Region: Brühl

Gegen Grundsteuererhöhung in Brühl – Für bezahlbares Wohnen und ausgewogene Haushaltskonsolidierung

Petition richtet sich an
Bürgermeister Marc Prokop

1.317 Unterschriften

100 %
1.260 von 740 für Quorum in Brühl Brühl

1.317 Unterschriften

100 %
1.260 von 740 für Quorum in Brühl Brühl
  1. Gestartet 11.06.2026
  2. Sammlung noch > 5 Monate
  3. Einreichung
  4. Dialog mit Empfänger
  5. Entscheidung
Persönliche Daten
 

Ich bin einverstanden, dass meine Daten gespeichert werden. Diese Einwilligung kann ich jederzeit widerrufen.

Petition richtet sich an: Bürgermeister Marc Prokop

Am Montag, den 15.06.2026 soll auf der Brühler Ratssitzung lt. Tagesordnungspunkt 4
u.a. der Hebesatz der Grundsteuer B rückwirkend zum 1.1.2026 von 700% auf 900% erhöht werden.
Wir fordern:
·      die Aussetzung weiterer Anhebungen zur Erhöhung des Hebesatzes der Grundsteuer B
im laufenden und kommenden Haushaltsjahr
·      die Offenlegung sämtlicher Berechnungsgrundlagen, die dem Beschlussvorschlag einer
Grundsteuererhöhung zugrunde liegen
·      eine transparente Offenlegung aller internen Einsparpotenziale, bevor über weitere
Steuerhöhungen nachgedacht wird
·      die Prüfung alternativer Finanzierungs- und Einsparmaßnahmen, um die Belastung
für die Einwohner*innen der Stadt Brühl zu deckeln
·      eine Bürgerbeteiligung an zukünftigen Entscheidungen über kommunale Steuerhöhungen.

Begründung

Begründung:
Die geplante Erhöhung der Grundsteuer B in Brühl in Höhe von fast 30% stellt eine erhebliche und - durch rückwirkende Änderung – unzumutbare, finanzielle Mehrbelastung für die Einwohner*innen
dieser Stadt dar.
Eine rein pauschale Erhöhung von Steuern löst zudem die tieferliegenden strukturellen Probleme des städtischen Haushalts nicht.

Gegen diese Erhöhung sprechen im Wesentlichen folgende Punkte:

1.         Wohnen darf nicht noch teurer werden
Die Wohnkosten gehören heute schon zu den größten Ausgaben privater Haushalte.
Da die Grundsteuer B voll umlagefähig ist, betrifft sie alle Mieter*innen und alle, die im Wohneigentum wohnen.
Damit konterkariert solch eine Steuerhöhung sämtliche politischen Ziele zur Schaffung und Erhaltung von bezahlbarem Wohnraum.
 
2.         Weitere Belastung in Zeiten steigender Lebenshaltungskosten
In Zeiten drastisch gestiegener Energiekosten, hoher Inflation sowie zunehmenden Kosten für Mobilität und Wohnen hat sich die finanzielle Situation vieler Haushalte deutlich verschlechtert.

Viele private Eigentümer*innen haben ihre Immobilie über Jahrzehnte finanziert und müssen weiter Kredite, Modernisierungen und gestiegene Betriebskosten tragen.
Aber auch Mieter*innen sind bei einer Grundsteuererhöhung durch die Umlage der Betriebskosten unmittelbar betroffen.

So werden Steuerhöhungen zu einer zusätzlichen Belastung, die weite Teile der Bevölkerung betreffen, insbesondere jedoch junge Familien, Renter*innen sowie Menschen mit mittleren und niedrigen Einkommen, die bereits jetzt durch die allgemeinen Lebenshaltungskosten an ihren Belastungsgrenzen angelangt sind.

Sinkt infolgedessen die Kaufkraft der Bürger vor Ort, schadet dies indirekt auch lokalem Einzelhandel und Gewerbe.
 
3.         Transparenz und Nachvollziehbarkeit
Vor jeder Steuererhöhung haben die Bürger*innen ein berechtigtes Interesse zu erfahren,
-           warum zusätzliche Einnahmen erforderlich sind
-           welche Einsparmaßnahmen bereits umgesetzt und
-           welche Alternativen bereits geprüft wurden.

Die bundesweite Reform der Grundsteuer sollte nicht zu einer pauschalen Mehrbelastung führen, weswegen aufkommensneutrale Hebesätze empfohlen wurden.
Eine beabsichtigte Erhöhung des Hebesatzes muss damit auch in dieser Hinsicht nachvollziehbar begründet werden.
 
4.         Einsparpotenzial und Verwaltungsreformen
Steuererhöhungen dürfen nicht zum ersten Mittel der Haushaltskonsolidierung werden.
Bevor zusätzliche finanzielle Belastungen für die Bürger*innen beschlossen werden, müssen alle Mittel zur Effizienzsteigerung, Möglichkeiten der Digitalisierung, Priorisierung kommunaler Projekte etc. untersucht werden.
 
