Region: Hamburg
Health

Ausbau des 5G-Mobilfunknetzes in Hamburg stoppen

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Hamburgische Bürgerschaft
3.315 Supporters 1.358 in Hamburg
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  1. Launched August 2019
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AUSBAU DES 5G-MOBILFUNKNETZES IN HAMBURG STOPPEN

Deutschland bereitet sich derzeit mit Hochdruck auf die Installation des neuen 5G-Mobilfunksystems vor, ohne dass es dazu bislang Risikostudien oder eine Technikfolgenabschätzung gibt. (s. Quellen (1), (2), (3).

In Hamburg, Berlin, Darmstadt und bei Aachen sind entsprechende Systeme bereits in Betrieb genommen worden. (www.netzwelt.de/5g/168913_3-5g-deutschland-stand-netzausbaus-ueberblick.html)

Mit der neuen Mobilfunktechnik wird sich jedoch die Belastung mit elektromagnetischen Feldern, denen wir Menschen und unsere Umwelt rund um die Uhr ausgesetzt sind, aller Voraussicht nach deutlich erhöhen.

Selbst die aktuelle Expertise des EU-Parlaments "5G Deployment" (2019) gibt zu, dass es "erhebliche Bedenken gibt hinsichtlich der möglichen Auswirkungen auf die Gesundheit und Sicherheit, die sich aus einer potenziell viel höheren Belastung durch hochfrequente elektromagnetische Strahlung durch 5G ergeben könnten." (www.diagnose-funk.org/publikationen/artikel/detail&newsid=1388)

Der neue Mobilfunkstandard 5G wird bundesweit in sechs Modellregionen besonders gefördert, Hamburg ist eine davon. Wir Hamburger Bürgerinnen und Bürger möchten aber nicht die Versuchskaninchen für die neuartige Strahlungstechnologie sein.

Unsere Forderungen:

Vor dem Ausbau von 5G muss eine Technikfolgenabschätzung von unabhängigen Wissenschaftlern erfolgen, die umfassende Aussagen zu Gesundheitsrisiken, Umweltrisiken und dem Datenschutz macht.

Der Hamburger Senat und die Bürgerschaft müssen eine Bundesratsinitiative auf den Weg bringen, die dafür sorgt, dass bundesweit alle Aktivitäten zu 5G angehalten und bereits installierte Antennen abgeschaltet werden, bis die Ergebnisse der Technikfolgenabschätzung vorliegen. Wenn das Ergebnis nicht belegen kann, dass 5G in jeder Hinsicht unbedenklich ist, darf die Technik nicht zur Anwendung kommen!

Vor dem Hintergrund des Klimawandels ist zu prüfen, welcher zusätzliche Energieverbrauch durch die bis zu 800.000 neuen Sendeanlagen sowie die Millionen für den Standard 5G entwickelten neuen technischen Geräte und Einrichtungen anfällt. Ohne einen Nachweis dafür, wie der zusätzliche Energie- und Ressourcenverbrauch umweltfreundlich bereitgestellt werden kann, darf es keinen 5G-Ausbau geben.

Die Hamburger Bürgerschaft ist für das Wohlergehen Ihrer Bürgerinnen und Bürger verantwortlich! Wir, die Unterzeichner dieser Petition, fordern die Bürgerschaft auf, Verantwortung zu übernehmen und dem Beispiel der Brüsseler Umweltministerin C. Frèmault sowie den Städten Florenz, Genf und dem Kanton Jura in der Schweiz zu folgen – und sich unter den derzeitigen Bedingungen gegen die Einrichtung des Mobilfunkstandards 5G in Hamburg und auf Bundesebene auszusprechen.

Reason

Wir, der Arbeitskreis Elektrosmog des BUND Hamburg, sind sehr besorgt über den übereilten und von Politik und Industrie forcierten Ausbau des neuen Mobilfunkstandards 5G und die Vernachlässigung des Vorsorgeprinzips. (§ 191 AEUV) (4). Wir möchten uns für einen sinnvollen Einsatz der Digitalisierung und gegen unnötige Risiken für Menschen, Tiere und Pflanzen einsetzen.

Gesundheit und Natur

  • Da der 5G-Mobilfunk bei Frequenzen größer als 5 Gigahertz nur eine kurze Reichweite hat, sehen die Planungen vor, viele neue Antennen im Abstand von etwa 100 m zu installieren, was zu einer massiven Erhöhung der Zwangsexposition führen kann. (1)

  • Ebenso wie empfindliche Technik auf störende elektromagnetische Einflüsse reagiert, gibt es Hinweise dafür, dass unsere körpereigenen Vorgänge gestört und verschiedenste gesundheitliche Beschwerden und Schäden ausgelöst werden. Die angegebenen Studien (1), (5), (6), (7) deuten darauf hin, dass hochfrequente Strahlung Schäden bei Menschen, Tieren und Pflanzen hervorruft.

  • Studien wie das National Toxicology Program (NTP) aus North Carolina (USA) , sowie die Ramazzini-Studie aus Bologna kommen zu dem Ergebnis, dass hochfrequente Strahlung krebserregend für Menschen ist. (1), (8), (7)

  • Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) geht von der Unbedenklichkeit der 5G-Technologie aus, belegt dies jedoch nicht! Dies verstößt gegen das Vorsorgeprinzip und ist daher verantwortungslos! (4), (9)

Ökologie und Klima

  • Es gibt Hinweise darauf, dass hochfrequente elektromagnetische Felder nicht nur für Menschen, sondern auch für die Umwelt schädlich sind. (1), (7)

  • Außerdem gehen wir davon aus, dass für die Errichtung der neuen Antennen am Straßenrand und die ungestörte Übertragung der Funksignale viele Bäume weichen müssen. Für das Stadtklima und damit auch als Vorsorge gegen die klimawandel-bedingte Aufheizung der Stadt wäre dies verheerend.

