Region: Magdeburg

Verhinderung der Abholzung 100jähriger Linden

Petition richtet sich an
Stadtrat und Stadtverwaltung

5.389 Unterschriften

Sammlung beendet

5.389 Unterschriften

Sammlung beendet

  1. Gestartet Februar 2025
  2. Sammlung beendet
  3. Einreichung vorbereiten
  4. Dialog mit Empfänger
  5. Entscheidung

Petition richtet sich an: Stadtrat und Stadtverwaltung

in Magdeburg Ottersleben soll der Stadtweg in Kürze ausgebaut werden. Dadurch ist u.a. die Existenz mächtiger, über 100 Jahre alter Linden bedroht.
Fast 100 uralte Linden sollen für das Vorhaben gefällt werden zu Lasten von Vögeln und Kleintieren, die dadurch ihren bisherigen Lebensraum verlieren werden.
Das Wurzelwerk der das Straßenbild prägenden Linden würde bei den Bauarbeiten so massiv verletzt, dass sie nicht überleben würden. 
Dabei sind die Bäume Zuhause zahlreicher Vögel, Insekten und Fledermäuse. Sie stellen wertvolle CO2-Speicher dar, filtern die Luft, spenden Schatten und Sauerstoff. Per Gesetz werden so alte Bäume als geschützt und erhaltenswert angesehen, zumal, wenn sie eine Allee bilden. 
Und es geht auch anders: In Halle (Westfalen) zahlt die Stadt eine Fördersumme, wenn sich Anwohnerinnen und Anwohner um die Pflege und den Erhalt alter Bäume kümmern. In Köln ging der diesjährge Kölner Architekturpreis an ein Projekt, in dem sich Bauherr und Architekt anstatt Fällung bewusst für den Erhalt einer 100jährigen Blutbuche als integralen Bestnadteil des Neubaus entschieden haben.
Gerade in Zeiten des Klimawandels, der auch in Magdeburg spürbar wird, ist es von enormer Bedeutung gesunde, großkronige Bäume zu erhalten, Versiegelung zu minimieren, neue Grünflächen zu schaffen und Frischluftschneisen zu erhalten. Schon jetzt folgen Hitze-Rekorde und Starkregenereignisse dicht aufeinander. Die zunehmende Versiegelung verstärkt diese Effekte.
Magdeburgs Verwaltung hat Nachhaltigkeitsziele verfasst, die verschiedene Handlungsfelder umfassen, darunter auch das Handlungsfeld „Stadtentwicklung“. So soll Magdeburg eine „klimagerechte und lebenswerte Stadt“ bleiben mit attraktiven Stadtteilen, ebenso der Erhalt und Ausbau der Grün- und Freiräume.
Zudem soll auch ein Klimaanpassungskonzept Handlungsfeld Hitze von der Stadt erarbeitet werden. Darin muss die enorme Bedeutung von Bäumen explizit erwähnt werden, ebenso die Wichtigkeit, öffentliche und private Freiflächen zu erhalten. Als weitere zentrale Bausteine für die Anpassung an den Klimawandel wurdezudem die Schaffung und der Schutz von Luftleitlinien hervorgehoben, sowie zusätzliche Verschattung im öffentlichen Raum.
Wir fordern, dass die Stadt Magdeburg ihren eigenen Nachhaltigkeitszielen nachkommt und die Genehmigung für das Bauvorhaben in der jetzigen Form zurückzieht. Die Bauplanung für den Ausbau des Stadtweges muss so angepasst werden, dass insbesondere die über 100jährigen Linden nicht zu Schaden kommen!
Begründung
Das Bauvorhaben steht all den erwähnten Nachhaltigkeitszielen, sowie den erarbeiteten Bausteinen für eine Anpassung an den Klimawandel entgegen. 

