Wir fordern den Stadtrat von Chemnitz auf, die Personalsituation in den Chemnitzer Kindertageseinrichtungen (Kitas und Horte) zu prüfen und zu verbessern.

Begründung

Unsere Kindertageseinrichtungen sind moderne Bildungseinrichtungen. Das pädagogische Fachpersonal arbeitet dort auf der Grundlage des modernen Sächs. Bildungsplans.

Wir gehen davon aus – wie auch das SMK -, dass jeder Mensch als selbstlernendes Wesen auf die Welt kommt. Das Personal ist angehalten, vielfältige Angebote zu unterbreiten und darauf zu achten, zu welchem Zeitpunkt das jeweilige Kind Angebote annimmt. Jedem Kind in seiner Entwicklung zu helfen, es zu unterstützen und auf seinem Weg zu begleiten, sind anspruchsvolle Aufgaben. Jedes Kind hat das Recht auf individuelle Förderung seiner Persönlichkeit. Die Basis ist ein Vertrauensverhältnis zu Bezugspersonen die Zeit haben. siehe auch: UN-Kinderrechtskonvention: Recht auf Bildung und Inklusion!

Der Freistaat Sachsen hat für diese Aufgaben eine personelle Untergrenze festgelegt. Diese Mindestanforderung kennen wir als Betreuungsschlüssel laut Sächs. KitaG.

Beispiel: Kind/Fachkraft-Verhältnis 1 : 13 im Kindergarten (Kinder 3-6 Jahre). Diese Berechnungsgröße lässt eine tatsächliches Verhältnis in der Praxis bis 1:20! zu.

Die Betreuung von Kindern in Kindertageseinrichtungen ist eine kommunale Aufgabe. Darum steht es jeder Kommune frei, über die Mindestanforderungen hinaus, mehr Personal zur Verfügung zu stellen, wenn es sinnvoll und notwendig erscheint.

Der Stadtrat sollte sich hierbei an den Empfehlungen der Berthelsmann-Stiftung orientieren: 1 Erzieherin für max. 3 Kinder in der Altersgruppe 0-3 Jahre 1 Erzieherin für max. 7 Kinder ab 3 Jahre

„Die Arbeit der Fachkräfte kann durch weitere geeignete Mitarbeiter sowie durch Eltern unterstützt werden.“ Sächs. KitaG, § 12,Personal

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Diana Kahabka - in Zusammenarbeit mit fre-ch.org aus Chemnitz
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Neuigkeiten

  • Liebe Unterstützende,
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    Wir bedanken uns herzlich für Ihr Engagement und die Unterstützung,
    Ihr openPetition-Team

  • Liebe Mitmenschen,

    letztes Jahr richteten wir eine Petition an den Chemnitzer Stadtrat.
    Diese wurde abgelehnt. Die Ausführungen dazu findet Ihr hier in der PDF
    unter Punkt 7.2, Seite 4:

    session-bi.stadt-chemnitz.de/getfile.php?id=7017856&type=do

    Da wir seit 2008! an diesem Thema arbeiten, wird man uns auch im Jahr
    2016 nicht los. Wir haben Anfang April 2016 die Fraktionen, die
    geschlossen unsere Petition abgelehnt haben angeschrieben.
    Wir wollten wissen:

    1. Hat sich nach Ihrer Meinung die finanzielle Situation der Stadt
    Chemnitz, die als Grund für Ablehnung angegeben wurde, verbessert?

    2. Wurden weitere Möglichkeiten erörtert (Einsatz von zusätzlichen
    Assistenzkräften - z. B. 1 Vollzeitkraft pro Kita)

    2.1. Was würde diese 1 Assistenzkraft pro Kita für die kommunalen
    Einrichtungen p.a. kosten?

    3. Warum wurde unser Vorschlag, die ehrenamtliche Mithilfe der Eltern in
    Bezug auf Nebentätigkeiten durch die Kommune fördern zu lassen, abgelehnt?

    Wir erwarten allerdings von diesem Stadtrat bezogen auf das Thema keine
    wirklichen Lösungen mehr, halten Euch aber auf dem Laufenden.

