Hört auf zu gendern! Eine Petition der AG Gendersprache im VDS e.V., Verein deutsche Sprache

Nach über zwanzig Jahren Geschlechter-Gleichstellung (Gender Mainstreaming) werden die Vorstöße der Gender-Lobby immer dreister (siehe Gender-Verwaltungsakt von Hannover 2019). Dortmund will folgen.

Wir verbitten uns den Eingriff von oben in unsere Sprache. Sprache darf kein Spielball politischer Interessen werden.

Wir wollen uns nicht an den Gender-Neusprech gewöhnen. Deshalb fordern wir alle Mitbürger auf, aktiv dagegen zu protestieren und entsprechende Richtlinien, Verordnungen und Vorschriften scharf zurückzuweisen. Insbesondere soll die Stadt Hannover ihren Gender-Verwaltungsakt zurücknehmen und die Dortmunder Verwaltung die Finger vom Gendern lassen. Der Bund soll mit den wertvollen Ressourcen, die dem fehlgeleiteten Gender-Mainstreaming zufließen, die Zivilgesellschaft stärken und in gemeinschaftsstiftende Projekte investieren.

Begründung

Sprache macht uns Menschen einzigartig. Sie ist Ausdruck des Denkens und Fühlens, stiftet Identität, unterscheidet und verbindet uns. Sie ist ein historisch gewachsenes Ausdrucksmedium, das stetig verwandelt wird — durch unser aller Gebrauch: Wir denken und dichten, schreiben und schäkern, verhöhnen und versöhnen uns in diesem Medium. Politik und Verwaltung versuchen leider, unser Sprechen und Denken und damit unsere soziale Wirklichkeit per Dekret zu überformen.

Nach über zwanzig Jahren Geschlechter-Gleichstellung (Gender Mainstreaming) werden die Vorstöße der Gender-Lobby immer dreister (siehe Gender-Verwaltungsakt von Hannover 2019). Dortmund will folgen. Die Gender-Ideologie ist auf dem Vormarsch zur Staatsdoktrin. Fundamentalistische Feministinnen und Queer-Theoretiker haben den Diskurs über Gleichberechtigung gekapert und erweisen mit ihrer Impertinenz dem Kampf um die Rechte von Frauen und Minderheiten einen Bärendienst. "Ist dies schon Wahnsinn, so hat es doch Methode": Lehrpläne von Schulen und Universitäten werden "gendergerecht", Schüler und Studenten werden unrechtmäßig zum Gendern gezwungen, Verlage gendern Neuauflagen von literarischen Klassikern. Öffentlich finanzierte Leitfäden beten uns vor, wie wir schreiben, sprechen und denken sollen, „1984“ mit seinem „Neusprech“ lässt grüßen.

Die deutsche Sprache ist nicht „ungerecht“. Sie benachteiligt niemanden. Die Endungen in Gruppen- und Sammelbezeichnungen wie „Bürger“, „Verbraucher“, „Radfahrer“, "Organisator" usw. sind mitnichten männlich. Gemeint (nicht nur "mitgemeint") sind alle Mitglieder der genannten Gruppe, ganz unabhängig von ihrem biologischen Geschlecht, das dabei entweder unbekannt oder unerheblich ist! Diese Endungen durch Binnen-I, Genderstern, Unterstrich, Verlaufsformen und permanente Wiederholung von Geschlechtszuweisungen resp. sexuellen Orientierungen zu ersetzen, macht unsere Sprache grotesk: Bürgerinnen und Bürger, Christinnen und Christen, Zu Fuß Gehende (statt Fußgänger) ProfessX (statt Professor), Studierendenheim, "Abteilungsleiterinnen m/w/d", "Jurist_in" bzw. "eine gut ausgebildeter Juristin gesucht"...

"Geschlechtergerechtes Sprechen" ist ein unmögliches Unterfangen, denn Geschlecht und Gerechtigkeit gehören verschiedenen Kategorien an. Gerechtigkeit bedeutet nicht Ergebnisgleichheit. Sie bedeutet Gleiches gleich und Ungleiches ungleich zu behandeln, bei strikter Rechtsgleichheit vor dem Gesetz. Geschlechtsunterschiede sind biologisch begründet und müssen anerkannt, nicht ausgemerzt werden.

