Der Bürgerverein Köln-Müngersdorf hat gemeinsam mit dem NS-Dokumentationszentrum ein Konzept für einen Gedenkort am ehemaligen Deportationslager in Köln-Müngersdorf entwickelt. Bisher erinnert nur ein verwahrloster Findling an die über 3.000 deportierten Juden aus Köln und Umgebung. Nun soll ein neuer Gedenkort deutlich wahrnehmbar für die gesamte Stadtgesellschaft in Köln der dort begangenen NS-Verbrechen gedenken. Der Kulturausschuss des Rates der Stadt Köln wird in den nächsten Monaten über dieses Konzept entscheiden. Wir unterstützen die Pläne für einen solchen würdevollen und angemessenen Gedenkort. buergerverein-koeln-muengersdorf.de

Begründung

1941 wurde von der Stadt Köln in Abstimmung mit der Gestapo das ehemalige preußische Fort V in Köln-Müngersdorf zu einem Deportationslager umgebaut und außerdem Baracken errichtet. Die jüdische Gemeinde musste das Lager mit 800.000 Reichsmark zwangsfinanzieren. Zwischen 1941-1944 lebten dort etwa 4.000-5.000 Personen. Über 3.000 Juden wurden von dort aus in das Ghetto Theresienstadt und in NS-Vernichtungslager wie Trostenez, Belzec, Sobibor, Treblinka oder Auschwitz deportiert.

Der 1981 von der Stadt Köln als Mahnmal errichtete Findlings ist unseres Erachtens nicht angemessen. Es bedarf eines würdigen Gedenkorts! Gerade in der heutigen Zeit, in der demokratische Werte und Minderheitenrechte in ganz Europa wieder zur Diskussion stehen und sogar bedroht werden, bedarf es eines solchen Ortes mehr denn je.

In seiner Dimension erfüllt das Konzept diese Herausforderung: * mit dem 4 x 19 Meter großen Cortenstahl-Kunstwerk des international renommierten Müngersdorfer Künstlers Simon Ungers am ehemaligen Eingang des Fort V * und mit einem Gedenkweg zwischen Fort und Barackenlager mit Informationsstelen wird das Konzept dieser Aufgabe gerecht.

Dieser Ort wäre, neben dem NS-Dokumentationszentrum, somit die erste angemessene Stätte des Erinnerns für die Opfer des Holocaust in Köln.

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Pro

Ich freue mich sehr über die Initiative des Bürgervereins Köln-Müngersdorf e.V. und finde es richtig, dass Köln einen angemessenen und würdigen Ort des Gedenkens erhält. Das Kunstwerk wird an historischer Stelle aufgestellt und in einen Weg des Gedenkens eingebunden, der mahnend erinnert und offen informiert.

Contra

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Warum Menschen unterschreiben

  • vor 14 Std.

    Ohne Orte der Erinnerung kann es keine Veränderung geben.

  • vor 17 Std.

    Meine Großeltern mütterlicherseits, im Ruhrgebiet wohnend und beide Kommunisten, haben über illegale Netzwerke Juden zur Flucht auf niederländischen Rheinschiffen in die Niederlande geholfen.

  • am 28.07.2018

    War mal Kölner

  • am 27.07.2018

    Neben den Stolpersteinen sollten alle Orte makiert und als Gedenkort Beachtung finden, an denen Menschen unsagbares Leid erfahren haben, gerade in der aktuellen Zeit der aufkeimenden nationalistischen Debatten und dem erstarktem Rechtsradikalismus und Faschismus in Europa.

  • am 25.07.2018

    Wider das Vergessen!

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