Region: Germany
Civil rights

Gleichstellung statt Menschenhandel fördern: Nordisches Modell für Prostitution

Petition is directed to
Bundestag
1.153 Supporters 1.059 in Germany
2% from 50.000 for quorum
  1. Launched February 2021
  2. Time remaining > 6 months
  3. Submission
  4. Dialog with recipient
  5. Decision
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Diese Petition fordert die Einführung des sogenannten nordischen Modells für die Prostitution in Deutschland.

Es stammt aus Schweden und hat sich in einigen weiteren Ländern wie Norwegen, Frankreich, Kanada, u.a. durchgesetzt.

Das aktuelle deutsche Prostituiertenschutzgesetz kann seinem Namen nicht gerecht werden und ermöglicht schwerste Verbrechen durch Schaffung einen attraktiven Marktes, Scheinlegalität und einen in der Bevölkerung erweckten verharmlosenden Eindruck vom Milieu. Die Meinungsbildung in der Politik und selbst einigen Beratungsstellen wird erheblich durch die Lobby beeinflusst, wie sich immer wieder in der Verbreitung von Unwahrheiten in entsprechenden Sitzungen und Anhörungen zeigt.

Die Not der Prostituierten wird in Ländern mit nordischem Modell anerkannt, anders als in Deutschland, wo sie bspw. mit Bußgeldern bei Coronaverstößen belegt werden, die sie aufgrund fast immer fehlender Ansprüche auf staatliche Gelder zum blanken Überleben begehen.

Weiterhin werden ihnen in besagten Ländern Ausstiegshilfen angeboten, ihnen die Ausübung der Tätigkeit aber nicht untersagt oder unter Strafe gestellt. Sämtliche Profiteure, die das eigene Vermögen auf den Schultern der Prostituierten aufbauen oder sie anderweitig ausnutzen, werden kriminalisiert - Zuhälter, Betreiber/Vermieter von Prostitutionsstätten und die Freier. Die Nachfrage wird reduziert und eine angemessene rechtliche Handhabe gegen Menschenhandel und Zwangsprostitution geschaffen.

Gegenargumente, wie sie von Profiteuren oder von unzureichend aufgeklärten angebracht werden, können u.a. durch Erfahrungen aus Ländern, in denen das Modell durchgesetzt wurde, widerlegt werden.

So wird Prostitution nicht in das Dunkelfeld, bzw. den Untergrund verlagert, denn geworben werden muss immer, nur dann eben auf ausländischen Internetservern. Wie es auch schon bei bereits bestehenden Verboten der Fall ist, bei denen in öffentlichen Foren diskutiert wird, was wo möglich ist. Dies betrifft etwa das völlige Prostitutionsverbot während der Lockdowns oder das verbotene Weglassen des Kondoms. Freier finden sie und so finden sie auch Sozialarbeiter und Ermittler.

Der aktuellen Anmeldepflicht, über die man auch ein Mindestalter festlegt, wird von den wenigsten nachgekommen. So gibt es auch in vermeintlich legalen Bordellen immer wieder Zwangsprostituierte und Minderjährige, zumal auch eine Anmeldung erzwungen werden kann. Viele Prostituierte aus Drittstaaten können aufgrund fehlender Visa nicht einmal medizinische Versorgung in Anspruch nehmen und würden bei Verbrechen nicht einmal vermisst werden. Dennoch verlangt die Justiz ihre Aussagebereitschaft, um sie nicht als Kriminelle zu behandeln.

Das Argument, viele Prostituierte wollen dieser Tätigkeit schließlich nachgehen rechtfertigt nicht, eine extreme Mehrzahl von Elends- und Zwangsprostituierten für ihre Nachfrage zu opfern, zumal auch ihnen das Milieu schadet. Weiterhin ist in Fachkreisen bekannt, dass ein Großteil durch prägende Missbrauchserfahrungen in der Kindheit beeinflusst wurde, in die Prostitution zu gehen.

Aus der Argumentation über das Grundbedürfnis nach Sexualität, welche zudem strittig ist, lässt sich kein Recht auf die Befriedigung durch andere Personen ableiten.

Auch wenn es ohnehin keine Rechtfertigung für die Zustände wäre, soll erwähnt sein, dass das sogenannte älteste Gewerbe der Welt der Hebammendienst war. Prostitution ging hingegen aus der Sexsklaverei hervor, die etwa auch Kinder betraf und nach wie vor betrifft.

Von einem Berufsverbot kann auch keine Rede sein, denn es handelt sich nicht um ein allgemeines Verbot, und weiterhin definitionsgemäß nicht um einen Beruf, da gemeinschädlich, zumal wir sicher alle froh darüber sind, dass die Arbeitsagenturen unseren Müttern, Schwestern und Töchtern nicht solche Angebote unterbreiten.

