• Stadt wehrt sich gegen Erweiterung

    16.10.2018 12:59 Uhr

    Stadt wehrt sich gegen Erweiterung

    Die Stadt Sandersdorf-Brehna bleibt bei ihrer kritischen Haltung zur geplanten neuen Mülldeponie bei Roitzsch. Das hat Bürgermeister Andy Grabner (CDU) im Stadtrat deutlich gemacht. Die Firma GP Papenburg Entsorgung Ost GmbH will das Deponiegelände um eine neue Anlage der Klassen null und eins erweitern. Die überarbeiteten Unterlagen dafür wurden beim Landkreis eingereicht. Sie sollen noch in diesem Jahr öffentlich ausgelegt werden.
    „Wir werden uns die Unterlagen auf jeden Fall ansehen, um zu entscheiden, ob wir ein Veto einlegen oder nicht“, sagte der Bürgermeister. Wenn die Stellungnahmen der Träger öffentlicher Belange vorliegen, können dann beispielsweise auch die Bürger ihre Einwände vorbringen.

    „Wir haben genügend Zeit, um zu den Deponie-Unterlagen Stellung zu nehmen“, betonte Grabner. Zudem habe die Stadt bereits den Auftrag für ein Gutachten erteilt, das die Belastbarkeit des inhomogenen Kippenbodens untersuchen soll. Dazu sei die Stadtverwaltung zudem mit ihrer Kanzlei im Gespräch.
    Grabner machte noch einmal sehr deutlich, dass man gegen die Erweiterung der Deponie sei und forderte die Mobilisierung der Öffentlichkeit gegen die Papenburg-Pläne. „Ich hoffe, dass wir auf eine breite Masse der Bevölkerung zählen können und sich möglichst viele unserer Einwohner dagegen positionieren“, sagte Grabner unter großer Zustimmung der Ratsmitglieder.

    Damit liegt man auf der selben Linie wie der Verein „Pro Roitzsch“. Dessen Vorsitzender Dietmund Wolf, der die Antragsunterlagen vorliegen hat, hatte vor wenigen Tagen in der öffentlichen Mitgliederversammlung des Vereins als Ziel mindestens 50 Einwände von Bürgern formuliert. „Denn in diesem Fall muss dann zwingend eine öffentliche Erörterung erfolgen. Darauf bauen wir.“ (mz)

    Quelle: MZ, Bitterfeld-Wolfen, 10.10.2018, www.mz-web.de/bitterfeld/stadt-wehrt-sich-gegen-erweiterung-gutachten-zum-deponieboden-in-roitzsch-beauftragt-31416828

