Region: Germany
Family

Bedürfnisse von Kindern und Familien bei Corona-Öffnung berücksichtigen!

Petition is directed to
Bundesregierung
5.711 Supporters 5.695 in Germany
11% from 50.000 for quorum
  1. Launched 18/04/2020
  2. Collection , last day
  3. Submission
  4. Dialog with recipient
  5. Decision
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In der nächsten Zeit sollen die bisher strengen Corona-Regelungen schrittweise gelockert werden. In der Diskussion dabei kommen deutlich zu kurz: Familien und ihre Kinder!

Inzwischen ist gesichert: Kinder sind sehr viel weniger gefährdet. Gleichzeitig leiden sie in noch größerem Maße unter der sozialen Isolation, weil es schlicht auch den Horizont eines Zweijährigen übersteigen dürfte, sich monatelang einem größeren Ziel ruhig unterzuordnen und das auch noch zu verstehen.

Gerade Kindergartenkinder und Grundschüler sind in besonders intensiver Weise auf gesteigerte Fürsorge - eben nicht nur der eigenen Eltern im Homeoffice - und Kontakte mit v. A. Gleichaltrigen angewiesen, um die Entwicklung ihrer Persönlichkeit zu entfalten: Was machen wir nicht alles in "normalen" Zeiten, um ihnen diesbezüglich Förderung angedeihen zu lassen, von Pekip über musikalische Früherziehung bis zu Turnstunden etc. Und nun plötzlich wird all das an Erkenntnissen in der öffentlichen Diskussion ausgeblendet? Aufrechterhalten von Freundschaften, soziale Kontakte und frühkindliche Bildung laufen plötzlich unter "ferner liefen"?

Kinder sind eigenständige Persönlichkeiten mit eigenen, validen Bedürfnissen! Und auch sie haben Grundrechte, wie Erwachsene auch! Die Entscheider dürfen bei all den zu diskutierenden wirtschaftlichen Facetten Aspekte wie das Kindeswohl nicht verdrängen und dürfen die Eltern nicht alleine mit dem Jonglierakt und der Bürde lassen!

Denn eines ist klar: Diejenigen, welche die Wirtschaft wieder ankurbeln sollen, sind auch Mütter und Väter!

Zudem birgt ein Weitermachen wie bisher noch ganz andere Gefahren: Angefangen bei der Gefahr, die bestehende soziale Spaltung zu verstärken (Wer kann sich Alternativen zur Kita / Schule auf Dauer finanziell leisten? Wie sollen Alleinerziehende das über Monate hinweg organisieren? - um nur zwei Aspekte zu nennen). Über deutliche Rückschritte bei der Gleichberechtigung (wer steckt denn zugunsten der Kinderbetreuung meist im Job zurück, kurzfristig wie ggfs als Folge auch langfristig?) bis hin zu vermehrtem Burnout der überlasteten Eltern in absehbarer Zeit oder weitere Zunahme häuslicher Gewalt, um nur einige Gefahren zu nennen.

Diese Petition fordert die Bundesregierung auf, schnell und stärker als bisher an gangbaren Alternativen als weiterer wochenlanger Schließung zu arbeiten!!

Die Lösungen könnten vielfältig sein:

(ich erlaube mir, hier beispielhaft Ideen von Matthias Braun und Peter Dabrock zu zitieren: www.spiegel.de/politik/deutschland/corona-krise-und-familien-kinder-haben-ein-recht-auf-gegenwart-a-6864de34-e0fc-47d6-843d-beb3174654f9 sowie von Dörte Kaschdailis unter www.linkedin.com/posts/d%C3%B6rte-kaschdailis-0639b436_corona-kinderisolierung-faesrsorgendegemeinschaft-activity-6656778418807427072-1Z89):

  • Konsistente Regeln. Es ist nicht zu rechtfertigen, dass eine Modeboutique öffnen, aber eine Familie sich nicht mit einer Decke in einen Park oder auf einen Spielplatz setzen darf, wenn Mindestabstände zu anderen gewahrt sind.

  • Innovativ und kreativ nach Alternativen für die Risikogruppen suchen. Es mag ungewohnt sein, aber es wäre durchaus möglich, spezielle Ausgeh-, Betreuungszeiten oder Einkaufszeiten für Risikogruppen festzulegen.

  • Bedürfnisse von Kindern und jungen Familien berücksichtigen, ohne sie gleich zu "Superspreadern" machen: ein Kita-Besuch in Schichten oder Freizeitgestaltung mit festen Gruppen, die den Kleinsten wieder Kontakte zu Freunden ermöglichen.

  • Legalisierung von privaten „Care-Share-Modellen“ oder amtsdeutsch „sorgenden Gemeinschaften“: Es muss Eltern/Gemeinschaften gestattet werden rollierend eine festgelegte Anzahl von (Klein)Kindern zu betreuen, um Kita- und Grundschulschliessungen und deren Auswirkung auf das Ausbleiben von Gleichaltrigen-Kontakten abzufedern. Die Kindergruppe soll dabei eine feste Kleingruppe sein (immer die gleichen Kinder, zB max 2-4 Kinder).Größere/selbstständigere Kinder sollen im Rahmen dieser „fürsorgenden Gemeinschaft“ auch die Möglichkeit haben sich draußen zusammen aufzuhalten.

  • Öffnung von Spielplätzen und insbesondere Schulsportanlagen für solche „fürsorgende Gemeinschaften“ um dem Bewegungsdrang der Kinder Raum geben zu können.

  • ...

Wichtig ist, dass diese Überlegungen JETZT stattfinden und schnell schrittweise Lösungen freigegeben werden!!

