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1. Dezember 2015

Was 3,4 Millionen Unterschriften bewirkt haben…

Liebe openPetition-Nutzer/innen,

kennen Sie dieses schale Gefühl, vor vollendete Tatsachen gestellt worden zu sein? Oder den Frust, wenn eine gute Idee an Bürokratie scheitert? Wie Sie um Fassung ringen müssen, weil Entscheidungen, die Sie betreffen, mit Ihren Grundwerten nicht vereinbar sind? Und, dass dann der starke Wunsch aufkommt, es muss sich endlich etwas ändern?

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Aus solchen Situationen heraus haben viele Petenten in diesem Jahr eine Petition auf openPetition gestartet, damit sich etwas ändert.

Jeden Tag führen Anliegen auf openPetition zu einem Dialog mit der Politik. Jeden zweiten Tag ist eine openPetition erfolgreich.

Wir haben mit Petitionen Schulen, Krankenhäuser, Bäume, Tiere, Schwimmhallen und vieles mehr gerettet. Wir haben benachteiligten Gruppen geholfen und wir haben auf openPetition Debatten darüber geführt, was gesellschaftlich akzeptabel ist und was nicht. Jede dieser Debatten macht unsere Demokratie stärker.

Ein Klick allein bewirkt noch nicht viel. Aber das vielstimmige Konzert aus unseren Unterschriften, Argumenten, Kommentaren, unser Weiterleiten und Teilen wirkt nachhaltig. openPetition bringt Bürger/innen mit den gleichen Zielen zusammen und macht aus der persönlichen Betroffenheit vieler Einzelpersonen ein gesellschaftliches Anliegen, das öffentlich diskutiert und beraten wird. Für eine Sache gemeinsam zu streiten, gehört und ernst genommen zu werden, gibt Kraft und Zuversicht.

Bild: Tannach-Wäldchen durch Petition gerettetBild: Übergabe der Petition ‚Ennertaufstieg Nein!‘ an das Verkehrsministerium.Bild: 200.000 Unterschriften gegen die Pferdesteuer.

Das war 2015 neu auf openPetition

In elf Sprachen haben wir openPetition übersetzt. Damit sind wir unserem Ziel, die Plattform in allen europäischen Sprachen nutzbar zu machen, ein großes Stück näher gekommen.
Unterschriften sammeln auf der eigenen Webseite oder im eigenen Blog ist jetzt ganz einfach möglich über ein eigenes Petitions-Widget.
Mit dem Wahlkreis-Radar sehen gewählte Vertreter auf einen Blick, welche Petitionen in ihrem Wahlkreis die meisten Unterstützer haben. Darauf können und müssen sie reagieren.
Und 2015 sind bisher insgesamt 3.500 neue Petitionen auf openPetitionen gestartet worden, 3,4 Millionen Unterschriften wurden gesammelt und 23.000 Argumente für oder gegen eine Petition geschrieben.

Was kommt 2016?

Die Bedienung weiter vereinfachen: durch ein persönliches Login zum Bearbeiten und Verwalten von Petitionen, Unterschriften, Kommentaren und Benachrichtungen.
Administrative Hürden noch leichter überwinden: Zusätzliche Hilfe beim Einreichen einer Petition an Ausschüsse und Verwaltungen. openPetition reicht Petitionen in Ihrem Namen online ein. Eingehende Rückmeldungen werden zusammen mit der Petition veröffentlicht. Damit erreichen wir zugleich mehr Transparenz über die Antwortzeiten von Petitionsempfängern.
Wir werden die differenzierte Bewertung von Petitionen möglich machen: Änderungen an einer Petition vorschlagen, einer Petition mit Einschränkungen zustimmen, Petition nicht zustimmen – ein solches Angebot der Zusammenarbeit und abgestuften Rückmeldung wurde von unseren Nutzern oft gewünscht.

Damit wir die besten Demokratie-Werkzeuge bauen können, braucht es Beharrlichkeit und stetige, ununterbrochene Arbeit. Das ist nur möglich durch eine ebenso stetige und anhaltende Unterstützung unserer Arbeit durch unsere Nutzer. Jede Spende hilft, unsere Demokratie zu stärken. Mit einer regelmäßigen Förderung sichern Sie insbesondere die Weiterentwicklung von openPetition. Gönnen Sie sich ein Stück Demokratie.
PS: Gut, dass es mit openPetition eine offene Petitionsplattform gibt, die den Datenschutz und die Privatsphäre ihrer Nutzer respektiert und aus dem Bedürfnis, sich für andere einzusetzen, kein Geschäftsmodell macht.


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