Region: Brühl

Gegen Grundsteuererhöhung in Brühl – Für bezahlbares Wohnen und ausgewogene Haushaltskonsolidierung

Petition richtet sich an:
Bürgermeister Marc Prokop

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100 %
2.092 von 740 für Quorum in Brühl Brühl

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  1. Gestartet 11.06.2026
  2. Sammlung noch > 4 Monate
  3. Einreichung
  4. Dialog mit Empfänger
  5. Entscheidung
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Petition richtet sich an: Bürgermeister Marc Prokop

Am Montag, den 15.06.2026 wurde auf der Brühler Ratssitzung lt. Tagesordnungspunkt 4
u.a. der Hebesatz der Grundsteuer B rückwirkend zum 1.1.2026 von 700% auf 900% erhöht.
Wir hatten gefordert:
·      die Aussetzung weiterer Anhebungen zur Erhöhung des Hebesatzes der Grundsteuer B
im laufenden und kommenden Haushaltsjahr
·      die Offenlegung sämtlicher Berechnungsgrundlagen, die dem Beschlussvorschlag einer
Grundsteuererhöhung zugrunde liegen
·      eine transparente Offenlegung aller internen Einsparpotenziale, bevor über weitere
Steuerhöhungen nachgedacht wird
·      die Prüfung alternativer Finanzierungs- und Einsparmaßnahmen, um die Belastung
für die Einwohner*innen der Stadt Brühl zu deckeln
·      eine Bürgerbeteiligung an zukünftigen Entscheidungen über kommunale Steuerhöhungen.

Begründung

Begründung:
Die geplante Erhöhung der Grundsteuer B in Brühl in Höhe von fast 30% stellt eine erhebliche und - durch rückwirkende Änderung – unzumutbare, finanzielle Mehrbelastung für die Einwohner*innen
dieser Stadt dar.
Eine rein pauschale Erhöhung von Steuern löst zudem die tieferliegenden strukturellen Probleme des städtischen Haushalts nicht.

Gegen diese Erhöhung sprechen im Wesentlichen folgende Punkte:

1. Wohnen darf nicht noch teurer werden
Die Wohnkosten gehören heute schon zu den größten Ausgaben privater Haushalte.
Da die Grundsteuer B voll umlagefähig ist, betrifft sie alle Mieter*innen und alle, die im Wohneigentum wohnen.
Damit konterkariert solch eine Steuerhöhung sämtliche politischen Ziele zur Schaffung und Erhaltung von bezahlbarem Wohnraum.
 
2. Weitere Belastung in Zeiten steigender Lebenshaltungskosten

In Zeiten drastisch gestiegener Energiekosten, hoher Inflation sowie zunehmenden Kosten für Mobilität und Wohnen hat sich die finanzielle Situation vieler Haushalte deutlich verschlechtert.

Viele private Eigentümer*innen haben ihre Immobilie über Jahrzehnte finanziert und müssen weiter Kredite, Modernisierungen und gestiegene Betriebskosten tragen.
Aber auch Mieter*innen sind bei einer Grundsteuererhöhung durch die Umlage der Betriebskosten unmittelbar betroffen.

So werden Steuerhöhungen zu einer zusätzlichen Belastung, die weite Teile der Bevölkerung betreffen, insbesondere jedoch junge Familien, Renter*innen sowie Menschen mit mittleren und niedrigen Einkommen, die bereits jetzt durch die allgemeinen Lebenshaltungskosten an ihren Belastungsgrenzen angelangt sind.

Sinkt infolgedessen die Kaufkraft der Bürger vor Ort, schadet dies indirekt auch lokalem Einzelhandel und Gewerbe.
 
3. Transparenz und Nachvollziehbarkeit
Vor jeder Steuererhöhung haben die Bürger*innen ein berechtigtes Interesse zu erfahren,
-           warum zusätzliche Einnahmen erforderlich sind
-           welche Einsparmaßnahmen bereits umgesetzt und
-           welche Alternativen bereits geprüft wurden.

