Region: Germany
Civil rights

Gleichstellung statt Menschenhandel fördern: Nordisches Modell für Prostitution

Petition is directed to
Bundestag
1.430 Supporters 1.320 in Germany
Collection finished
  1. Launched February 2021
  2. Collection finished
  3. Filed on 13 Feb 2022
  4. Dialog with recipient
  5. Decision

Petition in Zeichnung - Gemeinsamer Brief für Unterstützung der Aktion in Spanien, Endspurt für unsere Petition

at 21 Dec 2021 10:41

Liebe Petentinnen und Petenten,

der spanische Premierminister Pedro Sánchez hat öffentlich anerkannt, dass Prostitution eine Form von Gewalt gegen Frauen ist. Es soll ein gemeinsamer Brief an den Premierminister Sánchez geschrieben werden, in dem dazu aufgerufen wird, dass er strenge Gesetze und Durchsetzungsmechanismen verfolgt, um Sexkäufer durch die Umsetzung des Abolitionistischen Modells/Gesetzes zur Rechenschaft zu ziehen.
Der gemeinsame Brief kann hier unterschrieben werden:

ncose.salsalabs.org/ceseintljointlettertospanishpm/index.html

Die Seite ist auf Englisch, es kann aber auch Spanisch ausgewählt werden.

Ein Hintergrundbericht dazu:

www.sueddeutsche.de/politik/spanien-prostitution-1.5442220

Wir danken euch bereits jetzt für eure Unterstützung der Aktion in Spanien,
sowie unserer Petition, sowie eure Hilfe bei allen Bemühungen,
das Nordische Modell umzusetzen.

Unsere Petition endet in Kürze im Februar 2022.
Wir würden uns freuen, wenn Ihr sie nochmals kräftig teilen könntet:

www.openpetition.de/petition/online/gleichstellung-statt-menschenhandel-foerdern-nordisches-modell-fuer-prostitution-2

Wir wünschen euch ein schönes Weihnachtsfest
und einen guten Rutsch in ein erfolgreiches Jahr 2022.
Bleibt gesund!

Liebe Grüße,
Marie, Gisela, Tobias


Änderungen an der Petition

at 20 Oct 2021 18:57

Es hat sich ein Link geändert. Jetzt verlinken auf:
www.laekb.de/files/17309AF38E5/2020-09-BAEB.pdf#page=24


Neuer Petitionstext:

Diese Petition fordert die Einführung des sogenannten nordischen Modells für die Prostitution in Deutschland.

Es stammt aus Schweden und hat sich in einigen weiteren Ländern wie Norwegen, Frankreich, Kanada, u.a. durchgesetzt.

Das aktuelle deutsche Prostituiertenschutzgesetz kann seinem Namen nicht gerecht werden und ermöglicht schwerste Verbrechen durch Schaffung einen attraktiven Marktes, Scheinlegalität und einen in der Bevölkerung erweckten verharmlosenden Eindruck vom Milieu. Die Meinungsbildung in der Politik und selbst einigen Beratungsstellen wird erheblich durch die Lobby beeinflusst, wie sich immer wieder in der Verbreitung von Unwahrheiten in entsprechenden Sitzungen und Anhörungen zeigt.

Die Not der Prostituierten wird in Ländern mit nordischem Modell anerkannt, anders als in Deutschland, wo sie bspw. mit Bußgeldern bei Coronaverstößen belegt werden, die sie aufgrund fast immer fehlender Ansprüche auf staatliche Gelder zum blanken Überleben begehen.

Weiterhin werden ihnen in besagten Ländern Ausstiegshilfen angeboten, ihnen die Ausübung der Tätigkeit aber nicht untersagt oder unter Strafe gestellt. Sämtliche Profiteure, die das eigene Vermögen auf den Schultern der Prostituierten aufbauen oder sie anderweitig ausnutzen, werden kriminalisiert - Zuhälter, Betreiber/Vermieter von Prostitutionsstätten und die Freier. Die Nachfrage wird reduziert und eine angemessene rechtliche Handhabe gegen Menschenhandel und Zwangsprostitution geschaffen.

