• Änderungen an der Petition

    02.06.2014 20:08 Uhr

    Formatierung korrigiert. Keine Inhalte verändert.
    Neuer Petitionstext: Wir, die Unterzeichnerinnen und Unterzeichner, wollen erreichen, dass

    - die Viehhaltung umweltverträglich erfolgt und an die lokalen Flächen angepasst
    wird;

    - die Gesetze zum Grundwasserschutz konsequent eingehalten werden und dies
    auch im Vollzug durchgesetzt wird;

    - die Umweltbehörden gestärkt werden und die Landwirtschaftskammer
    konsequent Wasser-, Boden- und Landschaftsschutzstrategien entwickelt und
    umsetzt;

    - die Gülle und die Gärsubstrate nicht nur als Dünger, sondern auch als
    ökologisch problematische Substanzen eingestuft werden, die gesundheits- und
    gewässergefährdend wirken können;

    - alternative Formen der direkten Umwandlung von Flüssigstoffen wie Gülle in
    umweltverträgliche Feststoffe unterstützt und gefördert werden;

    - die Nährstoffkonzentration aus Biogasanlagen in die Stickstoffbilanz eines
    landwirtschaftlichen Betriebes mit eingerechnet wird;

    - ein genehmigter Anteil Plastik als Bestandteil von Gärsubstraten umgehend
    verboten wird, da dies Wiesen, Weiden und Äcker kontaminiert und die
    landwirtschaftliche Nutzbarkeit der Böden schwer beeinträchtigt.
    Tierfuttergewinnung ist auf so belasteten Flächen nicht zu verantworten.

    Siehe auch: www.Gülle-Forum.de Neue Begründung: Petition zur Problematik der Gewässer- und Landschaftskontamination
    durch zunehmenden Einsatz von Gülle und Gärresten aus der
    Intensivlandwirtschaft in der Eifel (NRW und Rheinland-Pfalz)

    Die Eifel ist eine vielfältige Mittelgebirgslandschaft mit reichhaltiger Tier- und
    Pflanzenwelt, einer im Wesentlichen extensiven Grünlandwirtschaft bei lokaler
    Konzentration von Ackerbau und einem von Bewohnern und Gästen geschätzten
    hohen Erholungswert. Diese Landschaft mit ihren regional angepassten
    Landnutzungsformen ist seit einigen Jahren durch extreme Nährstoffeinträge in Böden
    und Gewässer gefährdet.

    Vor allem das Grundwasser sowie die Bäche und Flüsse werden durch die zunehmenden Einträge von Gülle aus der Massentierhaltung und von Gärsubstraten aus Biogasanlagen belastet. Erste Brunnen mussten aufgrund von Keim und Nitratbelastungen bereits stillgelegt werden.

    Schon heute lässt sich feststellen, dass vor allem die Artenvielfalt bei Pflanzen in Wiesen, Weiden und an Wegrändern dramatisch zurückgegangen ist. Da die Heuwirtschaft zunehmend durch Silierung des bis zu einem halben Dutzend Mal pro Jahr geschnittenen Grases zurückgedrängt wird, überleben nur noch wenige Grasarten und Stickstoffzeiger wie etwa Löwenzahn.

    Die auf nährstoffarme Böden angewiesene Tier- und Pflanzenvielfalt geht in
    atemberaubender Geschwindigkeit zurück. In dieser neuen Landschaftsmonotonie
    finden Kräuter, Wildblumen, Wiesenbrüter wie die Feldlerche und Insekten kaum
    noch Lebensräume.

    Die Quellen der zunehmenden Gülle- und Gärsubstratfrachten kommen zu einem Teil
    aus Tiermastanlagen der nahegelegenen Rheinischen Bucht, zu einem anderen Teil
    stammen sie von Großbetrieben aus den expandierenden Massentierhaltungszentren
    des Niederrheins, des Münsterlandes, des Emslandes, des Oldenburgischen, des
    Belgischen und des Niederländischen Raumes, weil dort die Güllefluten nicht mehr
    gesetzeskonform ausgebracht werden können.

    In Niedersachsen sind bereits 60 Prozent der Grundwasservorkommen nitratverseucht und für Trinkwasserzwecke nicht mehr nutzbar, in Nordrhein Westfalen mehr als ein Drittel.

    Die Bewohnerinnen und Bewohner der Eifel sind nicht gewillt, die Region zu einer
    Entsorgungsfläche für die Exkremente der Massentierhaltung und für die Reststoffe
    aus der Biogasgewinnung werden zu lassen. Wir wollen die Trinkwasserqualität
    unserer Gewässer ebenso bewahren wie die Vielfalt unserer Landschaft.

    Siehe auch: www.Gülle-Forum.de

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