  • Druck aus der Bürgerschaft

    04.10.2018 10:53 Uhr

    Druck aus der Bürgerschaft: Verein Pro Roitzsch will Deponieausweitung verhindern
    Roitzsch- Der Widerstand gegen die Ausweitung des Deponiegeländes vor den Toren von Roitzsch reißt nicht ab. Die Firma GP Papenburg Entsorgung Ost GmbH plant hier eine neue Anlage der Klassen null und eins. Grünes Licht der Behörden vorausgesetzt, könnte das Unternehmen dann gering belastete mineralische Abfälle (Klasse null) und Abfälle mit sehr geringem organischem Anteil (Klasse eins) entsorgen.
    „Wir reden hier von Riesenbergen“, sagt Dietmund Wolf. Er ist Vorsitzender des Vereins Pro Roitzsch und hat die Papenburgschen Antragsunterlagen vorliegen. Die neue Deponie ist in Summe fast 28 Hektar groß. Der Müllberg kann bis zu 30 Meter hoch werden. Damit würde er die Höhe der bereits genehmigten Deponie der Klasse zwei noch um acht Meter übersteigen. Die Betriebszeit ist auf 45 Jahre festgelegt.
    Unterlagen werden von Gutachtern, Vereinsmitgliedern und Stadt geprüft
    Ein Unding für die Roitzscher, die sich bei ihrem Widerstand gegen die Deponie nicht zuletzt auf das deutliche Nein des Ortschafts- und des Sandersdorf-Brehnaer Stadtrates stützen können. „Wir werden die Unterlagen sehr genau prüfen“, kündigt Wolf an. Seit Mitte September durchforsten Gutachter, Vereinsmitglieder und Mitarbeiter der Stadtverwaltung die von Papenburg eingereichten Unterlagen.
    „Ich traue dem Frieden nicht“, erklärt Wolf während einer öffentlichen Versammlung von Pro Roitzsch am Freitagabend. Der Kampf für und gegen die Deponie wird offensichtlich mit harten Bandagen geführt. „Ich bitte um Verständnis, dass ich nicht alle Einzelheiten öffentlich nennen kann.“ Wolf und Mitstreiter wollen ihr Pulver nicht im Vorhinein verschießen. Zumal sie nun der Meinung sind, dass der Branchenriese Papenburg jede Menge wirtschaftliche Argumente für die Deponie ins Spiel bringen wird.
    Nur braucht es tatsächlich noch mehr Müllberge mitten in der Stadt Sandersdorf-Brehna? Muss Roitzsch zum „größten Müllhaufen Deutschlands“ werden, wie die Vereinsmitglieder befürchten? Sie sagen klar Nein. Über das von Papenburg genannte Argument, dass eine Deponie in Roitzsch für die Sicherstellung der unternehmerischen Zukunft wichtig wäre, schütteln sie nur den Kopf.
    „Wir kämpfen für Roitzsch und für die Zukunft unserer Kinder“
    „Papenburg hat 19 Deponien in Deutschland und acht in Sachsen-Anhalt. Wenn sie außerdem sagen, dass Deponien wirtschaftlich kaum tragbar sind, dann frage ich mich, warum sie so großes Interesse an weiteren Anlagen haben.“ Dietmund Wolf ist nicht kleinzukriegen. „Wir kämpfen für Roitzsch und für die Zukunft unserer Kinder.“
    Ob das Engagement Erfolg haben wird, bleibt abzuwarten. Fest steht, dass auch die Papenburgschen Antragsunterlagen öffentlich ausgelegt werden müssen. Stellungnahmen können dann nicht nur die so genannten Träger der öffentlichen Belange äußern. Auch alle Bürger haben dann das Recht, sich dazu zu positionieren.
    Gut 5.000 Tonnen Abfall dürften in der geplanten Anlage pro Tag angeliefert werden
    Genau hier setzt der Verein Pro Roitzsch an. Die Mitglieder hoffen auf wenigstens 50 Einwände, die von Bürgern eingebracht werden. Damit hätten sie eine wichtige Schallmauer durchbrochen. „Dann muss zwingend eine öffentliche Erörterung erfolgen. Darauf bauen wir. Das werden wir auch erreichen“, ist Dietmund Wolf sicher.
    Eine Zahl hat er auch noch bei der Hand. Gut 5.000 Tonnen Abfall dürften in der geplanten Anlage pro Tag angeliefert werden. Mit den bestehenden Deponien zusammengerechnet, gehen die Roitzscher nun von 125 Ladungen von Lastkraftwagen pro Tag aus. An- und Abfahrt gerechnet, sind 250 Fahrzeugbewegungen realistisch. (mz)

    Im Blickpunkt der Öffentlichkeit
    Die Firma Papenburg und ihr Deponiegeschäft in Roitzsch stehen seit Jahren im Blickpunkt der Öffentlichkeit. Dabei geht es nicht nur um den Kampf der zum Verein gewordenen Bürgerinitiative gegen den Betrieb der mittlerweile genehmigten Deponie der Klasse zwei (Abfälle mit geringem organischem Anteil).
    Stein des Anstoßes sind auch vermeintliche und offensichtliche Verstöße gegen geltendes Recht. So ist Papenburg zum Beispiel wegen eines nicht genehmigten Staubschutzwalls belangt worden. Roitzscher Bürger haben außerdem mehrfach außerhalb der Norm liegende Staub- und Geruchsbelästigung angezeigt.