Gegenargumente, wie sie von Profiteuren oder von unzureichend aufgeklärten angebracht werden, können u.a. durch Erfahrungen aus Ländern, in denen das Modell durchgesetzt wurde, widerlegt werden.

So wird Prostitution nicht in das Dunkelfeld, bzw. den Untergrund verlagert, denn geworben werden muss immer, nur dann eben auf ausländischen Internetservern. Wie es auch schon bei bereits bestehenden Verboten der Fall ist, bei denen in öffentlichen Foren diskutiert wird, was wo möglich ist. Dies betrifft etwa das völlige Prostitutionsverbot während der Lockdowns oder das verbotene Weglassen des Kondoms. Freier finden sie und so finden sie auch Sozialarbeiter und Ermittler.

Der aktuellen Anmeldepflicht, über die man auch ein Mindestalter festlegt, wird von den wenigsten nachgekommen. So gibt es auch in vermeintlich legalen Bordellen immer wieder Zwangsprostituierte und Minderjährige, zumal auch eine Anmeldung erzwungen werden kann. Viele Prostituierte aus Drittstaaten können aufgrund fehlender Visa nicht einmal medizinische Versorgung in Anspruch nehmen und würden bei Verbrechen nicht einmal vermisst werden. Dennoch verlangt die Justiz ihre Aussagebereitschaft, um sie nicht als Kriminelle zu behandeln.

Das Argument, viele Prostituierte wollen dieser Tätigkeit schließlich nachgehen rechtfertigt nicht, eine extreme Mehrzahl von Elends- und Zwangsprostituierten für ihre Nachfrage zu opfern, zumal auch ihnen das Milieu schadet. Weiterhin ist in Fachkreisen bekannt, dass ein Großteil durch prägende Missbrauchserfahrungen in der Kindheit beeinflusst wurde, in die Prostitution zu gehen.

Aus der Argumentation über das Grundbedürfnis nach Sexualität, welche zudem strittig ist, lässt sich kein Recht auf die Befriedigung durch andere Personen ableiten.

Auch wenn es ohnehin keine Rechtfertigung für die Zustände wäre, soll erwähnt sein, dass das sogenannte älteste Gewerbe der Welt der Hebammendienst war. Prostitution ging hingegen aus der Sexsklaverei hervor, die etwa auch Kinder betraf und nach wie vor betrifft.

Von einem Berufsverbot kann auch keine Rede sein, denn es handelt sich nicht um ein allgemeines Verbot, und weiterhin definitionsgemäß nicht um einen Beruf, da gemeinschädlich, zumal wir sicher alle froh darüber sind, dass die Arbeitsagenturen unseren Müttern, Schwestern und Töchtern nicht solche Angebote unterbreiten.

Von sexueller Selbstbestimmung ganz zu schweigen, denn gegen diese ist es schließlich, sich dem Willen eines anderen unterwerfen zu müssen, den man zudem unter normalen Umständen nicht in die eigene Intimsphäre lassen würde.

__________

Weiterführende Links (hier wird bewusst auf die Verlinkung zu Foren verzichtet, in denen Freier menschenverachtend Vergewaltigungen und Zwangsprostitution beschreiben, da diese sehr wahrscheinlich nicht mit den Nutzungsbedingungen von openPetition vereinbar sind):

  • Schattenbericht zum Übereinkommen des Europarats [...] (PDF)
  • Informationen über [...] Studien [...] (PDF)
  • Das schwedische Gesetz über das Verbot des Kaufs sexueller Dienste
  • Prostitution und Gesundheit
  • Prostitution macht krank (PDF, Seite 24ff)
  • Organisierte und rituelle Gewalt in Deutschland (PDF)
  • Stellungnahme [...] zur Anhörung des Ausschusses für Gleichstellung und Frauen des Landtags Nordrhein-Westfalen (PDF)
  • Die Macht der Lobby
  • Prostitution ist grundsätzlich Gewalt (englisch)
  • Entschließung des Europäischen Parlaments [...] zur Umsetzung der Richtlinie [...] zur Verhütung und Bekämpfung des Menschenhandels und zum Schutz seiner Opfer
  • Prostitution: Kein Job wie jeder andere (Doku)

Unterschriften zum Zeitpunkt der Änderung: 1.187 (1.092 in Deutschland)



Petition in Zeichnung - Schattenbericht vom Bündnis Nordisches Modell

at 17 Jul 2021 10:26

Liebe Petentinnen und Petenten,

das Bündnis Nordisches Modell hat einen Schattenbericht erstellt,

welcher hier zu finden ist:

cdn.website-editor.net/0366bf3e134a4e2bbe8a31886c2de69e/files/uploaded/Schattenbericht_B%25C3%25BCndnis%2520Nordisches%2520Modell.pdf

Wir haben ihn auch in der Petition verlinkt.

