Die Interessengemeinschaft Stukenborg begrüßt alle herzlich und möchte der Stadtverwaltung folgendes Projekt für Sport und Erholung vorstellen, das zu einer hohen Lebensqualität, zur Erhaltung der Gesundheit, zur Zukunft unserer Kinder und zu einem glücklichen Leben beitragen kann. Wir möchten ein Projekt vorschlagen, welches einen Platz der Begegnung und Förderung des Miteinanders und der Integration möglich macht.

• Erschaffung eines Sport- und Erholungsgebietes, das sich dicht an die neu entstandenen Wohngebiete im Westen Vechtas anschließt und einen grünen Gürtel mit verkehrsberuhigten Bereichen um die Stadt bildet

• Parkanlagen mit Sport- und Erholungscharakter

• Lauf- , Fahrrad- und Gehwege´

• Outdoor Kletteranlage für Erwachsene und Kinder mit mehreren Spielburgen

• Parcours- Strecke für Erwachsene im Freien

• Indooranlage für Sportbegeisterte

• Innovative und moderne Stadtplanung mit integrierter Natur

Es ist jeder herzlich eingeladen, seine eigenen Vorschläge, Wünsche und Anregungen unter initiative-Stukenborg@web.de oder/und an Professor Dr. Kähler, (Sportwissenschaftler und Projektleiter für Projekt "Vechta als Sportstadt") unter sport@vechta.de abzugeben.

Wir sind nicht damit einverstanden, dass die Stadt Vechta ein ca. 100 ha großes Gewerbe- und Industriegebiet allein im Stukenborg (siehe Bebauungsplan Nr 150 "Gewerbe- und Industriegebiet Stukenborg-West") plant. Dieses Gebiet nutzen sehr viele Bürger jeglichen Alters aus Vechta und Umgebung zur gesundheitsfördernden Naherholung wie z.B.:

Nordic Walking * Fahrradfahren * Laufen * Inlinerfahren * Spazieren gehen * Brauchtum (Osterfeuer, Maigänge, Pfingst- und Himmelfahrtausflüge)

Wir fordern von der Stadt eine bürgernahe, transparente, zeitnahe und ergebnisoffene Kommunikation während der Planungsphase und nicht "post factum". Außerdem fordern wir die Offenlegung des Gutachtens über Geräuschemissionen und Feinstaubbelastung sowie des Fauna-Gutachtens und die Erarbeitung eines städtebaulichen Konzeptes bezüglich Ausgewogenheit von Wohn- und Gewerbegebieten und Grünflächen. Zudem wird es als äußerst befremdlich empfunden, dass die bisher veröffentlichten Bebauungspläne sogar von der Homepage der Stadt Vechta verschwunden sind.

Weiterhin dürfte interessant sein, wie der NABU den hohen Flächenverbrauch scharf kritisiert! oldenburgische-volkszeitung.de/index.php?news=15284

Grundsätzlich würde es uns freuen, würde die Verwaltung dieses Gebiet nutzen, um eine einzigartige Sport- und Erholungsanlage zu erschaffen. Vechta würde hierdurch an Beliebtheit und Bekanntheit auch über seine Grenzen hinaus gewinnen. Zusätzlich würde der Nahtourismus erweitert und Vechta an Attraktivität gewinnen.

Begründung

Wir können nicht nachvollziehen, dass die Stadtverwaltung unsere Chancen auf ein glückliches und gesundes Leben verspielt, indem sie in unmittelbarer Nähe der in den letzten Jahren entstandenen und geplanten Wohngebiete ein so großes Industriegebiet umsetzen will. Diese Grünflächen sind für die Familien im Westen Vechtas die einzige nahe Möglichkeit für Stressabbau, Spazieren, Sport, Erholung und Regeneration in der Natur. Wir sind sehr traurig darüber, dass es seit zwei Jahren trotz all unserer Bemühungen keine vernünftige Bürgerbeteiligung an der Planung dieses Gewerbe- und Industriegebietes gibt.

Aktuell geht es um folgende Fläche: Die Ecke zwischen Falkenrotter Straße, B69 und dem Gebiet Stukenborg, hinter den Rasta Hallen (siehe Bild). Durch dieses Gebiet, durch diese Felder verlaufen gutgelegene Wege, die unter anderem von vielen Bürgern aktiv benutzt werden. So gesehen, ist dies unser Sport- und Naherholungsgebiet.

Das Problem ist, dass diese Möglichkeit bald nicht mehr gegeben sein wird, wenn die Flächen zerstört und zugebaut werden. Das wollen wir verhindern. Es hat sich eine Bürgerinitiative aus vielen Bewohnern entwickelt, die sich gegen diese Planung stellen und große Bedenken haben.

Die Folgen der Entscheidung zu Gunsten des Industriegebietes sind für die Bewohner und die Stadt fatal, denn dadurch verlieren wir nicht nur unsere Sport- und Naherholungsmöglichkeiten. Sondern es wird ein noch deutlich höheres Verkehrsaufkommen bedingt durch Pendler und gewerblichen Schwerlastverkehr entstehen sowie Geräuschemissionen und Feinstaubbelastung werden deutlich steigen.

