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Bild zur Petition mit dem Thema: Helft uns die Abschiebung unserer Klassenkameraden zu verhindern! Helft uns die Abschiebung unserer Klassenkameraden zu verhindern!
  • Von: Paula Dominguez mehr
  • An: Bundesamt füe Migration und Flüchtlinge // ...
  • Region: Deutschland mehr
    Kategorie: Soziales mehr
  • Status: Petition in Zeichnung
  • 164 Tage verbleibend
  • 8.278 Unterstützende
    83% erreicht von
    10.000  für Sammelziel

Helft uns die Abschiebung unserer Klassenkameraden zu verhindern!

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English petition | Петиция на русском

Wir sind Schüler der Rudolf-Steiner-Schule Gröbenzell und möchten die Abschiebung unserer Mitschüler Hamza und Hassan dringend verhindern.

Die beiden sind seit einiger Zeit hier in Deutschland und besuchen unsere Schule. Nun sollen beide abgeschoben werden, was für sie schwerwiegende Folgen haben könnte. Schlimmstenfalls droht ihnen Folter, wenn nicht sogar der Tod. Der Antrag auf Asyl wurde in beiden Fällen abgelehnt und ihnen droht schon in Kürze die Abschiebung.

Begründung:

Im Juli 2015 gelang dem Pakistani Ameer Hamza Rian unbegleitet die Flucht nach Deutschland. Seine Flucht ging über sieben Länder und dauerte über sechs Monate. Hamza war zu diesem Zeitpunkt 16 Jahre alt. Er besucht nun seit Anfang dieses Schuljahres unsere Schule - die Rudolf-Steiner-Schule in Gröbenzell. Er lebt zusammen mit 15 weiteren unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen im Landkreis Fürstenfeldbruck. Hamza hat sich gut integriert und ist bereits Teil unserer Klassen- und Schulgemeinschaft. Wir haben von ihm erfahren, dass er im Falle seiner Abschiebung in die Hände der Taliban gelangen könnte. Hamza wurde mit 15 Jahren von seinem Onkel, welcher der Terrororganisation der Taliban angehört, rekrutiert und dort zwangsweise in ein Trainingscamp der Taliban gebracht. Bereits nach knapp zwei Wochen konnte er von dort fliehen. Er war nicht bereit, Gewalt gegen andere Menschen anzuwenden. Ihm droht die Hinrichtung durch die Taliban als Verräter. Deshalb wehren wir uns gegen seine Abschiebung. Bitte unterstützt uns und helft uns dabei, dass Hamza sicher bei uns bleiben kann. Vor 20 Jahren floh die Familie von Hassan Rezaei aus Afghanistan in den Iran, da sie zu der Minderheit der Hazara gehören, welche vom radikalen Teil der dort herrschenden Paschtunen, aber besonders von den Taliban unterdrückt und verfolgt werden. Hassan selbst wurde im Iran geboren, ist aber afghanischer Staatsbürger. Im Iran gelten die geflohenen Afghanen als illegale Einwanderer und haben keinerlei Rechte. Mit der Volljährigkeit werden viele junge Afghanen von der Polizei festgenommen und entweder nach Afghanistan zurückgeschickt oder in Syrien gezwungen, gegen den IS zu kämpfen. Da Hassan um sein Leben fürchtete und nicht gezwungen sein wollte andere Menschen zu töten, floh er mit 16 Jahren nach Deutschland. Nun droht ihm die Abschiebung. Da allerdings der Iran keine afghanischen Flüchtlinge aufnimmt, kann er nicht zu seiner Familie zurückkehren. Stattdessen soll er nach Afghanistan abgeschoben werden, wo er noch niemals war, keine Familie hat und keinen Menschen kennt. Damit ist er völlig schutzlos und der Verfolgung und Willkür der Taliban und der Paschtunen ausgesetzt. Der Zehntklässler geht nun seit eineinhalb Jahren hier in Deutschland auf unsere Schule und fühlt sich dort sehr wohl. Derzeit bereitet er sich auf den Hauptschulabschluss vor und möchte anschließend eine Lehre absolvieren. Warum gilt Afghanistan für Hassan als sicheres Land, wenn sogar deutsche Touristen vor einer Reise dorthin gewarnt werden? Das Auswärtige Amt gibt für Afghanistan eine Reisewarnung heraus: „Vor Reisen nach Afghanistan wird dringend gewarnt. Wer dennoch reist, muss sich der Gefährdung durch terroristisch oder kriminell motivierte Gewaltakte bewusst sein. Auch bei von professionellen Reiseveranstaltern organisierte Einzel- oder Gruppenreisen besteht unverminderte Gefahr, Opfer einer Gewalttat zu werden. (...) In ganz Afghanistan besteht ein hohes Risiko, Opfer einer Entführung oder eines Gewaltverbrechens zu werden. Landesweit kann es zu Attentaten, Überfällen, Entführungen und andere Gewaltverbrechen kommen. (…).“ www.auswaertiges-amt.de/DE/Laenderinformationen/00-SiHi/AfghanistanSicherheit.html?nn=332636?nnm=332636

