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8. Juli 2013

Wege bleiben offen für Radfahrer und Reiter in Hessens Wäldern

Mit einem neuen Waldgesetz plante die hessische Landesregierung, den Zutritt zu den Wäldern des Landes für Reiter und Radfahrer massiv einzuschränken. 75 bis 90 Prozent der Wege wären nicht länger nutzbar gewesen.

Dieser Gesetzesentwurf rief große Proteste bei den Bürgern hervor. Frank Mechelhoff startete die Petition „Open Trails Hessen – Gegen das neue Waldgesetz“ und fand mehr als 7.000 Unterstützer/innen.

Warum sie die Petition unterstützt, kommentierte eine Unterzeichnerin so:
Der Wald ist für alle da! Ich gehe unglaublich viel und gerne in den Wald…es gibt nicht mehr viel auf der Welt was nichts kostet, der Wald ist kostbar und sollte gepflegt und erhalten werden. Jeder hat das Recht diesen Raum der Natur für sich zu nutzen, solange er sich ruhig und sauber dort verhält. Viele Menschen nutzen den Schutz der Bäume und Sträucher um Stille und Frieden zu genießen und neue Kräfte zu sammeln. Man geht wandern oder joggen…reitet oder fährt Rad…man soll sich mehr bewegen und Sport treiben, den Kindern wird vorgeworfen sie säßen nur noch vor TV und PC und seien nicht mehr draußen um zu spielen. Wenn ihr uns den Wald wegnehmt, wo sollen wir dann noch hingehen um Natur zu genießen und ganz Mensch zu sein !?

Für die Übergabe der Unterschriften wurde eine Reiterdemonstration mitten in der Landeshauptstadt Wiesbaden organisiert. Auch die Radfahrer ließen sich die Gelegenheit nicht entgehen, ihrer Stimme Ausdruck zu verleihen, indem sie öffentlichkeitswirksam protestierten: Sie demonstrierten mit ihren Rädern, und teils in voller Montur, in der Innenstadt.

Die Einwände der Bürger zeigten schnell Wirkung: es wurde mehrmals zum Runden Tisch geladen, wo die Interessengruppen ihre Bedenken und Vorschläge äußern konnten.

Das Ergebnis: ein Jahr später wurde ein geändertes Waldgesetz verkündet – mit weitaus besseren Bedingungen für die Reiter und Radfahrer. Denn die durch die Bürger/innen kritisierten Punkte wurden gestrichen. Einig sind sich alle Beteiligten darin, dass dieser Erfolg ohne den öffentlichen Druck und die gemeinsamen Gespräche und Kompromisse nicht möglich gewesen wäre. „Entscheidend hierfür waren der enge Schulterschluss mit den Mountainbikern, die öffentliche Publizität (Printmedien, Hessenschau, Internet, Reiterdemo vor der Wiesbadener Staatskanzlei) und der freundliche Kontakt zur Ministerin“, freut sich Frank Mechelhoff.

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