Im gleichen Zuge wurde die folgende Pressemeldung herausgegeben:

"Pressemitteilung 5/2021 - 15. Juli 2021

Bündnis Nordisches Modell reicht Schattenbericht zur Istanbul Konvention bei GREVIO ein

Das Bündnis Nordisches Modell hat am 09.07.2021 seinen Schattenbericht zur Umsetzung des Übereinkommens des Europarats zur Verhütung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt, der sog. Istanbul-Konvention, bei GREVIO, dem Monitoring-Instrument des Europarates, eingereicht. Das Bündnis zeigt darin den Zusammenhang zwischen Gewalt an Frauen und Prostitution auf.

www.coe.int/en/web/istanbul-convention/germany

www.xn--bndnis-nordischesmodell-cpc.de/

Das Bündnis Nordisches Modell legt, wie schon NGOs anderer Länder zuvor, den Finger in die Wunde des Systems Prostitution und erläutert in seinem Schattenbericht fundiert die Gewalt an Frauen in der Prostitution, stellt aber auch den Zusammenhang zwischen dem System Prostitution und der Gewalt gegen Frauen generell dar.

Die Gewalt in der Prostitution wurde von anderen deutschen NGOs nicht behandelt, im Kontext von Zwangsprostitution kurz erwähnt und vorrangig als zu komplex bewertet und daher in der Berichterstattung außen vorgelassen. Dem ehrenamtlich geleiteten, unabhängigen Bündnis ist es nun gelungen, ohne jegliche finanzielle Unterstützung mit der Expertise seiner Bündnispartnerinnen diese Komplexität aufs Papier zu bringen.
Wenn es darum geht, die Verhütung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen erfolgreich umzusetzen, ist der Blick auf das System Prostitution unerlässlich. Das Bündnis Nordisches Modell widerspricht grundsätzlich der Voraussetzung, dass Prostitution als Beruf anzusehen sei und widerspricht dem verharmlosenden Begriff der „Sexarbeit“. Die mehrfach tägliche Wiederholung sexueller Handlungen, meistens an jungen Frauen, ohne körperliches Verlangen, ist sexuelle Gewalt. Freier nutzen die finanzielle und soziale Not der Frauen aus.

„Wir haben nicht nur aufgezeigt, welche Zusammenhänge zwischen der Gewalt gegen die prostituierten Frauen und Deutschlands Prostitutionspolitik bestehen sondern auch, wie das System Prostitution Gewalt und Ungleichbehandlung an allen Frauen fördert bzw. fortführt“, so Ina Hansmann, eine der Koordinatorinnen des Schattenberichts und Lenkungskreis-Gewählte des Bündnisses. Die weitgehende Legalisierung als „Beruf“ hat qualitativ und quantitativ die Gewalt erhöht. Deutschland ist zum Zielland für Menschenhandel zum Zwecke der sexuellen Ausbeutung geworden und muss sich endlich seiner Verantwortung stellen. „Wenn die in der Prostitution systematisch auftretende Gewalt von staatlicher Seite nicht erkannt wird, ist es nur eine logische Konsequenz, dass es einen gravierenden Mangel an Maßnahmen gibt“, folgert Barbara Bauer, ebenfalls Koordinatorin des Schattenberichts. Das Bündnis Nordisches Modell hat Handlungsempfehlungen entwickelt und detaillierte Empfehlungen formuliert (unter anderem):

Die Bundesregierung sollte

• eine Dunkelfeldstudie zur Prostitution beauftragen, da nur ein kleiner Teil der prostituierten Frauen gemäß ProstituiertenSchutzGesetz angemeldet ist. Ohne Ermittlung von Daten zu deren Lebens- und Arbeitsrealität kann eine Einordnung der Lage der prostituierten Frauen in Deutschland nur ein stark verzerrtes Bild der Realität der Frauen in der Prostitution zeichnen

• bundesweit und flächendeckend den Ausbau von Ausstiegshilfen fördern und den Schutz und die Unterstützung der betroffenen Frauen sicherstellen.

