Ich möchte, dass unsere Stralsunder Bibliothek weiterhin von vielen Menschen genutzt wird. Deshalb bin ich gegen die von der Bürgerschaft beschlossene drastische Gebührenerhöhung.

Begründung

Hintergrund

Am 06.11.2014 hat die Mehrheit der Stralsunder Bürgerschaft wörtlich beschlossen, dass "die Gebührensatzung der Stadtbibliothek mit der Maßgabe zu überarbeiten ist, dass künftig Erwachsene eine Jahresgebühr von 36 Euro zu entrichten haben" (bisher 12,27 Euro) und "eine moderate Erhöhung für Jugendliche von 16-18 Jahren, Studenten und Familien vorzunehmen". Die vermeintlichen Mehreinnahmen stehen im Zusammenhang mit dem Haushaltssicherungskonzept und sollen der Sanierung des Haushalts dienen.

Warum muss dieser Beschluss korrigiert werden?

  • Es ist absehbar, dass die geplante Verdreifachung der Entgelte für Erwachsene zusammen mit der "moderaten Erhöhung für Jugendliche und Familien" eine deutlichen Reduzierung der Nutzer nach sich ziehen wird.
  • Bis zum Jahr 1998 war die Bibliothek auch in Stralsund kostenlos und die Stralsunder Bibliothek hatte etwa 12.000 Nutzer. Nach Einführung der Nutzungsgebühren im Jahr 1998 hat sich die Zahl der Nutzer auf rund 6.000 halbiert.
  • Die Nutzungsgebühren in München betragen jährlich 20 Euro, in Greifswald und Schwerin kostet die jährliche Nutzung 15 Euro. In Rostock ist die Nutzung kostenlos. Die in Stralsund beschlossene Nutzungsgebühr von 36 Euro ist absurd.
  • Bei einem weiteren Rückgang der Nutzerzahlen sehen wir die Gefahr des Verlustes von Arbeitsplätzen.
  • Ein relevanter Sanierungsbeitrag für den Haushalt erscheint unrealistisch. Ein Verzicht auf die fast zeitgleiche Verdoppelung der Sitzungsgelder hätte mehr als ausgereicht, um die Bibliotheksgebühren konstant zu halten.
  • Die Stralsunder Bibliothek hat einen wertvollen bildungspolitischen Auftrag. Die beschlossene Erhöhung ist eine bildungspolitische Katastrophe und gefährdet die Stralsunder Bibliothek.
Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Peggy Lange aus Stralsund
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Neuigkeiten

  • Liebe Unterstützende,
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    Wir bedanken uns herzlich für Ihr Engagement und die Unterstützung,
    Ihr openPetition-Team

  • Liebe Unterstützer_innen,

    es ist nun 6 Wochen her, dass wir über 2100 Unterschriften an den
    Bürgerschaftspräsidenten übergeben haben. Vielen Dank nochmal für die große
    Unterstützung!
    Bisher wissen wir noch nicht, mit welchem konkreten Vorschlag zu den
    Bibliotheksgebühren die Verwaltung in die Beratungen im Kulturausschuss und
    später dann in der Bürgerschaft eintreten wird. Sobald es hierzu
    Neuigkeiten gibt, melden wir uns natürlich.


    Es ist wirklich bezeichnend, dass auf die Anfragen und Schreiben, die an
    alle Fraktionen gingen, lediglich die Grüne Fraktion reagiert hat. Nach
    kurzer Zeit wurden wir dann von ihnen kontaktiert und es wurde ein erstes
    Treffen anberaumt, bei dem wir beraten haben, wie wir am besten gegen die
    geplante Erhöhung vorgehen können. Bei den dann folgenden Terminen wurde
    das Plakat für die Kampagne entworfen, wir haben den Begründungstext
    abgestimmt und die Orte zur Verteilung der Listen festgelegt. Es war eine
    sehr kooperative und hilfreiche Zusammenarbeit. Parallel dazu wurden in der
    Bürgerschaft Anträge gestellt um die Erhöhung zu verhindern, leider gab es
    dafür keine Mehrheit. Statt dessen haben die „Bürger für
    Stralsund/AfD“-Fraktion und die CDU/FDP-Fraktion mit ihrer Mehrheit die
    Erhöhung beschlossen.

    Wir wollen uns eigentlich nicht parteipolitisch positionieren, da es uns
    primär um eine Sachfrage geht. Allerdings sind wir natürlich generell auch
    daran interessiert, wie die Parteien und Fraktionen sich engagierten
    Bürgern gegenüber verhalten. Dass die Grünen sich mit Abstand am Stärksten
    für Anliegen eingesetzt haben ist Fakt und daher haben wir uns dazu
    entschieden, das auch so zu kommunizieren. Wir hätten dies mit anderen
    Parteien/Fraktionen auch so gemacht, wenn es entsprechende Unterstützung
    gegeben hätte.

    Bürgerbeteiligung ist in Stralsund leider noch nicht so gewünscht und
    verbreitet, wie man es erwarten könnte und wie es andere Städte positiv
    zeigen. Die Verwaltung kann dies durch proaktives Handeln ändern, wir haben
    aber (leider) wenig Hoffnung, dass dies unter der Leitung des aktuellen
    Oberbürgermeisters geschehen wird.

    Daher: Bitte gehen Sie am Sonntag wählen und geben Sie Ihre Stimme
    denjenigen, die die Anliegen der Einwohner ernstnehmen und nicht gegen den
    Willen der Bevölkerung eine unglaubliche Erhöhung von Gebühren durchsetzen
    wollen.


    Liebe Grüße,

    Peggy Lange und Jürgen Ehlert
    *Mit-Initiatoren von „Stralsund will lesen!“*


  • openPetition hat heute eine Erinnerung an die gewählten Vertreter von Bürgerschaft Stralsund geschickt, die noch keine persönliche Stellungnahme abgegeben haben.


    Bisher haben 11 Parlamentarier eine Stellungnahme abgegeben.


    Die Stellungnahmen veröffentlichen wir hier:
    www.openpetition.de/petition/stellungnahme/stralsund-will-lesen-gegen-die-massive-gebuehrenerhoehung-der-stadtbibliothek

Pro

Die Stralsunder Stadtbibliothek ist eine grandiose Einrichtung, mit einem breiten Angebot vieler Medien. Auch das tolle Abendprogramm, welches die MitarbeiterInnen in Form von Lesungen und Konzerten umsetzen, ist hervorragend. Eine Gebührenerhöhung könnte viele Menschen abschrecken, die Bibliothek regelmäßig zu besuchen. So würden weniger Menschen von dem kulturellen Angebot erfahren und es nutzen. Das Engagement der MitarbeiterInnen darf nicht durch so einen falschen Schritt gefährdet werden.

Contra

Es wird so getan, als wenn durch die Gebührenerhöhung die Benutzung der Bibliothek zum "Luxusgut" wird. Es geht um 36 Euro im Jahr, also 3 Euro im Monat, aber auch nur für Einzelpersonen, die Vollzahler sind. Es gibt jede Menge Ermäßigungen (Familien, Jugendliche, HARTZ IV-Empfänger über den Strelapass). Wer ehrlich ist wird einräumen müssen, dass es - weiterhin - nur ein symbolischer Betrag ist. Jede einzelne Zeitschrift, von denen es unzählige in der Bibliothek gibt, kosten mehr.