    Von Ulf Rostalsky
    Quelle MZ-Bitterfeld-Wolfen-02.10.18 www.mz-web.de/bitterfeld/druck-aus-der-buergerschaft-verein-pro-roitzsch-will-deponieausweitung-verhindern-31378660
    Foto: André Kehrer

  • Antragsunterlagen zur Errichtung der Deponien DK I und 0 bei der Genehmigungsbehörde des Landkreises eingegangen

    16.03.2018 11:10 Uhr

    Die Firma GP Papenburg Entsorgung Ost GmbH hat mittlerweile einen Antrag zur Errichtung weiterer Deponien der Deponieklassen 0 und I am Standort Roitzsch gestellt. Die entsprechenden Unterlagen wurden der Stadt im Rahmen der Stellungnahme des gemeindlichen Einvernehmens am 25.01.2018 übersandt. In seiner Sitzung vom 22.02.2018 wurde der Stadtrat der Stadt Sandersdorf-Brehna über diesen Sachverhalt informiert. Die Antragsunterlagen und damit die beabsichtigten Deponien weichen in erheblichem Maße von den im Scoping-Termin im August 2016 vorgelegten Unterlagen ab. So soll nunmehr die Deponiegröße auf 32,8 ha anwachsen (nur DK I und DK 0), eine Höhe von 30 m statt 20 m innehaben und 40 Jahre betrieben werden. Die dann entstehende Gesamtfläche der gigantischen Deponienlandschaft (DK 0, I, II) wird eine Größe von etwa 65 ha, was in etwa 90 Fußballfeldern entspricht, erreichen. Die Errichtung der in Rede stehenden Deponie zieht zweifelsfrei unabwendbare Beeinträchtigungen hinsichtlich des Landschaftsbildes, des Zuzuges junger Menschen und Familien, der Ansiedlung weiterer Unternehmen sowie des Naherholungsaspektes nach sich. Die positive Lebensqualität in unserer Stadt Sandersdorf-Brehna soll auch künftig für alle Bürgerinnen und Bürger erhalten bleiben. Mithin hat der Stadtrat einstimmig folgenden Beschluss gefasst: „Der Stadtrat der Stadt Sandersdorf-Brehna lehnt die Errichtung der Deponie DK I und DK 0 am Standort Roitzsch, insbesondere im Interesse und im Sinne des Schutzgutes Mensch, der Natur, des Lebensraumes und im Hinblick auf die zukunftsfähige Entwicklung unserer Stadt, ab.“ Die Versagung des gemeindlichen Einvernehmens wird rechtlich fundiert fristgerecht bis zum 23.03.2018 der Genehmigungsbehörde übermittelt. Nach Auswertung der Stellungnahmen aller Träger öffentlicher Belange werden die Antragsunterlagen sowohl beim Landkreis, als auch bei der Stadt Sandersdorf-Brehna für einen Monat zur Einsichtnahme ausgelegt. Dabei kann dann jeder Betroffene, der sich durch das Vorhaben berührt sieht, innerhalb einer Frist Einwendungen erheben. (Hier hoffen wir natürlich auf eine zahlreiche Beteiligung!) Der genaue Auslegungszeitraum wird rechtzeitig bekannt gegeben. Die Stadt hat bereits unter Vorsitz des Bürgermeisters eine Arbeitsgruppe gebildet, welche die weiteren Schritte und Maßnahmen im „Kampf“ gegen die Deponienlandschaft vorbereitet. Es werden alle rechtlich möglichen Schritte geprüft, um die Deponie DK I und DK 0 am Standort Roitzsch zu verhindern.“
    Andy Grabner
    Bürgermeister
    www.sandersdorf-brehna.de/de/datei/anzeigen/id/234131,1,1/ausgabe_06_2018_16.03.2018_.pdf

  • Roitzscher Deponie - Wut über Zehntausende Tonnen Abfall aus dem Ausland

    12.03.2018 16:05 Uhr

    Auf der Deponie liegen mittlerweile mindestens 30 000 Tonnen Abfall aus Italien.

