03/04/2026, 06:56
Liebe Mitunterzeichnerinnen und Mitunterzeichner,
ein kurzes Lebenszeichen von mir:
Ich hatte heute ein gutes Gespräch mit Christian Ohrens vom Wölferadio. Die Petition und unsere Anliegen werden voraussichtlich ein Thema in der morgigen Ausgabe sein – reinhören lohnt sich.
Apropos reinhören: Auch Thomas Hiete vom kicker fordert inzwischen einen „Neustart" beim VfL – kommt Euch das bekannt vor?
www.facebook.com/watch/?v=819702251135341
Und noch etwas: Am Samstag vor dem HSV-Spiel würden Leo und ich uns freuen, den ein oder anderen von Euch persönlich kennenzulernen. Wir sind ab 14:30 Uhr am Eingang Nord-West. Kein Programm, keine Reden – einfach ein Hallo und ein kurzer Austausch unter Gleichgesinnten. Und vielleicht machen wir ja ein Gruppenfoto – damit alle wissen, dass hinter der Petition echte Menschen stehen.
Bis dahin: Daumen drücken für Samstag.
Euer Johann Malcher
03/02/2026, 11:30
Die Dinge überschlagen sich. Hätte ich doch nur einige Minuten gewartet, dann hätte ich die neueste Entwicklung im letzten Update berücksichtigen können: Laut Kicker und WAZ dürfen Daniel Bauer und Peter Christiansen vorerst weitermachen.
Ich bin ehrlich: Auch ich bin zunächst sprachlos.
Eigentlich wäre es jetzt konsequent zu sagen: Wir setzen auf Daniel Bauer und steigen im Zweifelsfall mit ihm in die 2. Liga ab – weil wir zu 100 Prozent überzeugt sind, dass er der Richtige ist. Ihn im Amt zu belassen, aber gleichzeitig öffentlichkeitswirksam nach Alternativen Ausschau zu halten, ist ein spezieller Kompromiss. Mir fehlt vielleicht die VW-Konzernerfahrung, um eine solche Entscheidung nachzuvollziehen.
Aber wer weiß? Vielleicht findet Daniel Bauer jetzt „endlich" den richtigen Schalter. Vielleicht gewinnen wir am Samstag überzeugend gegen den HSV und starten eine sensationelle Aufholjagd. Dann hat der Aufsichtsrat richtig entschieden, als er dem Rat von Peter Christiansen und einem Teil der Fanszene gefolgt ist. Und wir, die über 770 Unterzeichner dieser Petition, können dann sagen: Es gab auch andere Stimmen und andere Einschätzungen. Wie so oft im Fußball – drei Leute, fünf Meinungen.
Eines möchte ich an dieser Stelle deutlich sagen, weil mir das am Herzen liegt: Es gibt Stimmen aus der aktiven Fanszene, die dazu aufrufen, jetzt gerade zusammenzurücken, im Stadion laut zu sein und die Mannschaft zu unterstützen. Diese Stimmen haben recht. Support im Block und Reform in der Führung – das ist aber kein Widerspruch. Das ist Fankultur. Stadion und Unterschrift ist kein Entweder-oder. Wir sitzen im selben Boot und wollen dasselbe: Dass der VfL Wolfsburg erstklassig bleibt. Wir streiten vielleicht über den Weg, aber nicht über das Ziel. Und genau deshalb ist es so wichtig, dass wir uns nicht gegenseitig zerlegen, sondern die Energie dorthin richten, wo sie hingehört – an die Verantwortlichen, das Trainerteam und die Spieler, die jetzt Antworten liefern müssen.
03/02/2026, 10:29
Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer,
zunächst: Danke. Danke für mittlerweile über 750 Unterschriften, über 300 persönliche Bekenntnisse zum VfL Wolfsburg und Nachrichten wie diese, die mich seit gestern Abend erreichen:
„Haben Sie neue Infos für uns Fans, die uns alle ein wenig beruhigen bzw. informieren könnten, wie es jetzt weitergehen soll?"
Diese Frage verdient eine ehrliche Antwort. Hier ist sie.
Das Spiel
0:4 in Stuttgart. War das Ergebnis überraschend? Nein. Retorten.tv hat es sogar exakt vorhergesagt. War der Spielverlauf überraschend? Nein. Keine spielerische oder kämpferische Verbesserung – eher im Gegenteil. Die läuferischen Werte sollen gestimmt haben, aber um es mit Loriot zu fragen: „Wo laufen sie denn?"
Und dennoch dominiert überall Ratlosigkeit. Bei den Spielern – siehe das Interview mit Yannick Gerhardt, der den Auftritt als „nicht bundesligatauglich" bezeichnete. Beim Trainer – siehe das Interview nach dem Spiel. Bei den Fans – deren „Abstiegskampf" wurde beim Stand von 0:2 eingestellt. Bei der Geschäftsführung und dem Aufsichtsrat? Man weiß es nicht. Vielleicht haben sie ja Plan B in der Tasche. Man würde es ihnen und uns wünschen.
