Pro

Warum ist die Petition unterstützenswert?

    Für Qualität in der Bildung durch gerechte Bezahlung
Die Bildung in der Grundschule legt einen wichtigen Grundstein. Ich wünsche mir für mein Kind Lehrer, die es optimal im Lernen unterstützen, engagiert, gerecht und liebevoll sind. Wer sich für einen Beruf entscheidet, tut das einerseits als Berufung, wägt es aber auch mit Bezahlung ab. Wenn Unterschiede in der Bezahlung zwischen den Schularten und den Bundesländern bestehen und man die Wahl hat, wo man seinen Beruf ausüben möchte, dann ist das Geld sicher auch ein Argument. Sachsen muss attraktiv bleiben für engagierte Grundschullehrer. Die E13 ist ein erster Schritt.
0 Gegenargumente Widersprechen
Das Lehrer das gleiche Grundgehalt erhalten sollen, ist mit dem Leistungsgrundsatz zu belegen. Da GS-Lehrer den zudem den höchsten Stundenumfang haben und sehr viel Elternarbeit leisten müssen, entbehrt es jeder Grundlage, dass Sie seit Jahrzehnten mit E11 entlohnt werden. Eben diese Missachtung des Gleichbehandlungsgrundsatzes und die Ignoration der Nebenarbeiten in der GS (Förderpläne, LRS, krasse Heterogenität, ...) führen dazu, dass grundständige Lehrer Sachsen gerne verlassen. Seiteneinsteiger stopfen nur die Löcher und wissen, dass man in Sachsen auch gut mit E11 leben kann.
1 Gegenargument Anzeigen
    ProE13
Die Anforderungen, die an LehrerInnen in der Grundschule gestellt werden, sind in ihrem Bereich oft vielfältig. Inklusion, Differenzierung, Erziehung, Beratung und motiverende Unterrichtsgestaltung sind nur einige wichtige Hauptbereiche. LehrerInnen in der Grundschule müssen viel leisten und benötigen ausführliches methodisches, pädagogisches und fachliches Wissen. Es mag sein, dass ihr Fachwissen nicht derart tiefgreifend ist, wie das von LehrerInnen an weiterführenden Schulen. Doch in seiner Art ist Fachwissen keinesfalls der Methodik übergeordnet. Warum also unterschiedliche Gehälter?
0 Gegenargumente Widersprechen
    Anerkennung und Gerechtigkeit
Wir sehen doch gerade bei den Seiteneinsteigern wie schwierig das Unterrichten in der Grundschule ist... Außerdem: Wenn die Grundlagen nicht stimmen, geht oben auch nicht viel. Jahrelang wurden GS- Lehrer abgebügelt. Nun ist es einfach Zeit. Genug ist irgendwann genug! Natürlich können die Bedenkenträger ewig Argumente dagegen finden und eine Neiddebatte führen. Geld ist da und das wissen wir. Es kommt lediglich auf die Priorität an! Gute Arbeit, gutes Geld. Momentan verdienen die Lehrer nicht was sie verdienen. Punkt! "Seit Jahrzehnten..." Ja fahren Sie noch Trabant oder leben in Hütten???
Quelle: Kerstin Bräutigam- Scharfe
0 Gegenargumente Widersprechen
    Das Eine und das Andere
Einige Contra-Argumente sind völlig richtig. Ja, andere verdienen noch schlechter (auch andere Päd.) u. ja, kleinere Klassen (die positive Auswirkung ist m.E. in jeder Hinsicht völlig unterschätzt) und Sozialpädagogen an den Schulen sind immens wichtig. Aber man kann auch das eine und das andere fordern. Bessere Löhne für Grundschullehrer und bessere Löhne für Angestellte in der Industrie. Höhere Löhne für Erzieher und Grundschullehrer würden auch bedeuten, dass mehr Männer in diesen Bereichen tätig wären. Was besonders für Jungs, aber auch für das päd. Team eine riesige Bereicherung ist.
0 Gegenargumente Widersprechen

Contra

Was spricht gegen diese Petition?