    Sandersdorf-Brehna - Zehntausende Tonnen Abfall auf der Roitzscher Deponie kommen aus dem Ausland. Dabei handelt es sich unter anderem um 23 700 Tonnen asbestbelasteten Gleisschotter aus Italien, wie das Umweltministerium des Landes auf MZ-Nachfrage berichtet.

    Diese Zahlen aus dem Jahr 2016 schüren weiter die Wut auf die Deponiebetreiber. „Die Befürchtungen der Bürger vor einem möglichen Mülltourismus in die Region bestätigten sich nun“, sagt der AfD-Landtagsabgeordnete Daniel Roi. Er und viele Sanderdorf-Brehnaer Einwohner werfen dem Deponiebetreiber Wortbruch vor.

    Denn in der Vergangenheit hieß es, dass die Abfälle für die Deponie aus der Region kommen. Ein Deponieplaner sagte zum Beispiel bei einer Einwohnerversammlung im November 2010 in Roitzsch zur Abfallherkunft, „dass es sich um die umliegenden Landkreise - Landkreis Anhalt-Bitterfeld, Wittenberg und den Landkreis Delitzsch - handelt“. Von Italien war damals keine Rede.

    Heute erklärt der Geschäftsführer von GP Papenburg Entsorgung Ost, dass er das Material aus Italien für den Grundkörper der Deponie verwendet hat. „Das konnten wir gut gebrauchen“, sagt Andreas Heilmann.

    Im Jahr 2017 seien nur noch 3 400 Tonnen Material aus dem Ausland nach Roitzsch gebracht worden. Künftig verzichte das Unternehmen in Sandersdorf-Brehna ganz auf Abfälle aus dem Ausland. „Wir wollen das nicht mehr.“
    Wer Müll aus dem Ausland nach Deutschland einführt, muss das beantragen. Derzeit gelten für die Roitzscher Deponie noch drei Genehmigungen. „Dabei handelt es sich jeweils um die Verbringung von Böden mit Eternitbruchstücken (Faserzement, d. Red.) aus Italien“, erklärt eine Sprecherin des Ministeriums. Laut Deponie-Betreiber Andreas Heilmann handelt es sich um „alte“ Genehmigungen.
    Landesverwaltungsamt schob Antrag aus Italien einen Riegel vor
    Eine weitere sollte Anfang 2017 hinzukommen. Doch das Landesverwaltungsamt (LVwA) schob dem Antrag aus Italien einen Riegel vor. Dadurch bleibt die Region laut dem Umweltministerium vor weiteren 10 000 Tonnen Gleisschotter mit gefährlichen Stoffen verschont.
    Der Abfallerzeuger hat gegen den Einwand des LVwA Klage erhoben, eine Entscheidung steht noch aus. Zuletzt berichtete Umweltministerin Claudia Dalbert (Grüne) bereits im Landtag auf eine AfD-Anfrage, dass Abfallimporteuren bereits gekündigt worden sei. Die drei noch laufenden Roitzscher Genehmigungen für italienische Abfälle laufen nach Angaben des Ministeriums 2018 aus. Sie würden nach maximal einem Jahr ihre Gültigkeit verlieren.
    Zur Roitzscher Deponie rollen auch viele Lkw aus anderen Bundesländern. Laut Umweltministerium stammten im Jahr 2016 39 000 Tonnen Abfall allein aus Sachsen, 4 500 aus Brandenburg, 2 600 aus Niedersachsen, und 2 200 Tonnen aus Bayern.

    Deponiebetreiber Andreas Heilmann erklärt die Lieferungen mit anderen Bauvorhaben des Papenburg-Konzerns in Deutschland. Es sei eine unternehmerische Entscheidung, diese Abfälle auch auf die eigene Deponie zu bringen. Heilmann betont aber auch: „Mehr als die Hälfte der Menge kam 2016 aus Sachsen-Anhalt.“