NABU, Bund und Länder fordern die Kommunen auf, den viel zu hohen Flächenverbrauch in Deutschland zu reduzieren. Hier gehören wir als Stadt Vechta zu den Spitzenreitern. Natürlich brauchen wir auch Gewerbe-und Industrie und natürlich müssen Arbeitsplätze geschaffen werden. Dem stellen wir uns auch nicht entgegen. Aber dazu müssen entsprechende Konzepte erarbeitet werden, die eine Balance zwischen verschiedenen Interessen schafft.

Die Stadt Vechta ist als Demographietyp 6 (siehe Wegweiser Kommunen (Bertelsmannstiftung)) ausgewiesen. Demnach führt die Flächenausdehnung hier nicht nur zu einem „quantitativen Verlust von Freiflächen und landwirtschaftlichen Nutzflächen; sondern hat auch negative Folgen für die wirtschaftliche Situation der Kommunen und die Lebensqualität ihrer Bürger“. Es wird daher empfohlen, stärker(als bisher)„für eine hohe Gestaltungs- und Ausstattungsqualität von Wohn-, Misch- und Gewerbegebieten zu sorgen“.

Wir wollen nicht vergessen, wie wichtig es ist, in soziale Projekte zu investieren! Auch nicht zuletzt in Sport und Erholung! Die Möglichkeiten sind vorhanden. Wenn man jetzt nicht aktiv handelt, wird das Naturgebiet unwiederbringlich für uns und unsere Kinder verloren gehen! Bitte unterstützen Sie diese Forderung mit Ihrer Unterschrift.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Interessengemeinschaft Stukenborg aus Vechta
Frage an den Initiator
  • Liebe Unterstützer,

    Die Petition sowie Alternativ-Vorschlag wurden erfolgreich am 30.05.2018 an Herr Gels im Rathaus in der Anwesenheit von der Presse überreicht. Herr Gels hat die konstruktive Zusammenarbeit gewürdigt und bis spätestens Ende des Jahres weitere Pläne der Stadt zur gemeinsamen Diskussion angekündigt. Wir bedanken uns herzlich bei allen Unterstützern. Die Verfolgung des weiteren Verlaufs ist über OV-Zeitung jede Zeit möglich.
    Viel Kraft und Durchhaltevermögen
    Initiative Stukenborg

  • Stukenborg-Initiative legt Gegenentwurf vor. Die Anlieger-Initiative Stukenborg hat der Vechtaer Stadtverwaltung und den Ratsfraktion von CDU, SPD/Wir für Vechta und Grünen einen Alternativ-Entwurf für die geplanten Gewerbeflächen an der B69 vorgelegt. Die Anlieger wollen die Neuansiedelung von Unternehmen im Vechtaer Westen nicht komplett verhindern. Die Initiative fordert konstruktive Mitarbeit an der Entwicklung des Stadtteils und gibt sich nicht zufrieden mit kleinen Zugeständnissen der Stadt. Im Alternativ-Entwurf sind Grünflächen, Platz für einen Dorfplatz, Sport und Fußwegesystem vorgesehen. Dazu haben die Anlieger einen Vorschlag entwickelt, um das von der Stadt geplante Sportkonzept zu ergänzen. Z.B. stünde die Anna-Brücke nicht mehr für die Verkehrsanbindung zur Verfügung und noch vieles mehr....
    CDU-Fraktionschef Claus Dalinghaus sowie SPD-Fraktionschef Kristian Katter bewerteten die konstruktive Herangehensweise der Anlieger als positiv und den Entwurf als diskussions- und prüfungswürdig. die CDU habe deshalb Bürgermeister Helmut Gels beauftragte, die Vorschläge prüfen zu lassen, um die Vor- und Nachteile abwägen zu können.

  • Stukenborg-Initiative legt Gegenentwurf vor. Die Anlieger-Initiative Stukenborg hat der Vechtaer Stadtverwaltung und den Ratsfraktion von CDU, SPD/Wir für Vechta und Grünen einen Alternativ-Entwurf für die geplanten Gewerbeflächen an der B69 vorgelegt.Die Anlieger wollen die Neuansiedelung von Unternehmen im Vechtaer Westen nicht komplett verhindern. Die Initiative fordert konstruktive Mitarbeit an der Entwicklung des Stadtteils und gibt sich nicht zufrieden mit kleinen Zugeständnissen der Stadt.

Pro

Vielleicht sollte man erst einmal bezahlbaren Wohnraum für die Leute, die gerne nach Vechta ziehen möchten schaffen, bevor man Arbeitsplätze schafftl und keine Ahnung hat wo die Leute bleiben sollen. Außerdem sollte man sich in Bezug auf den Fachkräftemangel mal Gedanken machen was an Vechta, bisher so attraktiv war. Alles vor Ort, aber trotzdem das Gefühl auf dem Land zu leben. Es wäre schön, wenn das auf allen Seiten von Vechta in einem gesunden Gleichgewicht bliebe. Dazu kann ich nur sagen schaut euch das Baulückenkataster der Stadt Vechta mal an.

Contra

Was ist denn mit dem Park beim Hochzeitswald? Ist das kein Naherholungsgebiet? Bei der Feldfläche hinter Rasta kann man wohl kaum von guten Wegen sprechen.