Der Bau der Winkraftanlagen auf dem ehemaligen Flugplatzgelände muss verhindert werden. Keinesfalls darf leichtfertig Wald für die "Umsiedlung" des Ziegenmelkers gerodet werden.

Ein Sachstandsbersicht aus dem Jahre 2014 beschreibt den ökologischen Wert des Gebietes: www.kreis-viersen.de/C1257662003612CB/0/1B0B1AF132F5C75CC1257C7700408EC9/$File/Konversion+Flugplatz+Niederkr%C3%BCchten-Elmp.pdf?OpenElement

Begründung

Auf dem ehemaligen Flugplatzgelände in Elmpt sollen Windkraftanlagen errichtet werden. Das Gelände dient dem seltenen Ziegenmelker als Brutplatz. Der Standort hat für diese Art nationale Bedeutung. Die Windkraftanlagen sollen in einem Teilgebiet errichtet werden, in dem 6-8 Paare des Ziegenmelkers brüten. Zudem ist hier ein wichtiges Vorkommen der bedrohten Heidelerche sowie der Waldschnepfe. In direkter Nähe befindet sich aber noch eine erheblich größere Brutkolonie des Ziegenmelkers von überregionaler Bedeutung. Auch bei Einhaltung von Sicherheitsabständen (gesetzliche Regelung: 500 m zum Brutgebiet) ist bei Anlagen mit einer Höhe von ca.200 m der Bestand beider Brutgebiete gefährdet. Die geplante Umsiedelung oder Vertreibung der Ziegenmelker auf einen neuen Standort erscheint ökologisch mehr als fragwürdig, nicht zuletzt, weil dafür 10 bis 15 ha Wald abgeholzt werden sollen. Wald abholzen für Windkraft? (Die Gemeinde spricht - anders als das vorliegende Sachverständigengutachten - nicht von der Abholzung von Waldflächen sondern betont, es sei vielmehr geplant, recht jungen Aufwuchs von Bäumen auf Freiflächen zu entfernen. Dennoch bliebe bei Errichtung und Betrieb der Anlagen die immense Störung der Biotope, Brutgebiete und Vogelzugrouten durch die Windenergieanlagen.) Ziegenmelker zwangsumsiedeln? Der NABU in Niederkrüchten spricht sich gegen diese Maßnahmen aus und fordert eine Einstellung der Planung angesichts der überragenden ökologischen Bedeutung der Vogelvorkommen.

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    www.openpetition.de/petition/stellungnahme/keine-windkraft-im-ziegenmelkerbrutgebiet

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Pro

Alles Leben ist kostbar. Und natürlich geht es hier nicht um: Ziegenmelker gegen Atomkraft, oder ein seltener Vogel gegen eneuerbare Energie, was ja klingt wie ökologische Fundis kämpfen mit Feldhamstern gegen fortschrittliches Gewerbegebiet. Es geht darum, dass wir Bienen und Insekten und Vögel und Bäume und Wind und Heide und Ruhe brauchen. Sonst können auch wir Menschen nicht leben. Dann brauchen wir auch keine erneuerbare Energie mehr. Der Ziegenmelker ist der einzige juristische Handhabe in diesem Kontext. Es geht um ihn - und umsoviel mehr! Um das kostbare Leben eben.

Contra

Wenn wir nicht schnellstens auf regenerative Energien umsteigen, ist die menschliche Art gefährdet. Wenn jetzt unter den WKA Bäume abgeholzt werden und Heidelandschaft entsteht, würde das den Ziegenmelkern günstige Bruthabitate bieten, die die bestehenden Bäume nicht darstellen. Ein Vogel, der am Boden lebt und sich erst bei Annäherung unter wenigen Metern gestört fühlt, auffliegt, um sich nach 30-40m wieder niederzulassen wird sich durch WKA weit über ihm kaum ernsthaft aus der Ruhe bringen lassen. Global gesehen ist er auch nicht gefährdet. Das Problem des Rückgangs hier sind Pestizide.