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  • Von: Deutsche Sektion e.V.
  • An: S.E. Herrn Reinhard Kardinal Marx, Vorsitzender ...
  • Region: Deutschland mehr
    Kategorie: Kultur mehr
  • Status: Petition in Zeichnung
  • 52 Tage verbleibend
  • 4.075 Unterstützer
    41% erreicht von
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An die Bischöfe: pax christi nicht streichen!

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Sehr geehrter Herr Kardinal,

in Deutschland und weltweit steigen die Rüstungsausgaben. Waffenexporte und Militäreinsätze werden wieder als Mittel der Politik gesehen. Die Stärkung des christlichen Friedensengagements ist in dieser Weltlage ein Gebot der Stunde – Papst Franziskus bringt das mit seinen Aufrufen zur „aktiven Gewaltfreiheit“ eindringlich zur Sprache.
Genau dafür engagiert sich pax christi! Die katholische Friedensbewegung setzt sich für Abrüstung, Friedensbildung und Friedenspolitik, für Völkerrecht und Menschenrechte, für Gewaltfreiheit und Zivile Konfliktbearbeitung, für Rüstungsexportstopp und Rüstungskonversion ein.

Dieser Stimme will die Deutsche Bischofskonferenz nun das Fundament entziehen. Sie hat beschlossen, den Zuschuss aus Kirchensteuermitteln der katholischen Kirche an pax christi zu streichen und die Friedensorganisation in die Kategorie C = überdiözesan nicht förderungswürdig eingruppiert. Die deutschen Bischöfe würden mit dem Rückzug aus der Förderung – gerade jetzt – nach der Einschätzung von vielen ein fatales Signal nicht nur für pax christi, sondern für die gesamte Friedensarbeit der Kirche geben.

Deshalb fordere ich die Bischöfe auf, ihre Entscheidung pax christi den Zuschuss aus Kirchensteuermitteln zu streichen, aufzuheben und die katholische Friedensbewegung – stärker als bisher– ideell, materiell und finanziell im gewaltfreien Kampf um den Frieden zu unterstützen.

Begründung:

Hintergrund zur Streichung der Finanzmittel für pax christi durch die Bischofskonferenz:

Wer ist pax christi?
pax christi setzt sich mit Aktionen für Frieden und Menschenrechte ein. Zu 80 Prozent finanziert pax christi seine Arbeit auf Bundesebene aus Mitgliedsbeiträgen und Spenden. 20 Prozent erhält pax christi vom VDD, dem Rechtsträger der Deutschen Bischofskonferenz. Seit 1999 hat der VDD pax christi den Zuschuss um 35 Prozent gekürzt. Ab 2018 soll der gesamte Zuschuss ohne Begründung wegfallen.

pax christi ist die internationale katholische Friedensbewegung in über 50 Ländern. Sie entstand aus dem Versöhnungsimpuls französischer und deutscher Katholik*innen am Ende des Zweiten Weltkriegs. In Deutschland hat pax christi rund 5000 Mitglieder. Neben der Bundesebene gibt es noch eine diözesane und eine örtliche Ebene.

Was ist der VDD?
Der Verband der Diözesen Deutschlands (VDD) ist Rechtsträger der Deutschen Bischofskonferenz. Im VDD sind die 27 Diözesen zusammengeschlossen. Vorsitzender der Vollversammlung des VDD ist der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx.

Weshalb streicht der VDD den Zuschuss an pax christi?
Der VDD will seinen Haushalt auf 120 Millionen Euro einfrieren. Dazu hat er eine Sparkommission mit den Bischöfen Bode, Hanke, Ipolt und Koch, vier Generalvikaren und einer rein wirtschaftlich orientierten Unternehmensberatung eingerichtet. Die Unternehmungsberatung empfiehlt, ganze Bereiche der katholischen Kirche als wichtig oder unwichtig zu kategorisieren.

Weshalb ist pax christi in Kategorie C?
Der VDD hat Zuschussempfänger in „A“, „B“ und „C“ klassifiziert. „C“-Empfänger sollen ab 2018, spätestens ab 2020 überhaupt keinen Zuschuss aus Kirchensteuermitteln mehr bekommen. Die Kriterien für die Klassifizierung werden nicht mitgeteilt, der Vorgang ist völlig intransparent. Auf die Frage, nach welchen Kriterien pax christi in „C“ eingestuft worden ist, hat pax christi keine Antwort erhalten.

Welchen weiteren Organisationen werden ebenfalls die Zuschüsse gestrichen?
Auch darüber gibt es keine transparente Information.

Wie hoch sind die Kirchensteuereinnahmen?
Die Kirchensteuereinnahmen wachsen weiterhin. Derzeit sind es 6,3 Milliarden Euro im Jahr! Geld wäre also genug da, um pax christi weiterhin zu bezuschussen.

Wie viele Stellen hat pax christi auf Bundesebene?
Schon heute ist die Personaldecke im Berliner Sekretariat ausgedünnt: Im pax christi Sekretariat gibt es lediglich eine ganze Stelle für die Generalsekretärin und jeweils eine halbe Stelle für Sachbearbeitung und Finanzverwaltung. Dies wäre mit Streichung der VDD-Gelder nicht zu halten.

So darf es nicht weitergehen – ganz im Gegenteil!

Die Bischofskonferenz muss mehr denn je Frieden finanzieren!

Im Namen aller Unterzeichner/innen.

Berlin, 13.02.2017 (aktiv bis 12.04.2017)


Debatte zur Petition

PRO: Papst Franziskus hat dieses Jahr ausdrücklich dazu aufgerufen, dass die Kirchen mehr Ressourcen in die Friedensarbeit investieren sollen: Menschen, Mittel, Gelder - zu Recht! Und die deutsche Bischofskonferenz - nicht die ärmste der Welt - streicht als ...

Noch kein CONTRA Argument.
>>> Schreiben Sie das erste CONTRA-Petition Argument


Warum Unterstützer unterschreiben

Weltweit aber gerade auch in der BRD steigen die Rüstungsproduktion und die Rüstungsausgaben weiter stark an, statt dass sie gesnkt werden! Gerade deshalb erwarte ich von den Bischöfen, dass sie dagegen ihre Stimme erheben!

Der Frieden, den wir so scheinbar sicher haben, ist meines Erachtens immer mehr in Gefahr. Wir brauchen dringend Einrichtungen wie pax christi, die sich für den Frieden einsetzen. Die Mittel zu kürzen ist das völlig falsche Zeichen.

Friedensarbeit gehört zum "Kerngeschäft" Gottes, dem doch die Kirche dienen will - oder?!

Pax christi - "der Friede sei mit euch" - das wird hier konkret

Pax Christi Osnabrück ist ein unverzichtbarer Partner der Friedenskultur-Arbeit in der Friedensstadt Osnabrück.

>>> Zu den Kommentaren


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