Region: Germany
Family

Bedürfnisse von Kindern und Familien bei Corona-Öffnung berücksichtigen!

Petition is directed to
Bundesregierung
5.716 Supporters 5.700 in Germany
Collection finished
  1. Launched April 2020
  2. Collection finished
  3. Filed on 31 Aug 2020
  4. Dialog with recipient
  5. Decision

In der nächsten Zeit sollen die bisher strengen Corona-Regelungen schrittweise gelockert werden. In der Diskussion dabei kommen deutlich zu kurz: Familien und ihre Kinder!

Inzwischen ist gesichert: Kinder sind sehr viel weniger gefährdet. Gleichzeitig leiden sie in noch größerem Maße unter der sozialen Isolation, weil es schlicht auch den Horizont eines Zweijährigen übersteigen dürfte, sich monatelang einem größeren Ziel ruhig unterzuordnen und das auch noch zu verstehen.

Gerade Kindergartenkinder und Grundschüler sind in besonders intensiver Weise auf gesteigerte Fürsorge - eben nicht nur der eigenen Eltern im Homeoffice - und Kontakte mit v. A. Gleichaltrigen angewiesen, um die Entwicklung ihrer Persönlichkeit zu entfalten: Was machen wir nicht alles in "normalen" Zeiten, um ihnen diesbezüglich Förderung angedeihen zu lassen, von Pekip über musikalische Früherziehung bis zu Turnstunden etc. Und nun plötzlich wird all das an Erkenntnissen in der öffentlichen Diskussion ausgeblendet? Aufrechterhalten von Freundschaften, soziale Kontakte und frühkindliche Bildung laufen plötzlich unter "ferner liefen"?

Kinder sind eigenständige Persönlichkeiten mit eigenen, validen Bedürfnissen! Und auch sie haben Grundrechte, wie Erwachsene auch! Die Entscheider dürfen bei all den zu diskutierenden wirtschaftlichen Facetten Aspekte wie das Kindeswohl nicht verdrängen und dürfen die Eltern nicht alleine mit dem Jonglierakt und der Bürde lassen!

Denn eines ist klar: Diejenigen, welche die Wirtschaft wieder ankurbeln sollen, sind auch Mütter und Väter!

Zudem birgt ein Weitermachen wie bisher noch ganz andere Gefahren: Angefangen bei der Gefahr, die bestehende soziale Spaltung zu verstärken (Wer kann sich Alternativen zur Kita / Schule auf Dauer finanziell leisten? Wie sollen Alleinerziehende das über Monate hinweg organisieren? - um nur zwei Aspekte zu nennen). Über deutliche Rückschritte bei der Gleichberechtigung (wer steckt denn zugunsten der Kinderbetreuung meist im Job zurück, kurzfristig wie ggfs als Folge auch langfristig?) bis hin zu vermehrtem Burnout der überlasteten Eltern in absehbarer Zeit oder weitere Zunahme häuslicher Gewalt, um nur einige Gefahren zu nennen.

Diese Petition fordert die Bundesregierung auf, schnell und stärker als bisher an gangbaren Alternativen als weiterer wochenlanger Schließung zu arbeiten!!

Die Lösungen könnten vielfältig sein:

(ich erlaube mir, hier beispielhaft Ideen von Matthias Braun und Peter Dabrock zu zitieren: https://www.spiegel.de/politik/deutschland/corona-krise-und-familien-kinder-haben-ein-recht-auf-gegenwart-a-6864de34-e0fc-47d6-843d-beb3174654f9 sowie von Dörte Kaschdailis unter https://www.linkedin.com/posts/d%C3%B6rte-kaschdailis-0639b436_corona-kinderisolierung-faesrsorgendegemeinschaft-activity-6656778418807427072-1Z89)::)

  • Konsistente Regeln. Es ist nicht zu rechtfertigen, dass eine Modeboutique öffnen, aber eine Familie sich nicht mit einer Decke in einen Park oder auf einen Spielplatz setzen darf, wenn Mindestabstände zu anderen gewahrt sind.

  • Innovativ und kreativ nach Alternativen für die Risikogruppen suchen. Es mag ungewohnt sein, aber es wäre durchaus möglich, spezielle Ausgeh-, Betreuungszeiten oder Einkaufszeiten für Risikogruppen festzulegen.

  • Bedürfnisse von Kindern und jungen Familien berücksichtigen, ohne sie gleich zu "Superspreadern" machen: ein Kita-Besuch in Schichten oder Freizeitgestaltung mit festen Gruppen, die den Kleinsten wieder Kontakte zu Freunden ermöglichen.

  • Legalisierung von privaten „Care-Share-Modellen“ oder amtsdeutsch „sorgenden Gemeinschaften“: Es muss Eltern/Gemeinschaften gestattet werden rollierend eine festgelegte Anzahl von (Klein)Kindern zu betreuen, um Kita- und Grundschulschliessungen und deren Auswirkung auf das Ausbleiben von Gleichaltrigen-Kontakten abzufedern. Die Kindergruppe soll dabei eine feste Kleingruppe sein (immer die gleichen Kinder, zB max 2-4 Kinder).Größere/selbstständigere Kinder sollen im Rahmen dieser „fürsorgenden Gemeinschaft“ auch die Möglichkeit haben sich draußen zusammen aufzuhalten.