  •  Die Versiegelung der bestehenden Grünflächen, der Verlust von Lebensraum für Kleintiere und die Schädigung des bestehenden Mikroklimas durch den Ausbau des Stadtweges ist nicht klimagerecht und macht die Stadt nicht lebenswerter.
  • Das Bauvorhaben mindert die Attraktivität des Stadtteils. Der dörfliche Charakter Otterslebens ist erhaltenswert. Attraktiv sind die das Straßenbild prägenden Linden.
  • Hier wird Lebensraum zerstört, nicht geschützt. 
  • Ohne die Bäume gibt es keine Verschattung mehr. Im Sommer ist es dort immer angenehm, das wäre dann vorbei. 

Warum werden die BürgerInnen bei so umfangreichen Maßnahmen nicht beteiligt? Bäume statt Beton! 
Für den Erhalt der 100jährigen Linden! 
Danke für Eure und Ihre Unterstützung!     

Begründung

Jeder alte Baum ist ein wertvoller Beitrag zum Klimaschutz, er ist Lebensraum für Vögel und Insekten, spendet Schatten und filtert unsere Luft

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Evelyn Schiener, Magdeburg

Angaben zur Petition

Petition gestartet: 08.02.2025
Sammlung endet: 31.12.2025
Region: Magdeburg
Kategorie: Umwelt

Neuigkeiten

  • Leider ist die Anzahl der Buchstaben pro Mail begrenzt. Aus diesem Grund habe ich den ersten Teil der Anfrage als Bild angehängt, das aber leider nur schwer zu lesen ist, daher der erste Teil der Anfrage noch mal auf diesem Wege:
    Zu den in der Stadtratssitzung am 23.04.2026 gestellten Fragen der Anfrage F0139/26 der
    Fraktion AfD nimmt die Verwaltung wie folgt Stellung:
    1. Lässt sich die Verlegung der Niederspannungskabel mit einer Bohrspülung oder Bohr-
    pressung in Kabelschutzrohren realisieren, damit kein direkter Eingriff in den Kronenbe-
    reich der Wurzeln erfolgen muss?
    Alternative Verlegeverfahren wurden geprüft. Die Einzelheiten zu den Ergebnissen können der
    Drucksache 0544/25 mit den beiden dazugehörigen beschlossenen Änderungsanträgen (Be-
    schluss-Nr. 983-028(VIII)26) entnommen werden.
    2. Lassen sich die aktuellen Schutzstreifen der verschiedenen Medien verkleinern, so-
    dass eine Verlegung der Medien in der Straßenmitte anstatt im Gehweg möglich wäre?
    Im Stadtweg sind die grundsätzlich erforderlichen Schutzstreifen für die Leitungstrassen bereits
    reduziert und an die örtlichen Gegebenheiten angepasst, da der unterirdisch vorhandene Bau-
    raum im öffentlichen Verkehrsraum, wie in den meisten vorhandenen innerörtlichen Straßen,
    begrenzt ist.
    3. Würde eine Eintragung der Allee als Kulturdenkmal im Sinne des Landesdenkmal-
    schutzgesetzes Sachsen-Anhalt Ausnahmen von planungsrechtlichen Vorgaben bei der
    Erneuerung der Straße oder des Gehweges, zum Beispiel der Regelbreiten, erlauben?
    Die Baumallee im Stadtweg im Magdeburger Stadtteil Ottersleben steht aktuell nicht unter
    Denkmalschutz und ist somit derzeit nicht als Kulturdenkmal in das Denkmalverzeichnis des
    Landes Sachsen-Anhalt eingetragen.
    Der Denkmalwert eines Kulturdenkmals wird durch das Landesamt für Denkmalpflege und Ar-
    chäologie Sachsen-Anhalt festgestellt. Dies wäre im Hinblick auf die Allee beispielsweise der
    Fall, wenn aufgrund ihrer besonderen städtebaulichen oder gegebenenfalls geschichtlichen Be-
    deutung ein öffentliches Interesse an ihrem Erhalt bestünde. Der Denkmalwert der Lindenallee
    im Stadtweg wäre durch das Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt
    folglich zu prüfen. Zur Schaffung einer Prüfungsgrundlage wären vorab umfangreiche Recher-
    chen zur Historie erforderlich.
    Das grundsätzliche denkmalpflegerische Ziel ist der Substanzerhalt. Dabei sind die Belange des
    Denkmalschutzes und der Denkmalpflege gegen andere betroffene Belangen abzuwägen, so-
    dass "...Kulturdenkmale möglichst erhalten bleiben und ihre Umgebung angemessen gestaltet
    werden kann." (§ 1 Abs. 3 Denkmalschutzgesetz des Landes Sachsen-Anhalt)
    Das Ergebnis der Schutzgüterabwägung bei der in Rede stehenden Lindenallee kann zum jetzi-
    gen Zeitpunkt nicht ohne Weiteres prognostiziert werden. Demzufolge sind Abweichungen von
    planungsrechtlichen Vorgaben möglich, aber nicht gesichert.2
    Die Fragen 4 und 5 werden in Zusammenhang beantwortet:

  • Liebe Unterstützende,

    was für ein Glück, dass die Linden noch stehen! Gerade in den vergangenen Tagen, als die Hitzewelle auch in Sachsen-Anhalt und in Magdeburg die Temperaturen auf 40° getrieben hat, war es im Stadtweg noch recht angenehm! Die Linden duften unglaublich und es summt und brummt und zwitschert in den Zweigen.

    Immer wieder werde ich auch angesprochen, wie der Sachstand ist, darum jetzt eine kleine Information:
    Nach wie vor gibt es keine endgültige Festlegung, wie im Stadtweg verfahren werden soll. Die Verwaltung arbeitet an dem Thema und es gibt nach wie vor Menschen, die sich für die Linden einsetzen, sowohl innerhalb als auch außerhalb der Verwaltung. Es ist ja nicht so, dass alle in der Verwaltung gegen uns sind. Wir haben überall Verbündete und ich hoffe sehr, dass zum Schluss eine gute Lösung gefunden wird.
    Vielleicht erfolgt ja nun auch nach der Hitzewelle ein Umdenken, was den Umgang mit alten Bäumen in unserer Stadt anbetrifft.
    Da wir in der Stadt Magdeburg keine vergleichbare Allee haben, hat der Stadtweg ein Alleinstellungsmerkmal. Diese Straße ist für Ottersleben wichtig, denn es ist eine der wenigen, die den dörflichen Charakter behalten hat.

    Ich bedanke mich bei allen, die uns weiterhin unterstützen!
    Wenn es Neuigkeiten gibt, werde ich berichten.
    Mit herzlichen Grüßen
    Evelyn Schiener

  • Liebe Unterstützende, nach der Übergabe der Petition an die Stadtverwaltung und die Stadtverordneten gab es eine Begehung des Stadtwegs, an der ein Abgeordneter der CDU und ein Abgeordneter der AfD teilnahmen und sich die Situation vor Ort ansahen. Auch ein Baumsachverständiger war vor Ort und gab Hinweise, was beachtet werden müsste.