Was mich menschlich erschüttert
Ein sichtlich angeschlagener Trainer steht allein vor den Kameras, während sich die sportliche Leitung durch Nicht-Erscheinen wegphantomisiert. Christiansen, Schwegler – verweigern trotz Anfrage ein Statement. Sie lassen Bauer allein die öffentliche Verantwortung tragen, die sie selbst zu verantworten haben.
Das ist nicht nur strategisch feige. Das ist menschlich unterirdisch.
Dass Bauer selber die Frage nach seiner Zukunft beantworten muss, ist unerhört. Natürlich wären von Christiansen oder Schwegler nur Plattitüden gekommen à la: „Wir werden uns jetzt zusammensetzen und zügig abwägen, was das Beste für den Verein und für alle Beteiligten ist." Aber selbst diese Plattitüden wären ein Zeichen gewesen, dass jemand seine Verantwortung sieht und übernimmt.
Stattdessen: Ohrenbetäubendes Schweigen.
Damit bestätigt die sportliche Leitung unfreiwillig auch unsere dritte Petitionsforderung: Transparente Kommunikation gegenüber den Fans über die geplanten Sofortmaßnahmen zur Sicherung des Klassenerhalts. Wer nicht einmal vor die Kamera tritt, kommuniziert gar nichts.
Respekt vor Daniel Bauer
Ich habe tiefen Respekt vor Daniel Bauer, dass er sich nicht verkrümmelt. Gestern hat er davon gesprochen, dass auch Strukturen und Abläufe im Verein verändert werden müssen – weit über den rein fußballerischen Bereich hinaus. Das ist bemerkenswert ehrlich. Und es bestätigt exakt das, was unsere Petition seit einer Woche fordert.
Das passt zur Außenwahrnehmung: Tobias Schweinsteiger hat gestern bei DAZN analytisch klar und ohne populistische Häme das ausgesprochen, was die Faktenlage seit Wochen erzwingt: Es braucht einen „Cut". Man könnte auch sagen: Neustart. JETZT.
Wie geht es weiter?
Unsere Petition „Neustart JETZT" läuft weiter – über 750 Unterschriften, Resonanz von der WAZ über 11 Freunde bis zum Aufsichtsrat. An Aktualität hat sie nach knapp einer Woche Laufzeit wahrlich nichts eingebüßt.
Wir wollen dem Aufsichtsrat Mut machen, den schmerzhaften Schnitt zu wagen, um den Klassenerhalt aus eigener Kraft noch zu schaffen. Ja, damit verbunden ist auch die Selbstkritik, dass man in den vergangenen Monaten – vielleicht Jahren – eine Reihe von Fehlentscheidungen getroffen hat. Das einzugestehen ist immer noch besser und ehrenwerter, als den VfL Wolfsburg sehenden Auges völlig zu crashen.
Wenn es nicht klappt, dann hat man es wenigstens versucht.
02/28/2026, 07:02
Wo wir stehen: Die Zahlen & das Echo
In weniger als einer Woche haben 684 Menschen unterzeichnet und über 300 Kommentare hinterlassen. Das mediale Echo ist beachtlich: Die WAZ/AZ hat ausführlich über unseren „Aufbruch“ berichtet. 11 Freunde haben die Petition aufgegriffen.
www.11freunde.de/bundesliga/vfl-wolfsburg-vor-dem-fiasko-wie-tief-die-krise-wirklich-geht-a-ba2b3e97-a42f-4274-a2e3-ef8db125a2cb
Das Wölferadio hat uns thematisiert – allerdings mit einer sehr eigenen Interpretation: Lenny fasste unsere Forderungen dort als „Alles niederbrennen und auf die Asche pissen“ zusammen.
Zur Klarstellung: Wer unsere Forderungen und die Kommentare kennt, weiß: Das Gegenteil ist der Fall. Wir fordern professionelles Handeln – nicht mehr, nicht weniger. Dass wir überhaupt so kontrovers diskutiert werden, zeigt aber: Der VfL-Fan ist aus seiner Resignation erwacht.
Hinter den Kulissen: Türen öffnen sich
Sowohl der Fanrat als auch der Aufsichtsrat haben auf unsere Initiative reagiert. Die Rückmeldungen waren konstruktiv und – was besonders wichtig ist – unsere Initiative wird offensichtlich nicht als destruktiv wahrgenommen. Konkrete Gespräche sind in Vorbereitung. Das belegt: Unsere Stimme wird gehört.
