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Bild zur Petition mit dem Thema: Jetzt reicht´s! Schluss mit der Diskriminierung der Hochschulabsolventen im Rentenrecht! Jetzt reicht´s! Schluss mit der Diskriminierung der Hochschulabsolventen im Rentenrecht!
  • Von: Nicht öffentlich
  • An: Deutscher Bundestag Petitionsausschuss
  • Region: Deutschland mehr
    Kategorie: Soziales mehr
  • Status: Die Petition wurde vom Petenten zurückgezogen bzw. wird nicht weiter verfolgt
    Sprache: Deutsch
  • Gescheitert
  • 101 Unterstützende
    100 in Deutschland
    Sammlung abgeschlossen

Jetzt reicht´s! Schluss mit der Diskriminierung der Hochschulabsolventen im Rentenrecht!

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Wir fordern die Anrechnung von Studienzeiten im Umfang der Regelstudienzeit auf die 45jährige Wartezeit bis zum Anspruch auf den abschlagsfreien Rentenbezug. Die Nichtberücksichtigung dieser Zeit stellt eine Diskriminierung von Hochschulabsolventen dar. Wir fordern Gleichbehandlung durch eine rentenrechtliche Gleichstellung von Studienzeit und Berufsausbildungszeit.

Begründung:

Zum wiederholten Male werden Berufstätige mit Studienabschluss gegenüber denen mit Berufsausbildung im Rentenrecht erheblich benachteiligt. Das neue Rentenpaket der SPD-Ministerin Frau Andrea Nahles klammert bezüglich der Anrechnung von Wartezeiten auf die Rente mit 63 wieder einmal die Ausbildungs- und Studienzeiten aus, so dass KEIN Studienabsolvent in den Genuss dieser Rente kommen kann.

Das ist zutiefst ungerecht: Ein Studium ist kein Privatvergnügen, sondern genau wie eine Berufsausbildung Erwerb notwendiger Qualifikationen für das Berufsleben! Seit Anfang der 1990er Jahre hat in Deutschland ein schrittweiser Abbau der Anrechnungszeiten für Schul-, Fachhochschul- und Hochschulausbildung bei der Berechnung der Rentenhöhe stattgefunden. Seit 2009 gelten Ausbildungszeiten generell nicht mehr als rentensteigernde Anrechnungszeit. Die Einschnitte, die vor allem Hochschulabsolventen gegenüber früher schlechter stellten, wurden damit begründet, dass vor dem Hintergrund steigender demografischer Belastungen der Alterssicherungssysteme es nicht länger Aufgabe der Versichertengemeinschaft sein könne, Ausbildungszeiten ohne Beitragszahlungen rentenrechtlich auszugleichen. Außerdem würde das durch die später höheren Renten mehr als wettgemacht?!? Die Realität sieht leider anders aus.

Doch damit nicht genug: Mit dem neuen Rentenpaket der SPD-Ministerin Frau Andrea Nahles werden diese Zeiten auch bei der Berechnung der Wartezeit auf die abschlagsfreie Rente mit 63 herausgestrichen.

Das Maß ist voll! Dass wir Hochschulabsolventen diese Nachteile mit hochbezahlten Jobs und entsprechend hohen Renten und damit „verkraftbaren“ hohen Abschlägen angeblich wieder ausgleichen, ist ein Witz und geht an den Realitäten vorbei. Auch Menschen mit absolviertem Studium sind zunehmend von Armut und Altersarmut bedroht! Wir fordern Gleichbehandlung mit allen anderen Berufstätigen!

Als wir uns seinerzeit statt für eine Berufsausbildung für ein Studium entschieden haben, um unsere Zukunft und unseren beruflichen Beitrag zur gesellschaftlichen Entwicklung zu leisten, haben wir darauf vertraut, dass wir für diese Entscheidung nicht nachträglich mit Benachteiligungen bestraft werden. Das Rentenpaket ist verfassungsrechtlich bedenklich. Das im Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland enthaltene Rückwirkungsverbot verbietet grundsätzlich staatliche Akte, die rechtliche Normen oder Verfahren so ändern, dass an vergangenes Handeln nun eine andere Folge geknüpft wird. Es verstößt gegen den Grundsatz des Vertrauensschutzes in die Beständigkeit und Nachhaltigkeit demokratischer Gesetze. Wir Hochschulabsolventen fühlen uns ausgegrenzt, diskriminiert und betrogen!

Über die Streichung der Regelstudienjahre aus den Rentenbiografien wird das in der übrigen Bevölkerung weit verbreitete Klischee vom partymachenden Studentenfaulenzer bedient.
Sehr geehrte Frau Nahles! Studienjahre sind keine Faulenzerjahre, schon gar nicht, wenn die Regelstudienzeit eingehalten und das Studium erfolgreich abgeschlossen wurden! Erkennen Sie dies – auch rentenrechtlich – endlich an!

Im Namen aller Unterzeichner/innen.

Berlin, 15.11.2014 (aktiv bis 14.02.2015)


Neuigkeiten

leider haben wir während der Laufzeit der Petition viel zu wenige Befürworter für unser Anliegen gewinnen können, so dass ich mein Engagement hierfür einstelle. Vielen Dank allen, die uns unterstützt haben. Helga Scheil

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Debatte zur Petition

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CONTRA: Die SPD ist ja eine "Arbeiterpartei" und somit eindeutig gegen die Studierten ausgerichtet. Was wundert ihr euch?

CONTRA: Wenn der Student in die Rentenkasse einzahlt, wird die Studienzeit auch angerechnet.



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