    Dennoch stimmt für den Renneritzer Torsten Wolf das Verhältnis nicht: „Wir wollen hier nicht auf unsere Kosten die Wirtschaft von Bayern ankurbeln.“ Er fürchtet wegen der Deponie um das Image der Region sowie Nachteile für Wirtschaft und Tourismus.
    Koalitionsvertrag strebt an, Abfallimporte in Zukunft zu reduzieren
    Die Deponie Roitzsch nimmt seit dem Jahr 2015 Abfälle an. Informationen zu Abfallmengen und Herkunft für 2017 liegen dem Ministerium noch nicht vor.
    Im Koalitionsvertrag des Landes streben CDU, SPD und Grüne an, Abfallimporte mittel- und langfristig zu reduzieren. Laut Andreas Heilmann hat die Wirtschaft aber großen Bedarf an einer Deponie wie der Roitzscher sowie weiteren neuen. Lange Fahrtwege zu Deponien würden die Preise im Bau steigen lassen. (mz)

    MZ - Bitterfeld-Wolfen - Von Stefan Schröter - 12.03.18
    – Quelle: www.mz-web.de/29854442 ©2018

  • Der AHA fordert sofortige Einstellung der Planungen zur Errichtung und zum Betrieb einer weiteren Deponie im Bereich Roitzsch

    05.03.2018 22:22 Uhr

    Der AHA fordert sofortige Einstellung der Planungen zur Errichtung und zum Betrieb einer weiteren Deponie im Bereich Roitzsch

    Der AHA fordert sofortige Einstellung der Planungen zur Errichtung und
    zum Betrieb einer weiteren Deponie im Bereich Roitzsch
    Der Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. (AHA) verfolgt mit großer
    Sorge Pläne der GP Papenburg Entsorgung Ost GmbH eine weitere Deponie am
    Standort Roitzsch zu errichten. In nur 1,9 km Entfernung von der Ortslage, beabsichtigt
    das Unternehmen auf einer Betriebsfläche von gesamt ca. 60 ha die „Deponie DKI/0
    mit einem Flächenbedarf im Umfang von ca. 32,7 ha zu errichten. Wovon der
    Deponieabschnitt DK I ca. 22.5 ha und der Deponieabschnitt DK 0 ca. 5,2 ha umfassen
    sollen.
    Die GP Papenburg Entsorgung Ost GmbH geht zudem bei einer Aufstandsfläche von
    27,7 ha von einer Deponiehöhe von etwa 30 ha und ein zur Verfügung stehendes
    Deponievolumen im Umfang von ca. 4,2 Millionen m³ aus, wovon man ca. 3.55 Mio.
    m³ auf den Deponieabschnitt DK I und ca. 0,65 Mio. m³ auf den Deponieabschnitt DK
    0 verteilen möchte.
    Es ist angedacht u.a. Bauschutt, Bitumengemische, Gleisschotter und Schlacken
    einzulagern. Gerade Schlacken sind zudem umfassend mit Schwermetallresten
    angereichert.
    Aus der Sicht des AHA ist es unverantwortlich eine derartige Deponieanlage in eine
    Bergbaufolgelandschaft errichten zu wollen, wo Fachexperten bis 100 Jahre Zeiträume
    angeben, in welcher sich die Boden-, Grundwasser-und Schichtwasserverhältnisse
    stabilisiert haben.
    Hinzu kommt die Tatsache, dass das Unternehmen die Umwidmung von 13,6 ha Wald
    und eine damit verbundene Zerstörung beantragt hat.
    Für den AHA ergibt sich eine ökologische Unverantwortlichkeit, falls der Landkreis
    Anhalt-Bittferfeld die Errichtung dieser umweltfeindlichen Deponie zustimmt.
    Der AHA begrüßt zudem, dass der Stadtrat der Stadt Sandersdorf – Brehna gegen die
    Errichtung dieser Deponie in Roitzsch gestimmt hat.
    Im Rahmen der nachfolgenden Stellungnahme vom 11.02.2018 hatte der AHA schwere
    Bedenken zu dem Vorhaben vorgetragen.
    Halle (Saale), den 04.03.2018 Andreas Liste
    Vorsitzender
    www.aha-halle.de/der-aha-fordert-sofortige-einstellung-der-planungen-zur-errichtung-und-zum-betrieb-einer-weiteren-deponie-im-bereich-roitzsch/

  • Die Petition befindet sich in der Prüfung beim Empfänger

    28.02.2018 08:28 Uhr

    Bitte beteiligt Euch alle:
    - Bürger, Vereine, Behörden, Institutionen, Firmen, Verbände -
    diese Deponieerweiterung zu verhindern.