Aktion Stuttgart: Gesicht zeigen
Mein Sohn und ich werden beim Auswärtsspiel in Stuttgart im Gästeblock stehen. Wir werden dort am Stadioneingang im Gästebereich mit Flyern auf die Petition aufmerksam machen, um auch die Fans zu erreichen, die nicht täglich in den Foren unterwegs sind. Wer ebenfalls vor Ort ist und unterstützen möchte, meldet euch gerne unter: jm@johann-malcher.de
Ein Wort zum „Burgfrieden":
In Foren und Mails an uns wird diskutiert, ob eine Petition die Mannschaft verunsichern könnte. Diese Sorge nehmen wir ernst. Aber Schweigen ist keine Unterstützung – es ist Resignation. Unsere Petition richtet sich nicht gegen die Spieler auf dem Platz, sondern an die Verantwortlichen, die die Rahmenbedingungen für den Klassenerhalt schaffen müssen. Die Mannschaft am Sonntag lautstark nach vorne zu peitschen und gleichzeitig von der Führung professionelles Handeln einzufordern – das ist kein Widerspruch. Das ist Fankultur.
Warum jede weitere Unterschrift zählt
Wir stehen nur noch wenige Unterschriften vor der 700er-Marke. Das ist ein gewaltiges Signal an die Verantwortlichen, die gerade vor extrem schwierigen Entscheidungen stehen. Die Gemengelage ist komplex, einfache Lösungen gibt es nicht – aber genau deshalb muss das emotionale Fundament des Vereins, die Fans, in die Entscheidungsfindung einfließen. Wenn wir auch nur einen kleinen Beitrag dazu leisten, dass Bewegung in die Rettungsaktion „Klassenerhalt“ kommt, war es jede Mühe wert.
Bitte teilt den Link weiter: www.openpetition.de/jhyxl
Sonntag Stuttgart. Immer noch Wölfe.
02/26/2026, 00:42
Liebe Mitunterzeichnerinnen und Mitunterzeichner,
seit gestern Abend hat die Petition die Marke von 500 Unterstützern überschritten. In weniger als zwei Tagen, ohne Budget, ohne Organisation - aber mit viel Unterstützung von Euch. Danke dafür.
Die Wolfsburger Allgemeine Zeitung hat gestern online und heute in der Printausgabe ausführlich berichtet und die Petition in den Kontext der Vereinskrise eingeordnet. Spätestens damit sind wir auch bei den Verantwortlichen durchgedrungen.
In den Fan-Foren wird zum Teil kritisch angemerkt, dass wir „nur" Fans sind und die Internas nicht kennen. Das ist vollkommen richtig. Aber was wäre der VfL Wolfsburg ohne seine Fans? Wer die Kommentare unter dieser Petition liest, findet keine wütenden Kunden, die bei Unzufriedenheit die Automarke wechseln. Und genau das ist der Punkt: Diese Petition ist keine Beschwerde beim Kundenservice. Der VfL Wolfsburg ist kein Produkt mit schlechtem Marketing und schwacher Performance, bei dem man halt den Anbieter wechselt, wenn die Leistung nicht stimmt. Die Unterzeichner können ihren Verein nicht einfach so wechseln. Sie wollen es auch nicht. Genau deshalb sind sie so verzweifelt.
Was in den letzten Stunden auffällt: Immer mehr Unterstützer kommen aus dem Kreis der aktiven Fanszene. Diese Petition will nicht spalten – sie will die Verantwortlichen unseres Vereins wachrütteln. Auch wenn er uns formal nicht gehört, ist er unser Verein. Und als Fans wollen wir nicht nur „betreut" werden. Wir wollen mit sachlicher Kritik und seriös vorgetragenen Sorgen ernst genommen werden. Wir wollen solange der Abstieg verhindert werden kann, die Mannschaft unterstützen und nicht weiter verunsichern. Diese Haltung darf aber nicht als Zustimmung für die Krisenbewältigung des Aufsichtsrats fehlinterpretiert werden.
Bitte teilt die Petition weiter – in Euren Fanclubs, WhatsApp-Gruppen, im Freundes- und Bekanntenkreis. Jede Unterschrift ist eine Stimme, die sagt: Uns ist der VfL nicht egal.
Sonntag Stuttgart. Immer noch Wölfe.
02/25/2026, 01:28
Liebe Mitunterzeichner,
kurze Info zum aktuellen Stand: Ich habe heute den Fanrat Wolfsburg direkt angeschrieben.
Ich habe das Gremium aufgefordert, von seinem vertraglich vereinbarten Recht auf eine außerordentliche Sondersitzung mit der Vereinsführung Gebrauch zu machen (§ 3.2 der CFR-Vereinbarung). Das Besondere daran: Laut dieser Vereinbarung ist der VfL verpflichtet, innerhalb von 48 Stunden auf eine solche Anfrage zu reagieren. Damit könnten wir noch vor dem Stuttgart-Spiel eine offizielle Reaktion erzwingen.
