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Bild zur Petition mit dem Thema: Bundesweit einheitliche und branchenübergreifende 30-Stunden-Woche als Vollzeitarbeit Bundesweit einheitliche und branchenübergreifende 30-Stunden-Woche als Vollzeitarbeit
  • Von: Dipl.-Inf. Sebastian Rostock mehr
  • An: Deutscher Bundestag Petitionsausschuss
  • Region: Deutschland mehr
    Kategorie: Soziales mehr
  • Status: Die Petition wurde eingereicht
    Sprache: Deutsch
  • In Bearbeitung
  • 99 Unterstützende
    98 in Deutschland
    Sammlung abgeschlossen

Bundesweit einheitliche und branchenübergreifende 30-Stunden-Woche als Vollzeitarbeit

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Die bundesweit einheitliche und branchenübergreifende 30-Stunden-Woche soll als Vollzeitarbeit unter Erhaltung des monatlichen Einkommens sowie aller Freizeitregelungen und arbeitsfreien Tage eingeführt werden.

Begründung:

Eine Forderung nach Arbeitszeitminderung beim vollen Lohnausgleich ist ein normales Anstreben der Menschen, die als Arbeitnehmer auf dem Arbeitsmarkt ihre Arbeitskraft zum Verkauf anbieten.

Die Senkung der gesetzlichen Vollzeitarbeit auf 30 Stunden pro Woche würde folgende Vorteile bringen:

  • Verbesserung der Work-Life Balance

  • Verbesserung der Chancen zur Weiterbildung

  • Verbesserung der Erholung zur Qualitätssicherung der Arbeit

  • Ausgleich der für die heute länger gewordenen Arbeitswege benötigten Zeit

  • Schaffung neuer Arbeitsplätze und somit Senkung der Arbeitslosigkeit

  • Möglichkeit einer effizienteren Nutzung der Produktionsmittel durch bspw. zwei Tagesschichten, wo bisher nur eine existierte (dadurch bspw. Umsatzsteigerung)

  • Steigerung der Nachfrage nach Freizeit- und Erholungsangeboten

  • Erhöhung der sozialen Zufriedenheit durch Minderung der sozialen Spannungen, wodurch die Notwendigkeit von Polizeieinsätzen und Überwachungsmaßnahmen sinkt

Als Gegenargumente könnten folgende genannt werden:

  • Gewinne vereinzelter Unternehmen könnten gemindert werden

  • Senkung der Arbeitslosigkeit vermindert den Konkurrenzdruck auf dem Arbeitsmarkt, reduziert die Angst des Arbeitnehmers vor Verlust des Arbeitsplatzes und erschwert damit die Möglichkeiten seines außervertraglichen Einsatzes

Die Arbeitsverhältnisse als Teil der Wirtschaftsbeziehungen werden durch die Aktivität der Arbeitnehmer bestimmt. Die Arbeitszeiten waren früher länger. Die Idee der Reduzierung der Arbeitszeit auf 8 Stunden entstammt dem Owen’s „888“-Konzept (8 Std. jeweils für Arbeit, Arbeitsfrei, Schlaf) und wurde auf dem Genfer Kongress der Internationalen Arbeiter Assoziation unter Mitwirkung von Marx und Engels bereits im Jahre 1866 gefordert.

Die gesetzliche Vollarbeitszeit von 8 Stunden pro Tag wurde erstmals auf Staatsebene in Russland vor 100 Jahren (gleich nach der Sozialistischen Oktoberrevolution 1917) eingeführt, später haben die Arbeitnehmer vieler anderer Länder solche Arbeitszeitverhältnisse ebenfalls durchgesetzt, in Deutschland nach der Novemberrevolution in 1918 (wobei Samstag jedoch in vielen Ländern erst gegen Mitte des 20. Jhdt. zum arbeitsfreien Tag erklärt wurde). Die Jahre seit der letzten Änderung von 1967 haben vieles an technischem und sozialem Fortschritt gebracht, sodass eine moderne Gesellschaft sich diese neuen Arbeitszeitverhältnisse problemlos leisten könnte. Außerdem sind die Arbeitswege heute länger und die Weiterbildung erfordert ebenfalls immer mehr Zeit, sodass aus 8 Stunden „arbeitsfreier“ Zeit immer weniger für wirkliches Erholen, wirkliches Leben bleibt.

Die Gesetze von Nachfrage und Angebot lehren uns, dass ein Käufer (z. B. Arbeitgeber als Käufer der Arbeitskraft) immer Interesse hat, die Ware möglichst günstig zu bekommen (am besten geschenkt). Ein Anbieter von Arbeitskraft (Arbeitnehmer) hat damit das Ziel, möglichst mehr Lohn für seine Arbeitskraft und Zeit seines Lebens zu bekommen. Auf dem Arbeitsmarkt befindet sich der Käufer der Arbeitskraft jedoch in einer besseren Lage, da er bereits die Produktionsmittel besitzt und dadurch die Arbeitsplatzbedingungen regelt, sodass solche Forderung nach einem gerechten Tauschwert für Arbeitskraft und Lebenszeit des Arbeitnehmers nicht im Alleingang zu schaffen ist. Nur durch gemeinsames Engagement haben die Generationen der Arbeiter vor uns die heutigen Arbeitsverhältnisse für uns erreicht und gezeigt, dass und wie dies möglich ist. Auch wir können unseren Beitrag dazu leisten, bessere Verhältnisse für uns und die kommenden Generationen zu schaffen.

Quellen

Im Namen aller Unterzeichner/innen.

Dresden, 01.05.2017 (aktiv bis 31.10.2017)


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CONTRA: es wird allerdings viele Menschen geben, die Vollzeit erwerbstätig sein wollen, zB. weil sie das Geld brauchen und ihnen der Job Spaß macht.



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