    • MZ 27.02.2018 • Bitterfeld-Wolfen • Widerstand in Sandersdorf-Brehna:
    Keine neue Deponie mehr in Roitzsch. Das fordert der Stadtrat Sandersdorf-Brehna. Und da steht er mit einem jetzt gefassten Beschluss auch einstimmig dahinter.
    Die Willensbekundung des Gremiums hat zwar keinen bindenden Charakter, gibt aber damit der Stadtverwaltung die Legitimation, weitere rechtliche Schritte gegen eine neue Deponieerrichtung einzuleiten. „Somit kann die fachliche Stellungnahme, die die Stadt bis zum 23. März an den Landkreis Anhalt-Bitterfeld bezüglich der Antragstellung abgeben muss, dementsprechend erarbeitet werden“, heißt es aus der Stadtverwaltung.

    Wie geht es nun weiter? Bürgermeister Andy Grabner (CDU) hat eine Arbeitsgruppe - integriert sind unter anderem das Netzwerk „Unser Sandersdorf-Brehna“, die Bürgerinitiative „Pro Roitzsch“, fachkundige Einwohner sowie eine anwaltliche Vertretung - gegründet, die sich regelmäßig trifft, rechtliche Schritte abwägt und diese vorbereitet. Zudem steht die Arbeitsgruppe in Kontakt mit dem Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) und verschiedenen Unternehmen, sowie Institutionen.

    „Die neue Antragstellung der GP Papenburg Ost ist auf alle Fälle in Gänze abzulehnen. In unserer Region besteht kein so großer Bedarf an neuen Deponiekapazitäten“, erklärt Bürgermeister Andy Grabner und verweist auf den Abfallwirtschaftsplan des Landes Sachsen-Anhalt. „Eine weitere Deponie der Klasse I und 0 würde erhebliche Nachteile für die Bürgerinnen und Bürger sowie die Stadt selbst bedeuten.“ (mz)
    – Quelle: www.mz-web.de/29788630 ©2018

  • "Wie Menschen verschiedener Ethikkreise mit Wahrheit umgehen"

    09.02.2018 22:42 Uhr

    Wie geht es an der B100-Kreuzung bei Roitzsch weiter?

    Roitzsch -Wie geht es an der B100-Kreuzung zum Deponiegelände bei Roitzsch weiter? Noch immer ärgern sich dort Autofahrer über eine zeitweise verschmutzte Fahrbahn, auch wenn der Deponiebetreiber Papenburg eine Kehrmaschine fahren lässt.

    „Mögliche Verschmutzungen sind zu vermeiden und umgehend zu beseitigen“, ging aus einer Kleinen Anfrage der AfD-Fraktion vor einem Jahr hervor. Würden dadurch Verkehrsgefährdungen entstehen, werde der Betreiber zur Beseitigung des Schmutzes aufgefordert.

    Die Landesstraßenbaubehörde erklärt der MZ auf Nachfrage, dass sie zur Not auch selbst mit Kehrmaschinen aktiv werden könnte, um die Straße zu reinigen. Der Aufwand würde dann dem Deponie-Betreiber in Rechnung gestellt. Das sei aber bislang nicht nötig gewesen, sagt Oliver Grafe von der Landesstraßenbaubehörde, Regionalbereich Ost.

    Papenburg bemühe sich, Verschmutzungen so schnell wie möglich auf der B100 zu beseitigen
    Gleichzeitig berichtet er davon, dass es in Kürze ein weiteres Gespräch zwischen der Behörde und Papenburg geben werde. Thema: Die Verschmutzung der Straße. Worum es in dem Gespräch gehen wird, konnte Grafe nicht sagen.