Wie ihr jetzt helfen könnt:
Wer diese Forderung unterstützen möchte, kann dem Fanrat eine kurze, sachliche Mail schreiben:
fanrat@nordkurve-wolfsburg.de
Ein Satz reicht völlig aus, zum Beispiel:
„Als Unterzeichner der Petition ‚Neustart JETZT‘ bitte ich den Fanrat, eine außerordentliche Sitzung mit der Vereinsführung zu beantragen und öffentlich Stellung zur sportlichen Krise zu beziehen.“
Wichtig: Bitte bleibt unbedingt sachlich und respektvoll. Die Mitglieder des Fanrats arbeiten ehrenamtlich und sind selbst Fans wie wir. Es geht nicht darum, „Shitstorm-Druck“ zu erzeugen, sondern dem Gremium den nötigen Rückenwind aus der Fanbasis zu geben, damit sie gegenüber dem Aufsichtsrat selbstbewusst auftreten können.
Danke für eure unglaubliche Unterstützung in den ersten 48 Stunden – bitte teilt den Link zur Petition weiterhin in euren Netzwerken!
Link zum Teilen: www.openpetition.de/jhyxl
Mit grün-weißen Grüßen
Johann Malcher
02/24/2026, 15:54
206 Unterschriften in 24 Stunden. Ohne Budget, ohne Organisation, gestartet an einem Montagabend von einem Fan, der erst seit zweieinhalb Jahren dabei ist. Das allein ist schon eine Aussage.
Sportbild-"Journalist" Draxler behauptete kürzlich im Fernsehen, dem VfL Wolfsburg würde niemand eine Träne nachweinen. Die Kommentare unter dieser Petition erzählen eine andere Geschichte. Dauerkartenbesitzer seit 1993, Fans die als kleine Bengel im Stadion am Elsterweg standen, Menschen aus Gifhorn, Helmstedt, Düsseldorf – und Unterschriften aus Dänemark, Schweden, sogar aus China. Dieser Verein bedeutet Menschen etwas. Mehr als manche Journalisten und offenbar auch die Verantwortlichen ahnen.
Jetzt brauche ich Eure Hilfe. 200 sind ein Signal. 500 wären eine Nachricht. 1.000 wären nicht mehr zu ignorieren. Bitte teilt die Petition im Freundes- und Bekanntenkreis – per WhatsApp, in Fangruppen, auf Facebook, wo auch immer. Ich selbst bin nicht im Netzwerk der Nordkurve oder der organisierten Fanszene vernetzt. Wer dort Kontakte hat und für die Aktion werben kann: Das wäre Gold wert.
Am Sonntag bin ich mit meinem Sohn in Stuttgart dabei. Wer sich persönlich austauschen möchte – meldet Euch gerne bei mir.
www.openpetition.de/jhyxl
Es grüßt Euch
Johann Malcher
02/24/2026, 01:13
Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer,
inzwischen haben 74 Fans diese Petition unterzeichnet. Über Nacht, an einem Montagabend, ohne große Reichweite. Das ist ein erstes wichtiges Signal – nicht nur an den Aufsichtsrat, sondern an alle, die glauben, dass Schweigen die bessere Alternative ist.
Die Kommentare, die viele von Euch hinterlassen haben, zeigen: Hier geht es nicht um Wut auf einzelne Personen. Hier geht es um die Sorge um unseren Verein. Dauerkartenbesitzer seit Jahrzehnten, Fans aus der gesamten Region – von Wolfsburg über Gifhorn und Isenbüttel bis Düsseldorf und Peine. Menschen, denen der VfL am Herzen liegt und die nicht schweigend zusehen wollen.
Es gibt auch kritische Stimmen. Einige verweisen auf den Fanrat und die organisierten Fanstrukturen als bessere Kanäle. Das ist ein berechtigter Einwand, den ich ernst nehme. Meine Antwort: Wenn der Fanrat oder die Nordkurve in den nächsten Tagen eine eigene Initiative starten, hat diese Petition ihren Zweck bereits erfüllt – nämlich den Anstoß gegeben. Aber warten, bis sich jemand anders bewegt, ist genau das, was wir dem Aufsichtsrat vorwerfen.
Das Ziel bleibt klar: Vor dem HSV-Spiel am 7. März muss sich etwas bewegen. Bitte teilt die Petition in Euren Netzwerken, in Fangruppen, bei WhatsApp, auf Facebook. Jede Unterschrift zählt – nicht weil sie den Abstieg verhindert, sondern weil sie zeigt: Wir sind nicht einverstanden. Und wir sind nicht still.
Danke an alle, die dabei sind.
Johann Malcher