schule ist ...

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