• Prostitution als Gewalt gegen Frauen erkennen und die Legalisierung der Nachfrage durch die Einführung einer generellen Freierstrafbarkeit beenden.

• sofort beginnen, konkret die Umsetzung des Nordischen Modells für Deutschland zu planen und damit den Paradigmenwechsel in der Prostitutionspolitik einzuleiten."

#nordischesmodell #nordischesmodelljetzt #prostitution #abolitionprostitution #frauensindkeineware #sexkaufverbot #stopsexkauf #stopfrauenhandel #gewaltgegenfrauen #freiersindverbrecher #kriminalisieredenfreier #freiersindtäter #allefreiersindtäter #unsichtbaremänner #rotlichtaus #loverboy
#nordicmodelnow #bansexbuying #criminalizethebuyer #enddemandforthesextrade

Liebe Grüße,
Marie, Gisela, Tobias


Änderungen an der Petition

at 17 Jul 2021 09:37

Einfügen des Schattenberichts vom Bündnis Nordisches Modell


Neuer Petitionstext:

Diese Petition fordert die Einführung des sogenannten nordischen Modells für die Prostitution in Deutschland.

Es stammt aus Schweden und hat sich in einigen weiteren Ländern wie Norwegen, Frankreich, Kanada, u.a. durchgesetzt.

Das aktuelle deutsche Prostituiertenschutzgesetz kann seinem Namen nicht gerecht werden und ermöglicht schwerste Verbrechen durch Schaffung einen attraktiven Marktes, Scheinlegalität und einen in der Bevölkerung erweckten verharmlosenden Eindruck vom Milieu. Die Meinungsbildung in der Politik und selbst einigen Beratungsstellen wird erheblich durch die Lobby beeinflusst, wie sich immer wieder in der Verbreitung von Unwahrheiten in entsprechenden Sitzungen und Anhörungen zeigt.

Die Not der Prostituierten wird in Ländern mit nordischem Modell anerkannt, anders als in Deutschland, wo sie bspw. mit Bußgeldern bei Coronaverstößen belegt werden, die sie aufgrund fast immer fehlender Ansprüche auf staatliche Gelder zum blanken Überleben begehen.

Weiterhin werden ihnen in besagten Ländern Ausstiegshilfen angeboten, ihnen die Ausübung der Tätigkeit aber nicht untersagt oder unter Strafe gestellt. Sämtliche Profiteure, die das eigene Vermögen auf den Schultern der Prostituierten aufbauen oder sie anderweitig ausnutzen, werden kriminalisiert - Zuhälter, Betreiber/Vermieter von Prostitutionsstätten und die Freier. Die Nachfrage wird reduziert und eine angemessene rechtliche Handhabe gegen Menschenhandel und Zwangsprostitution geschaffen.

Gegenargumente, wie sie von Profiteuren oder von unzureichend aufgeklärten angebracht werden, können u.a. durch Erfahrungen aus Ländern, in denen das Modell durchgesetzt wurde, widerlegt werden.

So wird Prostitution nicht in das Dunkelfeld, bzw. den Untergrund verlagert, denn geworben werden muss immer, nur dann eben auf ausländischen Internetservern. Wie es auch schon bei bereits bestehenden Verboten der Fall ist, bei denen in öffentlichen Foren diskutiert wird, was wo möglich ist. Dies betrifft etwa das völlige Prostitutionsverbot während der Lockdowns oder das verbotene Weglassen des Kondoms. Freier finden sie und so finden sie auch Sozialarbeiter und Ermittler.

