Schüler, die mehr als drei Kilometer von ihrer Schule entfernt wohnen, bekommen bis zur zehnten Klasse eine Monatskarte für den öffentlichen Nahverkehr gestellt. Alle anderen müssen für diese derzeit etwas mehr als fünfzig Euro zahlen, auch wenn sie trotzdem öffentliche Verkehsmittel für den Schulweg benötigen. Wir, die Stadt Schülervertretung Nürnberg, setzen uns für die komplette Kostenfreiheit des Schulweges und Mobilität für alle Schüler_Innen und Azubis, unabhängig vom Geldbeutel, ein. Darum fordern wir ein Schüler- und Azubiticket für maximal 15 Euro monatlich.

Begründung

Wenn man Glück hat und innerhalb des Stadtgebietes wohnt, zahlt man etwas mehr als 50 Euro im Monat, mit steigender Tarifstufe wird es noch mehr. Ganz schön viel Geld für einen Schüler oder Azubi und vor allem: ganz schön viel für angeblich kostenlose Bildung!

Aber auch wenn man nahe an der Schule wohnt: das Problem mit der Fahrkarte bleibt. Denn wenn man Freunde besuchen, zum Training gehen, Musikunterricht nehmen, feiern gehen oder sich sozial und politisch engagieren möchte, muss man meistens auch sein Viertel verlassen und längere Strecken zurücklegen. Das geht zwar bis zu einer gewissen Grenze auch mal mit dem Fahrrad, aber nicht überall hin und erst recht nicht im Winter. Also braucht man die öffentlichen Verkehrsmittel. Aber wenn eine Einzelfahrt im Stadtgebiet 2,60 Euro und das Monatsticket für Schüler 50,90 Euro kostet, überlegt man oft ob man das wirklich zahlen kann/will oder nicht lieber das Risiko eingeht, schwarz zu fahren. Das hat sich wohl auch die VAG gedacht und die Strafe für Fahren ohne Fahrschein verdoppelt. Aber kann das die Lösung sein? Denn wer nicht schwarzfahren möchte und sich gerade kein Ticket leisten kann, muss dadurch entweder weite Strecken zu Fuß oder mit dem Fahrrad zurücklegen oder bleibt gleich zuhause und wird damit an der Teilhabe am gesellschaftlichen Leben gehindert. Dabei sollten doch öffentliche Verkehrsmittel vor allem eines sein: öffentlich und somit auch für jeden zugänglich.

Die Preise der VAG sind ohnehin schon sehr hoch, besonders für Schüler aber sind sie untragbar. Die meisten Schüler haben keinen Führerschein und, falls doch, zumindest kein Auto zur freien Verfügung, Taschengeld und Nebenjobs machen auch niemanden reich und nur wenige haben das Glück, von ihren Eltern herumkutschiert zu werden oder das Monatsticket bezahlt zu bekommen.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung

Übersetzen Sie jetzt diese Petition

Neue Sprachversion

Neuigkeiten

  • Hallo,
    nachdem unsere Petition für ein Schülerticket zum Preis von 15€ leider nicht durchgekommen ist, wurde der Preis zumindest auf 25/35€ gesenkt. Da damit die Verhandlungen über die Preise der VAG beendet sind, werden wir zu dem Thema erst bei der nächsten Erneuerung der Tarife weiter arbeiten.
    In der Zwischnzeit sind wir aber nicht untätig, sondern haben soeben eine landesweite Kampagne mit den anderen Stadt-Schülervertretungen, dem Landesschülerrrat, dem bayrischen Elternverband, dem Bayrischen Lehrerinnen und Lehrerverband sowie verschiedenen politischen Jugendverbänden ins Leben gerufen. Unter dem Titel "Tickets für alle" kämpfen wir für die komplette Kostenfreiheit des Schulweges für alle bayrischen SchülerInnen und Azubis. Unterstützen Sie die neue Petition unter www.openpetition.de/petition/online/die-vollkommene-kostenfreiheit-der-schulwege-aller-schuelerinnen-und-azubis-bayerns, liken Sie die Facebookseite www.facebook.com/ticketsfueralle.bayern und unterstützen Sie unser Anliegen durch Werbung online und im Freundes- und Bekanntenkreis! Jeder der mitmachen möchte, kann sich gerne bei uns melden und in den Regionalforen in den unterschiedlichen Städten die Aktionen mitplanen!
    Danke für Ihre Unterstützung!
    Eva Huber
    Stadtschülervertretung Nürnberg

Pro

Warum sollte Bildung gerade in der Qualifikationsphase etwas kosten ? Sozial schwächere Familien dürfen in Sachen Bildung keine Nachteil erfahren.

Contra

Kinder brauchen Bewegung und die meisten haben weniger als 3 Kilometer. Wobei 3 Kilometer auch nicht so weit ist. Für die Freizeitgestaltung ist das dann wohl etwas fehl am Platz. Warum auf Schüler beschränken, der nächste Schritt wäre dann konsequenter Weise wohl kostenlose Tickets für alle. Sinnvoll wäre da wohl eher die Radwege sinnvoller zu gestalten. Aber das steht auf einem anderen Blatt....