• Änderungen an der Petition

    at 25 Nov 2020 21:37

    Adresse wurde aus Sammelbögen genommen


    Neuer Petitionstext: Unsere Forderung: Menschenwürdiges Leben in Heimen trotz Coronapandemie
    und Stärkung der Selbstbestimmung von Senioren.
    Im Frühjahr 2020 mussten Heimbewohner wochenlang folgende Maßnahmen ertragen: Verzicht auf Freizeitaktivitäten und Unterhaltung. Verzicht auf fördernde Therapien. Verzicht auf Besuch von Angehörigen. Verzicht auf das Verlassen des Zimmers und des Seniorenheimes. Verzicht auf körperliche Berührung, ein lächelndes Gesicht. Verzicht, im Sterben alle Menschen zu sehen, die einem wichtig sind.
    Diese Maßnahmen erzeugen viel Leid!
    **1\. Körperlicher und kognitiver Abbau:** Im Heim leben gebrechliche Menschen.  Das Durchschnittsalter beträgt 85 Jahre. Diese Menschen sind in einem minimierten körperlichen oder geistigen Zustand. Ein Leben in der eigenen Wohnung/Familie ist meist unmöglich. Sie brauchen tägliche körperliche und geistige Aktivierung. von außen. Die eigene Motivation reicht nicht. Körperlich und kognitiv bauenHeimbewohner schnell ab, wenn Muskeln und Gehirn stillgelegt sind.
    **2.**
    **Soziale Vereinsamung:** Das Gefühl verlassen und vergessen zu sein, kann
    Willenskraft, Durchhaltevermögen und Lebensfreude rauben. Betroffene klagen
    über, Ängste, Wut, Stress, gestörten Schlaf, Sorgen und Einsamkeit.
    Depressionen und posttraumatische Belastungsstörungen wirken Monate/Jahre nach.
    nach.
    **3\. Große Verunsicherung von dementen Heimbewohnern:** 69 % der Bewohner
    sind dement. Ihnen ist der Sinn dieser Maßnahmen schwer zu vermitteln. Sie
    fühlen jedoch die Veränderung. Verändert sich das gewohnte Lebensumfeld,
    reagieren Demente mit Aufgeregtheit, Angst und Verweigerung. Zusätzlich wird
    das nicht Begreifen von Worten durch die Deutung von Geste und Mimik
    kompensiert. Eine verdeckte Mimik durch Masken erschwert zugewandte und
    freundliche Kommunikation und verunsichert zusätzlich.
    **4\. Einsames\, würdeloses**
    **Sterben:** Sterben ist ein Prozess. In diesem Prozess ist der Mensch
    besonders verletzlich. Er braucht Zuwendung, die über rein pflegerisches
    Handeln hinausgeht. Angehörige und Freunde sollten das Sterben begleiten
    dürfen. Im Lockdown konnten Angehörige oftmals nur die letzten Stunden anwesend
    sein. Angehörige wurden zu spät gerufen. Es wurde nur ein Angehörige der
    Familie zugelassen. Weder der Sterbende noch die Angehörigen konnten richtig
    verabschieden.
    verabschieden.
    **5\. Das Heim ein Gefängnis:** Wer das Heim verließ, durfte
    nicht mehr hinein. Kein Besuch, dann streng limitierte Besuchszeiten: eine
    halbe Stunde am Tag, nur eine Person. Bis heute finden in manchen Heimen
    Besuche in Aufenthaltsräumen stat. Dort wird das Geschehen überwacht.?
    Der minimierte Allgemeinzustand, das hohe Durchschnittsalter von 85 Jahre und die
    durchschnittliche Verweildauer von 2.5 Jahren zeigen, dass Menschen im Heimen
    an ihrem Lebensabend angekommen sind. Es ist ihr letztes Zuhause.
    Es stellt sich die Frage: Was erachten Menschen in den letzten Lebensjahren für Wichtig? Ist es, das Leben um jeden Preis zu verlängern? Oder ist es, diese letzte Zeit auf Erden angenehm zu verbringen?
    **Vielleicht „Geht es eher darum, den Tagen mehr Leben zu geben, als dem Leben mehr Tage“** Cicely Saunders, Gründerin der Hospizbewegung
    Forderungen:
    1\. Im Sterben Abschied von allen Angehörigen möglich machen\.
    machen\.
    2\. Besucher dürfen im eigenen Zimmer ohne Kontrolle empfangen werden\.
    werden\.
    3\. Das Heim darf verlassen und wieder betreten werden\.
    werden\.
    4\. Es gibt weiterhin Freizeitangebote
    Freizeitangebote
    5\. Schwerhörige und Demente müssen die Mimik erkennen können z\.B indem durchsichtige Masken verwendet werden\.
    werden\.
    6\. Senioren entscheiden selber vieviel Lebensqualität sie zum Schutz ihrer Gesundheit aufgeben möchten z\. B\. könnten Senioren auf Wunsch
    ohne Einschränkungen in anderen Wohnbereichen oder Einrichtungen leben.
    Weiterführende Informationen:
    Warum Menschen mit Demenz besonders unter Coronamaßnahmen leiden
    [https://www.daserste.de/information/politik-weltgeschehen/report-mainz/videosextern/warum-menschen-mit-demenz-oder-geistiger-behinderung-unter-corona-bedingter-isolation-leiden-102.html](www.daserste.de/information/politik-weltgeschehen/report-mainz/videosextern/warum-menschen-mit-demenz-oder-geistiger-behinderung-unter-corona-bedingter-isolation-leiden-102.html)
    Anke Precht beschreibt das Sterben in Zeiten von Corona
    [https://www.ankeprecht.de/grausames-sterben-in-corona-zeiten/](www.ankeprecht.de/grausames-sterben-in-corona-zeiten/)
    Verfassungswidrigkeit der Maßnahmen laut Rechtsgutachten im Auftrag der Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisation e.V.
    [https://www.bagso.de/fileadmin/user\_upload/bagso/01\_News/Pressemitteilungen/2020/Wichtige\_Ergebnisse\_des\_Rechtgutachtens\_Pflegeheime.pdf](www.bagso.de/fileadmin/user_upload/bagso/01_News/Pressemitteilungen/2020/Wichtige_Ergebnisse_des_Rechtgutachtens_Pflegeheime.pdf)

    Unterschriften zum Zeitpunkt der Änderung: 478 (466 in Deutschland)

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