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  • Von: Andreas Wulf (Initiative gegen den Planungsirrsinn) mehr
  • An: Oberbürgermeisterin Henriette Reker
  • Region: Köln mehr
    Kategorie: Umwelt mehr
  • Status: Der Empfang der Petition wurde bestätigt
  • In Bearbeitung
  • 3.340 Unterstützende
    2.998 in Köln
    Sammlung abgeschlossen.

Bürger fordern offenen Dialog zur Nord-Süd-Bahn!

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... denn das öffentliche Interesse wird nicht von ein paar Stadtplanern bestimmt.

Nach dem Einsturz des Historischen Archivs (03.03.2009) am Waidmarkt (1. Baustufe) und der Fehlplanung der oberirdischen Querung der Rheinuferstraße (2. Baustufe) forderten die Bürgervereine und Initiativen im Kölner Süden eine menschen- und umweltgerechte Planung der 3. Baustufe (von der Marktstraße bis zum Verteilerkreis Köln-Süd). Die 3. Baustufe ist sinnlos und verursacht zusätzliche Kosten, solange die 1. Baustufe wegen des Archiveinsturzes nicht komplett befahren werden kann, also bis ca. 2024. Bevor über 300 Bäume entlang der Bonner Straße und am Verteilerkreis Köln-Süd gefällt werden, sollen die Bürgerforderungen ernsthaft geprüft und Alternativen für eine lebenswertere Gestaltung der Trasse abgewogen werden.

Begründung:

Seit Jahren werden fast alle Vorschläge und Einwendungen von der Stadtverwaltung ignoriert oder mit Scheinargumenten abgetan. Die Bürgerbeteiligungen waren Alibi-Veranstaltungen. Gegen den Umwelt- und Denkmalschutz wird verstoßen! Dazu stellt die Bezirksregierung Köln im Planfeststellungsbeschluss lediglich fest, dass diese Verstöße durch das "öffentliche Interesse" an der städtischen Planung gerechtfertigt seien.

Der Preis für alle drei Baustufen betrug ursprünglich 550 Mio. EUR. Er wird auf mindestens 1,3 Mrd. EUR ansteigen. Davon werden 806 Mio. EUR (1) aus Bundes- und Landessteuermitteln bezahlt. Die Differenz von über 485 Mio. EUR (1) zahlt die Stadt Köln, also rund das neunfache der ursprünglich veranschlagten 55 Mio. EUR. Dafür muss die Stadt einen Kredit mit 6% Schuldzinsen (zusätzlich zwischen 580 und 617 Mio. €) aufnehmen. In dieser Berechnung sind die weiteren 1,3 Mrd. EUR Schadens- und Untersuchungskosten für das Stadtarchiv noch nicht enthalten.

Die bevorstehende 3. Baustufe gibt im öffentlichen Nahverkehr nur Sinn, wenn auch die 4. Baustufe über den Verteilerkreis hinaus bis Meschenich zeitnah realisiert wird. Die ca. 5 km lange Strecke kostet rund 86 Mio. EUR. Das sei zu teuer, sagt die Stadt. Zum Vergleich: Die Tunnelgleise vom Dom bis zur Marktstraße haben pro 1 km 300 Mio. EUR verschlungen.

Wir Bürgerinnen und Bürger sowie die Bürgervereine und Initiativen wollen:

Keine vorschnelle Fällung von über 300 Bäumen entlang der Bonner Straße!

Eine stadtgestalterische Einbindung der Bahn auf der Bonner Straße zur Erhaltung und Erhöhung der Aufenthalts- und Wohnqualität:

Umgestaltung der Haltestelle Marktstraße zu einem Aufenthaltsraum für Bahn-Fahrgäste, Fußgänger und Radfahrer.

Ein befahrbares Straßengleis zwischen Gürtel und Schönhauser Straße, damit die Bonner Straße dort vierspurig bleibt.

Die Bonner Straße soll künftig nicht wie die Luxemburger Straße aussehen.

