Soziales

NEIN zu Gewalt gegen Frauen. JA zu einer bundesweiten staatlichen Koordinierungsstelle. Aktion 2021

Petition richtet sich an
Deutsche Bundesregierung
8.621 Unterstützende 8.558 in Deutschland
Sammlung beendet
  1. Gestartet September 2021
  2. Sammlung beendet
  3. Eingereicht am 28.09.2022
  4. Dialog mit Empfänger
  5. Entscheidung

Ich unterstütze die Forderung nach einer staatlichen Koordinierungsstelle, um jeglicher Gewalt gegen Frauen in Deutschland wirksam entgegenzutreten. 

Mit meiner Unterschrift fordere ich die Bundesregierung auf, eine ressort-übergreifende Gesamtstrategie zu entwickeln, um Gewalt gegen Frauen zu verhüten und zu bekämpfen und damit Artikel 7 und 10 des Übereinkommens des Europarats zur Verhütung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt umzusetzen sowie den Empfehlungen des Bündnisses Istanbul Konvention zu folgen. Ein zentraler Punkt dabei ist die Einrichtung einer bundesweiten staatlichen Koordinierungsstelle. Ebenso unterstütze ich die in der Istanbul Konvention geforderte umfassende Aus- und Weiterbildung von Mitarbeiter*innen aller Berufsgruppen, die mit Betroffenen und Tätern in Kontakt kommen, sowie die entsprechende Entwicklung von Curricula für Kindergärten und Schulen.

Begründung

Wesentliche Forderungen der Istanbul Konvention sind in Deutschland noch nicht erfüllt. Im Jahr 2019 waren 114.903 Frauen in Deutschland von häuslicher Gewalt betroffen,117 starben an den Folgen*. Sowohl das erste Monitoring (GREVIO-Bericht) als auch der Alternativ-Bericht des Bündnisses Istanbul Konvention weisen in allen Bundesländern auf zum Teil erhebliche Lücken bei der Umsetzung hin. Eine der wesentlichen Schlussfolgerungen aus beiden Berichten ist, dass alle Maßnahmen zum Schutz von Frauen und Mädchen vor Gewalt, ebenso wie alle Maßnahmen zur Prävention ineinandergreifen müssen**. 

Zonta sagt JA zur lückenlosen Umsetzung der Istanbul Konvention, auch in Deutschland.

Zonta unterstützt die Umsetzung der Istanbul Konvention, das am 12.10.2017 auch von Deutschland ratifizierte Übereinkommen des Europarates zur Bekämpfung und Verhütung von Gewalt gegen Frauen. Noch immer ist es das einzige rechtlich bindende Instrument, das einen umfassenden Rahmen bildet zur Prävention und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen, zum Schutz vor physischer, psychischer und sexualisierter Gewalt und zur Strafverfolgung der Täter. Bisher einzigartig ist auch das Monitoring der Umsetzung.

Zonta International ist eine weltweite Nichtregierungsorganisation, die sich überparteilich, überkonfessionell und weltanschaulich neutral für Frauen und ihre Rechte einsetzt.

Zonta wurde 1919 in Buffalo, NY gegründet und hat heute ca. 28.000 Mitglieder in 1.100 Clubs in 63 Ländern. 

Quellen:

*https://www.bka.de/SharedDocs/Downloads/DE/Publikationen/JahresberichteUndLagebilder/Partnerschaftsgewalt/Partnerschaftsgewalt_2019.html;jsessionid=8D97023F3B40DDCC63FA373FC88D8BDD.live0601?nn=63476

** Link zu den Berichten:

https://www.bmfsfj.de/resource/blob/160138/6ba3694cae22e5c9af6645f7d743d585/grevio-staatenbericht-2020-data.pdf

https://www.bmfsfj.de/resource/blob/183606/fb14953b4d67ab87db0a0dbe57acdd5c/buendnis-istanbul-konvention-alternativbericht-data.pdf

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Union der deutschen Zonta Clubs aus Eppstein
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Selbst Richter beschönigen häusliche Gewalt mit fadenscheinigen Argumenten wie, dass sei seiner Blindheit geschuldet oder so schlimm war das wohl nicht, denn sie leben ja noch nach der Gewalttat. Wo bin ich, dass Männer Frauen schlagen dürfen und Kinder vergewaltigen.?

Diese Disskusion müsste viel weiter unten ansetzen. Was für ein Menschenbild ist das kulturell, politisch und medial geförderte. Derzeit wohl ein technisches, welches die Verwertbarkeit des Menschen priorisiert. Der Rest sind zwangsläufige Folgen. Wenn wir keine freien, liebenden , beseelten Wesen sein dürfen, sonder Regeln, Zwänge, Ängste, Nöte, Lügen zur Gewinnmaximierung legitim geworden sind, braucht keiner für Recht und Gewaltlosigkeit ausgerechnet nach dem Staat o.ä. fragen.

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