Seit einiger Zeit gibt es vielfältige Angriffsversuche auf das Landschaftsschutzgebiet Ebersberger Forst. Konkret wird nun auf Kosten von Mensch und Natur eine Umgehungsstraße durch ein einzigartiges Waldbiotop bei Schwaberwegen im Norden des Landschaftsschutzgebiets Ebersberger Forst geplant. Die Projektierung von Windkraftanlagen inmitten des Ebersberger Forstes stellt ebenso eine exorbitante Bedrohung für das Landschaftsschutzgebiet dar. All diese Maßnahmen sind Einfallstor und Auftakt für weitere Baumaßnahmen - seien es Straßen oder noch mehr Windräder - mit immensen Flächenverbrauch und Zerstörung von Tier- und Pflanzenwelt.

DIES MUSS VERHINDERT WERDEN – WEHRET DEN ANFÄNGEN!

Leider gibt es vielfältige Bestrebungen, wichtige Teile des wertvollen Bannwalds zu zerstören (www.sueddeutsche.de/muenchen/ebersberg/ebersberger-forst-das-loch-im-puzzle-1.3493440; www.sueddeutsche.de/muenchen/ebersberg/kehrtwende-in-der-marktgemeinde-kirchseeon-will-die-nordtrasse-1.2967192; www.sueddeutsche.de/muenchen/ebersberg/ebersberg-zonen-fuer-rotoren-1.3552812 ). Ohne Rücksicht auf Verluste von Flora und Fauna werden massive Eingriffe in den Bannwald Ebersberger Forst geplant. Das wäre das Ende des Ebersberger Forstes als Teil unserer Lebensgrundlage und hätte massive Auswirkungen auf uns alle, denn nur große zusammenhängende Waldflächen können positive ökologische Effekte entfalten.

Reason

Der Ebersberger Forst ist das größte zusammenhängende Waldgebiet im bayerischen Flachland. Mehr als 200 Jahre lang wurde dieses regional und überregional herausragend wichtige Landschaftsschutzgebiet (Trinkwasser- und CO2-Speicher, Schadstoff- und Staubfilter, Frischlufterzeuger) unversehrt an nachfolgende Generationen weitergegeben und durch weitsichtige, verantwortungsvolle Politiker vor jeglichen Angriffen geschützt. Die Wichtigkeit eines intakten Waldes für alle Menschen in der näheren Umgebung im Landkreis Ebersberg und dem großen Verdichtungsraum München ist angesichts von Klimawandel und jüngster Naturkatastrophen allzu offensichtlich. Allein die jetzt geplante Umgehungsstraße bei Forstinning würde unwiderruflich rund 30.000 qm Wald zerstören sowie ca. 150.000 qm Wald und wertvolle ökologischen Flächen vom Ebersberger Forst abtrennen (sz.de/1.3493440 ; www.stbaro.bayern.de/strassenbau/projekte/B15S.ALSA0022.00.html). Betroffen wäre ein intaktes, ökologisch besonders wertvolles Mischwaldareal mit vielen über 100-jährigen Eichen und Buchen. Dieser Wald ist ein wichtiger Lebensraum für viele seltene Tierarten. Die Umgehung würde im Landschaftsschutzgebiet unersetzbaren Bannwald zerstören und zerstückeln (www.2080-forstinning.de/strassenbaupläne/geplante-umgehungsstrasse/ ). Für jedes Windrad werden ca. 15.000 qm Wald gerodet. Bei fünf Windrädern wäre dies eine Zerstörung von 75.000 qm wertvollen Waldbiotops.. (www.energieland.hessen.de/aktion/zukunftswerkstatt/eltville/Dr_Ingo_Ewald_%20Flaechenbedarf_Zuwegung_Rueckbau_14_04_2015.pdf S. 12 ; docplayer.org/61430889-Begruendung-flaechenhafte-aenderung-des-teilflaechennutzungsplanes-windkraft-suedlich-gerichtstetten-gem-5-abs-5-baugb.html S.8-9; www.openpetition.de/petition/online/buergerinitiative-gegen-den-bau-von-windraedern-im-windparkgebiet-wagensonnriegel). Die zusammenhängende Größe des Ebersberger Forstes macht ihn einzigartig und besonders wertvoll. Weitere Informationen: www.2080-forstinning.de

News

  • Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer des Ebersberger Forst,

    Nun ist es passiert! Das Straßenbauamt Rosenheim hat im Februar die Unterlagen für das Planfeststellungsverfahren für die Ortsumfahrung Schwaberwegen durch den Ebersberger Forst bei der Regierung von Oberbayern beantragt. Die förmliche Eröffnung des Verfahrens ist daher nur noch eine Frage von Wochen. Wenn wir den Unsinn verhindern wollen, müssen wir JETZT nochmal entschieden dagegen auftreten.
    Zeigen Sie, dass Sie sich gegen diesen Naturfrevel wehren und nehmen möglichst zahlreich an unserer Infoveranstaltung mit anschießender Podiumsdiskussion am kommenden Montag, 29.04.19 um 19:30 beim "Purfinger Haberer" in Purfing teil.
    Der Landrat wird persönlich mit einem Vortrag und als... weiter

pro

In Zeiten des Klimawandels soll schützende Waldfläche geopfert werden? Eine fragliche Abstandsregel, die den Bau von Trassen und Anlagen blockiert, wird nicht infrage gestellt? Die Tunnellösung statt Durchschneidung wertvoller Naherholungsgebiete und ausgewiesener FFH-Gebiete ist kein Thema mehr? Ich verstehe die Argumente nicht. Wie kann es unwirtschaftlich sein, Klima, Gesundheit und Umwelt zu schützen? Im Gegenteil: Natur ist unbezahlbar. Wir sägen an dem Ast, auf dem wir sitzen. Die Bewohner benötigen eine Tunnellösung. Die ist teuer? Die Zerstörung von Lebensraum wird noch teurer werden.

contra

Grundsätzlich besteht der Sinn einer Umgehungsstraße doch darin, die Einwohner einer Gemeinde von unzumutbarem Verkehr zu entlasten. Das Verkehrsaufkommen auf der St2080 durch Schwaberwegen würde ich für die Anwohner in jedem Fall als unzumutbar betrachten. Dies ist unter anderem das Ergebnis der Verkehrsplanung im gesamten nördlichen Landkreis Ebersberg. Nur – dafür sind die Anwohner der St2080 in Schwaberwegen nicht verantwortlich. Sie tragen aber seit vielen Jahren die Lasten der Mobilität anderer.