Eine Alternativlösung statt der "rückbaufähigen" Bahn-Endhaltestelle mit "temporärer" Bushaltestelle auf der Bonner Straße. Für den Buswender und die Busspur müssten doppelt so viele Bäume im verbindenden Grünzug zum Grüngürtel gefällt werden.

Ein Verkehrskonzept für die Stadt Köln, damit bei Änderungen der Verkehrsführung die Auswirkungen für den Kölner Süden abschätzbar und örtlich begrenzte Bauplanungen ohne Blick für die Zusammenhänge beendet werden.

Eine zeitnahe Realisierung der 4. Baustufe und nicht erst 2030 oder später.

P&R vor den Toren der Stadt, z.B. an den Standorten Godorf und nahe der Umgehungsstraße Meschenich, und nicht erst hinter dem Verteilerkreis.

Eine langfristige Planung für den Verteilerkreis und den Grüngürtel:
- eine denkmal-, umwelt- und wasserschutzgerechte Querung der Nord-Süd-Bahn.
- Optionen für den Abbau von Verkehrsstaus.
- Bahnanbindung neuer Wohngebiete, wie Rondorf Nord-West und Parkstadt Süd.
- Kein Abdrängen des Verkehrs in ruhige Wohngebiete.
- Keine 21 Fahrspuren an der Kreuzung Schönhauser Straße / Bonner Straße.

Deshalb: Keine Baumfällungen vor einer Neuplanung!

Die unzureichende städtische Planung kann nicht im öffentlichen Interesse liegen!

Unterstützen Sie uns mit Ihrer Unterschrift. Vielen Dank!
Weitere Informationen unter Planungsirrsinn.koeln4.de

(1) Die Zahlen wurden aufgrund von zwischenzeitlichen Mitteilungen der Stadt Köln und der Nahverkehr Rheinland GmbH angepasst. Übersicht und Quellenangaben unter:
www.koeln4.de/s/pli/b/6601_gesamtkosten_nssb.pdf

Im Namen aller Unterzeichner/innen.

Köln, 07.07.2016 (aktiv bis 06.01.2017)


Neuigkeiten

Die „Petition für einen offenen Dialog zur Nord-Süd-Bahn“ lief zunächst nur 2 Monate, um ein vorzeitiges Fällen der rund 300 Bäume entlang der Bonner Straße und im Wäldchen am Verteilerkreisel Köln-Süd ab Oktober 2016 (nach dem Ende der Vegetationsphase) ...

>>> Zu den Neuigkeiten


Debatte zur Petition

PRO: Die Bonner Straße soll eine Allee werden. Dafür werden 300 Großbäume gefällt? Eigentlich ist die Bonner Straße schon eine Allee, d. h. die großen Bäume werden gefällt und dafür werden kleinere gepflanzt. Der ökologische Wert der Bäume (siehe Quelle) spielte ...

PRO: Bonner Str. muss weiterhin vierspurig bleiben. Keine radikalen Baumfällungen. Auf jeden Fall nur Einbau von Niederflurbahnen, um die Querung der Straße auf der ganzen Strecke zu gewährleisten. Dadurch auch Vermeidung der hohen Bahnsteige. Kein P+R-Haus ...

CONTRA: Das Projekt ist durch sämtliche Gremien gegangen und wurde hinreichend diskutiert. Als wären sämtliche Verzögerungen nicht schon schlimm genug, jetzt muss erneut "offen" diskutiert werden. Dabei ist doch vollkommen klar, was so ein "offener Dialog" zu ...

CONTRA: Für Irrsinn halte ich v.a. den Vorschlag mit der Niedrigflur-Tram: 1.) Ohne eigenen Gleiskörper stehen die Bahnen zusammen mit den Autos im Stau. Bei anderen Linien entstehen auf der Straße die größten Verspätungen. 2.) Der Umstiegs-Zwang. Umsteigen = ...

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Petitionsverlauf

Woher kamen Unterstützer

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