10.08.2026, 12:06
Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer der Petition zur Beibehaltung der differenzierten Hebesätze in Duisburg!
Duisburg hat mit 1.169% mittlerweile einen der höchsten Grundsteuerhebesätze der Republik! Duisburg ist aber auch eine der Städte in diesem Land die auch aufgrund ihrer geographischen Lage vom immer stärker spürbaren Klimawandel mit am stärksten betroffen sein wird. Nicht umsonst hatte der in Duisburg-Baerl gemessene Temperaturrekord von über 40 Grad bundesweit noch bis vor kurzem Bestand! Duisburg ist abhängig von Logistik und befahrbaren Wasserstraßen und gerade in diesen Tagen sehen wir hier mit unseren eigenen Augen welche dramatischen Folgen der Klimawandel für Duisburg mit sich bringt. Der Rhein nur noch ein Schatten seiner selbst, vertrocknete Grünflächen wohin man sieht, tropische Nächte die uns schlecht schlafen lassen und im Sommer mittlerweile eher zur Regel werden und weit und breit aufgrund einer zunehmenden Flächenversiegelung und zunehmenden Bebauung immer weniger schattige und kühlende Flächen auf denen man Schutz vor diesen hohen Temperaturen finden kann. Dazu eine zunehmend überalternde Bevölkerung in unserer Stadt die noch stärker unter all diesen Negativfaktoren leiden muss!
Und was tut die Stadt Duisburg trotz einer der höchsten Grundsteuerhebesätze im Land um die Duisburger Bevölkerung - und insbesondere die ältere - in Zukunft vor den immer stärker werdenden Belastungen durch den Klimawandel zu schützen? Wenig bis gar nichts und man hat nicht im Ansatz das Gefühl das trotz des enorm hohen Grundsteuerhebesatzes ausreichend in Maßnahmen investiert wird die langfristig die Duisburger Bevölkerung schützen. Ja man stellt Trinkwasserbrunnen in der Innenstadt auf, fördert die Begrünung von Dachflächen oder Solaranlagen, weist kühle Orte in Karten aus und tut hier und da vielleicht doch das ein oder andere. Aber insgesamt nur ein sprichwörtlicher Tropfen auf den heißen Stein, eben viel zu wenig und man verschiebt sogar das Ziel als Stadt klimaneutral zu werden um 10 Jahre von 2035 auf 2045 nach hinten!
Dabei könnte es so einfach sein und das genau ist der Grund warum ich mich heute nochmal mit einer Nachricht an euch wende! In Duisburger Stadtteil Rumeln-Kaldenhausen zum Beispiel plant man die Bebauung eines großen, ehemaligen Zechengeländes mit ggf. bis zu 500 Wohneinheiten! Ein Gelände auf dem sich die Natur in den vergangenen Jahren das zurückholt was ihr eigentlich eh zusteht und was sie für uns so besonders und wichtig macht! Auf dem Gelände sind über Jahrzehnte unzählige schattenspendende Bäume gewachsen, große Flächen sind mit schattenspendenden Sträuchern und Büschen zugewachsen und dieses Gelände ist in heißen Sommern wie diesen ein Zufluchtsort für Mensch und Tier der darüber hinaus auch noch den Ort mit Sauerstoff und kühler Luft versorgt. Eine Vernichtung dieses für den Ortsteil wichtigen Ökosystems und Biotops hätte gravierende und noch überhaupt nicht vollumfassend absehbare negative Folgen für unseren Stadtteil! Folgen die Menschen und Tiere hier im Ort auf Dauer negativ belasten würden!
Deswegen haben wir hier im Ort die Bürgerinitiative Zeche Fritz RuKa gegründet um für den Erhalt dieser Fläche in seiner jetzigen, natürlichen Form zu kämpfen. Wenn die Stadt uns schon mit hohen Grundsteuern belangt und wenig für den Klimaschutz der Bevölkerung tut, soll sie wenigstens mal langsam anfangen umzudenken. Statt Abholzung und Flächenversiegelung von bislang sich natürlich entwickelten Flächen mehr Investition in Bestandsbauten! Erhaltung von Grün und schattenspenden Bäumen so viel wie es geht und Duisburg auf diese Art fit machen für die immer stärker spürbaren Auswirkungen des Klimawandels.
Deswegen bitte ich euch um Unterstützung darum auch meine zweite Petition hier bei openPetition zu unterzeichnen. Und auch wenn ihr selber nicht unmittelbar davon betroffen seid vergesst bitte nicht, das jeder Baum, der in dieser Stadt sehen bleibt, dabei hilft die zukünftigen Folgen des Klimawandels auch für den Rest der Stadt abzuschwächen. Denn die Bäume, die in Rumeln-Kaldenhausen stehen bleiben, helfen auch den Menschen in Rahm, in Buchholz, in Serm, in Rheinhausen, Baerl, Hamborn, Meiderich und den restlichen Stadtteilen!
Deswegen nehmt euch bitte nur kurz eine Minute Zeit und zeichnet diese Petition -> Erhalt des unbebauten Gebietes der Zeche Fritz in Rumeln-Kaldenhausen in seiner bisherigen Form! - Online-Petition Ein kleiner Klick, aber ein ganz großes Zeichen eurer Solidarität!
Vielen Dank dafür!
Euer Joachim Bohn