    Von der AfD-Fraktion wurde im Nachgang ein Fragenkatalog erstellt, der zur Beantwortung an die Stadtverwaltung Magdeburg übergeben wurde.
    Hier die Beantwortung der Fragen:
    :
    4. Wurde die Verlegung der Medien im Bereich der Vorgärten der anliegenden privaten
    Grundstücke geprüft? Wurde mit den Anwohnern über diese Möglichkeit gesprochen?
    Wenn ja, mit welchem Ergebnis? Wenn nein, wieso nicht?
    5. Wurde die Verlegung der Medien in den östlich und westlich anliegenden Privatwegen
    geprüft? Wenn ja, mit welchem Ergebnis? Wenn nein, wieso nicht?
    Alternative Verlegeverfahren wurden geprüft. Die Einzelheiten zu den Ergebnissen können der
    Drucksache 0544/25 mit den beiden dazugehörigen beschlossenen Änderungsanträgen (Be-
    schluss-Nr. 983-028(VIII)26) entnommen werden.
    6. Wurde die Verlegung der Medien in den westlichen Ackerflächen geprüft? Wenn ja, mit
    welchem Ergebnis? Wenn nein, wieso nicht?
    Sofern mit der Frage die östlich des Stadtwegs befindlichen Ackerflächen gemeint sind, wurden
    entsprechende Alternativen geprüft. Die Ergebnisse können der Drucksache 0544/25 mit den
    beiden dazugehörigen beschlossenen Änderungsanträgen (Beschluss-Nr. 983-028(VIII)26) ent-
    nommen werden. Eine einseitige Verlegung der Medien in den östlichen Bereich wurde nicht
    weiterverfolgt. Die westlich des Stadtwegs liegenden Grundstücke müssten weiterhin an die
    Ver- und Entsorgungsnetze angeschlossen werden. Aufgrund der vorhandenen Bebauung und
    der örtlichen Erschließungssituation auf der Ostseite des Stadtweges ist eine entsprechende
    Leitungsführung nicht umsetzbar. Die für die Grundstückserschließung erforderlichen Eingriffe
    im Bereich der Baumallee würden hierdurch nicht entfallen.
    7. Wäre die Verlegung der 1 kV Speisekabel in anderen Trassen möglich?
    Alternative Trassenführungen für die 1-kV-Speisekabel wurden geprüft. Im Ergebnis wurden
    diese aufgrund der Anforderungen an Versorgungssicherheit, Betrieb und Instandhaltung der
    Grundstücksanschlüsse nicht weiterverfolgt.
    Die Einzelheiten können der Drucksache 0544/25 mit den beiden dazugehörigen beschlosse-
    nen Änderungsanträgen (Beschluss-Nr. 983-028(VIII)26) entnommen werden.
    8. Wurde mit den beteiligten Fachämtern, zum Beispiel dem Umweltamt, oder den betei-
    ligten Firmen Möglichkeiten zum Erhalt der Allee erörtert? Wenn ja, mit welchem Ergeb-
    nis? Wenn nein, wieso nicht?
    Die Drucksache 0544/25 mit den beiden dazugehörigen beschlossenen Änderungsanträgen
    (Beschluss-Nr. 983-028(VIII)26) spiegelt zusammengefasst die Ergebnisse der durchgeführten
    Untersuchungen und Abstimmungen zwischen den Planungsbeteiligten (Stadt, SWM/AGM,
    SFM, Untere Naturschutzbehörde) zum Schutz/Erhalt des Baumbestandes im Straßenraum des
    Stadtwegs im Rahmen der Vorplanung (LPH 2 von 9) zum geplanten Ausbau wider.
    Rehbaum
    Beigeordneter für Umwelt und Stadtentwicklung

Gesunde Bäume müssen erhalten und gepflegt werden. Wenn Politik das in ihrem Handeln nicht versteht, entscheiden sie nicht im Sinne ihres Volkes und gegen ein gesundes Klima. Es sollte immer erst nach anderen Lösungen gesucht werden.

1.fallen Stassenausbau Beiträge an, ja oder nein . Die Siedlung ist ca 60 Jahre alt und ältere Anwohner können sich Luxus Sanierung nicht leisten 2. Es kann nicht sein, das die Partei „Die Grünen Bündnis 90“ sich auf Kosten der Anwohner profiliert. 3.in unsere Familie gibt es Personen, die an Lindenblüten Allergie in Grippeartigen Schüben erkrankt sind. Insofern ist es für die Gesundheit der Anwohner abträglich die Bäume auf Kosten der Anwohner durchnicht Anwohner zu erhalten

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