    Deponiebetreiber Papenburg ebenfalls nicht: „Es ist für mich auch nicht nachvollziehbar, warum wir uns treffen“, sagt Andreas Heilmann, Geschäftsführer der GP Papenburg Entsorgung Ost GmbH.

    Das Unternehmen bemühe sich, Verschmutzungen so schnell wie möglich auf der B100 zu beseitigen. Täglich reinige eine Drittfirma die Straße. Ein Mitarbeiter des Deponiebetreibers habe ständig einen Blick auf die Straße. Auch die Baken am Fahrbahnrand würden alle 14 Tage gereinigt.

    Mit einer weiteren Deponie wird auch das Lkw-Aufkommen an der B100-Kreuzung erhöht
    Sollte Papenburg eine weitere Deponie genehmigt bekommen, wird sich an der B100-Kreuzung das Lkw-Aufkommen weiter erhöhen. Doch die Zunahme der Verkehrsbelastung dürfte sich baulich wohl wenig auf den Knoten auswirken.

    „Eine Erweiterung des Anschlusspunktes ist nach den für die Zukunft dargelegten Verkehrsbelegungswerten (zur beantragten Deponie, d. Red.) aus Sicht der Landesstraßenbaubehörde nicht notwendig“, erklärt Oliver Grafe jetzt auf MZ-Nachfrage. Andreas Heilmann von Papenburg teilt diese Einschätzung.

    Verwunderlich ist vor diesem Hintergrund ein Satz der Landesregierung auf besagte AfD-Anfrage. Aus Magdeburg hieß es vor einem Jahr: „Ferner wurde die zuständige Behörde informiert, dass der Deponiebetreiber zeitnah vorsieht, sich mit der Straßenbauverwaltung über bauliche Möglichkeiten zur Verbesserung der Verhältnisse im Kreuzungsbereich B100 Zufahrt Deponie/Ortszufahrt Roitzsch auszutauschen.

    „Der Deponiebetreiber ist aufgefordert, Rückstaueffekte auf der B100 zu vermeiden“
    Zumindest dem Chef der Landesstraßenbaubehörde, Oliver Grafe, ist eine Kontaktaufnahme in dieser Richtung nicht bekannt. Auch Andreas Heilmann dementiert ein derartiges Vorhaben.

    Ebenfalls aus der Anfrage von 2017 ging hervor, dass der Deponiebetreiber auf seinem eigenen Gelände organisatorische Veränderungen getroffen hat, um die verkehrliche Zufahrt zu entlasten.

    „Der Deponiebetreiber ist aufgefordert, Rückstaueffekte auf der B100 zu vermeiden.“ Erst wenn die Sicherheit oder der Verkehrsfluss beeinträchtigt wären auf der Bundesstraße, könne die Straßenbaubehörde notfalls eingreifen. (mz)

    MZ Bitterfeld-Wolfen Schmutz an der Deponiezufahrt: Wie geht es an der B100-Kreuzung bei Roitzsch weiter?
    – Quelle: Von Stefan Schröter 09.02.2018
    www.mz-web.de/bitterfeld/schmutz-an-der-deponiezufahrt-wie-geht-es-an-der-b100-kreuzung-bei-roitzsch-weiter--29644962

  • Protest wächst Neue Deponie bei Roitzsch soll größer werden als die bereits genehmigte

    05.02.2018 13:19 Uhr

    Neue Deponie soll größer werden

    Sandersdorf-Brehna - Diese Zahlen dürften die Gemüter in Sandersdorf-Brehna weiter erhitzen. Die jetzt von Papenburg beantragte Deponie soll noch größer werden als die bereits wachsende. Nach Angaben des Landkreises Anhalt-Bitterfeld ist im Antragsformular die Rede von circa 30 Metern Deponie-Höhe über der Geländeoberkante. Außerdem soll die Ablagerungsfläche 27,7 Hektar betragen.

    Das sind noch einmal knapp fünf Hektar mehr als bei der gegenwärtig wachsenden Deponie (23 Hektar). Die Zahlen der längst genehmigten Deponie stehen in einem Bericht von Albrecht Palm, Geschäftsführer der upi UmweltProjekt Ingenieurgesellschaft mbH.