Die bundesweite Reform der Grundsteuer sollte nicht zu einer pauschalen Mehrbelastung führen, weswegen aufkommensneutrale Hebesätze empfohlen wurden.
Eine beabsichtigte Erhöhung des Hebesatzes muss damit auch in dieser Hinsicht nachvollziehbar begründet werden.
 
4.  Einsparpotenzial und Verwaltungsreformen
Steuererhöhungen dürfen nicht zum ersten Mittel der Haushaltskonsolidierung werden.
Bevor zusätzliche finanzielle Belastungen für die Bürger*innen beschlossen werden, müssen alle Mittel zur Effizienzsteigerung, Möglichkeiten der Digitalisierung, Priorisierung kommunaler Projekte etc. untersucht werden.
 
5.  Akzeptanz und Vertrauen gegenüber der Politik
Frühzeitige Informationen, eine Beteiligung der Bürger*innen an zukünftigen Entscheidungen und nachvollziehbare Entscheidungsprozesse würden das Vertrauen in die Kommunalpolitik stärken und zur Akzeptanz notwendiger Maßnahmen beitragen.
 
Wohnen und Arbeiten in Brühl müssen attraktiv bleiben. 
Finanzielle Defizite dürfen nicht einseitig zu Lasten der Einwohner*innen gehen.
Deshalb fordern wir eine bürgernahe, sozial ausgewogene und zukunftsorientierte Finanzpolitik
der Stadt Brühl.

Bitte unterstützen Sie diese Petition mit Ihrer Unterschrift, um ein deutliches Signal für finanzielle Fairness und bezahlbares Wohnen an die Brühler Politik zu senden! Vielen Dank!                                                                                                         

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Gudrun Skeide-Panek, Brühl
Frage an den Initiator

Angaben zur Petition

Petition gestartet: 11.06.2026
Sammlung endet: 10.12.2026
Region: Brühl
Kategorie: Steuern

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Neuigkeiten

  • Zusatzinfos zur gestrigen Ratssitzung

    Zuerst einmal vielen Dank an alle, die gestern live bei der Ratssitzung dabei waren!
    Diesmal gab es wirklich interessante Anmerkungen und verschiedenste Fragen aus der Bürgerschaft, die nur leider nicht immer zufriedenstellend beantwortet wurden.

    Unsere Fragen zu einigen Zahlen in der Haushaltsplanung waren – der Übersichtlichkeit halber – in einer Power-Point-Präsentation aufbereitet. Diese durfte aber aufgrund der Sitzungsordnung nicht in der Bürger-Fragestunde gezeigt werden.

    Deshalb hier jetzt alle Folien mit ein paar mehr Zahlen als gestern genannt. Dazu haben wir in Kurzform die gestern in der Sitzung gegebenen Antworten notiert.
    Link zum Audio-Stream der kompetten Ratssitzung im öffentlichen Teil:
    https://www.google.com/url?sa=t&source=web&rct=j&opi=89978449&url=https://www.youtube.com/watch%3Fv%3Dk2uwFDfD82I&ved=2ahUKEwjJj5adp9KVAxWqhv0HHUydBsAQ3aoNegQIFxAT&usg=AOvVaw1mSnnBAjFZYo2Dm0sMn0U1

    Wir werden aber auch alle Fragen noch einmal schriftlich beim Bürgermeister mit der Bitte um überhaupt eine bzw. ausführlichere Begründung einreichen.
    Auf diese Antworten hoffen wir in der nächsten Ratssitzung am 14.9.2026.
    In dieser, spätestens in der Oktober-Sitzung soll dann ja bereits ein Gesamtkonzept zum Ausgleich des Haushaltsdefizits präsentiert werden.