    Für Halbtagsjobs solle auch nur
die Hälfte bezahlt werden. Zunächst sollten die Lehrer durch 40-Stunden Unterrichts pro Woche dafür sorgen daß alle Schüler Lesen und schreiben können. Für das jämmerliche Ergebnis des jetzigen Grundschulunterrichts sind die Lehrer momentan deutlich überbezahlt. Vielleicht haben die Lehrer einfach zu viel frei oder sind einfach zu unengagiert?
Quelle: www.spiegel.de/lebenundlernen/schule/iglu-studie-2016-fast-jeder-fuenfte-viertklaessler-kann-nicht-richtig-lesen-a-1181756.html
4 Gegenargumente Anzeigen
    Fehler.
Ich finde, der Schreiber der Petition hätte diese auch ohne Fehler verfassen können. Erste Auswirkung des Lehrermangels?
3 Gegenargumente Anzeigen
    E13 für Grundschullehrer ?
Ich spreche niemandem ab, gut verdienen zu wollen. Aber schaut mal in die sächs. Industrie: Kaum Tarifgebundene Unternehmen im Klein- & Mittelstand; Monatslöhne BRUTTO meist unter 1800€, selbst für Spezialisierte Fachkräfte. Arbeitszeiten i.d.R. 40 Std- Woche, 24 bis 26 Tage Jahresurlaub. DAS IST die REALITÄT !
1 Gegenargument Anzeigen
    egoistisch
Die unterschiedlichen Gehälter sind keine Ungerechtigkeit - das behaupten die Petentin und die Kommentatoren. Sie haben eine Rechtfertigung und bestehen seit Jahrzehnten, weil es zwei unterschiedliche Berufe sind, deren Oberbegriff Lehrer lediglich Gemeinsamkeiten umfasst - wie in vielen Bereichen, z.B. der Juristen. Der Ärzte. Gleichmacherei will doch auch keiner - Hauptsache mehr Geld. Egoistisch.
4 Gegenargumente Anzeigen
    Frieden gefährdet?
Angeblich ist der Schulfrieden durch die unterschiedlichen Gehälter gefährdet - warum erst jetzt? Die Gehaltsunterschiede gibt's doch schon seit Jahrzehnten?
7 Gegenargumente Anzeigen
    Am Problem vorbei argumentiert
Die Erhöhung der Gehaltsstufe wird nicht zur Behebung des grundsätzlich bestehenden Mangels an Lehrkräften führen. Wenn mehr als 2/3 der Neueinstellungen Quereinsteiger sind, dann ist hier das Problem. In der Petition wird die Angleichung der Gehälter in anderen Ländern einfach so behauptet, wo genau ist das denn der Fall? Die Forderung nach mehr Gehalt ist daher rein egoistisch. Vielmehr wäre es angebracht, für bessere Rahmenbedingung (abgezogen das Gehalt) zu kämpfen - weniger Schüler pro Klasse, bessere Ausstattung, Sozialarbeiter an den Schulen, z.B. Dafür lohnt sich eine Petition.
6 Gegenargumente Anzeigen
    Gerechtfertigt
Die Gehaltsunterschiede haben doch aber auch eine Rechtfertigung - schließlich ist das Lehren an höheren Schulen sehr viel komplexer und die Schülerschaft anspruchsvoller.
4 Gegenargumente Anzeigen
Ganz großes Mimimi mal wieder hier - die Rahmenbedingungen müssen sich grundlegend ändern (Betreuung, etc) - dafür sich einzusetzen lohnt sich aber nicht individuell, weil die Zahl auf dem Konto gleich bleibt. Jeder will immer nur mehr Geld, aber mal einfach zufrieden sein und seinen Job gerne machen, das wäre was. Ich wünsche mir einen utilitaristischeren Ansatz, alles andere ist keine Lösung des Problems.
0 Gegenargumente Widersprechen

Helfen Sie uns unsere Unabhängigkeit von Parteien, Politik und Wirtschaft weiterhin zu sichern!

Jetzt spenden