Würde statt Ware – Schluss mit der Qualzucht und der grausamen Entwürdigung fühlender Lebewesen!

Petition richtet sich an
Alois Rainer - Bundesminister für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat; Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat - BMEL; Petitionsausschuss des Deutschen Bundestages; Ausschuss für Ernährung und Landwirtschaft des Deutschen Bundestages

598 Unterschriften

2 %
584 von 30.000 für Quorum in Deutschland Deutschland

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2 %
584 von 30.000 für Quorum in Deutschland Deutschland
  1. Gestartet 20.02.2026
  2. Sammlung noch > 6 Monate
  3. Einreichung
  4. Dialog mit Empfänger
  5. Entscheidung
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Neuigkeiten

01.04.2026, 15:09

Liebe Petitions-Unterstützer*innen,

rückblickend muss ich sagen, dass ich ziemlich unwissend in diese Petition gestartet bin. Mir war dieses Ausmaß an Tierqual in seiner Tiefe nicht bewusst, das muss ich gestehen.

Im Februar kamen wir bei einem Spaziergang an einem eigentlich schön strukturierten Hühnergehege vorbei. Dabei kam uns ein Gedanke, der uns als vegan lebenden Menschen gar nicht mehr so präsent war: „Ist es eigentlich natürlich, dass Hühner das ganze Jahr über Eier legen?“

Meine anschließende Recherche hat mich tief erschüttert. Was ich über die Hintergründe der heutigen Hochleistungszucht herausgefunden habe, hat mir keine Ruhe mehr gelassen, und so habe ich recht spontan eine Petition gegen Qualzucht gestartet – am Anfang noch mit alleinigem Fokus auf Legehennen.
Dabei hatte ich zunächst Quellen im Blick, die das Zweinutzungshuhn der ökologischen Landwirtschaft als „Zwischenschritt“ favorisieren. Mein erstes Petitionsbild zeigte deshalb ein gesund wirkendes Huhn dieser Rasse, weil ich dachte, es sei klug, dem erschütternden Text ein positives Ziel gegenüberzustellen. In unzähligen Gesprächen und weiteren Recherchen wurde mir jedoch klar: Auch das Zweinutzungshuhn ist weiterhin von Ausbeutung betroffen. Zwar ist eine Reduktion der Legeleistung eine Verbesserung, doch diese Tiere erbringen weiterhin Leistungen, die in einem eklatanten Widerspruch zu ihren natürlichen biologischen Rhythmen und ihrer regenerativen Kraft stehen. Dieses Pensum ist noch immer weit von dem entfernt, was ein Hühnerorganismus in einem natürlichen, selbstbestimmten Gleichgewicht gesund leisten kann.

Zudem begriff ich erst nach und nach, welche Auswirkungen die Hochleistungszucht auf sogenannte „Masthühner“ hat. Die geforderte Gewichtszunahme innerhalb nur eines Monats ist so massiv, dass sie – auf den Menschen übertragen – einem Säugling entspräche, der nach vier Wochen bereits 100 kg wiegt. Auch die Aufzucht der „Bruderhähne“ entpuppte sich für mich als Symbolpolitik und Leidverlagerung. Das Kükentöten wurde zwar beendet, doch dafür erwartet diese Tiere in der industriellen Mast ein unfassbar unerträgliches Leben.

Aufgrund meines wachsenden Wissens habe ich die Petition stetig konkretisiert und erweitert. In meinen Forderungen habe ich zuletzt die Förderung von In-vitro-Fleisch in pflanzlicher Nährlösung ergänzt. In-vitro-Fleisch bietet die Chance, Fleischgenuss komplett vom Tierleid zu entkoppeln: Es ist ethisch sauber, systembedingt frei von Antibiotika sowie Keimen und schont durch minimalen Flächenverbrauch unsere Ressourcen.

Die Petition hat also einen Weg mit vielen Anpassungen hinter sich – Wissen, das ich gerne schon zu Beginn gehabt hätte. Sie ist mit meinen Recherchen gewachsen. Was als Impuls begann, hat sich zu einer fundierten Forderung entwickelt, die das System der Qualzucht an der Wurzel packt. Wahre Verantwortung heißt für mich, dazuzulernen und die Integrität der Tiere über jede Form von Scheinreformen zu stellen.

Ich danke Ihnen herzlich für Ihre bisherige Unterstützung im Namen der Tiere.
Da mir Transparenz und Verlässlichkeit wichtig sind, möchte ich Sie bitten, die aktuelle Fassung der Petition noch einmal zu prüfen. Diese Form der Forderungen ist nun final und wird so bestehen bleiben.
Bitte stellen Sie sicher, dass Sie sich mit dieser konsequenten Ausrichtung weiterhin identifizieren können, da Sie sicher nur das unterstützen wollen, hinter dem Sie voll und ganz stehen. Sollte dies nicht der Fall sein, steht es Ihnen selbstverständlich frei, Ihre Unterschrift zurückzuziehen.

Herzliche Grüße
Mirjam Brenner


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