Von sexueller Selbstbestimmung ganz zu schweigen, denn gegen diese ist es schließlich, sich dem Willen eines anderen unterwerfen zu müssen, den man zudem unter normalen Umständen nicht in die eigene Intimsphäre lassen würde.

__________

Weiterführende Links (hier wird bewusst auf die Verlinkung zu Foren verzichtet, in denen Freier menschenverachtend Vergewaltigungen und Zwangsprostitution beschreiben, da diese sehr wahrscheinlich nicht mit den Nutzungsbedingungen von openPetition vereinbar sind):

Reason

Dass man in Deutschland auch heute noch um Menschenrechte kämpfen muss, scheint unglaublich, ist aber leider wahr. Durch die Objektifizierung von überwiegend Frauen durch fast ausschließlich Männer ist eine Gleichstellung der Geschlechter völlig ausgeschlossen. Auch Fremdenfeindlichkeit, bzw. die Ansicht, andere Ethnien seien weniger wert, wird durch die bisherigen Umstände befeuert, da es sich bei den meisten Prostituierten um ausländische Bevölkerungsgruppen handelt. Junge Menschen müssen in dem Bewusstsein aufwachsen, dass Art. 1 GG auch de facto Gültigkeit hat.

Thank you for your support, Marie Maurer from München
Question to the initiator

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News

Die derzeitige liberalisierte Gesetzgebung trägt entschieden dazu bei, dass Täter unsichtbar gemacht und Opfer nicht mehr als Opfer wahrgenommen werden. Es ist ein Fehler, Prostitution als sexuelle Freiheit zu betrachten, denn es geht vorwiegend um die Freiheit der Sexualität des ‘Käufers’. Das muss in Frage gestellt werden. Die Normalisierung von ,Sexarbeit’ zementiert die Ungleichheit der Geschlechter und kommt einer Kapitulation gegenüber der dadurch ausgeübten sexuellen Gewalt gleich. Traumatolog/Inn/en fordern daher ein Umdenken bei der Akzeptanz der Prostitution.

Wie scheinheilig.Entweder Sie untersagen die Prostitution ,dann aber für alle Beteiligten.Oder nicht:dann gehört sie raus aus der Schmuddelecke,ohne Strafbewehrung,aber mit Sozialversicherungs- und Steuerpflicht,idealerweise in öffentlich geführten Laufhäusern,um dem Milleu die Grundlage zu entziehen.

Why people sign

  • on 21 Jul 2021

    Es ist unverständlich das ein Körper wie eine ware zu kaufen ist,diese Mensch handeln in der Regel aus der Not,sind schon in der Kindheit geschädigt,machen es meist unter Drogen und Druck ,es gibt nichts unmenschlicheres als wie eine ware einen Körper billig als Flatrate anzubieten, welche Werte vermittelt unsere Politik

    (Processed)

  • on 19 Jul 2021

    weil das Nordische Modell dazu beiträgt Gewalt gegen Frauen zu reduzieren und wir dadurch der Gleichstellung der Geschlechter näher kommen.

  • Ramon Albers Esslingen

    on 17 Jul 2021

    Weil es eine Frechheit ist, dass hierzulande und anderswo immer noch so getan wird als sei es völlig normal, dass man(n) den Körper (und letztlich auch die Seele) eines anderen Menschen zur eigenen Befriedigung kauft. Es ist und bleibt pervers. Und der Behauptung, es sei ein ganz normaler Beruf, steht entgegen dass es ganz sicher kein einziges Mädchen gibt, dass als Berufswunsch Prostituierte angibt. So lange das nicht aufhört, wird es keine wirkliche Gleichberechtigung von Frauen geben.

  • Not public Mannheim

    on 16 Jul 2021

    Die Diskussion über Gleichberechtigung und konsensuellen Sex ist mMn obsolet, wenn gleichzeitig dieser vielgepriesene Konsens erkauft werden kann. Prostitution ist keine Arbeit und der Begriff "Sexarbeit" ein widerlicher Euphemismus! Jungs sollen nicht mit der Tatsache aufwachsen, dass Menschen käuflich sind und dass sie ein Recht auf Sex hätten. Deshalb Nordisches Modell!

  • on 14 Jul 2021

    weil ich selbst davon betroffen war, und es war die Hölle es ist ein wunder dass ich da raus gekommen bin (dank Corona) es ist unwarhrscheinlich was da für eine Korruppte Lobby dahinter steckt, das geht bis in behörden Krankenhäuser usw... kein wunder dass es so eine schattengesellschaft gibt

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