Mit großer Sorge haben wir, die Mitglieder des Kleingartenvereins Flora e.V. von 1922 und die Anwohner der angrenzenden Stadtteile Nippes und Agnesviertel, der Presse entnommen, dass das Amt für Stadtentwicklung die Bebauung der Kleingarten-Anlage ab dem Jahr 2020 prüft.

Wir wehren uns entschieden gegen die mögliche Vernichtung und den Abriss der Anlage, die von außerordentlich hohem kulturellen, sozialen und ökologischen Wert ist. Der Kleingartenverein Flora e.V. entstand vor fast 100 Jahren nördlich der Inneren Kanalstraße als Bestandteil des neu angelegten Inneren Grüngürtels. Er bildet mit Sportplatz, Parkanlage und Kinderspielplatz einen zusammenhängenden, unter Denkmalschutz stehenden Grünraum. Seiner Entstehung lagen sowohl Ideen einer breiten Strömung sozialen Denkens für Gesellschaft und Gemeinde, als auch neue Konzepte der Stadtplanung, der Landschaftsarchitektur und der Gartenästhetik zugrunde, die den hohen historischen und künstlerischen Wert der als Teil des Inneren Grüngürtels ausgewiesenen Kulturlandschaft begründen.

Wenn die Stadt entgegen ihrer eigenen Behauptung, den Inneren Grüngürtel nicht anzutasten, die Kleingartenanlage Flora e.V. teilweise oder ganz bebaut, wird der verbleibende Teil des Grüngürtels bis zur Unkenntlichkeit entwertet. Denn zurzeit fungiert die Kleingarten-Anlage im Gesamtkonzept als "grüner Puffer" zwischen Wohnbebauung und den intensiv – im Sommer bis weit in die Nacht hinein – genutzten Sport- und Parkflächen.

Wir, die Unterzeichner dieser Petition, fordern die Stadt Köln auf, umgehend von Ihren Plänen, die Kleingartenanlage Flore e.V. ganz oder in Teilen als Baufläche auszuweisen, Abstand zu nehmen.

Razones

Neben dem städtebaulichen, künstlerischen und historischen Wert der Kleingarten-Anlage ist diese ein unschätzbar wichtiger Ort des sozialen Miteinanders und der Integration. Ungeachtet von Herkunft, Hautfarbe und Religion haben wir in unseren 322 Gärten intensive Kontakte mit unseren Nachbarn und helfen uns mit Rat und Tat gegenseitig. Wir erfahren Zusammenhalt im Vereinsleben und feiern unsere Feste im Vereinsheim. Wir helfen Älteren, die ihr Wissen an uns weitergeben. Wir führen unsere Kinder und Enkel an einen achtsamen Umgang mit der Natur heran. Ein Entzug der Gärten – als Beziehungsgrundlage, zum Teil schon seit Generationen – wäre ein ausgesprochen schmerzhafter Verlust.

Nicht zuletzt erfüllen die Kleingärten eine ausgesprochen wichtige Funktion als "GRÜNE LUNGE" in der Kölner Innenstadt. Sie liegen in unmittelbarer Nähe der Inneren Kanalstraße – einer der meist befahrenen innerstädtischen Straßen – und sind unersetzlich für den stadtnahen Erhalt der Artenvielfalt und den Naturschutz. Die Gärten sind daher auch seit 1991 ausgewiesener Bestandteil des "Landschaftsschutzgebietes Innerer Grüngürtel“. Die über viele Jahrzehnte gewachsene und gepflegte Pflanzenvielfalt in den Gärten bietet wichtigen Lebensraum für viele verschiedene Vogelarten und Wildtiere.

Für die sich weiter verdichtende Innenstadt werden die beiden städtischen Grüngürtel und in ihnen der Kleingartenverein Flora e.V. mit seinen 322 Gärten von außerordentlicher Bedeutung sein.

Übersetzen Sie jetzt diese Petition

Nueva versión en otro idioma
  • Die GRÜNE LUNGE KÖLN gehört zu den aktiven Unterstützern der Demo "Frische Luft für Köln". Gemeinsam mit vielen anderen Initiativen möchten wir die Kölnerinnen und Kölner für das Thema der viel zu hohen Stickstoff- und Feinstaubbelastung sensibilisieren. Das einzigartige Kölner Grünsystem zu dem der Innere Grüngürtel und die Flora-Gärten gehören, ist zentral für die Luftreinhaltung der Stadt Köln. Bitte unterstützt uns und kommt zahlreich!

    Mit herzlichem Gruß,

    das Projektteam
    gruensystem.koeln
    der Bürgerinitiative
    GRÜNE LUNGE KÖLN

    Barbara Burg
    Dr. Martin Turck
    Sebastian von Haugwitz
    Caroline Michel

    + + + Aufruf zur Demonstration + + + Frische Luft für Köln + + +

    Kurzfristig und aus aktuellem Anlass rufen Kölner Umweltverbände, Grün- und Radinitiativen zu der Demonstration „Frische Luft für Köln“ im Anschluss an den Aktionstag „Ring frei“ auf. Die Demonstration startet ‪

    am Samstag, den 16.09.2017

    um 16:00 Uhr‬ am Rudolfplatz und endet
    ‪um 18:00 Uhr‬ mit einer Kundgebung am Chlodwigplatz.