Reason

Kinder und Familien sind in hohem Maße durch den Lockdown belastet und werden bei der schrittweisen Lockerung der Maßnahmen nicht ausreichend in der Diskussion berücksichtigt.

Diese Petition soll all diesen Menschen eine Stimme geben!

Thank you for your support, Christina Sontheim-Leven from Düsseldorf
Question to the initiator

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News

  • Liebe Unterzeichnende,

    seit gut 5 Wochen sammeln wir Unterschriften und machen Lobbyarbeit für Familien & Kinder, damit deren Bedürfnisse genauso bei den weiteren Maßnahmen berücksichtigt werden wie die von Industrie und Wirtschaft.

    Ich bin leider manchmal ein sehr ungeduldiger Mensch, so dass mir persönlich immer wieder das Tempo in den Entscheidungen und eine einheitliche und verbindliche Perspektive zur schnellen Umsetzungen fehlt, aber ich kann natürlich auch verstehen, dass jede Maßnahme jetzt mehr als zuvor erst sorgfältig abgewogen sein will.

    Es bleibt also derzeit bei einem uneinheitlichen Flickenteppich, auf dem manche Bundesländer forscher in den Maßnahmen zur Öffnung vorangehen als andere und insbesondere am Beispiel von Sachsen... further

  • Guten Abend an alle Unterstützenden!

    Gestern Mittag hat die Initiative „Familien in der Krise“ auf die Sorgen von Eltern und Kindern in der Corona-Krise mit einer Demonstration in Düsseldorf hingewiesen. Die Forderungen sind:

    - Öffnung von Kitas und Schulen für alle Kinder, mit Unterstützung durch zum Beispiel den Bundesfreiwilligendienst und anderen
    - Mehr Testung auf Corona in Schulen und Kitas, für mehr Sicherheit
    - Mehr Geld für Personal und den sofortigen Ausbau von Kitas und Schulen
    - Mehr Geld für Familien in der Krise (Rettungsschirm für Familien)
    - Kreative und engagierte Lösungen für die Betreuung der Kinder, zum Beispiel durch die Einbeziehung von Sportvereinen und ganz allgemein Freizeitanbietern und anderen

    Eine tolle Aktion,... further

  • Liebe Unterstützende!

    Was für ein Erfolg! Wir sind viele und wir sind laut genug, dass gestern auch das ZDF in der Prime Time über unsere Petition berichtet hat (ab Minute 8:55):

    www.zdf.de/nachrichten/heute-sendungen/200515-heute-sendung-17-uhr-100.html

    Und voraussichtlich wird es am Dienstag 19.05. auch noch einmal bei "Volle Kanne" (09:05-10:30 Uhr) und "heute plus" (0:10 Uhr) etwas davon zeigen. Also: Stay tuned! :-)

    Und natürlich: Fleißig weiter teilen!

    Beste Grüße und ein gutes Wochenende!

Weil unsere Familie nach 5 Wochen emotional erschöpft ist u. uns nun auch noch finanzielle Sorgen plagen. Wir sind auf beide Gehälter angewiesen u. haben nur 30 Tage Urlaub. Eine unbezahlte Freistellung können wir uns nicht leisten. 3 Kinder (Kitakind, 2. u. 5. Klasse) schulisch zu betreuen, zu bekochen etc., ist ein 100%-Job. Eltern können nicht "nebenher" oder in Nachtschicht im Homeoffice arbeiten u. ihren Kindern gerecht werden. Wir sind überfordert u. überlastet, brauchen dringend eine Lösung: Betreuung in Kleingruppen od. Lohnersatzleistung für erwerbstätige Eltern (auch im Homeoffice)!

Es geht nicht um die Gefährdung der Kinder, sonder, dass die Kinder, ohne selber gefährdet zu sein, die Überträger sind. Und was die Decke in Park betrifft, die Eltern schaffen es jetzt nicht, den Kindern die Regeln beizubringen, wie wollen Sie dann, den Abstandsgeboht beibringen, wenn noch 50 Kindern auf dem Spielplatz herumtoben.

Why people sign

  • Not public Kleinmachnow

    6 hours ago

    - hauptsächlich Frauen stecken beruflich zurück, wenn es um die Betreuung der Kinder geht - Der Zusammenhang zwischen Lockerungen in der Wirtschaft und der fehlenden Kinderbetreuung wird nicht gesehen

  • Not public Stolberg

    8 hours ago

    Kindeswohl

  • Not public Mammendorf

    1 day ago

    Weil ich sehe, dass sehr viele Kinder leiden.In meinen Bekanntenkreis sind auch schon Kinder depressiv geworden.

  • 2 days ago

    Ich sehe als Psychologische Psychotherapeutin die Gefahr Beeinträchtigung der psychischen Gesundheit von Kindern und Jugendlichen, sowie großer Bildungslücken mit weitreichenden Folgen für unsere gesamte Gesellschaft, die sich möglicherweise erst Jahre später zeigen werden! Es wird Zeit zu handeln und vor allem Familien, die benachteiligt sind und die Betreuung zu Hause nicht ausreichend gewährleisten können, zu unterstützen, sowie einen regelmäßigen Kontakt zwischen Kindern untereinander zu gewährleisten, auch das soziale Miteinander muss gelernt werden! Ich hoffe sehr, dass es nicht schon zu spät sind um die Folgen der bisherigen Monate für die Entwicklung der Kinder aufzufangen! Die Interessen der Kinder sollten in jedem Fall vor allen Interessen der Wirtschaft stehen, schließlich sind die Kinder unsere Zukunft.

  • 3 days ago

    Selbst betroffen

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