Der aktuellen Anmeldepflicht, über die man auch ein Mindestalter festlegt, wird von den wenigsten nachgekommen. So gibt es auch in vermeintlich legalen Bordellen immer wieder Zwangsprostituierte und Minderjährige, zumal auch eine Anmeldung erzwungen werden kann. Viele Prostituierte aus Drittstaaten können aufgrund fehlender Visa nicht einmal medizinische Versorgung in Anspruch nehmen und würden bei Verbrechen nicht einmal vermisst werden. Dennoch verlangt die Justiz ihre Aussagebereitschaft, um sie nicht als Kriminelle zu behandeln.

Das Argument, viele Prostituierte wollen dieser Tätigkeit schließlich nachgehen rechtfertigt nicht, eine extreme Mehrzahl von Elends- und Zwangsprostituierten für ihre Nachfrage zu opfern, zumal auch ihnen das Milieu schadet. Weiterhin ist in Fachkreisen bekannt, dass ein Großteil durch prägende Missbrauchserfahrungen in der Kindheit beeinflusst wurde, in die Prostitution zu gehen.

Aus der Argumentation über das Grundbedürfnis nach Sexualität, welche zudem strittig ist, lässt sich kein Recht auf die Befriedigung durch andere Personen ableiten.

Auch wenn es ohnehin keine Rechtfertigung für die Zustände wäre, soll erwähnt sein, dass das sogenannte älteste Gewerbe der Welt der Hebammendienst war. Prostitution ging hingegen aus der Sexsklaverei hervor, die etwa auch Kinder betraf und nach wie vor betrifft.

Von einem Berufsverbot kann auch keine Rede sein, denn es handelt sich nicht um ein allgemeines Verbot, und weiterhin definitionsgemäß nicht um einen Beruf, da gemeinschädlich, zumal wir sicher alle froh darüber sind, dass die Arbeitsagenturen unseren Müttern, Schwestern und Töchtern nicht solche Angebote unterbreiten.

Von sexueller Selbstbestimmung ganz zu schweigen, denn gegen diese ist es schließlich, sich dem Willen eines anderen unterwerfen zu müssen, den man zudem unter normalen Umständen nicht in die eigene Intimsphäre lassen würde.

__________

Weiterführende Links (hier wird bewusst auf die Verlinkung zu Foren verzichtet, in denen Freier menschenverachtend Vergewaltigungen und Zwangsprostitution beschreiben, da diese sehr wahrscheinlich nicht mit den Nutzungsbedingungen von openPetition vereinbar sind):

  • Schattenbericht zum Übereinkommen des Europarats [...] (PDF)
  • Informationen über [...] Studien [...] (PDF)
  • Das schwedische Gesetz über das Verbot des Kaufs sexueller Dienste
  • Prostitution und Gesundheit
  • Prostitution macht krank
  • Organisierte und rituelle Gewalt in Deutschland (PDF)
  • Stellungnahme [...] zur Anhörung des Ausschusses für Gleichstellung und Frauen des Landtags Nordrhein-Westfalen (PDF)
  • Die Macht der Lobby
  • Prostitution ist grundsätzlich Gewalt (englisch)
  • Entschließung des Europäischen Parlaments [...] zur Umsetzung der Richtlinie [...] zur Verhütung und Bekämpfung des Menschenhandels und zum Schutz seiner Opfer
  • Prostitution: Kein Job wie jeder andere (Doku)

Unterschriften zum Zeitpunkt der Änderung: 1.145 (1.051 in Deutschland)


Änderungen an der Petition

at 17 Jul 2021 09:35

Einfügen des Schattenberichts vom Bündnis Nordisches Modell


Neuer Petitionstext:

Diese Petition fordert die Einführung des sogenannten nordischen Modells für die Prostitution in Deutschland.

Es stammt aus Schweden und hat sich in einigen weiteren Ländern wie Norwegen, Frankreich, Kanada, u.a. durchgesetzt.

Das aktuelle deutsche Prostituiertenschutzgesetz kann seinem Namen nicht gerecht werden und ermöglicht schwerste Verbrechen durch Schaffung einen attraktiven Marktes, Scheinlegalität und einen in der Bevölkerung erweckten verharmlosenden Eindruck vom Milieu. Die Meinungsbildung in der Politik und selbst einigen Beratungsstellen wird erheblich durch die Lobby beeinflusst, wie sich immer wieder in der Verbreitung von Unwahrheiten in entsprechenden Sitzungen und Anhörungen zeigt.