  • Öffnung von Spielplätzen und insbesondere Schulsportanlagen für solche „fürsorgende Gemeinschaften“ um dem Bewegungsdrang der Kinder Raum geben zu können.

  • ...

Wichtig ist, dass diese Überlegungen JETZT stattfinden und schnell schrittweise Lösungen freigegeben werden!!

Reason

Kinder und Familien sind in hohem Maße durch den Lockdown belastet und werden bei der schrittweisen Lockerung der Maßnahmen nicht ausreichend in der Diskussion berücksichtigt.

Diese Petition soll all diesen Menschen eine Stimme geben!

Thank you for your support, Christina Sontheim-Leven from Düsseldorf
Question to the initiator

News

  • Liebe Unterzeichnerinnen und Unterzeichner,

    die Sommerferien haben in vielen Bundesländern schon begonnen und die Sehnsucht nach "Normalität" ist bei allen groß. Trotzdem bleibt abzuwarten, wie sich die Situation in einigen Wochen darstellt, oder spätestens im Herbst, wenn die allgemeine Husten-Schnupfen-Niesen-Saison beginnt.

    Damit bleibt es also auch weiter zwingend erforderlich, dass die Zeit bis dahin genutzt wird, um belastbare Konzepte insbesondere für den Kindergarten- und Schulbetrieb zu entwickeln! Einen nochmaligen Improvisationszustand wie in den letzten Monaten verkraften wir nicht: Wir, die Eltern, wir die Arbeitgeber und Arbeitnehmer und am allerwenigsten die Kinder!

    "Eine Umfrage des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf... further

  • Sehr geehrte Frau Sontheim-Leven,


    Frau Bundesministerin Dr. Franziska Giffey dankt für Ihre Mail. Aufgrund der Vielzahl an Zuschriften ist es der Ministerin leider nicht möglich, alle Anfragen selbst zu beantworten. Sie hat mich daher gebeten, Ihnen zu schreiben.

    Zunächst möchte ich Sie um Verständnis bitten, dass Sie erst heute eine Antwort erhalten. Aufgrund der aktuellen Corona-Pandemie erreicht uns derzeit eine überdurchschnittlich hohe Anzahl an Zuschriften. Daher ist es leider nicht immer möglich, eingehende Schreiben zeitnah zu beantworten.

    Die Corona-Pandemie und die mit den Maßnahmen zu ihrer Eindämmung verbundenen Einschränkungen stellen uns alle gemeinsam seit vielen Wochen vor große Herausforderungen. Ob bei der Arbeit, beim... further

  • Sehr geehrte Frau Sontheim-Leven,


    Frau Bundesministerin Dr. Franziska Giffey dankt für Ihre Mail. Aufgrund der Vielzahl an Zuschriften ist es der Ministerin leider nicht möglich, alle Anfragen selbst zu beantworten. Sie hat mich daher gebeten, Ihnen zu schreiben.

    Zunächst möchte ich Sie um Verständnis bitten, dass Sie erst heute eine Antwort erhalten. Aufgrund der aktuellen Corona-Pandemie erreicht uns derzeit eine überdurchschnittlich hohe Anzahl an Zuschriften. Daher ist es leider nicht immer möglich, eingehende Schreiben zeitnah zu beantworten.

    Die Corona-Pandemie und die mit den Maßnahmen zu ihrer Eindämmung verbundenen Einschränkungen stellen uns alle gemeinsam seit vielen Wochen vor große Herausforderungen. Ob bei der Arbeit, beim... further

Weil unsere Familie nach 5 Wochen emotional erschöpft ist u. uns nun auch noch finanzielle Sorgen plagen. Wir sind auf beide Gehälter angewiesen u. haben nur 30 Tage Urlaub. Eine unbezahlte Freistellung können wir uns nicht leisten. 3 Kinder (Kitakind, 2. u. 5. Klasse) schulisch zu betreuen, zu bekochen etc., ist ein 100%-Job. Eltern können nicht "nebenher" oder in Nachtschicht im Homeoffice arbeiten u. ihren Kindern gerecht werden. Wir sind überfordert u. überlastet, brauchen dringend eine Lösung: Betreuung in Kleingruppen od. Lohnersatzleistung für erwerbstätige Eltern (auch im Homeoffice)!

Es geht nicht um die Gefährdung der Kinder, sonder, dass die Kinder, ohne selber gefährdet zu sein, die Überträger sind. Und was die Decke in Park betrifft, die Eltern schaffen es jetzt nicht, den Kindern die Regeln beizubringen, wie wollen Sie dann, den Abstandsgeboht beibringen, wenn noch 50 Kindern auf dem Spielplatz herumtoben.

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