• Von: Tjorben Wigger mehr
  • An: Kultusministerin
  • Region: Niedersachsen mehr
    Kategorie: Bildung mehr
  • Status: Die Petition ist bereit zur Übergabe
  • Zeichnung beendet
  • 12.627 Unterstützer
    10.975 in Niedersachsen
    Sammlung abgeschlossen

Frau Ministerin Heiligenstadt, wir fordern mehr Schulsozialarbeiter insbesondere an Grundschulen!

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Es gibt zur Zeit in Niedersachsen kein einheitliches und schlüssiges Gesamtkonzept zum Thema Schulsozialarbeit. Insbesondere an Grundschulen gibt es mehrere Formen der Finanzierung und verschiedenste Konzepte.

( Siehe hierzu eine Studie der Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst
Hildesheim Holzminden Göttingen:
www.hawk-hhg.de/sozialearbeitundgesundheit/media/Einblick_Schulsozialarbeit_in_Niedersachsen.pdf und elearn.hawk-hhg.de/projekte/160/media/Dokumentation_Fachtag_Schulsozialarbeit_06_2015.pdf )

Viele Schulsozialarbeiter an Grundschulen sind bei dem jeweiligen äußeren Schulträger angestellt und haben hier häufig befristete Arbeitsverträge. Die Städte und Gemeinden begreifen dieses meist als sogenannte freiwillige Aufgabenübernahme.
Andere Schulsozialarbeiter werden über Träger der Jugendhilfe finanziert und von diesen konzeptionell begleitet.
Einige wenige Schulsozialarbeiter in sozialen Brennpunkten werden vom Land Niedersachsen finanziell getragen.

Gerade der erste Punkt zeigt, dass sich häufig nur Städte und Gemeinden mit einer guten Haushaltslage einen Schulsozialarbeiter oder eine Schulsozialarbeiterin an einer Grundschule leisten können.

EINE VERLÄSSLICHE; NACHHALTIGE UND KOORDINIERTE SCHULSOZIALARBEIT ERFORDERT EINE GESETZLICHE REGELUNG DURCH DAS KULTUSMINISTERIUM UND DIE ÜBERNAHME DER KOSTEN DURCH DAS LAND NIEDERSACHSEN!!!

Durch Schulsozialarbeit an Grundschulen werden sozial benachteiligte Kinder frühzeitig unterstützt und gefördert. Dieses entlastet auch den Regelunterricht und kommt somit allen Schülern zugute. Auch weiterführende Schulen würden erheblich von dem Ausbau der Schulsozialarbeit an Grundschulen profitieren, da die Kinder dann beim Wechsel auf die weiterführende Schule bereits mehrere Jahre sozialpädagogisch unterstützt worden sind.

Begründung:

Sozialarbeit an Schulen ist seit Jahren ein wichtiger Baustein in unserem Bildungssystem. Dieser Baustein wird gerade heute durch die Themenfelder Inklusion, Integration und Ganztagsschule zu einem Schlüsselthema, um all diesen Herausforderungen angemessen begegnen zu können. Gerade jetzt sollten besondere Anstrengungen unternommen werden, damit an allen Schulen ein gemeinsames Zusammenleben und zusammen lernen möglich
wird .

Die Schulsozialarbeit würde hierbei allen Schülern, im besonderen Maße aber den Kindern und Jugendlichen zugute kommen, die Defizite in der sozialen/emotionalen Entwicklung mitbringen.
Im Rahmen der Inklusion gibt es Schüler die zeitweise oder vollständig nicht im Klassenverband unterrichtet werden können und auch im System der Förderstunden keine Fortschritte machen. Hier sind spezielle Lernräume und sozialpädagogische Fachkräfte erforderlich, um diesen Schülern eine Lern- und auch Lebensperspektive zu ermöglichen.
Bei den Herausforderungen der Integration können Schulsozialarbeiter zum Beispiel durch Projekte einen wichtigen Beitrag zum interkulturellen Zusammenleben in den Schulen und darüber hinaus leisten. Auch beim Erkennen von Schülern mit traumatischen Belastungen können die Schulsozialarbeiter eine entscheidende Rolle spielen.
In einer Ganztagsschule bekommen verschiedenste soziale Themen eine größere Bedeutung. Auch hier ist ein Sozialarbeiter die passende Antwort auf die daraus resultierenden Herausforderungen. Je früher Kinder mit bestimmten Defiziten in ihrem Schulleben von einem Schulsozialarbeiter unterstützt werden, desto größer ist die Chance auf einen guten Bildungsabschluss und ein erfolgreiches Berufsleben.

In einer der nächsten Sitzungen wird im Kultusausschuss über das Thema Schulsozialarbeit gesprochen werden und im Kultusministerium arbeitet man schon länger an einem Konzept zu diesem Thema. Daher brauchen wir jetzt jede Unterstützung um deutlich zu machen:

WER VON CHANCENGLEICHHEIT IM BILDUNGSSYSTEM SPRICHT, DER MUSS EIN DURCHDACHTES KONZEPT ZUM THEMA SCHULSOZIALARBEIT VORLEGEN UND DIE NOTWENDIGEN FINANZIELLEN MITTEL ZUR UMSETZUNG ZUR VERFÜGUNG STELLEN, DIESES GILT INSBESONDERE FÜR DEN BEREICH DER GRUNDSCHULEN!!!

Im Namen aller Unterzeichner/innen.

Fredenbeck, 02.02.2016 (aktiv bis 16.08.2016)


Neuigkeiten

Am19.08.2016 haben wir die beiden Onlinepetitionen bei der Kultusministerin in Hannover persönlich übergeben können. Wir haben zusammen über 24.000 Unterschriften für mehr Schulsozialarbeit abgeben können. Die Ministerin hat uns freundlich empfangen und ...

>>> Zu den Neuigkeiten


Debatte zur Petition

PRO: Wir haben an unserer Schule sehr positive Erfahrungen mit der Schulsozialarbeit gemacht und sehr gute Erfolge erlebt. Die Schulsozialarbeit arbeitet präventiv in Einzelfall–, Gruppen-, und Elternarbeit. Die Schulsozialarbeit verbessert die sozialen Kompetenen ...

PRO: Ja zur Schulsozialarbeit! Durch Inklusion und Ganztag sowie durch verschiedenste gesellschaftliche Herausforderungen (wie beispielsweise veränderte Familienkonstellationen und Zuzug von Flüchtlingen) befindet sich der Schulalltag für Kinder, Lehrer und ...

CONTRA: Ja, da blicke ich erstaunt auf dei PRO Seite. Einer macht nen guten Vorschlag und schon kommt wieder Gegenweind. Selbst etwas zahlen für die Kinder und die Sozialarbeit, ach Gott, so hatte ich mir das ja nicht vorgestellt. Aber wieso sollen denn nicht ...

CONTRA: In der Petition fehlt doch ganz klar der Hinweis auf das "Wie". Das ein Sozialarbeiter an einer Grundschule tatsächlich den durch die Petition gewünschten Effekt bringt, muss erst mal bewiesen werden. Ausserdem ist der Einsatz von Sozialarbeitern nach ...

>>> Zur Debatte



Petitionsverlauf

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