    Köln leidet unter der höchsten Stickoxidbelastung in ganz NRW. Aktuell formulieren es die Verwaltungsgerichte: Auch Stadtbewohner haben ein Recht auf saubere Luft. Das Anrecht auf eine unversehrte Gesundheit hat Vorrang vor allen anderen Interessenlagen! Die Umwelt- und Verkehrsinitiativen fordern die Stadt Köln daher auf, endlich zu handeln und eine nachhaltige Stärkung des Radverkehrs und des ÖPNV umzusetzen, sowie eine Reduzierung des Autoverkehrs in der Kölner Innenstadt zu verfolgen. Weitere zentrale Aufgaben zur Reinhaltung der Luft sind der Schutz, die Pflege und die Erweiterung des visionären Kölner Grünsystems aus den 1920er Jahren. Es ist die ideale Voraussetzung für eine nachhaltige Stadtentwicklung.

    NABU, BUND, ADFC Köln, RADKOMM, AGORA, die Bürgerinitiativen "Grüne Lunge Köln", „ innergrün Ehrenfeld", "Grüngürtel für Alle", "Innerer Grüngürtel am Eifelwall (BIGE)“ die Vereine "NaBiS" und "wie leben wir“, sowie die Umweltgewerkschaft Köln/Leverkusen rufen alle Kölner Bürgerinnen und Bürger dazu auf, gemeinsam für eine verbesserte Lebensqualität in Köln zu demonstrieren.

    Die Demo wurde angemeldet von Jan Henin, Initiative BI Grüngürtel für Alle.

  • +++ Gestern, am 20. Dezember 2016, hat die politische Mehrheit im Rat der Stadt Köln gegen den Vorschlag der Verwaltung gestimmt und eine weitere Prüfung der Bebauung der Flora-Gärten im Rahmen des Stadtentwicklungskonzept Wohnen abgelehnt. +++

    +++ Danke an die über 20.000 Unterstützer, die an den Erfolg der Bürgerinitiative geglaubt haben, und an die vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer, die sich seit März 2016 aktiv für den Erhalt der Flora-Gärten eingesetzt haben. +++

    Nun wünschen wir allen ein friedvolles Weihnachtsfest und einen sicheren Rutsch in das Neue Jahr. 2017 möchten wir gemeinsam mit anderen Grüninitiativen in Köln und NRW das öffentliche Bewusstsein für den besonderen und einzigartigen Wert der historischen und klimarelevanten Flächen des Kölner Grünsystems weiter schärfen:

    +++ Mehr Informationen hierzu unter: www.gruensystem.koeln +++

    mit herzlichem Gruß,

    Barbara Burg
    Michael Meiger
    Beate Braun
    Dr. Martin Turck
    Caroline Michel
    Sebastian von Haugwitz
    Norbert Nienstedt
    Jürgen Schmitz

    und viele weitere Aktive
    der Bürgerinitiative
    GRÜNE LUNGE KÖLN

  • +++ Auf Antrag hat der Stadtentwicklungsausschuss gestern unter anderem die Flächen des Kleingartenvereins Flora e.V. von 1922 aus dem Stadtentwicklungskonzept Wohnen genommen +++

    Die Fraktionen von CDU, Grünen und FDP haben gestern (am 15.12.2016) einen umfangreichen Änderungsantrag in den Stadtentwicklungsausschuss eingebracht und mehrheitlich verabschiedet.

    Die Verwaltung hatte vorgeschlagen, eine Bebauung der Flora-Gärten weiter zu prüfen:
    Zu den Flächen der Flora-Gärten heißt es im Änderungsantrag von CDU, Grünen und FDP: "Die Beschlussempfehlung der Verwaltung wird abgelehnt."

    Die beschlussfassende abschließende Ratssitzung zum Stadtentwicklungskonzept Wohnen unter der Leitung der Oberbürgermeisterin Henriette Reker findet am Dienstag, dem 20.12.2016, ab 14.00 Uhr. statt.

    mit ganz herzlichem Dank und Gruß an alle 20.198 Unterzeichner unserer Petition,

    Barbara Burg
    Michael Meiger
    Beate Braun
    Dr. Martin Turck
    Caroline Michel
    Sebastian von Haugwitz
    Norbert Nienstedt
    Jürgen Schmitz

    und viele weitere Aktive
    der Bürgerinitiative
    GRÜNE LUNGE KÖLN

por

CDU und GRÜNE fördern Urban Gardening, interkulture lle Gärten, den Anbau von regionalen Nutzpflanzen, die Schrebergartenkultur, die Ausweis ung von Streuobstwiesen und den Erhalt von alten Kulturlandschaften.

en contra

Wohl unstrittig wird in Köln bezahlbarer Wohnraum dringend benötigt. Werden innenstadtnahe – mithin leicht zu erschließende und infrastrukturell bestens angebundene – Areale nicht erschlossen, weichen die für die kommenden Jahre seriös prognostizierten rund 200.000 Neukölner notwendigerweise auf die Außenbezirke aus. Die Folgen: weitere Zersiedelung der Landschaft und deutlich höheres Verkehrsaufkommen auf den Einfallstraßen – beispielsweise der Neusser Straße oder der Inneren Kanalstraße. Ergo: steigende Lärm- und Schadstoffemissionen – auch in Nippes.