Die Not der Prostituierten wird in Ländern mit nordischem Modell anerkannt, anders als in Deutschland, wo sie bspw. mit Bußgeldern bei Coronaverstößen belegt werden, die sie aufgrund fast immer fehlender Ansprüche auf staatliche Gelder zum blanken Überleben begehen.

Weiterhin werden ihnen in besagten Ländern Ausstiegshilfen angeboten, ihnen die Ausübung der Tätigkeit aber nicht untersagt oder unter Strafe gestellt. Sämtliche Profiteure, die das eigene Vermögen auf den Schultern der Prostituierten aufbauen oder sie anderweitig ausnutzen, werden kriminalisiert - Zuhälter, Betreiber/Vermieter von Prostitutionsstätten und die Freier. Die Nachfrage wird reduziert und eine angemessene rechtliche Handhabe gegen Menschenhandel und Zwangsprostitution geschaffen.

Gegenargumente, wie sie von Profiteuren oder von unzureichend aufgeklärten angebracht werden, können u.a. durch Erfahrungen aus Ländern, in denen das Modell durchgesetzt wurde, widerlegt werden.

So wird Prostitution nicht in das Dunkelfeld, bzw. den Untergrund verlagert, denn geworben werden muss immer, nur dann eben auf ausländischen Internetservern. Wie es auch schon bei bereits bestehenden Verboten der Fall ist, bei denen in öffentlichen Foren diskutiert wird, was wo möglich ist. Dies betrifft etwa das völlige Prostitutionsverbot während der Lockdowns oder das verbotene Weglassen des Kondoms. Freier finden sie und so finden sie auch Sozialarbeiter und Ermittler.

Der aktuellen Anmeldepflicht, über die man auch ein Mindestalter festlegt, wird von den wenigsten nachgekommen. So gibt es auch in vermeintlich legalen Bordellen immer wieder Zwangsprostituierte und Minderjährige, zumal auch eine Anmeldung erzwungen werden kann. Viele Prostituierte aus Drittstaaten können aufgrund fehlender Visa nicht einmal medizinische Versorgung in Anspruch nehmen und würden bei Verbrechen nicht einmal vermisst werden. Dennoch verlangt die Justiz ihre Aussagebereitschaft, um sie nicht als Kriminelle zu behandeln.

Das Argument, viele Prostituierte wollen dieser Tätigkeit schließlich nachgehen rechtfertigt nicht, eine extreme Mehrzahl von Elends- und Zwangsprostituierten für ihre Nachfrage zu opfern, zumal auch ihnen das Milieu schadet. Weiterhin ist in Fachkreisen bekannt, dass ein Großteil durch prägende Missbrauchserfahrungen in der Kindheit beeinflusst wurde, in die Prostitution zu gehen.

Aus der Argumentation über das Grundbedürfnis nach Sexualität, welche zudem strittig ist, lässt sich kein Recht auf die Befriedigung durch andere Personen ableiten.

Auch wenn es ohnehin keine Rechtfertigung für die Zustände wäre, soll erwähnt sein, dass das sogenannte älteste Gewerbe der Welt der Hebammendienst war. Prostitution ging hingegen aus der Sexsklaverei hervor, die etwa auch Kinder betraf und nach wie vor betrifft.

Von einem Berufsverbot kann auch keine Rede sein, denn es handelt sich nicht um ein allgemeines Verbot, und weiterhin definitionsgemäß nicht um einen Beruf, da gemeinschädlich, zumal wir sicher alle froh darüber sind, dass die Arbeitsagenturen unseren Müttern, Schwestern und Töchtern nicht solche Angebote unterbreiten.

Von sexueller Selbstbestimmung ganz zu schweigen, denn gegen diese ist es schließlich, sich dem Willen eines anderen unterwerfen zu müssen, den man zudem unter normalen Umständen nicht in die eigene Intimsphäre lassen würde.

