Region: Rostock

Erhalt von jahrhundertealtem Naturwald statt Rodung für Industrieerweiterung

Petition richtet sich an
Ministerium für Klimaschutz, Landwirtschaft, ländliche Räume und Umwelt; Landesforstanstalt

2.235 Unterschriften

85 %
1.607 von 1.900 für Quorum in Rostock Rostock

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  1. Gestartet Dezember 2025
  2. Sammlung noch > 4 Wochen
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  4. Dialog mit Empfänger
  5. Entscheidung
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Neuigkeiten

29.04.2026, 08:17

Als einzige Stimme für das Allgemeinwohl durften wir diese Woche auf dem Podium von Wirtschaftsministerium, Seehafen, IHK, Rostock Business und Regionalem Planungsverband dafür kämpfen, die letzten Reste der ökologisch wertvollsten Naturräume im Hafenerweiterungsgebiet für den natürlichen Natur- und Klimaschutz der Menschen in Rostock zu erhalten, statt sie in Industriehafen umzuwandeln. Ein Kampf David gegen Goliat quasi. Sowohl die Reste des ursprünglichen Warnowästuars als auch die Swienskuhlen sind hochproduktive Lebensräume, die nicht nur wichtiges Laich- und Aufzuchtgebiet vieler Fischarten oder Genpool hochspezialisierter und damit hochgradig gefährdeter Arten, sondern eben auch Treibhausgassenke, Wasserspeicher, Hochwasserschützer und Puffer für Extremwetter sind.

Die Erkenntnis, dass wir nur innerhalb der ökologischen Grenzen wirtschaften können, da die Wirtschaft nun mal abhängig von einem funktionierendem Naturhaushalt und einem lebenswerten Klima ist, wird von den Entscheidungsträgern aber immer noch ignoriert. So überrascht es auch nicht, dass für die EEW Erweiterung nur unzureichend Alternativen geprüft wurden. Doch es ist sehr fahrlässig, einem so wichtigen Unternehmen eine so konfliktreiche und nicht zu ersetzende Waldfläche anzubieten. Das ist auch nicht zu rechtfertigen damit, dass hier für die Energiewende produziert werden soll. Wir dürfen natürlichen Klima- und Naturschutz natürlich nicht gegen den Technischen ausspielen. Wir brauchen beides gleichwertig.

Dabei gibt es noch eine große, freie Fläche direkt am Ölhafenkai (Grafik). Diese Fläche liegt wesentlich näher am Wasser als der Wald. Auch diese Fläche kostet uns Moorboden, Röhrichte und Sumpfwald. Doch es wäre ein Kompromiss. Auch gibt es noch einige nicht-kaikantengebundene Unternehmen, die aber direkt an der Kaikante Flächen besetzen (Transportunternehmen, Zoll, Werkstatt, Tankstelle). Und die vielen Hektar ebenerdige Parkplatzflächen können in die Höhe verlagert werden.

Die letzten Reste des ursprünglichen Warnwoästuars als auch die Swienskuhlen müssen als Naturkapital für uns und unsere Kinder unbedingt erhalten bleiben! Und sollten für die benötigte naturschutzfachliche Kompensation genutzt werden, die ja mit den immer noch schweren Eingriffen in Natur & Landschaft anfallen werden. Und für die Kompensationen, die doppelt anfallen! Denn es gibt zahlreiche Flächen, die z.B. für den Bau des Warnowtunnels, des Kohlekraftwerks, des GVZ oder Liebherr schon einmal renaturiert wurden, jetzt aber Industriehafen werden sollen.

Der Hafen könnte so immer noch auf knapp 1.000 ha wachsen, das entspricht 1.400 Fussballfeldern. Und wird bspw. zu einer riesigen Hitzeinsel Rostocks an heißen Sommertagen. Dafür brauchen wir Feuchtgebiete und Wald als kühlenden Puffer! Damit Rostock für alle lebenswert bleibt.


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