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  • Die Petition wurde eingereicht

    11-09-17 20:53 Uhr

    Liebe Unterstützer*innen der Petition,

    nach deprimierenden letzten Wochen in denen wir erfahren mussten, dass unsere Petition ebenso wie die Offenen Briefe ohne erkennbare Resonanz blieben und für den Abriss nötige Genehmigungen ohne nennenswerte Verzögerung erteilt wurden (trotz Veto von Ortsbeirat und Gestaltungsbeirat der Hansestadt Rostock, die das Gebäude ebenfalls für unbedingt erhaltenswert erachten), haben wir den gestrigen Tag des Offenen Denkmals genutzt, um die Menschen noch einmal für das Haus und seine Geschichte zu sensibilisieren. Mehr darüber erfahren Sie/erfahrt Ihr in der untenstehenen Pressemitteilung. Wer sich für unsere weitere Arbeit interessiert, ist hiermit herzlich eingeladen, der stadtgestalten-Gruppe beizutreten oder die von der Gruppe veröffentlichten Neuigkeiten zu abonnieren: stadtgestalten.org/elisabeth/

    Fest steht: Wir bemühen uns weiter - konkret um das Haus, aber auch darum, die Mitbestimmungsmöglichkeiten der Menschen bei der Gestaltung/Entwicklung ihrer Stadt zu verbessern.

    Ihnen allen an dieser Stelle ein herzliches Dankeschön für die Unterstützung bisher!

    Im Namen der Initiative
    Kristina Koebe
    ---

    Pressemitteilung zum Tag des offenen Denkmals am Elisabethheim am 10.9.2017

    Denkmal darüber nach, wer unsere Stadt gestalten darf.

    Der Tag des Offenen Denkmals war für eine Initiativgruppe, die sich seit
    Monaten für den Erhalt des ehemaligen Elisabethheims in der Ulmenstraße 45
    engagiert, der Anlass, die Rostocker zu einem Besuch des vom Abriss
    bedrohten Gebäudes einzuladen. Interessierte Besucher hatten die
    Gelegenheit, mehr über die Geschichte des Gebäudes zu erfahren, das 1907 als
    Fürsorgeeinrichtung für körperlich behinderte Kinder und Jugendliche erbaut
    wurde. Anschließend kamen sie bei Kaffee und Kuchen mit anderen Besuchern
    und Veranstaltern zu Fragen der Rostocker Stadtentwicklung ins Gespräch, so
    beispielsweise über eigene Vorstellungen von in Rostock zu schaffenden
    Plätzen und Gebäuden und ihre Wünsche und Erwartungen für die zukünftige
    Stadtplanung.

    Mehr als 500 Menschen waren es am Ende, die mit das Angebot mit viel
    Interesse aufnahmen und miteinander darüber diskutierten, welche Orte für
    sie wichtig sind und welche Freiräume eine lebenswerte Stadt braucht. Viele
    der Teilnehmenden wünschten sich mehr offene Räume für Kultur, Begegnung und
    Bürgerschaftliches Engagement. Viele sprachen sich deutlich gegen
    intransparente Entscheidungen über die Köpfe der Stadtgesellschaft hinweg
    aus und sind nicht bereit den Abriss des Elisabethheims einfach so
    hinzunehmen. So empörte sich eine Teilnehmerin:
    „Ich kann nicht begreifen, dass diese Entscheidung nicht nur gegen den
    Widerstand des Ortsbeirats der KTV und gegen die eindeutige Empfehlung des
    Gestaltungsbeirats der Hansestadt Rostock, das Gebäude zu erhalten, gefällt
    werden soll, sondern auch gegen die Stimmen der mehr als 1.000
    UnterzeichnerInnen der Petition gegen den Abriss!“

    Unterstützung fand die Initiative, zum Erhalt des Gebäudes, auch über die
    Stadt Rostock hinaus. In einem Grußwort wendete sich Margherita
    Scheel-Holtmann aus Detmold an die TeilnehmerInnen der Veranstaltung: „Meine
    Familie fühlt sich mit dem Elisabethheim sehr verbunden, weil sie viele
    Jahre die Wirkungsstätte unseres geliebten Großvaters Paul Friedrich Scheel
    war, der an diesem Ort die erste orthopädische Klinik Mecklenburgs gegründet
    hat und diese – mit Unterbrechung – auch viele Jahre leitete. Auch für uns
    wäre es ein großer Verlust, wenn dieses geschichtsträchtige Gebäude der
    Abrissbirne zum Opfer fiele."

    Die Ergebnisse der Diskussionen sollen in den folgenden Tagen aufbereitet
    und öffentlich zugänglich gemacht werden, um die Stimme der BewohnerInnen
    unserer Stadt hörbar in die aktuellen und zukünftigen Debatten einzubringen.