__________

Weiterführende Links (hier wird bewusst auf die Verlinkung zu Foren verzichtet, in denen Freier menschenverachtend Vergewaltigungen und Zwangsprostitution beschreiben, da diese sehr wahrscheinlich nicht mit den Nutzungsbedingungen von openPetition vereinbar sind):

  • Schattenbericht zum Übereinkommen des Europarats [...]
  • Informationen über [...] Studien [...] (PDF)
  • Das schwedische Gesetz über das Verbot des Kaufs sexueller Dienste
  • Prostitution und Gesundheit
  • Prostitution macht krank
  • Organisierte und rituelle Gewalt in Deutschland (PDF)
  • Stellungnahme [...] zur Anhörung des Ausschusses für Gleichstellung und Frauen des Landtags Nordrhein-Westfalen (PDF)
  • Die Macht der Lobby
  • Prostitution ist grundsätzlich Gewalt (englisch)
  • Entschließung des Europäischen Parlaments [...] zur Umsetzung der Richtlinie [...] zur Verhütung und Bekämpfung des Menschenhandels und zum Schutz seiner Opfer
  • Prostitution: Kein Job wie jeder andere (Doku)

Unterschriften zum Zeitpunkt der Änderung: 1.145 (1.051 in Deutschland)



Petition in Zeichnung - Das Nordische Modell - auch für Österreich!

at 16 Jun 2021 22:27

Liebe Petentinnen und Petenten,

ich hoffe, euch geht es gut und ihr seid alle wohlauf!

Vor Kurzem ist die österreichische Petition zum Nordischen Modell an den Start gegangen:

www.change.org/p/an-die-bundesregierung-und-an-die-landeshauptleute-österreich-braucht-dringend-eine-neue-prostitutionspolitik-das-nordische-modell

Wir würden uns freuen, wenn ihr auch diese unterstützen und kräftig teilen könntet. Wir arbeiten gemeinsam mit Österreich und der Schweiz und haben auch Unterstützung für die deutsche Petition aus diesen Ländern erhalten.
Nur wenn wir das Nordische Modell großflächig umsetzen können, verhindern wir, dass sich die Probleme sonst einfach in ein Nachbarland verlagern.

Wir möchten euch auch gerne noch auf die Europäische Bürgerinitiative für bedingungslose Grundeinkommen hinweisen:

www.ebi-grundeinkommen.de/

Das bedingungslose Grundeinkommen in der gesamten EU könnte die Armut bekämpfen und der Prostitution eine der Grundlagen entziehen.

Wir wünschen euch noch eine schöne Woche,

Marie, Gisela, Tobias


Änderungen an der Petition

at 17 May 2021 23:17

Einfügen eines neuen Links: Zur Macht der Lobby


Neuer Petitionstext:

Diese Petition fordert die Einführung des sogenannten nordischen Modells für die Prostitution in Deutschland.

Es stammt aus Schweden und hat sich in einigen weiteren Ländern wie Norwegen, Frankreich, Kanada, u.a. durchgesetzt.

Das aktuelle deutsche Prostituiertenschutzgesetz kann seinem Namen nicht gerecht werden und ermöglicht schwerste Verbrechen durch Schaffung einen attraktiven Marktes, Scheinlegalität und einen in der Bevölkerung erweckten verharmlosenden Eindruck vom Milieu. Die Meinungsbildung in der Politik und selbst einigen Beratungsstellen wird erheblich durch die Lobby beeinflusst, wie sich immer wieder in der Verbreitung von Unwahrheiten in entsprechenden Sitzungen und Anhörungen zeigt.

Die Not der Prostituierten wird in Ländern mit nordischem Modell anerkannt, anders als in Deutschland, wo sie bspw. mit Bußgeldern bei Coronaverstößen belegt werden, die sie aufgrund fast immer fehlender Ansprüche auf staatliche Gelder zum blanken Überleben begehen.

Weiterhin werden ihnen in besagten Ländern Ausstiegshilfen angeboten, ihnen die Ausübung der Tätigkeit aber nicht untersagt oder unter Strafe gestellt. Sämtliche Profiteure, die das eigene Vermögen auf den Schultern der Prostituierten aufbauen oder sie anderweitig ausnutzen, werden kriminalisiert - Zuhälter, Betreiber/Vermieter von Prostitutionsstätten und die Freier. Die Nachfrage wird reduziert und eine angemessene rechtliche Handhabe gegen Menschenhandel und Zwangsprostitution geschaffen.