    Sein Büro arbeitete an dem Gutachten mit, das wegweisend war für die Genehmigung der ersten Abfallkippe an der B100 in Sandersdorf-Brehna.

    Der Protest in Sanderdorf-Brehna wächst weiter gegen die Deponie-Pläne von Papenburg

    Die upi hatte im Auftrag von Papenburg auch eine Vorlage für einen sogenannten Scoping-Termin im Jahr 2016 erarbeitet. Bei diesem Termin erklärte Papenburg den Behörden unter anderem seine neuesten Deponie-Pläne.

    Interessant ist, dass in diesen zwei Jahre alten Unterlagen für das neueste Vorhaben lediglich 20 Meter Höhe genannt werden und auch der Ablagerungsbereich kleiner ist. Kein Wunder, dass es Ende 2016 noch hieß, die nächste Deponie werde kleiner als die schon genehmigte. Jetzt sieht die Situation anders aus.

    Und der Protest in Sanderdorf-Brehna wächst weiter gegen die Deponie-Pläne von Papenburg. „Ich bitte bereits jetzt alle Bürger der Region, [...] ihre Bedenken und Einwände gegen die Errichtung weiterer Deponien schriftlich zu verfassen! Gemeinsam sind wir stark und haben eine Chance, die geplanten Deponien [...] zu verhindern“, schwört Sanderdorf-Brehnas Bürgermeister Andy Grabner (CDU) über sein Facebook-Profil die Einwohner regelrecht ein auf einen Kampf gegen Papenburg. Der Text ist nur wenige Tage alt. Zuvor hatte der Landkreis publik gemacht, dass Papenburg die neue Deponie wie angekündigt nun tatsächlich beantragt hat.

    Zwei weitere Hügel könnten auf dem Deponiegelände in den Himmel wachsen

    Sollte der Landkreis das Vorhaben genehmigen, würden bei Renneritz zwei weitere Hügel in den Himmel wachsen. Das bestätigt Andreas Heilmann, Geschäftsführer des Deponie-Betreibers GP Papenburg Entsorgung Ost GmbH. Sein neuer Antrag umfasst quasi zwei neue Deponien: An einer Stelle sollen Erden und Steine für die Deponieklasse (DK) 0 abgelagert werden.

    Dabei handelt es sich um mineralische Abfälle mit geringem Schadstoffgehalt. An anderer Stelle Materialien der Deponieklasse 1 – für mäßig belastete, aber auch ungefährliche Abfälle. Seit Anfang 2015 wachsen bereits die Schuttberge auf der Deponie der Klasse 2 für stärker belastete Abfälle, unter anderem Asbest, Schlacken und Schlämme.

    Papenburg-Geschäftsführer Andreas Heilmann: „Dort werden keine giftigen Stoffe angenommen“

    „Die sich gut entwickelnde Wirtschaft braucht die neue Deponie“, sagt Papenburg-Geschäftsführer Andreas Heilmann. „Dort werden keine giftigen Stoffe angenommen, kein Asbest, sondern ausschließlich mineralische Abfälle. Die Menschen brauchen sich keine Sorgen zu machen.“ Heilmann fügt außerdem an, dass die Materialien für die DK 0 und 1 nicht aus dem Ausland kommen würden, sondern aus der Region.

    Seine Worte dürften die Protestierenden nicht besänftigen. Noch in diesem Monat will sich das Netzwerk „Unser Sanderdorf-Brehna“ mit Bürgermeister Grabner zusammensetzen und weitere Schritte gegen das Deponie-Vorhaben beraten.

    „Das kein ein schöner Start ins neue Jahr“, sagte Netzwerk-Sprecher Torsten Wolf der MZ, nachdem er vom neuen Deponieantrag gehört hatte. (mz)
    – Quelle: Von Stefan Schröter / 05.02.18 /
    www.mz-web.de/bitterfeld/protest-waechst-neue-deponie-bei-roitzsch-soll-groesser-werden-als-die-bereits-genehmigte-29615338

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