    Viele Grüße
    Team "Das Kinderrechtebüro/Sa."

  • Presseerklärung zur personellen Situation in Chemnitzer Kindertageseinrichtungen -
    Gemeinsames Treffen mit Stadträten am 11.02.2015

    Das Gespräch mit den Vertretern der Fraktionen fand in ruhiger, lockerer und konstruktiver
    Atmosphäre statt.
    Bis auf einen Stadtrat sind die anwesenden Volksvertreter neu in Ihrer Funktion im Jugendhilfeausschuss seit der Stadtratswahl im Jahr 2014.
    Wir denken, wir konnten alle Stadträte mit der Materie vertraut machen und somit eine
    gemeinsame Informationsbasis herstellen. Die teilweise dramatische Situation für die Kinder, die verständlicherweise durch die extreme nervliche Überlastung der Pädagogen auch zu körperlicher und psychischer Gewalt führt, wurde erkannt. Auch spricht das Personal selbst von Situationen, in denen man einfach nicht in der Lage ist, der Aufsichtspflicht nachzukommen.
    Wir konnten auch verdeutlichen, dass das Sachthema für uns alle äußerst wichtig ist. Wir baten darauf zu achten, dass möglichen Lösungen parteipolitische Interessenlagen nicht im Wege stehen dürfen.
    Die Gesamtsituation wird sicher nur mit einem Bündel an Maßnahmen zu verbessern sein. Auf Grund der Erhöhung des Personalschlüssels ab 2016 (Landesmaßnahme) sollte sich eine leichte Entspannung ergeben. Das wird auf gar keinen Fall ausreichen und ist überhaupt keine Lösung für die Erledigung der anfallenden Nebentätigkeiten.
    Leider gelang es uns erst jetzt, die Stadträte dafür zu sensibilisieren, dass wir auch auf kommunaler Ebene handeln müssen. Darüber freuen wir uns. Wir haben viel Zeit verloren. Es lag leider seit 2011 nicht in unserer Macht, der Mehrzahl der Akteure zu vermitteln, dass es auf Landesebene - aus teilweise verständlichen Gründen - keine große Lösung geben wird. Darauf gründete die Hoffnung vieler Menschen.
    In einem ersten Schritt einigten wir uns darauf, schnellstmöglich eine Lösung für das Problem der anfallenden und von den Pädagogen ausgeführten Nebentätigkeiten zu suchen, um diese zu entlasten.

    Europaregion Sachsen - Chemnitz, den 26.02.2015

Pro

Es geht um die Verbesserung des Schlüssels für Kinder bis zum 10. Lebensjahr! Wenn Sie die Kita für Kinder bis zum 3. Lebensjahr verschliessen wollen, dann ist das ein anderes Thema. Es steht Ihnen frei, diese Petition zu starten. Wir helfen Ihnen dabei. VG Leif Wetzel. PS: Warum Komment ohne Namen? Mit Phantomen zu diskutieren ist immer etwas schwierig. Ich denke jedoch, wir kennen uns.. :-) PPS: Das Geldthema ist wieder ein anderes. Nur das: Ausgaben des Staates werden zu Einnahmen des Staates! Warum posten Sie halbe Buchungssätze? PPPS: Zur Finanzierung steht da gar nix. Trollalarm? :-)

Contra

Ich sehe die Gefahr, dass wir den Erziehern zu viel Verantwortung in die Schuhe schieben: im sächsischen Bildungsplan ist die Rede davon, dass die Kita-arbeit lediglich als eine Ergänzung zur elterlichen Erziehung gedacht ist. Außerdem bezweifle ich, dass wir die Masse an guten Erziehern finden, die wir durch einen verbesserten Betreuungsschlüssel bräuchten. Geht es hier um Qualität oder Quantität? Welche Interessen stehen im Vordergrund- die der Eltern oder die der Kinder? Wenn es uns tatsächlich um das Wohl der Kinder geht, sollten wir ernsthaft in die Mütter investieren anstatt in Krippen.