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Bild zur Petition mit dem Thema: Erhalt der Eigenständigen Dr. Albert Liebmann Schulen für Obernburg-Eisenbach und Miltenberg Erhalt der Eigenständigen Dr. Albert Liebmann Schulen für Obernburg-Eisenbach und Miltenberg
Erfolg
  • Von: Nicht öffentlich
  • An: Landrat Jens Marco Scherf
  • Region: Landkreis Miltenberg mehr
    Kategorie: Bildung mehr
  • Status: Petition hat zum Erfolg beigetragen
    Sprache: Deutsch
  • Erfolg
  • 3.008 Unterstützende
    2.308 in Landkreis Miltenberg
    Quorum für Landkreis Miltenberg (1.700) erreicht.

Erhalt der Eigenständigen Dr. Albert Liebmann Schulen für Obernburg-Eisenbach und Miltenberg

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Wir Eltern der Liebmann-Schulen Miltenberg und Obernburg-Eisenbach lehnen die Eingliederung unseres Förderzentrums mit dem Förderschwerpunkt Sprache in neugeplante Förderzentren Miltenberg und Obernburg/Eisenbach ab. Bitte helfen Sie mit und unterstützen sie uns mit ihre Stimme. Es bleibt uns nicht viel Zeit, schon am kommenden Montag 18.5.2015, wird beschlossen ob es uns als eigenständige Liebmann-Schule so wie in der bisherigen Form, in Zukunft überhaupt geben wird. Aus den vorausgegangenen fehlgeschlagenen Versuchen der letzten Jahre haben jetzt Regierung, Caritas und Landrat gelernt und im Geheimen einen Plan entwickelt, die Bildung des Förderzentrums (diesmal in Miltenberg sowie in Obernburg/Elsenfeld) durchzusetzen. Um den Widerstand der Eltern zu umgehen, wurden wir alle vor fast vollendete Tatsachen gestellt. Die Einladung zur heutigen Informationsveranstaltung bekamen sowohl Mitarbeiter als auch Elternvertreter am Freitag, 8.5.2015. Auf Nachfrage, worum es in dieser Sitzung gehen sollte, wurde mitgeteilt, dass auf Anweisung bis Montag, 11.5.2015 von der Schulleitung keinerlei Informationen weitergegeben werden dürfen. Wir wurden am heutigen Montag, 11.5.2015 in Kenntnis gesetzt, dass bereits am Mittwoch eine Sitzung des Kreistagsausschusses dazu stattfindet. Damit soll der Weg geebnet werden, dass die Außenstellen in Miltenberg und Eisenbach von der Liebmann-Schule abgetrennt werden und in Förderzentren eingebunden werden sollen. Die endgültige Abstimmung hierüber ist bereits am kommenden Montag. Uns verbleiben nur noch wenige Stunden, um unsere Meinung kundzutun. Den Verantwortlichen war die Ablehnung der Eltern im Vorhinein bewusst! Deshalb hat man versucht, jegliche Einflussnahme durch den Elternwillen zu unterbinden. Das wollen wir so nicht hinnehmen! Ein solches Vorgehen entspricht weder den oft zitierten demokratischen noch pädagogischen Leitvorstellungen! Unsere große Verbundenheit, die enorme Elternakzeptanz der Liebmann-Schule ist bei einem Förderzentrum nicht gegeben. Eine bessere, individuellere Förderung unserer Kinder mit Sprachproblemen können wir uns nicht vorstellen!

Alle Welt spricht von Chancengleichheit für alle, doch wieder zeigt sich, es geht nur ums Geld. Diese geplante Zusammenführung dient nur einem Zweck, "finanzielle Einsparung" und wieder ausgetragen auf dem Rücken unsere Kinder.

