29.12.2025, 13:21
Das Bundesministerium für Verkehr (BMV) hat auf unsere Anfrage zur Schließung öffentlich geförderter Wasserstofftankstellen geantwortet. In dem Schreiben bestätigt das Ministerium, dass der Rückbau bestehender Standorte derzeit nicht verhindert wird und im Verantwortungsbereich der Betreiber liege.
Zugleich verweist das Ministerium darauf, dass viele der bestehenden Tankstellen ursprünglich als Demonstrationsprojekte errichtet worden seien und wirtschaftliche Entscheidungen über deren Weiterbetrieb allein bei den Betreibern lägen. Die Schließungen würden daher als unternehmerische Entscheidung bewertet.
Gleichzeitig stellt das BMV in Aussicht, dass künftig neue, leistungsfähigere Wasserstofftankstellen entstehen sollen - insbesondere mit höherer Tageskapazität und stärkerem Fokus auf Nutzfahrzeuge. Genannt werden unter anderem Standorte in Essen, Duisburg und Rheda-Wiedenbrück sowie weitere Neubauten in Planung.
Faktisch bedeutet dies jedoch: Bestehende Infrastruktur wird derzeit zurückgebaut - während der versprochene Ausbau erst in der Zukunft liegt.
Aus Sicht der Initiative bleibt damit ein zentrales Problem bestehen: Der Rückbau erfolgt jetzt, während Verlässlichkeit, Planungssicherheit und konkrete Übergangslösungen fehlen. Gerade für Nutzerinnen und Nutzer von Wasserstofffahrzeugen sowie für Kommunen und Unternehmen entsteht so eine erhebliche Lücke zwischen politischem Anspruch und praktischer Realität.
Die Initiative wird daher weiter darauf drängen, dass:
- der Rückbau öffentlich geförderter Tankstellen gestoppt oder zumindest ausgesetzt wird,
- bestehende Standorte nicht vorschnell aufgegeben werden und
- der Ausbau nicht nur angekündigt, sondern verbindlich abgesichert wird.
Die vollständige Antwort des Bundesverkehrsministeriums haben wir dokumentiert und fließen lassen in unsere weiteren politischen Gespräche.