  • Änderungen an der Petition

    15-06-17 08:56 Uhr

    Neue Entwicklungen in der Petitionssache


    Neue Begründung: Nähere Informationen zum Elisabethheim:
    Das Haus mit der dahinterliegenden Parkanlage wurde 1907 in direkter Nachbarschaft des Armenarbeitshauses errichtet und beherbergt von nun an das 1886 von Herzogin Elisabeth gegründete „Landeskrüppelheim“. 1913 waren dort 65 Kinder untergebracht, erhielten Betreuung, Schulausbildung und die Möglichkeit der Berufsausbildung. Ab 1919 wird das Haus von Prof. Dr. Paul Friedrich Scheel geleitet, dem damals einzigen Facharzt für Orthopädie in Mecklenburg. Unter seiner Leitung wird das Haus umgebaut, um es als Klinik betreiben zu können. 1946 wird das Elisabeth-Heim umbenannt – von nun an beherbergt es den Lehrstuhl für Orthopädie der Universität Rostock. Seit der Zusammenlegung der beiden Rostocker Frauenkliniken und dem daraus folgenden Umzug der Orthopädie im Jahr 2004 steht das Gebäude leer.
    Seine architekturgeschichtliche Bedeutung liegt begründet in seiner Entstehungszeit, die in die kurze Phase zwischen Historismus und Moderne fällt – ein ebenso wichtiges wie seltenes Bauzeugnis einer Epoche. Außerdem hat das Gebäude eine stadtbildprägende Funktion. Resultierend aus diesem Verständnis wurde 2016 beim Landesamt für Kultur und Denkmalpflege Denkmalschutz für Gebäude und Areal beantragt – beantragt. Dieser Antrag wurde abgelehnt,wie die Bearbeitung Antragstellerin leider nur aus der Presse erfahren hat. Am 13. und 14.6.2017 wurden nun drei offene Briefe verschickt - an Prof. Dr. Wolfgang Schareck, den Rektor der Universität Rostock und an Birgit Hesse als Bildungsministerin, mit der Bitte, sich für eine Erhaltung des Antrags dauert noch an.
    Gebäudes einzusetzen. Diese offenen Briefe können auf Wunsch von der Verfasserin der Petition erbeten werden, da eine Veröffentlichung über diese Seite technisch nicht möglich ist.
    Weiterführende Informationen zur Geschichte des Elisabethheims:
    orthopaedie.med.uni-rostock.de/ueber-uns/chronik/
    Anfrage von Uwe Flachsmeyer (Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) zum Bauvorhaben Studentenwerk Ulmenstraße und Antworten der Stadtverwaltung: ksd.rostock.de/bi/vo020.asp?VOLFDNR=1013816


  • Änderungen an der Petition

    01-06-17 21:06 Uhr

    Formulierungsmängel


    Neue Begründung: Nähere Informationen zum Elisabethheim:
    Das Haus mit der dahinterliegenden Parkanlage wurde 1907 in direkter Nachbarschaft des Armenarbeitshauses errichtet und beherbergt von nun an das 1886 von Herzogin Elisabeth gegründete „Landeskrüppelheim“. 1913 waren dort 65 Kinder untergebracht, erhielten Betreuung, Schulausbildung und die Möglichkeit der Berufsausbildung. Ab 1919 wird das Haus von Prof. Dr. Paul Friedrich Scheel geleitet, dem damals einzigen Facharzt für Orthopädie in Mecklenburg. Unter seiner Leitung wird das Haus umgebaut, um es als Klinik betreiben zu können. 1946 wird das Elisabeth-Heim umbenannt – von nun an beherbergt es den Lehrstuhl für Orthopädie der Universität Rostock. Seit der Zusammenlegung der beiden Rostocker Frauenkliniken und dem daraus folgenden Umzug der Orthopädie im Jahr 2004 steht das Gebäude leer.
    Seine literaturgeschichtliche architekturgeschichtliche Bedeutung liegt begründet in seiner Entstehungszeit, die in die kurze Phase zwischen Historismus und Moderne fällt – ein ebenso wichtiges wie seltenes Bauzeugnis einer Epoche. Außerdem hat das Gebäude eine stadtbildprägende Funktion. Resultierend aus diesem Verständnis wurde 2016 beim Landesamt für Kultur und Denkmalpflege Denkmalschutz für Gebäude und Areal beantragt – die Bearbeitung des Antrags dauert noch an.
    Weiterführende Informationen zur Geschichte des Elisabethheims:
    orthopaedie.med.uni-rostock.de/ueber-uns/chronik/
    Anfrage von Uwe Flachsmeyer (Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) zum Bauvorhaben Studentenwerk Ulmenstraße: Ulmenstraße und Antworten der Stadtverwaltung: ksd.rostock.de/bi/vo020.asp?VOLFDNR=1013816