Es kann nicht sein, dass für uns eine akute offizielle Reisewarnung besteht, aber unsere Mitschüler in dieses absolut unsichere Land abgeschoben werden sollen. Das Grundgesetz besagt eindeutig: (Art. 1 GG): Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt.

In Afghanistan droht ihm mit ziemlicher Sicherheit der Tod oder zumindest Folter durch die Taliban. Wir bitten Sie um Ihre Hilfe die Abschiebung zu verhindern. Wir wünschen uns für Hamza und Hassan eine sichere Zukunft in unserem Land.

Im Namen aller Unterzeichner/innen.

Gröbenzell, 05.04.2017 (aktiv bis 04.10.2017)


Neuigkeiten

Durch die Klage gegen die Abschiebung besteht keine akute Gefahr mehr, der Text wird noch dem entsprechend aktualisiert. Neuer Sammlungszeitraum: 6 Monate

>>> Zu den Neuigkeiten


Debatte zur Petition

PRO: Meiner Meinung nach wurde ein Fehler begangen oder es wurde einfach schlichtweg übersehen in welcher Lage sich Hassan befindet. Er wird in ein Land abgeschoben wo er keine Familie hat. Seine gesamte Familie lebt aufgrund von Verfolgung im Iran. Wenn er ...

PRO: Hamza wurde von einem Familienmitglied für den IS rekrutiert - somit ist er eigentlich nicht einmal in den Reihen seiner Familie sicher! Er wird mit Sicherheit verraten und was dann folgt, da er ja alsVerräter angesehen wird, können wir uns alle denken.. ...

CONTRA: solange Afghanistan nicht sicher ist und Taliban und IS nicht ausgerottet sind, gehört niemand dorthin abgeschoben. Mit ist jeder Flüchtling willkommen, der nicht kämpfen will. Abschiebungen in solche Gebiete finde ich kontraproduktiv und gefährlich, ...

CONTRA: Es haben sich genügend Menschen Gedanken über die Rechtmäßigkeit eines Bleiberechts in Deutschland gemacht. Somit braucht es diese Petition nicht wirklich.

>>> Zur Debatte


Warum Menschen unterschreiben

Ich möchte dabei helfen, dass junge Menschen, die verfolgt, unterdrückt und in ihrem Land ohne jegliche Zukunftsvision sind eine echte Chance bekommen.

Junge Menschen können nicht ohne Schutz in ein unsicheres Land abgeschoben werden.

Weil diese jungen Männer, die gerade Boden unter den Füßen gewonnen haben, nicht in ein Land abgeschoben werden dürfen, in dem ihnen Tod und Verfolgung droht.

Ich bin Mitglied in einem Unterstützerkreis für Flüchtlinge in meiner Stadt!

Ich möchte mithelfen, diese und andere ungerechte und unsinnige Verfahrensweisen zu verhindern.

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