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6. Februar 2015

Abschiebung von 19-jähriger Albina verhindert

Die für den 4. Februar angesetzte Abschiebung der 19-jährigen Albina Hamibi aus Bayreuth nach Serbien wurde vorläufig verhindert.

Die Aktion der Initiative Bunt statt Braun – Gemeinsam stark für Flüchtlinge e.V. konnte auch dank Ihrer 5.300 Unterstützer starken openPetition „Abschluss statt Abschiebung – Albina braucht ihren Schulabschluss“ eine Aussetzung der Abschiebung der Berufschülerin erwirken.

Foto: PRO ASYL
Foto: PRO ASYL

Die Ablehnung des Asylantrags und Albinas Abschiebung nach Belgrad wurden vom Ausländeramt Bayreuth nur durch ihre Volljährigkeit und die Einstufung Serbiens als sicheres Herkunfsland begründet. Dass sie dabei ohne ihren Vater und ihre Geschwister, die alle in Bayreuth leben, ohne ausreichende medizinische Versorgung für ihre Epilepsie, mangelnde Serbischkenntnisse und ihre Zugehörigkeit zur albanischen Minderheit in Serbien nach Auskunft von Bunt statt Braun in „Obdachlosigkeit und drohende Verelendung“ abgeschoben werden könnte, wurde dabei außer Acht gelassen. Der Nordbayerische Kurier berichtete ausführlich darüber.

„Als Klassenlehrerin einer Integrationsklasse habe ich so viele solcher Fälle erlebt: gut integrierte, fleißige und engagierte junge Leute, die immer wieder ihre Dankbarkeit zeigten, hier die Chance auf eine geregelte Schullaufbahn und einen Abschluss zu erhalten, den sie hoffnungsvoll anstrebten um eine Ausbildung machen zu können und zu einem leistungsstarken Mitglied der Gesellschaft zu werden! Diese engstirnige, leistungsverachtende Abschiebepraxis ist eine Schande für unsere Gesellschaft!“ (Unterstützerin der Petition)

Zwar konnte durch die breite Aktion der Initative und durch die Online-Petition die Abschiebung ersteinmal ausgesetzt und eine mögliche Einbringung des Falls in den bayerischen Landtag erwirkt werden, jedoch ist die Zukunft Albinas noch ungewiss.


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