Für den Arbeitskreis Elektrosmog des BUND Hamburg: Ellen Kruse, Anja Schmidt und Gabriele König

Bitte leiten Sie die Petition bzw. den Link dazu an möglichst viele Personen weiter (hamburg- und auch deutschlandweit).

Weitere Informationen auf der Homepage des BUND Hamburg

Links zu 5G

(1) www.diagnose-funk.org/publikationen/artikel/detail&newsid=1220

(2) www.diagnose-funk.org/publikationen/artikel/detail&newsid=1351

(3) www.diagnose-funk.org/publikationen/artikel/detail&newsid=1435

(4) www.umweltbundesamt.de/themen/nachhaltigkeit-strategien-internationales/umweltrecht/umweltverfassungsrecht/vorsorgeprinzip

(5) www.emfdata.org/de

(6) www.aerzte-und-mobilfunk.eu/ausgewaehlte-studien/mobilfunk-grenzwerte-gesundheit-risiko-vorsorgewerte/

(7) www.5gspaceappeal.org/

(8) www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC5376454/

(9) www.3sat.de/mediathek/?mode=play&obj=79212

Weiterführende Links:

www.diagnose-funk.org/themen/mobilfunk-versorgung/5g

www.aerzte-und-mobilfunk.eu/aerzte-appelle/freiburger-appell-mobilfunk-gesundheit-praevention-therapie/

www.umweltbundesamt.de/themen/nachhaltigkeit-strategien-internationales/umweltpruefungen#textpart-1

www.diagnose-funk.org/publikationen/artikel/detail?newsid=1361

www.bfs.de/DE/themen/emf/mobilfunk/schutz/recht/grenzwerte.html

www.diagnose-funk.org/themen/grenzwerte-auswirkungen/grenzwerte/grenzwert-ohne-vorsorge

Thank you for your support, BUND Hamburg from Hamburg
Question to the initiator

News

  • Liebe Unterstützer unserer Petition,

    am Donnerstag, den 18. Juni 2020 (also in 3 Tagen!) finden die 2. und 3. Lesung zum Gebäudeenergie-Gesetz (GEG) statt. Zu befürchten ist, dass zusätzliche Strahlenbelastung durch verpflichtend einzubauende, funkbasierte Mess-Einrichtungen für Wasser, Gas und Heizwärmeverteiler in Mehrfamilienhäusern und Mietswohnungen durch einen Beschluss zu erwarten sind.
    Diese künftige Regelung sollten wir nicht unwidersprochen kommen lassen!
    Schicken Sie darum bitte E-Mails an Ihren Abgeordneten im Deutschen Bundestag und die Mitglieder des Umweltausschusses (*s.u.). Schildern Sie eventuell Ihre Bedenken und leiten den Appell der Weissen Zone Rhön als Anhang an die Abgeordneten weiter (Download unter www.weisse-zone-rhoen.de/.... further

  • Liebe Unterstützer*innen unserer Petition,
    im März informierten wir darüber, dass unsere Forderungen von der Hamburgischen Bürgerschaft an den Eingabenausschuss verwiesen wurden. Noch im März haben wir die Forderungen im Eingabenausschuss eingereicht aber leider bis zum heutigen Datum noch keinerlei Reaktionen erhalten. Corona-bedingt ist unser Thema wahrscheinlich weiter hinten auf der Agenda gelandet.
    Dabei wäre es doch wichtig, dass das Augenmerk auf die Verhinderung des massiven Ausbaus einer Technik gerichtet wird, die sich negativ auf die Gesundheit auswirkt und unser Immunsystem schwächt, was in vielen neutralen wissenschaftlichen Studien belegt ist.
    Im Zuge der Corona-Krise wird nun die Digitalisierung der Schulen in Windeseile verstärkt... further

  • Liebe Unterstützer*innen unserer Petition,

    nach der Übergabe unserer Petition und der Unterschriftenliste hat uns die Hamburgische Bürgerschaft nun geantwortet. Es heißt in dem Schreiben, dass die Voraussetzungen für die Behandlung der Petition und Unterschriften als Volkspetition nicht vorliegen, u.a. weil die Anzahl der Unterschriften nicht ausreichen (mind. 10.000 eigenhändige wären nötig). Wir wurden an den Eingabenausschuss verwiesen, bei dem wir nun unsere Forderungen als Eingabe einreichen.
    Über den weiteren Verlauf über die Behandlung unserer Forderungen im Eingabenausschuss werden wir Sie und Euch auf dem Laufenden halten.

    Herzliche Grüße aus dem BUND-Arbeitskreis Elektrosmog in Hamburg

Was tut nun wirklich das Bundesamt für Strahlenschutz, schützt es uns oder die Strahlen? Warum keine 5G Elektrosmogmesstationen, Kennzeichnung der Sender, Elektrosmoggesetz etc, wie in Frankreich????Dieser Bundesbehörde scheinen die Hände gebunden zu sein. Dann muss man sich aber die Frage nach ihrer Legitimation stellen.

Was soll diese ganze Verhinderungsmentalität? Deutschland gerät ins Hintertreffen gegenüber anderen Nationen, wenn es nicht endlich sein Mobilfunknetz ausbaut und auf den neuesten Stand der Technik bringt. Dazu gehört auch 5G! Zu groß ist seit Langem der Abstand zu anderen Industriestandorten. Bei 5G besteht nun die Gelegenheit, wieder aufzuschließen. Gerade der Hamburger Hafen braucht 5G für moderne Transportleistungen. Moderne Infrastruktur darf in Deutschland nicht immer zerredet werden.

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