    Mit den besten Grüßen von Axel, Erik und Gudrun
     

  • Hallo liebe Brühlerinnen und liebe Brühler,

    wenn man das Folgende liest, kann man eigentlich nur zustimmen:
    „(…)  erkennt die angespannte Wohnraumsituation in Brühl an und verfolgt das Ziel, bezahlbaren, bedarfsgerechten und qualitativ guten Wohnraum für alle Bevölkerungsgruppen zu schaffen. Wohnen wird dabei als zentrale soziale Aufgabe verstanden, die maßgeblich zur Lebensqualität und zum gesellschaftlichen Zusammenhalt in der Stadt beiträgt."

    Das ist ein Zitat aus dem CDU/SPD Koalitionsvertrag 2025 bis 2030 in Brühl! Und trotzdem haben beide Parteien im Juni für eine rückwirkende Erhöhung der Grundsteuer in Brühl gestimmt!

    Damit wird das Wohnen in Brühl nochmals überdurchschnittlich verteuert:
    Die Grundsteuerbelastung in Brühl beträgt nun 342 € je Einwohner,
    in Hürth beispielsweise aber nur 187 € je Einwohner!

    Dabei ist schon die nächste Erhöhung des Grundsteuer-Hebesatzes auf 1.000 % in 2030 (oder auch schon wieder eher?) im aktuellen Haushaltsplan vorgesehen!

    Wenn jetzt bald die neuen Grundsteuer-Änderungsbescheide mit den Nachzahlungen verschickt werden, kann man dagegen – innerhalb eines Monats – Widerspruch bei der Stadt Brühl einlegen. Um aber Säumniszuschläge zu vermeiden, sollte man die geforderten Beträge bis zu einer Entscheidung über „die Aussetzung der Vollziehung“ o.ä. ausdrücklich unter Vorbehalt der rechtlichen Klärung und unter Rückforderungsvorbehalt zahlen.

    Neben diesen Fragen haben wir inzwischen im 3er-Team noch weitere wichtige Fragen zu Grundsteuer-Erhöhung und Haushaltssicherungskonzept erarbeitet. Diese werden wir in der öffentlichen Fragestunde der kommenden Ratssitzung stellen.

    Unsere Bitte hierbei ist: Bringen Sie Sich mit ein in die öffentliche Diskussion um die Finanzierung des Haushalts und kommen Sie am Montag, den 13. Juli 2026 um 17:00 Uhr ins Rathaus, Ratssaal A015, Uhlstrasse 3.

Die Entscheidung ist eben gefallen … die Grundsteuer B wird rückwirkend zum 1.1.2026 von 700 auf 900 Punkte erhöht. Diese Petition sehe ich daher als Startpunkt einer Initiative, bei der die Bürger - die ihren Beitrag zur Konsolidierung nun dauerhaft leisten müssen - den gewählten Rat und die Verwaltung immer wieder (z.B. durch Anfragen und Vorschläge) in die Pflicht nehmen, nun ihren Beitrag durch wirksames SPAREN auf der AUSGABENSEITE (z.B. Personal!) zu leisten!

Noch kein CONTRA Argument.

Warum Menschen unterschreiben

Also Eigentümer darf ich jetzt schon 3 mal soviel an Grund Steuer bezahlen wie die Jahre davor, irgendwann sollte es genug sein
mit der Belastung der Bürger.

Es muss möglich sein nicht wegen einer Steuer sein heim zu verlieren weil man es sich nicht mehr leisten kann

Die Misswirtschaft in Brühl muss ein Ende haben.
Der Neubau von Rathaus , Polizei- und Feuerwehrwache ...
an der Fehlplanung von Belvedere(Park)Platz nichts gelernt ...Franziskanerhof und dann noch Jahnshof ...städtplanerische und ökologische Disaster die einfach kein Ende nehmen.
Steuerverschwendung der Stadt mit vollen Händen ... bei Finanznot soll dann der Bürger weiter gemolken werden.
Die Schmerzgrenze ist in mancher Hinsicht überschritten.
Dazu das Grinsen des Bürgermeisters bei jedem öffentlichen Auftritt, man fühlt sich förmlich verhöhnt.

Persönliches und Bürgerinteresse !

Die Kosten bei Eigentum werden unbezahlbar, nehmen Einfluss auf die Miete und belasten die Mieter

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