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3. November 2012

Aschiebung von Familie Ismailov/a gestoppt

Nurjana Ismailova

Familie Ismailov/a lebte seit fast 10 Jahren in Deutschland – dann sollten sie plötzlich abgeschoben werden. Nurjana und ihr Bruder Nuradil waren seit Jahren ehrenamtlich in der Flüchtlingsjugendorganisation „Jugendliche Ohne Grenzen“ aktiv und halfen neu ankommenden Flüchtlingen mit Übersetzung und Orientierungshilfe. Sie hätten problemlos schon lange eine Ausbildung beginnen können. Auch ihre Eltern hätten angesichts des breiten Unterstützer-Netzwerks sofort eine Arbeit gefunden – die Ausländerbehörde verbot es ihnen jedoch. Statt dessen sollten alle nach Dagestan abgeschoben werden, laut BBC der gefährlichste Ort in Europa: Bombenanschläge, Schusswechsel zwischen Armee und Rebellen, Folter und willkürliche Verhaftungen sind dort an der Tagesordnung.

Die Petition gegen die Abschiebung sammelte über 10.000 Unterschriften auf openPetition, die der Härtefallkommission übergeben wurden. Jetzt hat die Familie Arbeitserlaubnisse erhalten, zudem konnte Nurjana eine Ausbildung als Sozialassistentin beginnen. Auch wenn die endgültige Entscheidung noch aussteht, ist die Abschiebung erst einmal vom Tisch.

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