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Bild zur Petition mit dem Thema: Bedarfsgerechte Versorgung mit Inkontinenzhilfsmitteln ohne Aufzahlung sicherstellen! Bedarfsgerechte Versorgung mit Inkontinenzhilfsmitteln ohne Aufzahlung sicherstellen!
  • Von: Nicht öffentlich
  • An: StS Karl-Josef Laumann, Beauftragter der ...
  • Region: Deutschland mehr
    Kategorie: Gesundheit mehr
  • Status: Der Petition wurde teilweise entsprochen
    Sprache: Deutsch
  • Teilerfolg
  • 15.912 Unterstützende
    10.813 in Deutschland
    Sammlung abgeschlossen

Bedarfsgerechte Versorgung mit Inkontinenzhilfsmitteln ohne Aufzahlung sicherstellen!

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Die Unterzeichner dieser Petition fordern, dass Menschen mit Inkontinenz ohne aus eigener Tasche aufzuzahlen die aufsaugenden und/oder ableitenden Inkontinenzhilfsmittel, also z.B. Vorlagen, Inkontinenzslips, Einmalkatheter oder Kondomurinale, in der Qualität und Menge bekommen, die sie für ihre Versorgung benötigen und die ihnen gesetzlich zustehen. Dazu sollen Krankenkassen Verträge schließen, die Patienten ein Wahlrecht zwischen verschiedenen Anbietern und Produkten ermöglichen. Ausschreibungen und Verträge für aufsaugende und ableitende Inkontinenzhilfsmittel sind so anzupassen, dass der Schweregrad der Inkontinenz und die persönlichen Bedürfnisse der Betroffenen berücksichtigt werden müssen.

Begründung:

Jeder Mensch mit Inkontinenz (Blasen- und/oder Darmschwäche) ist anders. Darum hat auch jeder Mensch einen unterschiedlichen Bedarf bei der Inkontinenzversorgung. Obwohl Menschen mit Inkontinenz laut Gesetz einen Anspruch auf eine angemessene Versorgung mit aufsaugenden und/oder ableitenden Inkontinenzhilfsmittel haben, werden viele Betroffene heute nicht mehr in ausreichender Menge und Qualität versorgt. Sie müssen vielmehr aus eigener Tasche aufzahlen, um weiterhin ausreichend Inkontinenzhilfsmittel zu bekommen, die sie benötigen.

Krankenkassen können durch Ausschreibungen maximal 20 Prozent Kosten bei aufsaugenden und/oder ableitenden Inkontinenzhilfsmitteln einsparen. Aktuell wurden bei aufsaugenden Hilfsmitteln Verträge zu einer Monatspauschale von teilweise EUR 12,50 geschlossen. Auf diesem Preisniveau ist eine bedarfsgerechte Versorgung nicht zu gewährleisten.

Inkontinenz kann so zur individuellen Qual werden. Als Folge eines unzureichenden Inkontinenzschutzes nässen Patienten sich unnötig ein. Dadurch steigt das Risiko von Infektionskrankheiten sowie von Druckstellen und Druckgeschwüren. Die sozialen Auswirkungen sind ebenso gravierend: Menschen mit Inkontinenz genieren sich und können am sozialen Leben nicht mehr teilnehmen. Ihre Lebensqualität wird massiv beeinträchtigt - ihnen bleibt nichts anderes übrig als den Mehrbedarf per Aufzahlung selbst zu übernehmen. Inkontinenz wird dadurch nicht nur zu einem gesundheitlichen, sondern auch zu einem sozialen Problem.

Eine angemessene Versorgung der Patienten kann nur gewährleistet werden, wenn der Schweregrad der Inkontinenz und die persönlichen Bedürfnisse bei den Verträgen und Ausschreibungen verpflichtend berücksichtigt werden müssen.

Außerdem ist die Beratung der Patienten von den wirtschaftlichen Interessen zu trennen. Die Festlegung des Bedarfs darf nur durch den verordnenden Arzt oder vom Betroffenen zu wählenden unabhängigen Hilfsmittelberater (z.B. Incontince Nurse) erfolgen. Eine bedarfsgerechte Versorgung kann somit sichergestellt und wirtschaftliche Aufzahlungen verhindert werden.

Im Namen aller Unterzeichner/innen.

Augsburg, 12.03.2015 (aktiv bis 11.09.2015)


Neuigkeiten

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Debatte zur Petition

PRO: Die Tatsache, dass Menschen nicht die Versorgung zuzahlungsfrei erhalten können, die sie entsprechend ihrer Lebens/bzw. Pflegesituation benötigen, ist in meinen Augen ein Skandal. Es gibt jährliche Überprüfungen der Pflegequalität in Heimen, die Kataloge ...

PRO: Ich kann mich allen Kritiken nur anschließen. Es ist lächerlich, wie es Betroffenen einerseits unmöglich gemacht wird, gute und angemessene Versorgung ohne Aufpreis zu bekommen und andererseits die Hersteller dadurch immer mehr in eine Hatz nach den billigsten ...

CONTRA: Wenn ich den sog. "Arzt" sehe, bekomme ich als Pflegeperson das ERBRECHEN. Wenn ich sehe, wie dieses asoziale Korruptum mit SozialSchmarotzerStationen und anderen "Einrichtungen"kollaboriert , ergreift mich weiteres. Steht gegen dieses NIEDERE, korrupte, ...

CONTRA: Medizinisch oder gar bedarfsgerecht werden Patienten jeder erdenklichen Art schon lange nicht mehr versorgt. Was das sein soll, das von irgendwelchen hergelaufenen "MedizinalKundlern" abgezogen wird, ist nach RATIO nicht mehr ergründbar. Außer, dass dieses ...

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