Gegenargumente, wie sie von Profiteuren oder von unzureichend aufgeklärten angebracht werden, können u.a. durch Erfahrungen aus Ländern, in denen das Modell durchgesetzt wurde, widerlegt werden.

So wird Prostitution nicht in das Dunkelfeld, bzw. den Untergrund verlagert, denn geworben werden muss immer, nur dann eben auf ausländischen Internetservern. Wie es auch schon bei bereits bestehenden Verboten der Fall ist, bei denen in öffentlichen Foren diskutiert wird, was wo möglich ist. Dies betrifft etwa das völlige Prostitutionsverbot während der Lockdowns oder das verbotene Weglassen des Kondoms. Freier finden sie und so finden sie auch Sozialarbeiter und Ermittler.

Der aktuellen Anmeldepflicht, über die man auch ein Mindestalter festlegt, wird von den wenigsten nachgekommen. So gibt es auch in vermeintlich legalen Bordellen immer wieder Zwangsprostituierte und Minderjährige, zumal auch eine Anmeldung erzwungen werden kann. Viele Prostituierte aus Drittstaaten können aufgrund fehlender Visa nicht einmal medizinische Versorgung in Anspruch nehmen und würden bei Verbrechen nicht einmal vermisst werden. Dennoch verlangt die Justiz ihre Aussagebereitschaft, um sie nicht als Kriminelle zu behandeln.

Das Argument, viele Prostituierte wollen dieser Tätigkeit schließlich nachgehen rechtfertigt nicht, eine extreme Mehrzahl von Elends- und Zwangsprostituierten für ihre Nachfrage zu opfern, zumal auch ihnen das Milieu schadet. Weiterhin ist in Fachkreisen bekannt, dass ein Großteil durch prägende Missbrauchserfahrungen in der Kindheit beeinflusst wurde, in die Prostitution zu gehen.

Aus der Argumentation über das Grundbedürfnis nach Sexualität, welche zudem strittig ist, lässt sich kein Recht auf die Befriedigung durch andere Personen ableiten.

Auch wenn es ohnehin keine Rechtfertigung für die Zustände wäre, soll erwähnt sein, dass das sogenannte älteste Gewerbe der Welt der Hebammendienst war. Prostitution ging hingegen aus der Sexsklaverei hervor, die etwa auch Kinder betraf und nach wie vor betrifft.

Von einem Berufsverbot kann auch keine Rede sein, denn es handelt sich nicht um ein allgemeines Verbot, und weiterhin definitionsgemäß nicht um einen Beruf, da gemeinschädlich, zumal wir sicher alle froh darüber sind, dass die Arbeitsagenturen unseren Müttern, Schwestern und Töchtern nicht solche Angebote unterbreiten.

Von sexueller Selbstbestimmung ganz zu schweigen, denn gegen diese ist es schließlich, sich dem Willen eines anderen unterwerfen zu müssen, den man zudem unter normalen Umständen nicht in die eigene Intimsphäre lassen würde.

__________

Weiterführende Links (hier wird bewusst auf die Verlinkung zu Foren verzichtet, in denen Freier menschenverachtend Vergewaltigungen und Zwangsprostitution beschreiben, da diese sehr wahrscheinlich nicht mit den Nutzungsbedingungen von openPetition vereinbar sind):

  • Informationen über [...] Studien [...] (PDF)
  • Das schwedische Gesetz über das Verbot des Kaufs sexueller Dienste
  • Prostitution und Gesundheit
  • Prostitution macht krank
  • Organisierte und rituelle Gewalt in Deutschland (PDF)
  • Stellungnahme [...] zur Anhörung des Ausschusses für Gleichstellung und Frauen des Landtags Nordrhein-Westfalen (PDF)
  • Die Macht der Lobby
  • Prostitution ist grundsätzlich Gewalt (englisch)
  • Entschließung des Europäischen Parlaments [...] zur Umsetzung der Richtlinie [...] zur Verhütung und Bekämpfung des Menschenhandels und zum Schutz seiner Opfer
  • Prostitution: Kein Job wie jeder andere (Doku)

Unterschriften zum Zeitpunkt der Änderung: 1.020 (931 in Deutschland)


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