Auch die Gesellschaft für Sprachheilpädagogik unterstützt solch eine Eingliederung zu einem Förderzentrum nicht:„Inklusive Pädagogik in Deutschland darf nicht dazu führen, dass eine durch Integration nachweislich verbesserte Teilhabe von Benachteiligten in unserer Gesellschaft nun zu einer inklusiven Vernachlässigung derselben führt.“ (Gerhard Zupp, 1. Bundesvorsitzender, dgs)

Durch intensive, sprachrehabilitative Maßnahmen wird es unseren Kinder rasch ermöglicht die Chancengleichheit bei der Rückschulung an die allgemeine Schule herzustellen. All das wird ausschließlich durch die qualifizierte Förderung der engagierten Lehrern der Liebmann-Schule möglich. Es ist für uns ein echtes Privileg, dass unsere Kinder auf diese Schule gehen dürfen. Es wäre wirklich Schade, wenn anderen Familien dieses Privileg verwährt bleiben würde. Wir sind davon überzeugt, wenn diese Schule zu einem großen Förderzentrum zusammengeführt wird, es nicht mehr gewährleistet ist, eine so qualifizierte Förderung, in diesem Ausmaß und dem fast familiären Umfeld zu leisten, auch wenn das weiterhin versprochen und geplant wird. Solche Zusammenführungen leiden immer unter Kürzungen jeglicher Art, sei es Personal, Schülerzahlen, Budget, gutes und sinnvolles Lernmaterial oder persönlichem Engagement.

Begründung:

Wir Eltern empfinden es als Privileg, unser Kind an die Liebmann-Schule mit dem Schwerpunkt Sprache schicken zu können. Wir wären diesen Weg nicht gegangen mit einem allgemeinen Förderzentrum im geplanten Sinne, auch wenn versichert wird, dass alle Förderschwerpunkte hier integriert sein sollen. An ein solches Förderzentrum werden nur ganz wenige Eltern ihre Kinder mit Sprachproblemen schicken. Wir sind davon überzeugt, dass die Liebmann-Schule ein Garant ist für die äußerst qualifizierte Förderung unserer Kinder, die ihnen eine Teilnahme an der Grundschule schnellstens wieder ermöglicht. Unsere große Verbundenheit, die enorme Elternakzeptanz der Liebmann-Schule ist bei einem Förderzentrum nicht gegeben. Eine bessere, individuellere Förderung unserer Kinder mit Sprachproblemen können wir uns nicht vorstellen! Warum soll man etwas ändern, das optimal funktioniert? Wir und unsere Kinder wollen nicht die Opfer neuer Trends werden, wie es die flächendeckende Einführung von Förderzentren darstellt. Die schrittweise Rücknahme des G8 sollte hier Mahnung genug sein!

Nachfolgend Ausschnitt einer Pressemitteilung der Deutschen Gesellschaft für Sprachheilpädagogik Nr.01/2009