5.         Akzeptanz und Vertrauen gegenüber der Politik
Frühzeitige Informationen, eine Beteiligung der Bürger*innen an zukünftigen Entscheidungen und nachvollziehbare Entscheidungsprozesse würden das Vertrauen in die Kommunalpolitik stärken und zur Akzeptanz notwendiger Maßnahmen beitragen.
 
Wohnen und Arbeiten in Brühl müssen attraktiv bleiben.  
Finanzielle Defizite dürfen nicht einseitig zu Lasten der Einwohner*innen gehen.
Deshalb fordern wir eine bürgernahe, sozial ausgewogene und zukunftsorientierte Finanzpolitik
der Stadt Brühl.

Bitte unterstützen Sie diese Petition mit Ihrer Unterschrift, um ein deutliches Signal für finanzielle Fairness und bezahlbares Wohnen an die Brühler Politik zu senden! Vielen Dank!                                                                                                          

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Gudrun Skeide-Panek, Brühl
Frage an den Initiator

Angaben zur Petition

Petition gestartet: 11.06.2026
Sammlung endet: 10.12.2026
Region: Brühl
Kategorie: Steuern

Übersetzen Sie jetzt diese Petition

Neue Sprachversion

Neuigkeiten

  • Guten Morgen an all die vielen Unterstützerinnen und Unterstützer,

    im aktuellen Artikel des Kölner Stadtanzeiger wird schon recht deutlich, wie die Politik die neue Erhöhung sieht…

    Trotzdem haben wir bereits ein wichtiges Zeichen gesetzt. Auch wenn es rechtlich leider möglich ist, bis zum 30.6. eines Haushaltsjahres rückwirkend eine Grundsteuer-Erhöhung zu beschließen, muss diese gar nicht kommen oder zumindest nicht in dieser Höhe ausfallen.

    In der Beschlussvorlage für die Montagssitzung steht als einzige Begründung:
    “Es lässt sich erkennen, dass der derzeitige Hebesatz in Höhe von 700 v.H. Im unteren Bereich der Vergleichsstädte (aller 9 Städte des Rhein-Erft-Kreises, Anm. d. Verf.) ist und auch die meisten Städte im Rhein-Erft-Kreis einen Hebesatz um die 900 v.H. oder höher aufweisen.“
    Im Durchschnitt liegt die Grundsteuer hier allerdings bei 790 v.H.! Das steht dort nicht!

    Und wo bleiben Transparenz, Prüfung aller Einsparmöglichkeiten, Beteiligung der Bürger?
    Ich kann Sie nur bitten, weiter um Unterstützung zu bitten, damit der Druck nicht nachlässt!

  • Herzlichen Dank für die wunderbare Unterstützung!
    In nicht einmal 24 Stunden sind bereits mehr als die erforderlichen 740 Unterschriften zusammengekommen!
    Unterstützt werden wir auch vom Frechener Initiator der dortigen Petition gegen eine Grundsteuererhöhung. Damit wächst der Druck auf die Politiker im Rhein-Erft-Kreis.
    Heute werde ich ebenfalls viele Ihrer Gedanken zu unserer Petition mit dem Kölner Stadtanzeiger besprechen.
    Und nicht zuletzt möchte ich an die offene Bürger-Sprechstunde zu Beginn der Montags-Ratssitzung um 18.00 Uhr erinnern.
    Bitte werben Sie weiter um Unterstützung - je mehr Unterschriften wir haben, umso mehr Gewicht bekommen diese.
    Beste Grüße
    Gudrun Skeide-Panek

Warum Menschen unterschreiben

Hohe Nebenkosten fürs Wohnen in Brühl. Unnötig hohe Kosten für Feuerwache, Gerüst am Rathaus etc.

Wir haben ein Haus erworben und eine Grundsteuererhöhung wäre eine Katastrophe für uns.

Ruth Theben-Funk

Weil die Mieten dadurch steigen werden
Und das Baugerüst am neuen Rathaus
hat bald Wurzeln. Wer bezahlt das.

Ich möchte transparente, vernünftige und nachvollziehbare Entscheidungen der Stadt anstelle von Luxusprojekten, die ich nicht verstehe und für die offensichtlich kein Geld da ist.

Werkzeuge für die Verbreitung der Petition.

Sie haben eine eigene Webseite, einen Blog oder ein ganzes Webportal? Werden Sie zum Fürsprecher und Multiplikator für diese Petition. Wir haben die Banner, Widgets und API (Schnittstelle) zum Einbinden auf Ihren Seiten. Zu den Werkzeugen

Übersetzen Sie jetzt diese Petition

Neue Sprachversion

Helfen Sie mit, Bürgerbeteiligung zu stärken. Wir wollen Ihren Anliegen Gehör verschaffen und dabei weiterhin unabhängig bleiben.

Jetzt fördern