Wir haben die Faxen dicke! Gendersprache spaltet Worte, Gemüter, unser Sprachhandeln, und letztlich die Gesellschaft: Beim Aussprechen der verque(e)ren Wortungetüme sollen wir kurz innehalten, um die Geschlechterkluft (Gender-Gap) hörbar zu machen. Das ist ein tiefer Eingriff in Köpfe, Körper, Persönlichkeitsrechte und gewachsene soziale Kommunikationsstrukturen! Und wer sich dagegen verwehrt, wird von den Aposteln der Vielfalt reflexartig als rechtsradikal, antifeministisch, homophob, rassistisch, antisozial, antidemokratisch, fremdenfeindlich und ewig gestrig verleumdet. Das nehmen wir nicht länger hin. Wir stehen für eine lebendige, menschliche, Sprache ein, in der wir ausdrücken, was wir denken und klar benennen was wir wollen. Amtliche öffentliche Verlautbarungen sollen ausschließlich in klarem und korrektem Deutsch verfasst werden. Hört auf zu gendern!

Machen Sie mit, unterschreiben Sie unsere Petition!

V.i.S.d.P.: Sabine Mertens, Vorsitzende der AG Gendersprache im VDS e.V. Cartoon mit freundlicher Genehmigung: Bernd Zeller, "Die Gendermerie kommt"

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Sabine Mertens aus Hamburg
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Neuigkeiten

Pro

Die Gesamtkosten für das Gender-Mainstreaming sind schwer zu fassen. Allein für Genderprofessuren in Schland dokumentiert der Bundestag/Wissenschaftliche Dienste: „Für die Finanzierung des Programms stehen in den Jahren 2013 bis 2017 insgesamt 150 Mio. Euro zur Verfügung." Kosten für Ministerien, die mit dem Gender Mainstreaming befasst sind, wie z.B. das BMFSFJ, müssten ebenfalls anteilig angerechnet werden, wie auch solche unter verwandten Stichworten wie Diversität, ganz zu schweigen von den Kosten auf EU Ebene...

Contra

Noch kein CONTRA Argument.

Warum Menschen unterschreiben

  • Gunter Koch Magstadt

    vor 20 Std.

    Ich möchte, dass unsere Schrift wieder lesbarer wird. Mich stören diese Sternchen und Binnen-I sehr beim Lesen. Darüber hinaus glaube ich nicht, dass dies die Gleichberechtigung fördert.

  • vor 21 Std.

    Das Gendern strapaziert die Sprache, macht Texte unleserlich und eröffnet viele Fallstricke, die rechtliche Konsequenzen haben können. Die Sprache wird damit bis zur Unkenntlichkeit verbogen. Am eigentlichen Respekt gegenüber den Geschlechtern ändert sich damit aber nichts ... „dann schreibe ich halt überall ein *innen oder (m/w/d) dazu. Mir doch egal!". Das ist eine Farce von sich zu-kurz-gekommen-fühlenden Aktivisten und eine diktatorische Maßnahme, wie die Menschen in Deutschland zu schreiben haben!

  • vor 2 Tagen

    Ich finde die Anpassung übertrieben und nicht gerechtfertigt.

    (Bearbeitet)

  • Kerstin Wendler Schwarzenberg

    vor 2 Tagen

    Ich bin gegen eine Sprachvergewaltigung.

  • Holger Härtling Quedlinburg

    vor 2 Tagen

    Unsere Sprache wird verunstaltet, verkompliziert und in ihrer Verständlichkeit beeinträchtigt. Ein wirklicher Nutzen dieses Unfugs ist nicht erkennbar! Die Verordnung dieses Sprachunfugs durch Politiker wie den OB von Hannover ist ein unzulässiger Eingriff in unsere Persönlichkeitsrechte. Für die Umsetzung in die entsprechenden, dann unübersichtlichen Formulare sowie deren Auswertung (z.B. in Statistiken) ist ein sinnlos großer finanzieller, logistischer und personeller Aufwand nötig.

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