Teilhabe braucht Sprache Sprache ist der Schlüssel zur gesellschaftlichen Teilhabe. Kinder, Jugendliche und Erwachsene, die Sprache, sei es in mündlicher oder schriftlicher Form, durch Wort, Bild oder Bewegung, nicht erwartungsgemäß verwenden und verstehen können, werden in ihrer Teilhabe an der Gesellschaft behindert. Die Deutsche Gesellschaft für Sprachheilpädagogik e.V. (dgs) unterstützt ausdrücklich die Forderungen der Konvention für die Entwicklung zu einer inklusiven Gesellschaft, die auch für Menschen mit Sprach- und Sprechstörungen nicht exklusive und fremdbestimmte Fürsorge vorhält, sondern ein größtmögliches Maß an Selbstbestimmung und Gleichberechtigung ermöglicht. Das Bildungssystem in Deutschland muss sich auch auf die erschwerten Lern- und Entwicklungsbedingungen von Kindern mit Beeinträchtigungen in der Sprache einstellen. Lehrkräfte mit der akademischen Qualifikation im Fach Sprachheilpädagogik unterstützen diese Kinder und Jugendlichen in einem flexiblen System auch an allgemeinen Kindergärten und Schulen durch sprachheilpädagogisch gestalteten Unterricht und Therapie. So ermöglichen sie als integraler Bestandteil des allgemeinen Bildungssystems die chancengleiche Teilhabe an Bildung und Erziehung. Damit erfüllen sie die Forderung insbesondere der Artikel 3, 4 und 5 der UN-Konvention, nämlich: „angemessene Vorkehrungen, notwendige und geeignete Änderungen und Anpassungen, die keine unverhältnismäßige oder unbillige Belastung darstellen und die, wenn sie in einem bestimmten Fall erforderlich sind, (vorzunehmen), um zu gewährleisten, dass Menschen mit Behinderungen gleichberechtigt mit anderen alle Menschenrechte und Grundfreiheiten genießen oder ausüben können“ (Artikel 2), Schulen, die mit fachlich qualifizierten Lehrkräften den Förderschwerpunkt Sprache anbieten, verfolgen in der Regel den berufsqualifizierenden Bildungsgang der allgemeinen Schule und verstehen sich als Durchgangsschulen mit dem Ziel, durch intensive, sprachrehabilitative Maßnahmen möglichst rasch die Chancengleichheit bei der Rückschulung an die allgemeine Schule herzustellen. Die hohen Rückschulungsquoten dieser Schulen sind ein beredtes Zeichen für die Bedeutsamkeit dieser Förderung.

Die dgs stimmt daher mit dem Verband der Sonderpädagogik e.V. (vds) überein, dass inklusive Pädagogik Professionalität braucht. Diese Professionalität zeigt sich in der fachspezifischen, wissenschaftlichen Qualifikation, präventiv Bedingungen zu erkennen, die die kindliche Sprachentwicklung gefährden können sowie Unterricht und Therapie so gestalten zu können, dass Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen die Teilhabe an Erziehung und Bildung und am gesellschaftlichen Leben ermöglicht wird. Weiterhin sollen alle Abschlüsse, die in Schulen mit dem Förderschwerpunkt Sprache möglich sind, grundsätzlich berufsqualifizierend sein. Spezielle Schulabschlüsse für Sonderschüler, wie sie die Kultusministerkonferenz plant, werden von der dgs ausdrücklich abgelehnt.

„Inklusive Pädagogik in Deutschland darf nicht dazu führen, dass eine durch Integration nachweislich verbesserte Teilhabe von Benachteiligten in unserer Gesellschaft nun zu einer inklusiven Vernachlässigung derselben führt.“ (Gerhard Zupp, 1. Bundesvorsitzender, dgs)

Im Namen aller Unterzeichner/innen.

Kirchzell, 12.05.2015 (aktiv bis 11.07.2015)


Neuigkeiten

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Mitstreiter, zum Ende der Petition möchten wir Ihnen unseren Dank für Ihre Unterstützung ausdrücken! Vor einigen Wochen haben uns die Initiatoren des geplanten Zusammenschlusses informiert, dass sie Abstand von ...

>>> Zu den Neuigkeiten


Debatte zur Petition

PRO: Die Handhabung "unter der Hand" zeugt davon, dass hier schnell und heimlich vollzogen werden soll. Allein der Umstand, dass nicht offen sondern extrem kurzfristig (das kann wohl nur sein, weil es keine gesetzlichen Fristen einzuhalten gibt) informiert ...

PRO: Es geht um Demokratie!

CONTRA: "Alle Welt spricht von Chancengleichheit für alle, doch wieder zeigt sich, es geht nur ums Geld. Diese geplante Zusammenführung dient nur einem Zweck, "finanzielle Einsparung"- Das ist doch natürlich. Die Mittel müssen sinvoll eingesetzt werden, da sie ...

CONTRA: Leider wird in dieser Petition zu wenig Information geliefert, um was es denn jetzt genau geht. Zu viel Werbung für die Schulen, zu wenig Hintergrund.

>>> Zur Debatte



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